DE2009366A1 - Kraftstoff-Einspritzvorrichtung für eine Dieselmaschine - Google Patents
Kraftstoff-Einspritzvorrichtung für eine DieselmaschineInfo
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Description
Mitsubishi Jukogyo Kabushiki Kaisha 27, Teh. ;ij?(J
Tokio« Japan - '
Kraftstoff-Einspritzvorrichtung für eine Dieselmaschine
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoff-Einspritzvor— richtung für eine Dieselmaschine.
Bei einer bekannten Dieselmaschine beginnt üblicherweise der Kraftstoff-Einspritzvorgang sowohl beim Anlassen
als auch im Betrieb mehrere Grad vor dem oberen Totpunkt, d.h. bei -10° bis -39, während des Verdien—
tungstakts.
Wenn die Umgebungstemperatur beim Anlassen niedrig ist,
kann die in einer Zylinderkammer bzw. einem Brennraum befindliche Luft wegen der niedrigen Temperatur der
ganzen Maschine sowie auch der Ansaugluft keine hinreichend hohe Temperatur erreichen, obgleich die Luft
verdichtet wird. Folglich wird der Zündungsverzug verlängert
und wird während der Einspritzzeit, von einigen
Graden vor dem oberen Totpunkt im Verdichtungstakt die Zeitspanne verkürzt, während welcher die Kraftstoff-Tröpfchen
im Kompressionsraum mit der hohe Temperatur besitzenden Luft in Berührung gelangen. Die Zündung der
Kraftstoff-Tröpfchen wird folglich sehr schwierig.
Bei einer anderen, bereits vorgeschlagenen Dieselmaschi—
nen-Bauart wird vor der eigentlichen Kraftstoffeinspritzung mehrere Grade vor dem oberen Totpunkt im Verdichtungstakt
zu Beginn des Verdichtungstakts eine zusätzliche Kraftstoffeinspritzung vorgenommen. Bei dieser Dieselmaschinen—
Bauart ist die Gesamtmenge des eingespritzten Kraftstoffs sowohl beim Anlassen als auch im Betrieb praktisch konstant.
Bei dieser Dieselmaschine soll ihr Wirkungsgrad
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durch Verbesserung der Verbreinungsbedingungen des Kraftstoffs verbessert und außerdem die Regelung ozw.
Steuerung der .arbeitsweise erleichtert werden.
Obgleich diese Art Dieselmaschine wegen der zweistufigen
zusätzlichen Kraftstoff-Einspritzung ausgezeichnete An-IaI
j-Ei genschaft en besitzt, hat sie dennoch einen i.ochteil.
Da die zweite Stufe der zusätzlichen Kraftstoff-Einspritzung auf aie erste Stufe fol-t und die bei der
erste:: stufe eingespritzte Kraft stoff menge durch einen
iiockenanhub eines Kolbens bestimmt wird, ist es unmöglich,
auf zv/eckmäßige Leise den Zeitpunkt des Legiuns
der Kraftstoff-Einspritzung in der zweiten Stufe einzustellen, ohne die bei der ersten Srufe eingespritzte
Kraftstoffmenge zu verändern und ohne den einen wölben
L etätigende liegel-I.'ocicen durch einen Locken unterschiedlicher
Kontur zu ersetzen.
Demgegenüber beziexit sich aie Erfindung auf eine verbesserte
Einspritzvorrichtung für Dieselmaschinen zur wesentlichen Verbesserung des Anlaßverhaltens unter
Bedingungen niedriger Temperatur.
Genauer gesagt, betrifft die Erfindung eine Verbesserung
der Dieselmaschinen-Eitispritzvorrichtung vorgenannter
Art, die mit einer zusätzlichen Krafts toff-Einspritzung
beim Anlassen arbeitet. he± dieser einspritzvorrichtung weist ein Zylinder bzw. eine Kolbenbonrung einen Kraftstoff-Einlaß
und einen axial verschieblich in der Bohrung geführten Kolben bzw. Schieber auf. Ein zur Betätigung
des Kolbens dienender Hocken weist in Umfangsrichtung
derart voneinander entfernte Erhebungen auf, daß der Kolben, nachdem er während des AnSaug- oder Verdichtungstakts in eine erste Stellung vorgeschoben und wieder zurückgeführt
worden ist, am Ende des Verdichtungstakts in eine zweite Stellung weiter vorgeschoben wird. Eine
Schaltvorrichtung vermag den Kolben über praktisch 180
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zwischen einer "Anlaß"- und einer "Lauf"-Stellung zu
verdrehen.
