DE20103667U1 - Drehkupplung für ein Trickfahrrad - Google Patents
Drehkupplung für ein TrickfahrradInfo
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Description
chch0061 -178/01
D18/D1839-KKe/da
D18/D1839-KKe/da
Drehkupplung für ein Trickfahrrad
Die Erfindung betrifft eine Drehkupplung für Trickfahrräder, die an dem Lenkrohr des Fahrrades angebracht ist.
In Figur 6 ist eine herkömmliche Drehkupplung 80 für Trickfahrräder dargestellt. Bei der bekannten Drehkupplung ist einer der beiden Bremszüge mittels eines Verzweigungselements 81 in zwei fortführende Züge 82 verzweigt. Die beiden Züge 82 des Bremszuges sind jeweils mit zwei Verbindungselementen zweier &iacgr;&ogr; äußerer Enden einer oberen Platte verbunden. Eine untere Platte hat ebenfalls zwei Verbindungselemente 84, welche an ihren beiden äußeren Enden angebracht sind. Zwei Züge 820 erstrecken sich von den beiden Verbindungselementen 84 zu einem Bremssystem am Hinterrad des Fahrrades. Die obere und Vx^ die untere Platte sind miteinander verbunden, so daß bei der Betätigung der Bremszüge 82 die Züge 820 ein Abbremsen des Hinterrades bewirken. Der andere Bremszug 820 erstreckt sich durch das Lenkrohr und das Steuerrohr und steht mit der Vorderradbremse in Verbindung.
Eine herkömmliche Drehkupplung 80 weist einen sehr aufwendigen Aufbau auf, wobei die beiden Bremszüge 82 gleichmäßig gezogen werden müssen, damit 0 das Bremssystem des Fahrrades in geeigneter Weise die Fahrt des Fahrrades verzögert. Häufig kommt es zum Klemmen oder zu Verkantungen der herkömmlichen Systeme. Das Verzweigungselement 81 erhöht zudem die Anzahl der notwendigen Bauteile und den Montageaufwand.
Ausgehend von den zuvor geschilderten Nachteilen des Standes der Technik ist es Aufgabe der Erfindung eine einfache Drehkupplung zu schaffen, die ein prä-
zises Kraftübertragungsverhalten aufweist, damit sich die Bremsen gut dosieren lassen und eine bedarfsgerechte, gegebenenfalls hohe Verzögerung des Fahrrades ermöglicht wird.
Zur Lösung der Aufgabe schlägt die Erfindung eine Drehkupplung der eingangs genannten Art mit einem beweglich an dem Lenkrohr des Fahrrades angebrachten Lagersatz, welcher zwei nach oben gerichtete Vorsprünge (33) und zwei nach unten gerichtete Vorsprünge (330) aufweist, vor,
- die eine an dem Lenkrohr des Fahrrades angebrachte erste Ringscheibe aufweist, die mit einem ersten sich radial nach außen erstreckenden Verbindungsabschnitt und einem zweiten sich radial nach außen erstreckenden Verbindungsabschnitt versehen ist, wobei die beiden nach oben gerichteten Vorsprünge mit der ersten Ringscheibe in Verbindung stehen,
- die ein erstes Hebelelement aufweist, das mit einem an das Lenkrohr angebrachten Ringabschnitt versehen ist, wobei sich von dem ersten Hebelelement jeweils ein erstes Verbindungselement und ein zweites Verbindungselement radial nach außen erstrecken, das erste Verbindungselement mit einer Ausnehmung versehen ist, durch welche ein erster Bremszug hindurchgeführt ist und der erste Verbindungsabschnitt der ersten Ringscheibe mit dem ersten Bremszug in Verbindung steht und das zweite Verbindungselement drehbar mit 0 dem zweiten Verbindungsabschnitt der ersten Ringscheibe verbunden ist,
- die eine zweite, an das Steuerrohr des Fahrrades angebrachte Ringscheibe aufweist, die einen dritten und vierten Verbindungsabschnitt aufweist, welche sich jeweils radial von der zweiten Ringscheibe nach außen erstrecken, wobei die beiden nach unten gerichteten Vorsprünge mit der zweiten Ringscheibe drehbar verbunden sind, und
- die ein zweites Hebelelement aufweist, das mit einem an das Steuerrohr angebrachten Ringelement versehen ist, mit einem dritten und vierten Verbindungselement, die sich von dem zweiten Hebelelement jeweils radial nach außen erstrecken, wobei das dritte Verbindungselement so ausgebildet ist, daß ein 0 zweiter Bremszug hindurchgeführt werden kann und mit der zweiten Ringschei-
be in Verbindung steht und das vierte Verbindungselement drehbar mit dem vierten Verbindungsabschnitt der zweiten Ringscheibe verbunden ist.
Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Drehkupplung liegt in der Beweglichkeit des Lagersatzes, welcher mit dem Lenkrohr verbunden ist, wobei die beiden Ringscheiben jeweils mit den beiden Bremszügen verbunden sind, so daß der Lagersatz trotz der Drehbewegung eine präzise Übertragung der die Bremse betätigenden Kraft ermöglicht.
Diese und weitere Aufgaben, Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung eines speziellen Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf Zeichnungen näher verdeutlicht. Das spezielle Ausführungsbeispiel dient lediglich der Verdeutlichung. Für den Fachmann ergeben sich weitere erfindungsgemäße Ausführungsformen, die ebenfalls Gebrauch von der Erfindung machen. Es zeigen:
Fig. 1: Eine perspektivische Darstellung einer er-
findungsgemäßen Drehkupplung, ange
bracht an einem Trickfahrrad,
Fig. 2: Eine perspektivische Detailansicht einer
erfindungsgemäßen Drehkupplung,
Fig. 3: Eine Explosionsansicht einer erfindungs-
gemäßen Drehkupplung,
Fig. 4: Ein Querschnitt durch eine erfindungsge
mäße Drehkupplung,
Fig. 5: Ein Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Drehkupplung, wobei eine Betätigung der Bremszüge stattfindet und
Fig. 6: Eine perspektivische Darstellung einer
herkömmlichen Drehkupplung an einem Trickfahrrad.
In den Figuren 1 - 4 ist eine erfindungsgemäße Drehkupplung dargestellt. Die dargestellte Drehkupplung umfaßt einen Lagersatz 30, der beweglich an einem Lenkrohr 50 angebracht ist, welches sich durch ein Steuerrohr erstreckt, an welchem eine Lagerschale 70 angebracht ist. Der Lagersatz 30 besteht aus einem inneren Ring, der am Außenumfang mit einer Lauffläche 34 versehen ist und einem äußeren Ring, der an seinem inneren Umfang mit einer Lauffläche 35 versehen ist. Zwischen den beiden Laufflächen 34 und 35 nehmen der innere 31 und äußere Ring 32 Kugeln 36 auf. Von dem Innendurchmesser des inneren Rings 31 ausgehend, erstrecken sich zwei nach oben gerichtete Vorsprünge 33. Von dem Außendurchmesser des äußeren Rings 32 erstrecken sich zwei nach unten gerichtete Vorsprünge 330.
Eine Distanzhülse 51 und eine erste Ringscheibe 21 sind jeweils an dem Lenkrohr 50 angebracht. Ein erster 23 und zweiter Verbindungsabschnitt 24 erstrecken sich jeweils von der ersten Ringscheibe 21 radial nach außen. Ein erstes Hebelelement 11 weist einen Ringabschnitt 13 auf, welcher an dem Lenkrohr 50 angebracht ist. Ein erstes 14 und zweites 15 Verbindungselement erstrecken sich jeweils von dem ersten Hebelelement 11 radial nach außen. Das zweite Verbindungselement 15 des ersten Hebelelements 11 weist eine Gabel 151 auf. Der Ringabschnitt 13 des ersten Hebelelements 11 berührt die Di-0 stanzhülse 51 am oberen Ende, so daß sich eine Lücke zwischen dem ersten Hebelelement 11 und der ersten Ringscheibe 21 ergibt. Der zweite Verbindungsabschnitt 24 der ersten Ringscheibe 21 weist zwei Endstücke 241 auf, die drehbar mit der Gabel 151 mittels eines Stifts 151 verbunden sind. Ein erstes Rohrstück 141 erstreckt sich von dem ersten Verbindungselement 14, wobei das erste Rohrstück 141 mit einem Innengewinde 142 versehen ist, so daß eine Bremszugeinstellschraube dort hineingeschraubt werden kann. Ein erster Bremszug 40 erstreckt sich durch die Bremszugeinstellschraube und das Ende 41 des ersten Bremszugs 40 ist mit einer Ausnehmung 231 in dem ersten Verbindungsabschnitt 23 der ersten Ringscheibe 21 verbunden. Die beiden nach oben gerichteten Vorsprünge 33 sind drehbar mit der ersten Ringscheibe 21 verbunden.
