DE20100005U1 - Vorrichtung zum Tretantrieb eines Fahrzeugs - Google Patents
Vorrichtung zum Tretantrieb eines FahrzeugsInfo
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Description
A-Ol 002 DE/U
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Antrieb eines Fahrzeugs enthaltend einen Trethebel, der in einer Wirkverbindung mit einer Achse des Fahrzeuges steht.
Fahrzeuge mit einem Tretantrieb sind seit langem bekannt. So sind für Fahrräder mittels zweier Pedale betriebene Antriebe bekannt. Seit Entwicklung des Fahrrades &iacgr;&ogr; sind unterschiedlichste andersartige Antriebe vorgeschlagen worden. Ähnliches gilt
auch für andere Fahrzeugarten wie Tretboote, Roller oder Einräder.
Tretroller, die durch Abstoßen des Fußes vom Boden in Bewegung gesetzt werden, und häufig als Kinderspielzeug dienen, besitzen in der Regel keine Antriebsvorrichtung. Aus der DE 195 46 275 ist ein Wipp-Antrieb für Tretroller bekannt, bei denen eine Wippe mit einer Kettenschiene verbunden ist, wobei durch Bewegen der Wippe über die Schiene eine Kraft auf die hintere Achse ausgeübt wird.
Nachteil der bekannten Tretantriebe in Form von Wippen ist, daß diese häufig sehr komplex aufgebaut sind, und dadurch für Störungen anfällig sind, und keine einfache Einstellung des Ausmaßes der Krafteinwirkung zur Erzeugung der Drehbewegung erlauben.
5 Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es eine Vorrichtung zum Antrieb von
Fahrzeugen bereitzustellen, die die Nachteile des Standes der Technik überwindet und durch einen einfachen Aufbau wenig störungsanfällig ist, sowie einfache Einstellung des Ausmaßes der Krafteinwirkung zur Erzeugung der Bewegung erlaubt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Antrieb eines Fahrzeugs, enthaltend einen Trethebel (2) der über einen Umlenkhebel (3) mit einem Mittel zur Kraftübertragung (4) verbunden ist, welches die durch den Umlenkhebel bewirkte Bewegung auf ein Zahnrad (5) überträgt, dadurch gekennzeichnet, dass
5 - das Mittel zur Kraftübertragung eine Kette (4) ist,
5 - das Mittel zur Kraftübertragung eine Kette (4) ist,
das Zahnrad (5) mit der Nabe einer Achse, welche einen Freilauf aufweist, in Wirkverbindung steht, und
eine Rückstellvorrichtung (7) mit der Kette (4) in Wirkverbindung steht, die den Trethebel (2) bei fehlender Krafteinwirkung in seine obere Ruheposition zurückbringt.
Der Trethebel ist bevorzugt, der am hinteren Ende mit dem Umlenkhebel winkelig verbunden ist, wobei das vordere Ende des Umlenkhebels zum Antrieb durch eine Kraft nach unten gedrückt wird. Die Rückstellvorrichtung kann als Feder ausgeführt sein.
&iacgr;&ogr; Das Ausmaß der Krafteinwirkung auf die Achse kann durch Verstellen des Winkels
zwischen Umlenkhebel und Trethebel, aber auch durch Verändern des Längenverhältnisses zwischen dem wirkenden Umlenkhebel und Trethebel reguliert werden. Die Vorrichtung kann so auch für Fahrzeuge, die von Kindern unterschiedlicher Größe / Schwere betrieben werden, genutzt werden. Insbesondere kann der Antrieb etwa an unterschiedlich schwere Tretrollerfahrer angepaßt werden.
Weiterhin kann der Kraftaufwand, der benötigt wird, um das Fahrzeug ,in Bewegung zu versetzen, auch durch Einsatz unterschiedlicher Ritzel in weniger komfortabler Weise reguliert werden.
Wirkt eine Kraft auf den Trethebel, z.B. durch Treten mit einem oder beiden Füßen, so bewegt sich der Trethebel aus seiner Ruheposition und mittels des winkelig verbundenen Umlenkhebels und der mit Umlenkhebel verbunden Kette
5 wird die Achse und das zugehörige Rad in eine Drehbewegung versetzt. Nach
Beendigung der Krafteinwirkung auf den Trethebel zieht eine Rückstellvorrichtung, die als Feder ausgebildet sein kann, den Trethebel wieder in seine Ruheposition, so daß dieser erneut betätigt werden kann.
0 Die Krafteinwirkung kann in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
durch Verlagerung des Gewichtes, der auf dem Trethebel stehenden Person erfolgen. Dabei kann die Person mit einem oder beiden Füßen auf dem Trethebel stehen, vorteilhafterweise mit beiden Füßen. Durch Gewichtsverlagerung oder auch Positionsverlagerung kann hierbei die Bewegung des Trethebels in seine obere 5 Ruheposition oder untere Position bewirkt werden, so daß eine Schaukelbewegung
zustande kommt.
Die Krafteinwirkung muß nicht bis zur maximalen Auslenkung des Trethebels nach oben oder unten erfolgen, sondern es kann auch schon vorher eine Rückbewegung des Trethebels durch die Rückstellkraft der Feder und/oder eine Verlagerung des Ortes/Ausmaßes der Krafteinwirkung auf den Trethebel bewirkt werden.
