DE2010100C3 - Befestigungsanordnung zum Befestigen eines Werkzeughalters in einer Arbeitsspindel - Google Patents
Befestigungsanordnung zum Befestigen eines Werkzeughalters in einer ArbeitsspindelInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung zum Befestigen eines Werkzeughalters in einer Arbeitsspindel,
der einen sich in Richtung der Arbeitsspindel verjüngenden, als Kurzkegel ausgebildeten Spannkegel
und eine zu diesem koaxial angeordnete, senkrechte Plananlagefläche aufweist, denen am Kopf der
Arbeitsspindel zur Fixierung der Arbeitsstellung des Werkzeughalters entsprechende Gegenflächen, nämlich
eine Kegelanschlag- und eine Plananschlagfläche, zugeordnet sind, wobei der Werkzeughalter an mindestens
eine dieser Gegenflächen anpreßbar ist
Die radiale und axiale Ausrichtung sowie die Befestigung eines Werkzeughalters am Vorderende einer Arbeitsspindel
wird allgemein dadurch bewerkstelligt, daß dieser mit einem an seinem einen Ende angeformten
Spannkegel in eine Kegdbohrung der Arbeitsspindel eingesetzt und mittels eines, eine ringförmige Planfläche
aufweisenden und in seinem Zentrum den Spannkegel tragenden Flansches an einer Gegenfläche der
Arbeitsspindel angeschraubt wird (vgl. FR-PS 194 409).
Während dabei der Spannkegel bzw. die Kegelflächen für die Lage des Werkzeughalters im Spindelkopf
in radialer Richtung maßgebend ist, sollen durch die Planfläche des Flansches die Axialkräfte aufgenommen
werden. Da aber normalerweise zwei voll tragende Flächen, d. h. eine kegelige, die radiale Ausrichtung übernehmende,
und eine plane, die Axialkräfte aufnehmende, nicht hergestellt werden können, so ist lediglich eine
dieser Rächen, d.h. entweder die Plananlagefläche oder die Fläche des Spannkegels, voll tragend. Trägt
beispielsweise nur die letztere voll, so werden die in Achsrichtung wirkenden Kräfte nicht sicher aufgenommen;
trägt hingegen in der Hauptsache die Plananlagefläche, so ist der Rundlauf des Werkzeughalters nicht
mehr gewährleistet Daran ändert sich auch nichts, wenn der Spannkegel gemäß der eingangs beschriebenen
und der Bauform der US-PS 3 041 898 entsprechenden Konstruktion als Kurzkegel ausgebildet ist In
jedem Fall wird nämlich beim Anschrauben des Werkzeughalters der Spannkegel in die Kegelbohrung des
Spindelkopfes eingezogen, wobei sich, unter der Voraussetzung, daß die Kegelflächen toleranzgenau hergestellt
sind, auf Grund der Größendifferenz der Kegel, unter der Druckwirkung, wenn auch nur um wenige μ,
an den Kegelflächen elastische Verformungen ergeben. Diese für das Aufweiten der Kegelbohrung notwendigen
Verformungen bleiben aber nicht nur auf den konischen Innenteil des Spindelkopfes beschränkt; vielmehr
haben diese auch eine nicht zu verhindernde Einwirkung auf die Plananschlagfläche des Spindelkopfes der
Arbeitsspindel, so daß eine exakte axiale Ausrichtung des Werkzeughalters nicht möglich ist
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsanordnung zu schaffen, mit deren Hilfe sowohl
die axiale als auch radiale Lage des Werkzeughalters am Kopf einer Arbeitsspindel einwandfrei gewährleistet
ist
Zur Lösung dieser Aufgabe bedient sich die Erfindung einer Befestigungsanordnung der eingangs erwähnten
Art, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß sich die Plananlagefläche des Werkzeughalters
an dem den kleineren Außendurchmesser aufweisenden Stirnende des Spannkegels befindet
Bei einer in dieser Weise ausgebildeten Befestigungsanordnung können sich aus dem Einziehen des Spannkegels
des Werkzeughalters in die Kegelbohrung des Spindelkopfes resultierende Verformungen an den Ke
gelflächen nicht mehr nachteilig auf die axiale Ausrichtung des Werkzeughalters auswirken, weil in diesem
Fall die mit dessen Plananlagefläche zusammenwirkende Gegenfläche sich innerhalb der Kegelbohrung des
Spindelkopfes befindet und demgemäß keiner Verformung unterworfen ist Bei dieser Konstruktion lassen
sich damit sowohl die Kegelflächen als auch die Planflächen über ihren gesamten Bereich miteinander voll
in Berührung bringen. Damit ist eine absolut präzise Flucht zwischen Werkzeughalter und Arbeitsspindel
erreicht, so daß der erstere praktisch als einstückige Verlängerung der Arbeitsspindel betrachtet werden
kann.