In der AnIaß-Stellung ist der Kraftstoff-Einlaß durch
die Umfangsflache des Kolbens blockiert, so daß während
der Bewegung des Kolbens in die erste und in die zweite
Stellung; ζ v/ei Kraftstoff-Einspritzstöße durchgeführt
werden· In der Betriebs- bzw· Laufstellung ist der Kolben
in eine Stellung verdreht, in welcher der Einlaß durch seine ümfangsflache blockiert ist, so daß nur bei
der Verschiebung des Kolbens in die zweite Stellung Kraftstoff eingespritzt wird·
Erfindungsgemäß ist im Kolben ein Durchgang vorgesehen,
der die Umfangsflache des Kolbens mit seiner in der Bohrung
bzw* im Zylinder befindlichen inneren Stirnfläche verbindet. In der Anlaß-Stellung des Kolbens kommuniziert
dieser Durchgang mit dem Kraftstoff-Einlaß, wenn der Kolben
in die genannte zweite Stellung vorgeschoben worden ist. Im Betriebszustand der Dieselraaschine ist der Kolben in
eine Stellung verdreht, in welcher der.Durchgang nicht
mehr mit dem Einlaß, kommunizieren kann.
Die erfindungsgemäße Anordnung hat den Vorteil, daß selbst dann, wenn die Umgebungstemperatur zu niedrig; .ist, um die
iiiisaugluft eine hinreichend hohe Temperatur erreichen zu
lassen, aurch Einstellung der ochaltvorrichtung in die
Anlaß-Stellung der Kraftstoff über eine längere Zeitspanne
hinweg gleichmäßig mit der Ansaugluft vermischt und dann in der ersten "Stufe der zusätzlichen Kraftstoffeinspritzung
erwärmt wird, wodurch der Zündverzug so weit verkürzt wird, .daß.eine Zündung ir.it Sicherheit erfolgt. Das zum Durchdrehen de_- Dieselmaschine noöige
■ Drehmoment" kann, in d-.r zweiten Stufe der zusätzlichen
Kraftstoffeinspritzung erzeugt werden· Anschließend wird
bei laufender Dieselmaschine, während sich ihre Temperatur erhöht, die .Kraftstoff-Einspritzung nur noch bei Ver-'
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Schiebung des Kolbens in die zweite Stellung durchgeführt, indem die Steuer- bzw. Schaltvorrichtung in
die 'Lauf-Stellung umgeschaltet wird. Die Dieselmaschine
läuft sodann gleichmäßig, während der Kraftstoff in genau der für den Normal-Lauf erforderlichen
Menge eingespritzt wird. Außerdem kann die Einspritanmenge
im Normalbetrieb gegenüber der beim Anlassen verwendeten Kraftstoffmenge beträchtlich herabgesetzt werden,
wodurch eine Minderung des thermischen Wirkungsgrads vermieden wird·
Genauer gesagt, ist der Innenraum des Zylinders bzw· P der Bohrung in der Anlaß-Stellung des Kolbens in der
Zeitspanne zwischen der ersten und der zweiten Stellung des Kolbens mit dem Kraftstoff-Einlaß verbunden. Somit
kann sowohl der Anfangszeitpunkt der Einspritzung als auch die eingespritzte Kraftstoffmenge in der zweiten
Einspritzstufe nach freier Wahl eingestellt werden, indem der Zeitpunkt, an dem der Einlaß durch die Kolben-Umfangsflache
blockiert wird, entsprechend verzögert wird, ohne daß hierzu die Kontur des Hegel-Nockens geändert
zu werden brauchte.
Aufgabe der Erfindung ist mithin in erster Linie die Schaffung einer verbesserten Kraftstoff-Einspritzvor-
ψ richtung für Dieselmaschinen.
