DE2009461A1 - Schließen und Offnen von nockenge steuerten Ventilen mit Hilfe von Flussig keitsdruck - Google Patents
Schließen und Offnen von nockenge steuerten Ventilen mit Hilfe von Flussig keitsdruckInfo
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Description
Wilfried Kölker
4904 Enger - Boenkamp 1. Juli 1970
Rosenweg 106
Deutsches Patentamt
8000 München 2
Zweibrückenstraße 12
8000 München 2
Zweibrückenstraße 12
Aktenzeichen ι P 20 09 461. 5
Betrifft : Viertakt - Brennkraftmaschinen, Beschreibung zur Patentanmeldung 1
Schließen und Öffnen von nockengesteuerten Ventilen mit Hilfe
von Flüssigkeitsdruck.
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von Druckkräften geeigneter Flüssigkeiten zum Schließen und zum Öffnen nockengesteuerter
Ventile, besonders der Gasweohselventile von Viertakt - Brennkraftmaschinen.
Der zum Schließen der Ventile benutzte Flüssigkeitsdruck soll die Ventilfedern ersetzen und so regelbar sein, daß er mit zunehmender
Drehzahl erhöht und den Massenkräften dee Ventiltriebs angepaßt werden kann.
Mit der Erfindung soll erreioht werden : ·
Mit der Erfindung soll erreioht werden : ·
1. Einsparen der Ventilfedern.
2. Verbesserte Führung, Kühlung und Schmierung der Ventilschäfte.
3. Einfachere Umlenkung der Ventilöffnungskräfte, besonders bei verschiedenen Ventilwinkeln.
4. Verminderung von Kraftaufwand, Verschleiß und Geräuschentwicklung.
Bei den zur Zeit bekannten Viertakt - Hubkolben - Brennkraftmaschinen
werden zur Steuerung des Gaswechsels Ventile benutzt, mit denen die
in die Brennräume einmündenden Gaskanäle ( Einlaß - und Auslaßkanäle)
abgedichtet und nach Bedarf geöffnet werden.
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Die Einmündung eines jeden Gaskanals wird von einem zum Kanal hin verjüngten
Ventilsitzring umschlossen, in welchen der Ventilteller des zmr Abdichtung des Kanals dienenden Ventils genau passen muß. An dem
Ventilschaft, in den der Teller an seiner dem Brennraum abgewandten
Seite ausläuft, wird das Ventil so geführt, daß es nach dem Öffnen
stets in seine Ausgansstellung zurückkehrt und den Gaskanal wieder dicht verschließt.
Zu diesem Zeck ist in die der Einmündung gegenüberliegende Wand des
Gaskanals eine VentiIführungsbuchse eingebaut, deren Achse in Rieh tung
auf den Mittelpunkt des Sitzrings verläuft. Der Ventilschaft gleitet in dieser Buchse, sein freies Ende ragt ein Stück darüber
hinaus. Um die beim Öffnen und Schließen des Ventils auf den Ventilschaft
einwirkenden Seitenkräfte abzufangen, muß die VentiIführungsbuchse
ausreichend lang bemessen werden.
Die Einbaumaße dieser Teile müssen sowohl auf ein ungehindertes Gleiten
des Ventilschaftes in der Führungsbuchse als auch auf eine gute Abdichtung des Gaskanals ausgerichtet werden. Zur Feinabdichtung, zum
Schutz vor Reibung und zur Kühlung wird der Buchse Schmieröl züge führt.
Die Erhaltung und die ständige Erneuerung des dünnen Ölfilms zwischen Ventilschaft und Führungebuchse ist wegen der nur geringen
Spaltweite zwischen diesen Teilen besonders schwierig, aber eine Verstärkung des Ölfilms durch Vergrößerung der Spaltweite führt in der
Regel nur dazu, daß große Mengen von Schmieröl am Ventilschaft vorbei
in die Gaskanäle gelangen und dort verlorengehen.
Die Schmierung der Ventilführungebuchsen kann nur durch ständigen und
schnellen Austausch des Schmieröls gesichert werden, der auch deshalb
notwendig ist, weil an dieser Stelle der Maschine dem Öl der Hauptanteil der Wärmeableitung zufällt, denn ein beträchtlicher Teil der am
Ventilteller anfallenden Wärmemenge gelangt über den Ventilschaft zur
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Piihrungebuchee und zu dem hier vorhandenen Schmieröl.
