DE20102867U1 - Ständervorrichtung für den Wandbau - Google Patents
Ständervorrichtung für den WandbauInfo
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Description
Günther Kaufmann
Schlossstr. 21
89607 Emerkingen
STÄNDERVORRICHTUNG FÜR DEN WANDBAU
Die Erfindung betrifft eine Ständer-Vorrichtung für den Wandbau, mit zwei parallelen Holzpfosten als tragenden Elementen, zwischen denen ein Dämmmaterial angeordnet ist. dass das als Dämmmaterial eine Schicht aus Holzfaser vorgesehen ist, wobei die Holzpfosten und die dazwischen angeordnete Holzfaserschicht mittels einer Mehrzahl von Holzdübeln zusammengehalten sind. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dabei insbesondere für den Wandbau eines Niedrigenergie- oder Passivhauses geeignet.
Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind im Stand der Technik allgemein als Ständerkonstruktionen für den Wandbau bekannt. Zum Herstellen einer notwendigen Stabilität sind bei den bekannten Vorrichtungen die parallelen Holzpfosten sowie das dazwischen angeordnete Dämmmaterial über Metallschenkel oder Metallplatten miteinander verbunden. Dies führt jedoch generell den Nachteil mit sich, dass im
Bereich der metallischen Bauteile Kältebrücken zur ambienten Luft nach außen gebildet sind.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Ständer-Vorrichtung zu schaffen, bei der Kältebrücken vermieden sind, um die Ständer-Vorrichtung so für den Niedrigenergiebzw. Passivhausbau verwendbar zu machen.
Für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass als Dämmmaterial eine Schicht aus Holzfaser vorgesehen ist, wobei die Holzpfosten und die dazwischen angeordnete Holzfaserschicht mittels einer Mehrzahl von Holzdübeln zusammengehalten sind.
Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei der erfindungsgemäßen Ständer-Vorrichtung wird durch das Merkmal, dass als Dämmmaterial eine Schicht aus Holzfaser vorgesehen ist, wobei die Holzpfosten und die dazwischen angeordnete Holzfaserschicht mittels einer Mehrzahl von Holzdübeln zusammengehalten sind, erreicht, dass aufgrund der ausschließlichen Verwendung von Holzmaterialien eine geringe Wärmeleitfähigkeit und damit eine hohe Wärmeisolation sichergestellt ist. Die Holzfaserschicht wirkt dabei dämmend sowohl für Wärme als auch für Schall.
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ständer-Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Holzpfosten vor Einbringen der Holzdübel einen Wassergehalt von etwa 15% aufweisen, und die Holzdübel vor
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Einbringen in die Holzpfosten einen Wassergehalt von etwa 6% aufweisen. Nach einem Einbringen der Holzdübel in die Holzpfosten gleicht sich der Wassergehalt der unterschiedlichen Hölzer durch Feuchtigkeitsdiffusion aneinander an, wodurch erreicht wird, dass sich der Durchmesser der Holzdübel durch Wasseraufnahme vergrößert. Dadurch ist ein extrem fester Sitz der Holzdübel in den Holzpfosten sichergestellt.
Die Holzfaserschicht ist dabei vorzugsweise als Holzweichfaserplatte ausgebildet, um neben einer guten Thermoisolation auch eine gute Schallisolation zu liefern.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ständer-Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Holzweichfaserplatte aus unter Druck zusammengepresster Holzfaser gebildet ist, deren Formbeständigkeit durch den natürlichen Ligningehalt des Holzes gewährleistet ist.
Gemäß einer wichtigen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ständer-Vorrichtung ist vorgesehen, dass in die Holzpfosten sowie in die Holzfaserschicht vor dem Einbringen eines Holzdübels eine Bohrung eingebracht ist, deren Durchmesser etwa 2 % bis 3 % kleiner als der Durchmesser eines Holzdübels bemessen ist. Die Bohrung weist dabei vorzugsweise einen Durchmesser von 19,5 mm und ein Holzdübel einen Durchmesser von 20 mm auf, wobei ein Holzdübel vorzugsweise mit einem Druck von etwa 20 Bar in eine entsprechende jeweilige Bohrung eingebracht ist.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der eine der Holzpfosten beispielsweise auf etwa 6 &khgr; 12 cm bemessen und
der andere der Holzpfosten auf etwa 6 &khgr; 4 cm bemessen, wobei die Holzfaserschicht auf etwa 6 &khgr; 15 cm bemessen ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im folgenden anhand einer bevorzugten Ausführungsform erläutert, die in der Figur der Zeichnung dargestellt ist. Darin zeigt:
Fig.l eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ständer-Vorrichtung in einer Längsschnittsansicht.