Aus der erfindungsgemäßen Zuordnung der Kegel- und Planflächen resultiert schließlich ein weiterer wesentlicher
Vorteil, der darin besteht, daß die sich innerhalb der Kegelbohrung befindende, plane Gegenfläche
gegen Verschmutzung wirksam geschützt ist. Hierbei ist zu beachten, daß von der Sauberkeit der Planflächen
das qualitative Arbeitsergebnis abhängt Die innerhalb des Spindelkopfes liegende plane Gegenfläche schafft
hierfür die erste Voraussetzung.
Bei einer bevorzugten Konstruktion ist die Steigung des Spannkegels geringfügig steiler als die der Kegelanschlagfläche.
Eine derartige Ausführungsform ermöglicht beim Einziehen des Spannkegels eine verstärkte
Aufweitung der Kegelbohrung und damit eine besonders satte gegenseitige Anlage der Kegel- und
Planflächen.
Die Anlage der Kegelflächen wird weiter dadurch verbessert, daß die Steigung der Kegelflächen 1 :4 bis
1:15, vorzugsweise 1 :7, gewählt is*. Ferner hat sich als
vorteilhaft erwiesen, wenn als Material zur Herstellung von Werkzeughalter und Arbeitsspindel Chromarganstahl
Verwendung findet
Schließlich lassen sich die Plan- und Segelflächen wirksam g^gen Verschmutzung sichern und so eine einmal
erreichte, gute Anlage beibehalten, wenn, in weiterer Ausgestaltung der Erfindung, zur Abdeckung des
die Kegelanschlag- and Plananschlagfläche aufweisenden Kopfes der Arbeitsspindel eine ringförmige Abdeckkappe
vorgesehen ist
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt Es zeigt
F i g. 1 einen Teilschnitt durch eine Befestigungsanordnung zum Befestigen eines Werkzeughalters in
einer Arbeitsspindel,
F i g. 2 einen in F i g. 1 durch einen strichpunktierten Kreis angedeuteten Ausschnitt aus Fig. 1, in größerem
Maßstab als diese.
Bei der Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Konstruktion werden im wesentlichen nur die
Teile erwähnt, die zum Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
In einem Gehäuse 10 einer Werkzeugmaschine ist mit Hilfe von Lagern, wie einem Rollenlager 12 und
Drucklagern 14, eine Arbeitsspindel 16 gelagert, die an ihrem vorderen Ende einen Spindelkopf 18 aufweist.
An der Stirnseite des Gehäuses 10 ist noch mit Hilfe von Schrauben 20 ein Abdeckring 22 befestigt.
Im Spindelkopf der Arbeitsspindel ist gemäß der Zeichnung ein mit 30 bezeichneter Werkzeughalter angeordnet,
der an seinem hinteren Ende eine Mitnahmehülse 32 aufweist, in die ein Kopf 34 einer Zugstange 36
eingreift. Auf der Zugstange 36 sind Klemmfedern 38 vorgesehen, mit deren Hilfe der Werkzeughalter in
eine vorbestimmte Montagestellung in den Spindelkopf hineingezogen wird. Das Lösen des Werkzeughalters
geschieht mit Hilfe der Zugstange 36, durch die die Klemmfedern 38 etwas zusammengedrückt werden.
Diese Konstruktion ist jedoch an sich bekannt, und, da
sie keinen Teil der Erfindung bildet, wird hierauf nicht näher eingegangen.