Die Auelaßventile thermisch hoch belasteter Brennkraftmaschinen «erden
deshalb hohlgebohrt und zu einem Teil des Hohlraums mit Natrium ausgefüllt.
Natrium ist ein guter Wärmeleiter und wird schon bei normaler
Betriebstemperatur des Ventils flüssig. Durch die Ventilbewegungen
wird es dann geschüttelt und transportiert dabei die Wärme schnell und
gleichmäßig von Aen heißen zu den kühleren Zoijen des Ventils.
Einlaßventile benötigen diese kostspielige Innenkühlung nicht. Ein strömende Frischgase und zerstäubte Kraftstoffe entziehen ihnen soviel
Wärme, daß an ihren Führungsbuchsen in der Regel keine kritischen Temperaturen
auftreten. . Bei Auslaßventilen dagegen, deren Schäfte und Führungsbuchsen zusätzlich
durch ausströmende Abgase erhitzt «erden, besteht die Gefahr, daß
bei zu hohen Temperaturen am Ventilschaft haftendes Öl verschmort und
Ölkohle hinterläßt, die den Schmierfilm in der Führungsbuchse νβrun reinigt
oder zerstört und Reibung verursacht.
In den thermisch nahezu ausgelasteten Führungebuchsen der Auslaßven tile
führt aber jeglich« trockene Materialreibung iu einem übermäßigen
Wärmestau, der in sehr kurzer Zeit das Material zur Dehnung bringt und.
dadurch den Ventilschaft in der Buchse festklemmt.Da die Ventilöfif nungskräfte
stets größer sind als die Schließkräfte, klemmt das Ventil in fast allen Fällen gerade dann, wenn es voll geöffnet ist, und kol lidiert
in dieser Stellung mit dem Kolben. Um diese Gefahrenquelle auszuschalten,
müssen alle ihre Komponenten wie Werkstoffe, Oberflächen bearbeitung, Einbaumaße, Schmierung und Kühlung so aufeinander abgestimmt
werden, daß auch bei hoher Sauerbelastung ein leichtes Gleiten
deβ Ventilschaftee möglich ist.
Die Ventile werden mit Hilfe von elastischen, meistens schraubenfor migen
Stahlfedern geschlossen, die sich gegen ein« am freien Ende des
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Ventilschaftes angebrachte Haltevorrichtung abstützen und die mit so
berechneter Vorspannung eingebaut sind, daß sie bei geschlossenem Ventil den zum Abdichten des Geskanals nötigen Andruck des Ventiltellers
an seinen Sitsring bewirken. Die Ventilfedern müssen so hart sein, daß ihre Kräfte die im Ventiltrieb entstehenden Massenkräfte auch dann
noch sicher beherrschen, wenn die vorgesehene Höchstdrehzahl der Ma schine
geringfügig überschritten wird.
Harte Ventilfedern erfordern jedoch große Ventilöffnungekräfte und erhöhen
den Verschleiß des Ventiltriebs. Bei den meisten in Großserien gebauten Brennkraftmaschinen werden deshalb die Ventilfedern nur so
hart wie nötig gewählt. Wenn bei diesen Maschinen dann nachträglich eine vom Hersteller nicht vorgesehene Leistungs - und Drehzahlsteigerung
vorgenommen wird, ist damit zu rechnen, daß die serienmäßig montierten
Ventilfedern den erhöhten Anforderungen nicht standhalten. Bei Drehzahlen, die über das vom Hersteller benannte Maximum hinausgehen,
entsteht dann zuweilen ein Ventilflattern, durch das der Gaswechstl
der Maschine außer Kontrolle gerät.
Ursach· dieser Erscheinung ist das Unvermögen der Ventilfedern, die
bei überhöhten Drehzahlen sehr starken Schwingungen des Ventiltriebs und auch der Federn selbst noch immer rechtzeitig abzufangen.
Für sehr hoch drehende Maschinen werden darum anstelle der üblichen
Sohraubtnfedern sogenannte Haarnadelfedern bevorzugt, die infolge geringerer
Eigenschwingungen eine höhere Flattergrenze aufweisen. Ihre räumliche Unterbringung und ihre Abstützung erfordern allerdings ge genüber
den Schraubenfedern einen größeren Aufwand.
Die Bruchsicherheit dieser beiden Arten von Ventilfedern zeigt keine
merklichen Unterschiede, zumal Federbrüche dank der Qualität der zur Zeit verfügbaren Federstähle verhältnismäßig selten geworden sind.