Fig.2 eine mittels der in Figur 1 dargestellten Ständer-Vorrichtung gebildete Wand eines Passivhauses in einer Querschnittsansicht.
Die in Figur 1 dargestellte erfindungsgemäßen Ständer-Vorrichtung 100 weist zwei als tragende Elemente wirkende parallele Holzpfosten 10, 10' aus Konstruktionsvollholz auf, zwischen denen eine als Dämmmaterial wirkende Holzfaserschicht 11 angeordnet ist, wobei die Holzpfosten 10, 10' und die Holzfaserschicht 11 mittels einer Mehrzahl von Holzdübeln 12, 12' aus Buchenholz zusammengehalten sind.
In die Holzpfosten 10, 10' sowie in die Holzfaserschicht 11 ist direkt vor dem Einbringen eines Holzdübels 12, 12' jeweils eine Bohrung eingebracht, deren Durchmesser etwa 2,5 % kleiner als der Durchmesser eines Holzdübels 12, 12' bemessen ist.
Vor Einbringen der Holzdübel 12, 12' in die Holzpfosten 10 weisen die letzteren einen Wassergehalt von etwa 15% auf, wohingegen die Holzdübel 12, 12' vor Einbringen in die
Holzpfosten 10 einen Wassergehalt von etwa 6% aufweisen. Nach einem Einbringen der Holzdübel 12, 12' in die Holzpfosten 10, 10' gleicht sich der Wassergehalt der unterschiedlichen Hölzer durch Feuchtigkeitsdiffusion aneinander an. Dadurch wird bewirkt, dass sich der Durchmesser der Holzdübel 12, 12' durch Wasseraufnahme vergrößert, wodurch ein extrem fester Sitz der Holzdübel 12, 12' in den Holzpfosten 10, 10' sichergestellt ist.
Die Holzfaserschicht 11 ist als Holzweichfaserplatte ausgebildet, die aus unter Druck zusammengepresster Holzfaser gebildet ist, deren Formbeständigkeit durch den natürlichen Ligningehalt des Holzes gewährleistet ist.
Figur 2 zeigt eine mittels der in Figur 1 dargestellten Ständer-Vorrichtung gebildete Wand 200 eines Passivhauses in einer Querschnittsansicht, wobei zwischen einer Mehrzahl im Abstand angeordneter tragender Ständer-Vorrichtungen 100 Isoliermaterialien 20 eingebracht sind, die jeweils nach außen und innen durch eine Trennwand 21, 22 abgeschirmt sind.
Das oben erläuterte Ausführungsbeispiel der Erfindung dient lediglich dem Zweck eines besseren Verständnisses der durch die Ansprüche vorgegebenen erfindungsgemäßen Lehre, die als solche durch das Ausführungsbeispiel nicht eingeschränkt ist.
Claims (8)
1. Ständer-Vorrichtung für den Wandbau, insbesondere für den Wandbau eines Niedrigenergie- oder Passivhauses, mit zwei parallelen Holzpfosten als tragenden Elementen, zwischen denen ein Dämmmaterial angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass als Dämmmaterial eine. Schicht aus Holzfaser vorgesehen ist, wobei die Holzpfosten und die dazwischen angeordnete Holzfaserschicht mittels einer Mehrzahl von Holzdübeln zusammengehalten sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzpfosten vor Einbringen der Holzdübel einen Wassergehalt von etwa 15% aufweisen, und die Holzdübel vor Einbringen in die Holzpfosten einen Wassergehalt von etwa 6% aufweisen.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzfaserschicht als Holzweichfaserplatte ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzweichfaserplatte aus unter Druck zusammengepresster Holzfaser gebildet ist, deren Formbeständigkeit durch den natürlichen Ligningehalt des Holzes gewährleistet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die Holzpfosten sowie in die Holzfaserschicht vor dem Einbringen eines Holzdübels eine Bohrung eingebracht ist, deren Durchmesser etwa 2% bis 3% kleiner als der Durchmesser eines Holzdübels bemessen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung einen Durchmesser von 19,5 mm und der Holzdübel einen Durchmesser von 20 mm aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Holzdübel mit einem Druck von etwa 20 Bar in eine Bohrung eingebracht ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine der Holzpfosten auf etwa 6 × 12 cm bemessen ist und der andere der Holzpfosten auf etwa 6 × 4 cm bemessen ist und die Holzfaserschicht auf etwa 6 × 15 cm bemessen ist.
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