Der Werkzeughalter 30 ist mit einem als Kurzkegel ausgebildeten Spannkegel 40 ausgestattet der eine Kegelanlagefläche
42 und eine Plananlagefläche 44 besitzt, die sich an die erstgenannte Kegelanlagefläche anschließt
und an dem den kleineren Außendurchmesser
ίο aufweisenden Stirnende des Spannkegels 40 angeordnet
ist. Eine weitere Übergangsfläche 46 ergib; den Obergang des Spannkegels 40 zu einer zylindrischen
Umfangsfläche 48 des Werkzeughalters.
Der Spindelkopf 18 der Arbeitsspindel 16 weist an
Der Spindelkopf 18 der Arbeitsspindel 16 weist an
is seinem Maul eine Kegelbohrung und demgemäß eine
innere Kegelanschlagfläche 50 und eine Plananschlagfläche 52 auf, die den vorerwähnten Anlageflächen 42
und 44 entsprechen (s. F i g. 2). Die Ausbildung des Spindelkopfes 18 ist so, daß er die Übergangsfläche 46
nicht berührt.
Ferner ist noch eine Abdeckkappe 60 vorgesehen, die beispielsweise am Spannkegel 40 oder auch am
Spindelkopf 18 angebracht sein kann und die die beiden ineinander passenden Kegel- und Planflächenpaare
nach außen zu abdeckt.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Anordnung ist nun folgende:
Nach Einsetzen des Werkzeughalters 30 in den Spindelkopf 18 erfolgt die Anpressung der Kegel- und Plananlageflächen
42, 44 gegen die entsprechenden Kegelanschlag- und Plananschlagflächen 50, 52 lediglich unter
der Wirkung der Klemmfedern 38. Die Kraft dieser Federn ist nun derart gewählt, daß, im Hinblick auf die
geringen Toleranzen der Kegelanlage- und Kegelanschlagflächen 42,50 und deren kurze axiale Länge, eine
gewisse plastische Materialverformung in der Größenordnung von wenigen μ so eintritt, daß die Flächen 42,
50 und 44, 52 paarweise satt aneinander anliegen. Damit ist der Werkzeughalter sowohl in axialer als auch
radialer Richtung genau zur Achse der Arbeitsspindel 16 ausgerichtet und fixiert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Befestigungsanordnung zum Befestigen eines Werkzeughalters in einer Arbeitsspindel, der einen
sich in Richtung der Arbeitsspindel verjüngenden, als Kurzkegel ausgebildeten Spannkegel und eine
zu diesem koaxial angeordnete, senkrechte Plananlagefläche aufweist, denen am Kopf der Arbeitsspindel
zur Fixierung der Arbeitsstellung des Werkzeughalters entsprechende Gegenflächen, nämlich
eine Kegelanschlag- und eine Plananschlagfläche, zugeordnet sind, wobei der Werkzeughalter an mindestens
eine dieser Gegenflächen anpreßbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Plananlagefläche (44) des WerKzeughalters an dem
den kleineren Außendurchmesser aufweisenden Stirnende des Spannkegels (40) befindet
2. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Steigung des Spannkegeis
(40) geringfügig steiler als die der Kegelanschlagfläche (50) ist
3. Befestigungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung der
Kegelflächen (40, 50) 1 :4 bis 1 :15, vorzugsweise
1 :7, ist.
4. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Werkzeughalter (30) und die Arbeitsspindel (16) aus Chromarganstahl hergestellt sind.
5. Befestigungsanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abdeckung des die Kegelanschlag- und Plananschlagflächen
(50, 52) aufweisenden Kopfes der Arbeitsspindel eine ringförmige Abdeckkappe (60)
vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
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| DE19702010100 DE2010100C3 (de) | 1970-03-04 | 1970-03-04 | Befestigungsanordnung zum Befestigen eines Werkzeughalters in einer Arbeitsspindel |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2010100A1 DE2010100A1 (de) | 1971-09-09 |
| DE2010100B2 DE2010100B2 (de) | 1975-01-02 |
| DE2010100C3 true DE2010100C3 (de) | 1975-08-07 |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3320612A1 (de) * | 1983-06-08 | 1984-12-13 | Tbt Tiefbohrtechnik Gmbh Und Co Kg, 7433 Dettingen | Spannvorrichtung zum einspannen des schaftes eines werkzeuges |
-
1970
- 1970-03-04 DE DE19702010100 patent/DE2010100C3/de not_active Expired
Also Published As
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| DE2010100A1 (de) | 1971-09-09 |
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