Während aber bei früheren, seitengesteuerten Brennkraftmaschinen
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gelegentlich vorkommende Federbrüche keine unbedingte Gefahr für die
stehend angeordneten Ventile bedeuteten, enden sie bei modernen, obengesteuerten
Maschinen fast immer mit der Zerstörung des Ventils durch
den Kolben.
Die Verwendung von zwei gegenläufig gewickelten, ineinanderstehenden
Schraubenfedern ist der wirksamste Schutz gegen die Folgen eines Fe derbruchs,
der zur Zeit bekannt ist. Dieae Bauweise hat die Vorteile, daß der Bruch einer einzelnen Feder das Ventil nicht völlig außer Be trieb
setzt, und daß sich die Teilstücke der gebrochenen Feder nicht'
in den Windungen der intakt gebliebenen Feder verklemmen. Da sich diese
Ventilfederung neben großer Betriebssicherheit auch durch verhältnismäßig
geringe Kosten auszeichnet, wird sie heute allgemein bevor zugt.
-
Wie sehr dagegen die Herstellungskosten der Verbreitung fortschritt licher
technischer Lösungen entgegenstehen können, zeigt das Beispiel der Drehstab - Ventilfederung ι Obwohl Drehstabfedern nahezu flatterfrei
arbeiten und eine bessere Federungacharakteristik besitzen als Schraubenfeiern, haben sie, außer bei einigen kleinen Motortypen von
Panhard und Citroen, wegen ihrer hohen Kosten keine Anwendung im Serienbau
von Brennkraftmaschinen gefunden.
Das Öffnen und Schließen der Ventile wird durch Nocken gesteuert, die
auf den mit halber Kurbelwellendrehzahl umlaufenden Nockenweilen als
über den Wellenradius hinausragende Ausbuchtungen so angeordnet sind,
daß sie bei jeder Umdrehund der Nockenwelle einmal die ihnen zugeordneten
Ventile entweder direkt oder über einen Hebelaechanismus betätigen.
Die Bauweise des Ventiltriebs richtet sich danach, an welchen Stellen der Maschin· die Nockenwellen und die Ventile plaziert sind.
Bei seitengesteuerten Maschinen, die heute nicht mehr gebaut werden,
standen die Schäfte der neben den Zylindern in einer Reihe angeordneten
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Ventile in becherförmigen Stößeln direkt auf der im Kurbelgehäuse untergebrachten
Nockenwelle, die von der Kurbelwelle über Zahnräder angetrieben wurde. Dieser einfache Ventiltrieb war unempfindlich und geräuscharm,
aber er begrenzte die Möglichkeiten, mit Hilfe eines größeren Gasdurchsatzes die Maschinenleistung zu steigern, denn die über
den Ventilen ausgebuchteten Brennräume und die von unten her in diese
Ausbuchtungen einmündenden Gaskanäle ergaben bei ansteigenden Drehzahlen einen zunehmend ungünstigeren Ablauf der Gaswechsel - und Verbrennungsvorgänge
.
Dennoch waren die geringen Kosten dieses Ventiltriebs für einige Motorenwerke
Anlaß genug, die damit ausgerüsteten Maschinen noch jahrelang gegen die Konkurrenz leistungsfähigerer, obengesteuerter Masciinen
weiterzubauen, deren Ventile im Zylinderkopf hängend angeordnet waren. Bei hängenden Ventilen entfielen die störenden Ausbuchtungen
der Brennräume, und auch die Gaskanäle ließen sich strömungsgünstiger gestalten. Nockenwellen und Stößel blieben zunächst an ihrem bisherigen
Platz im Kurbelgehäuse. Ihr großer Abstand zu den Ventilschäften wurde durch Stoßstangen überbrückt, und die Ventilöffnungskräfte wur-
> den mit Hilfe von Kipphebeln zu den Ventilschäften umgelenkt.