Die Erfindung umfaßt auch die Schaffung <siner solchen
Einspritzvorrichtung für Dieselmaschinen, durch welche das Anlaßverhalten der Dieselmaschine wesentlich verbessert
wird.
Ferner soll erfindungegemäß die c-chaffung einer verbesserten
Einspritzvorrichtung der p^nannter Art erreicht
werden, loi vrelciiT die eingespritzte Kraft stoff mange
im iiormalbetrieb -:'.e^· DiVw^liBischine gogpnüber der beim
.Anlassen aer iiiosolmaEcliine- e ing esprit at en Kraftstoff-
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menge beträchtlich reduziert werden kann, so daß eine
Verringerung des thermischen Wirkungsgrads verhindert wird.
Ein weiteres Erfindungsziel bezieht sich schließlich
auf die Schaffung einer Einspritzvorrichtung der genannten Art,-bei welcher der Anfangszeitpunkt der Kraftstoff-Einspritzung
sowie die Menge des beim zweiten zusätzlichen Einspritzschritt eingespritzten Kraftstoffs
ohne Änderung der Kontur eines den Einspritz-Kolben betätigenden
Kegel-Nockens und ohne Auswechseln dieses Nockens nach freier Wahl eingestellt werden können.
Im folgenden ist die Erfindung in typischen Ausführungsbeispielen anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
Pig. 1 einen schematisierten Längsschnitt durch eine
herkömmliche Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
für eine Dieselmaschine,
Fig. 2 eina Ansicht einer anderen,,dem System nach
Fig. 1 ähnlichen Ausführungsform einer bereits vorgeschlagenen Kraftstoff-Einspritzvorrichtung,
Fig. 3 eine Teil-Seitenansicht in Richtung der Pfeile
III-III in Fig. 2 gesehen, \ I
Fig. 4 einen in vergrößertem Maßstab gehaltenen Längsschnitt
eines Hauptteilß der Vorrichtung gemäß Fig. 2, ■■.."■'
Fig. 5 eine schematische Darstellung der Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
gemäß Fig. 2,
Fig. 6 'eine graphische Darstellung des Verhältnisses
zwischen dem Nocken-Hub und dem Kolben beim Anlassen
bzw. im Normalbetrieb der Vorrichtung gemäß Fig. 2,
009838/1549 . .
-β-
I)1Ig. 7 eine graphische Darstellung des Arbeitsprinzips
der Einspritzvorrichtung gemäß Fig. 2,
Fig. 8 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
mit den Merkmalen der Erfindung zur Verwendung bei einer Dieselmaschine,
Fig. 9 eine graphische Darstellung des Verhältnisses zwischen hocken-Hub und Kolben beim Anlassen
bzw. im Normalbetrieb der Vorrichtung gemäß Fig. 8 und
Fig. 10 einen schematischen Schnitt zur Veranschaulichung des Haupt-Teils einer abgewandelten Ausführungsform
der Erfindung.
Bei einer in Fig. 1 dargestellten herkömmlichen Vorkam— mer-Dieselmaschine strömt die beim Aufwärtshub eines
Kolbens a in einem Hauptraum b verdichtete Luft über einen Durchgang c in eine Vorkammer d hinein, wobei die
Luft bei niedriger Temperatur infolge des Drosselungsverlusts am Durchgang c in der Vorkammer d abgekühlt
wird. Aus diesem Grund ist es selbst am Ende des Verdichtungstakts schwierig, die in der Vorkammer d befindliche
Luft die Zündtemperatur erreichen zu lassen. Beim Anlassen muß daher der durch eine Kraftstof.t-Einspritzpumpe e über
eine Düse f in die Vorkammer d eingespritzte Kraftstoff in den Hauptraum b hineingelangen, rüdem er die Vorkammer
d und den Durchgang c durchströmt. Da jedoch die Strömungsgeschwindigkeit
der Luft aus dem Hauptraum b über den Durchgang c ziemlich hoch ist 3 ist es dem eingespritzten'
Kraftstoffstrahl nahezu unmöglich, gögen diesen Luftstrom
in den Hauptraum b zu gelangen« Aus diesem Grund besitzt eine Vorkammer-Dieselmaechine bei niedrigen Umgebungstemperaturen
ein sehr schlechtes* Anlaßverhalten»
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Zur Verbesserung des Anlaßverhaltens ist bereits eine
in den Fig. 2 bis 7 dargestellte Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
für Dieselinaschinen vorgeschlagen worden (Deutsche Patentanmeldung Akt.-Z. P 19 57 370.7). Bei
dieser Vorrichtung,ist ein Kolben 2 in einem Hauptraum
bzw. Zylinder 1 geradlinig hin- und herbewegbar geführt, wobei der Hauptraura 1 über einen Durchgang 3
mit einer Vorkammer 4 kommuniziert. An der Vorkammer 4
ist eine mit einem Düsen-Nadelventil 5 versehene Düse
6 vorgesehen, während ein Kraftstoff-Einspritzpumpen-Gehäuse
8 über eine Leitung 7 mit der Düse 6 verbunden
ist.. .