Eine zweite Ringscheibe 22 ist an dem Steuerrohr 60 angebracht und ein dritter 230 und vierter Verbindungsabschnitt 240 erstrecken sich jeweils von der
zweiten Ringscheibe 22 radial nach außen. Der dritte Verbindungsabschnitt 230 der zweiten Ringscheibe 22 weist eine Ausnehmung 2310 auf. Die beiden nach unten gerichteten Vorsprünge 330 sind drehbar mit der zweiten Ringscheibe 21 verbunden. Ein zweites Hebelelement 12 weist einen Ringabschnitt 120 auf, welcher an dem Steuerrohr 60 angebracht ist. Ein drittes 140 und viertes Verbindungselement 150 erstrecken sich jeweils von dem zweiten Hebelelement 12 radial nach außen. Der vierte Verbindungsabschnitt 240 der zweiten Ringscheibe 22 weist zwei Endstücke 2410 auf und das vierte Verbindungselement 150 des zweiten Hebelelements 12 ist mit einer Gabel 1510 mit den beiden Endstücken 2410 mittels eines Stifts 153 drehbar verbunden. Ein zweites Rohrstück 143 erstreckt sich von dem dritten Verbindungselement 140, wobei das zweite Rohrstück 143 ein Innengewinde 1430 aufweist, in welches eine Bremszugeinstellschraube eingeschraubt wird und durch welches ein zweiter Bremszug 400 hindurchgeführt ist, der sich mittels der Bremszugeinstellschraube entsprechend vorspannen läßt. Ein Ende 410 des zweiten Bremszuges 400 steht mit der Ausnehmung 2310 des dritten Verbindungsabschnitts 230 der zweiten Ringscheibe 220 in Verbindung.
In Figur 5 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dargestellt, wenn ein Bremshebel betätigt wird, der mit einem ersten Bremszug 40 in Verbindung steht, so daß der erste Verbindungsabschnitt 23 der ersten Ringscheibe 21 angehoben wird und die erste Ringscheibe 21 sich um den Stift 153 dreht. Die Bewegung der ersten Ringscheibe 21 hebt den Lagersatz 30, wodurch die zweite Ringscheibe 22 ebenfalls angehoben wird, weil sie über die nach unten gerichteten Vorsprünge 330 mit der zweiten Ringscheibe 22 verbunden ist. Die zweite Ringscheibe 22 dreht sich um den Stift 153 und zieht den zweiten Bremszug 400.
Es sei darauf hingewiesen, daß es nur eine Verbindung zwischen dem ersten Bremszug 40 und der ersten Ringscheibe 11 sowie zwischen dem zweiten Bremszug 400 und der zweiten Ringscheibe 22 gibt, so daß die Betätigung der Bremse stark vereinfacht wird und damit ein hohes Maß an Präzision aufweist, wodurch eine hervorragende Dosierbarkeit der Bremse über den Bremshebel möglich wird. Die erste Ringscheibe 11 und die zweite Ringscheibe 22 arbeiten besonders effizient, weil Sie jeweils als Hebel ausgeführt sind. Die Anzahl der Teile, die an der Drehbewegung teilnehmen, ist erfindungsgemäß reduziert.
Obwohl hier spezielle Ausführungsformen der Erfindung beschrieben sind, ergeben sich für den Fachmann in naheliegender Weise weitere erfindungsgemäße Vorrichtungen, die ebenfalls der Erfindung zuzurechnen sind.