Durch die Aufhängung der Ventile im Zylinderkopf wurden Gaswechsel
und Verbrennung derart verbessert, daß die Maschinen nun wesentlich höhere Leistungen und Drehzahlen erreichen konnten. Mit den Drehzahlen
wuchsen aber wiederum die Massenkräfte der zahlreichen Bauteile dieses
Ventiltriebs. Die Massenkräfte mußten aufgefangen werden durch Einbau entsprechend harter Ventilfedern, die jedoch größere Ventilöffnungekräfte
und eine Verstärkung der Stoßstangen und der Kipphebel notwendig machten. Bei Maschinen mit großem Kolbenhub und verhältnismäßig
kleiner Zylinderbohrung hatte zudem die für Stoßstangen - Ventiltriebe
übliche, parallele Anordnung der Ventile den Nachteil, daß für den
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steigenden Gasdurchsatζ bei hohen Drehzahlen die Ventile zu kleine
Öffnungsquerschnitte hatten. Zudem stellte sich bei genauerer Erforschung
der Gaswechselvorgänge heraus, daß die durch parallelstehende Ventile bedingte Lage der Gaskanäle bei jedes Gaswechsel starke Richtungsänderungen
der Gasströmungen erfordert und die schnelle, gründliche Spülung und Füllung der Zylinder behindert.
Obwohl diese Nachteile seit langer Zeit offenkundig sind, wird noch
die überwiegende Mehrzahl aller Brennkraftmaschinen mit Stoßstangen Ventiltrieben
gebaut. Einigen dieser Maschinen- gelingen Drehzahlen bis zu etwa 6000 Umdrehungen pro Minute, aber in dieeem Drehzahlbereich
summieren sich dann mechanische und strömungstechnische Probleme
so «ehr, daß sich hier die Grenze der Leistungsfähigkeit von Stoß stangen
- Ventiltrieben abzuzeichnen scheint. Sie sind aber weiterhin dort wirtschaftlich, wo es nicht auf eine hohe Literleistung der Maschinen
ankommt und sich deren absolute Leistung aus einem großen
Hubraum gewinnen läßt.
In den USA sind deshalb alle zur Zeit in Großserien gebauten V 8 Zylinder
- Maschinen mit Stoßstangen - Ventiltrieben ausgerüstet, mit denen es möglich ist, alle Ventile einer solchen Maschine von nur
einer Nockenwelle aus zu steuern.
Während aber in den USA eine der modernsten Haschinen, der mit einer
obenliegenden, zahnriemengetriebenen Nockenwelle ausgerüstete Fotiac Reihensechszylinder,
der mit 250 SAE - FS aus 4096 ecm Hubraum keineswegs
leistungsschwach war und zudem sehr geräuscharm arbeitete, von Genaral Motors zum Jahresende 1969 wieder aufgegeben wurde, gehen in
europäischen Ländern die Motorenwerke immer mehr dazu über, die Nockenwellen
ihrer Maschinen auf den Zylinderköpfen in der Nähe der Ventilschäfte
anzuordnen. Bei dieser Bauweise entfallen Stößel und Stoßstangen. Die Massen des Ventiltriebs werden dadurch so reduziert, daß ihre
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van.
Kräfte auch bei höheren Drehzahlen zu beherrschen sind. Die eingesparten
Kosten für Stößel und Stoßetangen decken etwa den erhöhten Aufwand
für den umständlicheren Zahnrad -, Ketten - oder Zahnriemenantrieb der
nun weiter von der Kurbelwelle entfernt gelagerten Nockenwelle. Für die
in Europa vorherrechenden Brennkraftmaschinen mit nur einer Zylinderreihe,
die nach wie vor nur eine Nockenwelle benötigen, bringt dieser Ventiltrieb erhebliche Vorteile : Die Brennräume können als flache Kegel
oder als Kugelausschnitte geformt werden, in denen große Ventile und weite Gaskanäle einander in einer Ebene im Winkel gegenüberstehen
ψ und die Gasströmungen zweckmäßig führen. Da in so geformten Brennräumen,
in denen es keine toten Winkel gibt, das verdichtete Kraftstoff Luftgemisch schneller, gleichmäßiger und gründlicher verbrennt, wird
auch die Energie der Kraftstoffe besser genutzt.
Sie Nockenwelle kann mitten über der Zylinderreihe in gleichen Abstand
von beiden Ventilreihen gelagert werden, und die Nocken können über Kipphebel die Ventile betätigen. Zu diese* Zweck müssen aber die Kipphebel
gekröpft werden, und zu ihrer Lagerung sind zwei Kipphebelwellen
nötig. Nockenwelle und Kipphebelwellen liegen dann dicht beieinander und beanspruchen soviel Platz, daß der Zugang zu den Zündkerzen behindert
ist tind die Zündkerzen nicht immer an ihrem günstigsten Platz unterzubringen
sind.