Im Einspritzpumpen-Gehäuse 8 ist ein axial geradlinig verschiebbarer Schieber bzw. Kolben 12 mit einem abgestuften
Abschnitt 11 geführt, der unter einem Zufuhrventil-Gehäuse 10 angeordnet ist,, welches ein Zufuhrventil
9 aufnimmt. Der Schieber bzw« Kolben 12 ist axial zum Gehäuse 8 durch einen Hegel-Nocken 13 verschiebbar,
der im Gleichlauf mit der Drehbewegung der Dieselmaschi—
nen-Kurbelwelle in Drehung versetzt wird.
Eine Zahnstange 14 kämmt mit nicht dargestellten Zähnen
am Umfang des Kolbens bzw« Schiebers 12 und ist mit dem
einen Ende 15b eines Gabelhebels 15 verbunden, der ungefähr
in seinem Mittelteil 15a schwenkbar gelagert ist. Das andere Ende 15c des Gabelhebels 15 steht in Berührung
mit einer verschiebbaren Welle 16a eines Reglers 16. Vom
Mittelteil 15 a des Gabelhebels 15 steht ein Arm 15d ab,
der über eine Feder 17 mit einem Hegelknopf.18 verbunden
ist. Darüberhinaus ist das Einspritzpumpen-Gehäuse mit einem Anlaßknopf 19 verseilen« Am Pumpenzylinder 8a ist
innerhalb des Gehäuses 8 ein Kraftstoff-Einlaß 22 vorgesehen.
Wenn bei dieser Einspritzvorrichtung der Regelknopf 18
geraäß Fig. 5 in eine Anlaß-Stellung voreingestellt und
Αί^:<: 009836/1549:
der in Fig. 4 strichpunktiert dargestellte Anlaßknopf
19 in die in Pig· 4 auegezogen eingezeichnete Stellung
verbracht wird, kommt ein von der Zahnstange 14 abstehender Stift 20 von einem Anschlag 21 frei, so daß
sich die Zahnstange aus der Normalbetriebs- in die Anlaßstellung verschieben kann. Hierbei wird der Schieber bzw· Kolben 12 in eine Stellung verdreht, in welcher
der Oberteil 11a des abgestuften Abschnitt« baw. der inneren Stirnfläche 11 des Schiebers bzw· Kolbens
12 dem Einlaß 22 gegenüberliegt·
Wenn unter diesen Bedingungen die Sieseimaschine mit Hilfe eines bekannten, nicht dargestellten Anlassere
durchgedreht wird, wird der Hegelnocken 13 gemäß den
Fig. 2 und 3 entgegen dem Uhrzeigersinn in Drehung versetzt· Der Schieber bzw· Kolben 12 wird durch eine erste Nocken-Erhebung 1Ja aus einer in der linken Hälfte
des oberen Abschnitts von Fig. 6 dargestellten Hubstellung
!Lf in eine in der rechten Hälfte des oberen Abschnitts von Fig. 6 dargestellte andere Hubstellung I7,
verschoben. Während dieser Zeitspanne ist der Kraftstoff-Einlaß 22 durch den Oberteil bzw. Vorsprung 11a der inneren
Stirnfläche 11 des Schiebers bzw. Kolbens 12 blockiert. Infolgedessen wird eine erste Kraftstoff-Einspritzung
durchgeführt, bei welcher etwa die Hälfte der einzuspritzenden
Gesamt-Kraftstoffmenge eingespritzt wird. Die Zeitsteuerung für das Anheben des Schiebers bzw. Kolbens
durch die erste Nocken-Erhebung 15a ist auf das Ende des
Ansaugtakts oder auf den Beginn des Verdichtungstakts eingestellt. Aus diesem Grund strömt der während der
ersten Einspritzstufe in die Vorkammer 4 eingespritzte Kraftstoff über den Durchgang 3 in den Hauptraum 1. Während
des Verdichtungstakts wird dieser Kraftstoff in ausreichendem
Maß mit der Ansaugluft vermischt und auf hohe Temperatur erwärmt.