Der Trethebel ist kraftschlüßig mit dem Umlenkhebel verbunden. Die Verbindung kann sowohl mittels eines zusätzlichen Verbindungsstücks - etwa in Form einer Verbindung, die es zuläßt den Verbindungswinkel zu variieren - als auch direkt beispielsweise durch Verschrauben, Vernieten, Verlöten oder Verschweißen erfolgen. Denkbar ist auch den Trethebel und den Umlenkhebel aus einem Stück zu formen, um zusätzliche Stabilität zu gewinnen.
Vorteilhafterweise sind der Trethebel, der Umlenkhebel und das Verbindungsstück aus einem festen Material hergestellt, besonders bevorzugt etwa aus Aluminium, Kohlefaser oder aus Stahl.
Zur beispielhaften Erläuterung wird auf die Abbildung hingewiesen ohne die Erfindung auf die Ausführung als Tretroller gemäß Abbildung zu beschränken.
Die Abbildung zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung, bestehend aus dem Trethebel (2) der über ein Verbindungsstück (9) mit einem Umlenkhebel (3) verbunden ist. An dem Umlenkhebel (3) ist eine Kette (4) befestigt, die auf ein Zahnrad (5) wirkt, das an einer Nabe (1) mit Freilauf befestigt ist. Die Kette (4) ist an ihrem entgegengesetztem Ende mit einer Feder (7) verbunden. Durch die Rückstellkraft der Feder (7) wird der Trethebel (2) wieder in seine Ruheposition gebracht. Die Vorrichtung ist weiterhin über eine Befestigung (6), die mit dem Trethebel (2) verbunden ist, an dem Fahrzeug befestigt. Der Tretroller weist an seinem Vorderrad eine Bremse (8) auf. Der Tretroller kann weiterhin eine oder zwei beidseitige zum Trethebel in seiner unteren Position parallel angeordnete Standflächen (10) zum Absetzen eines oder beider Füße aufweisen.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Antrieb eines Fahrzeugs aufweisend einen Trethebel (2) der über einen Umlenkhebel (3) mit einem Mittel zur Kraftübertragung (4) verbunden ist, welches die durch den Umlenkhebel bewirkte Bewegung auf ein Zahnrad (5) überträgt, dadurch gekennzeichnet, dass
- das Mittel zur Kraftübertragung eine Kette (4) ist,
- das Zahnrad (5) mit der Nabe einer Achse, welche einen Freilauf aufweist, in Wirkverbindung steht, und
- eine Rückstellvorrichtung (7) mit der Kette (4) in Wirkverbindung steht, um den Trethebel (2) in seine Ruheposition zurück zu bringen.
2. Vorrichtung entsprechend Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trethebel (2) am hinteren Ende mit dem Umlenkhebel (3) winkelig verbunden ist, wobei das vorderen Ende des Umlenkhebels zum Antrieb durch eine Kraft nach unten gedrückt wird.
3. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellvorrichtung (7) eine Feder ist.
4. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trethebel und der Umlenkhebel in einem Winkel von mindestens 30° und höchstens 160° miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kette (4) frei bewegliche Glieder aufweist.
6. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellkraft der Rückstellvorrichtung (7) verstellbar ist, so daß ein unterschiedliches Ausmaß Kraft zur Bewegung des Trethebels (2) aufgewandt werden muß.
7. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des wirkenden Trethebels (2) im Verhältnis zur Länge des wirkenden Umlenkhebels (3) variierbar ist, so daß ein unterschiedliches Ausmaß Kraft zur Bewegung des Trethebels (2) aufgewandt werden muß.
8. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Trethebel (2) gelenkig mit einer Plattform verbunden ist, um eine Drehbewegung um den Verbindungspunkt zu ermöglichen.
9. Tretroller aufweisend zumindest eine Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche und mindestens zwei Räder, von denen zumindest eines lenkbar ist und zumindest eines mit dem Antrieb versehen ist.
10. Tretroller gemäß Anspruch 9 aufweisend eine oder zwei beidseitige zum Trethebel in seiner unteren Position parallel angeordnete Standflächen (10) zum Absetzen eines oder beider Füße.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20100005U DE20100005U1 (de) | 2001-01-03 | 2001-01-03 | Vorrichtung zum Tretantrieb eines Fahrzeugs |
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Publications (1)
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| DE20100005U1 true DE20100005U1 (de) | 2001-04-26 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20100005U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT516634A3 (de) * | 2014-12-29 | 2017-07-15 | Loghin Vasile-Florin | Roller mit Pedals und Autoklapp |
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| AT81670B (de) | 1915-07-22 | 1920-11-10 | Harry Benwell Stocks Ha Stocks | Kinderfahrrad. Kinderfahrrad. |
| FR657591A (fr) | 1928-07-17 | 1929-05-24 | Cycles Austral | Patinette |
| DE2511663A1 (de) | 1975-03-18 | 1976-09-30 | Imre Dipl Ing Szasz | Trethebelfahrzeug |
| DE8711306U1 (de) | 1987-08-20 | 1988-02-18 | Kottlar, Norbert, 4000 Düsseldorf | Pedal-Kettenantrieb für Tretroller |
| DE29907700U1 (de) | 1999-04-30 | 1999-08-05 | Huang, Bill, Changhua | Sportrad |
-
2001
- 2001-01-03 DE DE20100005U patent/DE20100005U1/de not_active Expired - Lifetime
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| DE29907700U1 (de) | 1999-04-30 | 1999-08-05 | Huang, Bill, Changhua | Sportrad |
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