Viele Hochleistungsmaschinen, bei denen es neben der bestmöglichen Gestaltung
der Brennräume und der Gaskanäle auch darauf ankommt, die !fassen des Ventiltriebs so gering wie möglich zu halten, haben heute
für jede Zylinderreihe zwei Nockenwellen, die direkt über den Ventilreihen liegen und deren Nocken lediglich,über kleine, becherförmige
Stößel auf die Ventilschäfte wirken.
Die Übertragung der Ventilöffnungekräfte kann auf diese einfache Weise
erfolgen, solange die dabei bevorzugte Anordnung der Ventile in einer
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gemeinsamen Ebene beibehalten wird. Wenn aber in absehbarer Zeit weitere
Firmen dem für hervorragende Laufeigenschaften, bei hoher spezifischer
Leistung richtungweisenden Beispiel der Bayrischen Motorenwerke
folgen und ähnlich wie bei deren 2500 / 2800 - Sech«zylindern
die Graskanäle schräg oder tangential in die Brennräume einmünden lassen
und die Ventile in verschiedenen Winkeln ohne gemeinsame Ebnne anordnen,
werden sie zur Lenkung der Ventilöffnungskräfte wieder Kipp oder Schlepphebel benutzen müssen, ohne die eine mechanische Betätigung
solcher Ventile auch mit zwei Nockenwellen pro Zylinderreihe nicht möglich ist. ■
Nach einer gewissen Betriebsdauer wird es notwendig, den Ventiltrieb
um den inzwischen entstandenen Verschleiß seiner Bauteile nachzustellen. Wenn nicht, zum Beispiel durch hydraulische Stößel, Abstände der
Bauteile automatisch ausgeglichen werden, muß das Nachstellen von Hand erfolgen. Diese Arbeit nimmt meistens viel Zeit in Anspruch, denn sie
kann mit ausreichender Genauigkeit nur bei abgekühlter Maschine durchgeführt
werden, und bei vielen Maschinen ist der Zugang zu den Ein Stellvorrichtungen
erst nach einer Demontage von Luftfiltern, Zylinderkopfdeckeln und anderen Bauteilen, möglich.
Die obengenannten Probleme und Nachteile derzeitiger Ventiltriebe ergeben
sich aus der Führung und Kühlung der Ventilschäfte, dem Verhalten der Ventilfedern, der Anordnung der Nockenwellen und der Lenkung
der Ventilöffnungskräfte.
Die Erfindung soll die zum Schließen und zum Öffnen der Gaswechsel Ventile
dienenden Vorrichtungen verbessern. Mit wenigen, unkomplizierten Bauteilen soll ein betriebssicherer, wartungsfreier und geräuscharm
arbeitender Ventiltrieb geschaffen werden.
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Da* Neue Der Erfindung ist, daß die Ventile nicht mit Hilfe von Ven tilfedern,
sondern durch die Druckkräfte geeigneter Flüssigkeiten , ( Schmieröle ) geschlossen werden. Auch die Ventilöffnungskräfte der
Nocken werden durch Flüssigkeiten übertragen und zu den Ventilschäften gelenkt.
Die beiliegende Schnittzeichnung zeigt ein Gaswechselventil A , das
an seinem Schaft durch eine kurze Führungsbuchse und zusätzlich durch
den Kolben C geführt wird, der auf ein Gewinde am freien Ende des Ventilsohafts
aufgeschraubt und mit einer Gegenmutter gesichert ist. Die Buchs· B dient zur Abdichtung des Raumes G , der mit Schmieröl gefüllt
ist, das in einem vom Haupt - Ölatrom der Maschine getrennten Nebenstrom von einer Pumpe ständig ausgetauscht und mit Hilfe eines
beliebigen, elastischen Druckreglers unter einem entweder gleichbleibenden oder mit wachsender Drehzahl zunehmenden Druck gehalten wird.
Durch die Druckkräfte des Öls, die auf den Kolben C wirken, wird das
Ventil geschlossen. Der ständige Austausch des Öls sorgt für eine schnelle Ableitung der Wärme vom Ventilschaft und von der Buchse B .
Zwischen der Buchse B und der Ventilführungsbuchse kühlt und schmiert •in zweiter, druckloser Ölstrom den Ventilschaft und die beiden Buchsen.
Die Kanäle dieses Ölstroms sind so gestaltet, daß sie eine Überlaufleitung
für überschüssiges öl des Hauptstrome bilden, das in der Nähe des Ventilschafte zugeführt wird und von dort zum Baum F fließt,
dem es ausfüllt und an dessen höchstgelegenem Punkt es durch einen bei
geschlossenem Ventil offenstehenden Überlaufkanal wieder ausfließen
kann.