Wenn die erste Iiocken-Erhebung 13a am unteren Ende des
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Schiebers bssw« Kolbens 12 vorbeigelaufen ist» verlagert
sich letzterer so weit abwärts, daß die Kraft st of f-Einspritzung
unterbrochen wird. Hierauf kommt eine zweite
Nocken-Ifrhebung 1J5h mit dem unteren Ende des Schiebers
baw* Kolbens 12 in Berührung und hebt letzteren an, wobei
eine aweite Kraftstoff-Einspritastufe eingeleitet wird,
wenn der Schieber baw* Kolben 12 die Hubstellung I* erreicht
hat. Inawischen erhöht sich die temperatur tra
(]?i§v 7) des Gasgemisches aus Kraftstoff und kuft im
Hauptraum 1 über die Temperatur tp in der Vorkammer 4.
Das im Hauptraum 1 befindliche Gas läßt sich daher leichter
aünden als das in der Vorkammer 4- befindliche, Wei— j
terhin strömt der während der aweiten Stufe eingespritzte
Kraftstoff in dem Augenblick, in welchem die Strömungsgeschwindigkeit CU durch den Durchgang 3 reduziert ist,
zumindest teilweise in den Hauptraum 1, wobei der durch
den Durehiang J strömende Kraftstoff mit dem Gasgemisch
verbrennt und somit die für das Anlassen erforderliche ,
Explosionskraft liefert % so daß sich die Dieselmaschine
sehr leicht anlassen
Sobald die liieselmasohina eine vorbestimmte Örehaahl
erreicht hat» verschiebt die fliehkraft eines am Regler
16 montierten Gewichts 1tb die verschiebbare. Welle 16ades
leglers in lichturig des Pfeils gemäß Big». % Infolgedessen
wird die lahnstange 14 durch den Gabelhebel 15 verschoben und der Schieber baw· Kolben 12 über einen Winkel—
betrat von 180° verdreht, so daß der unterteil 11b der
genuteten baν?· abgestuften innerea Stirnfläche des Schiebers bfcvf* Kolbens 12 gegenüber dem Kraftstoff-Einlaß 22
siu liegen kommt*
wenn 4er Schieber baw· Kolben 12 unter diesen Bedingungen unter de® linfluß der ersten Nocken-Erhebung 13a
in 4©P Hubstelluni % ankommt t kann keine Einspritaung
dureh^eführt wer&eji|. da der linlaß 22 nicht blockiert
worden, let« lur d&»&% wenn der Schieber baw» Kolben. 12
unter dem .Einfluß der zweiten Nocken-Erhebung 13b in
die Hubstellung I2 gelangt, wird der Kraftstoff-Einlaß
22 durch den Unterteil 11b der abgestuften inneren Stirnfläche 11 des Kolbens bzw. Schiebers 12 blokkiert,
so daß der Kraftstoff eingespritzt werden kann. Zur Aufrechterhaltung des Hormalbetriebs der Dieselmaschine
wird mithin ähnlich wie bei einer herkömmlichen Dieselmaschine eine kleinere Kraftstoffmenge als
beim Anlassen eingespritzt.