Claims (8)
1. Drehkupplung für Trickfahrräder mit einem beweglich an dem Lenkrohr (50) des Fahrrades angebrachten Lagersatz (30), welcher zwei nach oben gerichtete Vorsprünge (33) und zwei nach unten gerichtete Vorsprünge (330) aufweist,
- mit einer an dem Lenkrohr des Fahrrades angebrachten ersten Ringscheibe (21), die mit einem ersten sich radial nach außen erstreckenden Verbindungsabschnitt (23) und einem zweiten sich radial nach außen erstreckenden Verbindungsabschnitt (24) versehen ist, wobei die beiden nach oben gerichteten Vorsprünge (33) mit der ersten Ringscheibe (21) in Verbindung stehen,
- mit einem ersten Hebelelement (11), das einen an das Lenkrohr (50) angebrachten Ringabschnitt (13) aufweist, wobei sich von dem ersten Hebelelement (11) jeweils ein erstes Verbindungselement (14) und ein zweites Verbindungselement (15) radial nach außen erstrecken, das erste Verbindungselement (14) mit einer Ausnehmung versehen ist, durch welche ein erster Bremszug (40) hindurchgeführt ist und der erste Verbindungsabschnitt (23) der ersten Ringscheibe (21) mit dem ersten Bremszug (40) in Verbindung steht und das zweite Verbindungselement (15) drehbar mit dem zweiten Verbindungsabschnitt (24) der ersten Ringscheibe (21) verbunden ist,
- mit einer zweiten, an das Steuerrohr (60) des Fahrrades angebrachten Ringscheibe (22), die einen dritten und vierten Verbindungsabschnitt (230, 240) aufweist, welche sich jeweils radial von der zweiten Ringscheibe (22) nach außen erstrecken, wobei die beiden nach unten gerichteten Vorsprünge (330) mit der zweiten Ringscheibe (22) drehbar verbunden sind und
- mit einem zweiten Hebelelement (12), das ein an das Steuerrohr angebrachtes Ringelement aufweist, einem dritten und vierten Verbindungselement (140, 150), die sich jeweils von dem zweiten Hebelelement (12) jeweils radial nach außen erstrecken, wobei das dritte Verbindungselement (140) so ausgebildet ist, daß ein zweiter Bremszug (400) hindurchgeführt werden kann und mit der zweiten Ringscheibe (22) in Verbindung steht und das vierte Verbindungselement (150) drehbar mit dem vierten Verbindungsabschnitt (240) der zweiten Ringscheibe (22) verbunden ist.
2. Drehkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Verbindungsabschnitt (23) der ersten Ringscheibe (21) eine Ausnehmung (231) aufweist, die derart ausgebildet ist, daß die mit dem Ende (41) eines ersten Bremszuges (40) verbunden werden kann.
3. Drehkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Verbindungsabschnitt (230) der zweiten Ringscheibe (22) eine Ausnehmung (2310) aufweist, mit der das Ende (410) des zweiten Bremszuges (400) verbindbar ist.
4. Drehkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Verbindungsabschnitt (24) der ersten Ringscheibe (21) zwei Endstücke (2410) aufweist und das zweite Verbindungselement 15 des ersten Hebelelements (11) eine Gabel (151) aufweist, welche drehbar mit den beiden Endstücken (241) mittels eines Stifts (152) verbunden ist.
5. Drehkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vierte Verbindungsabschnitt (240) der zweiten Ringscheibe (22) zwei Endstücke (2410) aufweist und das vierte Verbindungselement (14) des zweiten Hebelelements (12) eine Gabel aufweist, welche drehbar mit den beiden Endstücken (2410) mittels eines Stifts (153) verbunden ist.
6. Drehkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich ein erstes Rohrstück (141) von dem ersten Verbindungselement (14) ausgehend erstreckt und dieses erste Rohrstück (141) mit einem Innengewinde (142) versehen ist, so daß eine Bremszugeinstellschraube dort hineingedreht werden kann.
7. Drehkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagersatz (30) einen inneren Ring (31) und einen äußeren Ring (32) aufweist, wobei der innere Ring auf der Außenseite eine Lauffläche (35) aufweist und der äußere Ring (32) auf der Innenseite eine Lauffläche (34) aufweist, zwischen den beiden Laufflächen (34, 35) Kugeln angeordnet sind, die beiden nach oben gerichteten Vorsprünge (33) von der Innenseite des inneren Rings (31) ausgehen und die beiden nach unten gerichteten Vorsprünge (330) von der Außenseite des äußeren Rings (32) ausgehen.
8. Drehkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Distanzhülse (51) an dem Lenkrohr (50) angebracht ist und der Ringabschnitt (120) des ersten Hebelelements (11) an der Distanzhülse (51) am oberen Ende anliegt, so daß sich eine Lücke zwischen dem ersten Hebelelement (11) und der ersten Ringscheibe (21) ergibt.
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