Wenn der Nocken aufläuft und mit Hilfe des Stößels D den Kolben E zum
Raum F drängt, dichtet der Kolben £ zunächst die hier einmündenden Ölkanäle
ab und übt danach über das dann im Raum F eingeschlossene öl amf den Kolben C und auf den Ventilschaft einen Druck aus, der größer
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ist als der ihm entgegenwirkende Öldruck im Raun G . Dadurch wird daa
Öl im Saum G zurückgedrängt, und da« Ventil wird entsprechend den
Volumen des Vom Kolben E nach dem Abdichten der Ölkanäle rerdrängten
Öls geöffnet. .
Beim Ablaufen des Nockens wirkt der Druck des Öls im Baum G über den
Kolben C auf das Öl im Raum P und drängt dadurch den Kolben E und den
Stößel D solange fest an den Nocken, bis der Kaiben £ die ölkanäle
freigibt und der Öldruck im Raum F zusammenbricht. Damit die Ölkanäle bis zum nächsten Auflaufen des Nocken» geöffnet
bleiben, ist an dem Kolben E ein dünner Schaft angesetzt, der in einer
Bucheβ so geführt wird, daß auf seine Stirnfläche der im Raum G Tor handene
Öldruck wirkt, auf den der Durchmesser des Schaftes so abgestimmt
ist, daß der Stößel D bei geschlossenem Ventil nur mit leich tem Andruck am Nocken anliegt.
Zur Wartung dieses Ventiltriebs, der keine komplizierten Bauteile
enthält und mit geringen Kosten für alle Viertakt - Brennkraftma schinen
benutzt werden kann, ist lediglich ein regelmäßiges Wechseln des Schmieröls erforderlich»
im
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Claims (1)
- Wilfried Kölker ή£4904 Enger - Beaenkaap
Roeenweg 106Deutsches Patent·»t
8000 München
Zweibrüokenstrafie 12Aktenzeichen P 20 09 461.5 F011 9-02 144 9- 02 1300
2009641 AT 28. 02. 70 -Bes.1 Schließen und öffnen ron nockengesteuerten w Ventilen mit Hilfe ron Flüssigkeitsdruck.100000
452544OD4ArmeIder : Kölker, Wilfried, 4904 Enger - , Erfinder : 1st der Anmelder.Der Anmelder erhebt folgenden Patentanspruch tGeschützt werden sollen Torrichtungen sur Steuerung der Gasweohsel Ventile von Viertakt - Brennkraftmaschinen,gekennzeichnet durch einen am Ventilschaft befestigten Kolben, auf den dl· sum Sohlieflen und zum öffnen des Ventils erforderlichen KrKfte durch Flüssigkeitsdruck übertragen werden.Enger - Besenkamp, 01. Juli 1970109837/0881INSPECTS*
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3808542A1 (de) * | 1987-03-26 | 1988-10-06 | Volkswagen Ag | Ventiltrieb fuer ein gaswechselventil einer brennkraftmaschine |
| DE4117406A1 (de) * | 1991-05-28 | 1992-12-03 | Freudenberg Carl Fa | Ventiltrieb im zylinderkopf einer verbrennungskraftmaschine |
| EP1243764A3 (de) * | 2001-03-23 | 2003-07-16 | C.R.F. Società Consortile per Azioni | Brennkraftmaschine mit variabler hydraulischer Ventilsteuerungseinrichtung und Ventilstössel mit Doppelkolben |
-
1970
- 1970-02-28 DE DE19702009461 patent/DE2009461A1/de active Pending
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3808542A1 (de) * | 1987-03-26 | 1988-10-06 | Volkswagen Ag | Ventiltrieb fuer ein gaswechselventil einer brennkraftmaschine |
| DE4117406A1 (de) * | 1991-05-28 | 1992-12-03 | Freudenberg Carl Fa | Ventiltrieb im zylinderkopf einer verbrennungskraftmaschine |
| US5213072A (en) * | 1991-05-28 | 1993-05-25 | Firma Carl Freudenberg | Valve actuating mechanism in the cylinder head of a combustion engine |
| EP1243764A3 (de) * | 2001-03-23 | 2003-07-16 | C.R.F. Società Consortile per Azioni | Brennkraftmaschine mit variabler hydraulischer Ventilsteuerungseinrichtung und Ventilstössel mit Doppelkolben |
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