Selbst wenn die Dieselmaschine die vorbestimmte Drehzahl nicht erreicht hat, wenn der Hegelknopf 18 in die
^ Normalbetriebs-Stellung gestellt worden ist, wird der
Kolben bzw· Schieber 12 verdreht und so eingestellt, daß sich der Unterteil 11b der inneren Stirnfläche 11
gegenüber dem Einlaß 22 befindet.
Bei der bereits vorgeschlagenen Kraftstoff-Einspritzvorrichtung
gemäß den i?ig. 2 bis 7 kann durch .änderung
der Höhe des abgestuften Abschnitts der inneren Stirnfläche
11 des Kolbens bzw. Schiebers 12 oder der Hubhöhe 1,.
und I^ der Nocken-Erhebungen oder beider Faktoren auf
verschiedenartige Weise die in der ersten Stufe während des Anlassens eingespritzte Kraftstoffmeng e auf 25 - 75%
der insgesamt eingespritzten Kraftstoff menge eingestellt
W werden, während auch die beim Anlassen insgesamt eingespritzte Kraftstoffmenge auf 150 - 3QQ# der für Höchstleistung
im Kormalbetrieb eingespritzten Kraftstoffmenge
eingestellt werden kann.
Wie erwähnt, gewährleistet das bereits vorgeschlagene Einspritzsystem gemäß den Fig. 2 bis ? beim Anlassen
ein besseres Maschinenverhalten b zw. bessere Leistung als eine direkt einspritzende Dieseimaschine. Dies ist
darauf zurückzufuhren, daß beim Anlassen zu Beginn des
Verdichtungshubs, wenn die Geschwindigkeit des LuftStroms
im Durchgang 3 niedrig ist, eine erste Einspritzstufe
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durchgeführt wird, so daß der Kraftstoff in ausreichender Menge in den Bauptraum 1 hineingelangen und die
Zündung im Hauptraue i bei höherer Temperatur als derjenigen
der verdichteten luft in der Vorkammer-4 stattfinden
kann·
Ba jedoch die zweite Stufe der Kraftstoff-Einspritzung
in dem Augenblick beginnt, in welchem sich der Schieber
bzw· Kolben 12 wieder aufwärts bewegt und in der Hocken-Hubstellung
1, ankommt^ nachdem er anfangs in die Hubsteilung
1* angehoben und wieder zurückverlagert worden
ist, und da die eingespritzte Kraftstoff menge in der
ersten Stufe durch die Hubstellungen 1- und I^ bestimmt
wird, ist es unmöglich, auf zweckmäßige Weise den Anfangszeitpunkt
der Kraftstoff-Einspritzung während der
zweiten Einspritzstufe einzustellen, ohne die Einspritzmenge
in der ersten Stufe zu variieren und ohne den Hegel-Hocken 13 durch einen anderen mit unterschiedlicher
Kontur zu ersetzen»
Gemäß den Pig. 8 und 9 ist eine Kr aft stoff-Einspritzvorrichtung
der in den Fig· 2 bis 7 dargestellten Art
erfindungsgemäß in der Weise abgewandelt, daß ein V erbindungspfad
bzw* Durchgang vom Unterteil 11b der inneren Stirnfläche des Schiebers bzw· Kolbens 12 vorgesehen ist,
der sich abwärts und dann seitlich zur Umfangsflache des
Schiebers bzw, Kolbens 12 erstreckt und im An3tiBzustand
der Teile dem Einlaß 22 gegenüberliegt. Die öffnung 23a
dieses Durchgangs liegt auf der Schieber-Umfangsflache
in solcher Höhenlage, daß sie in der Hubstellung 1- des , Hegel-Nockens dem Kraftstoff—Einlaß 22 gegenüberliegt.
Infolge dieser Ausbildung der Ausführungsform gemäß den
Fig. 8 und 9 ist bei Einstellung des Schiebers bzw. Kolbens
12 während des Anlassens in der Weise, daß der Oberteil
11a seiner abgestuften inneren Stirnfläche 11 dem Einlaß 22. gegenüberliegt, wie in der oberen Hälfte von
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Fig. 9 dargestellt, in der Stellung, in welcher die Hubstellung 1, durch die erste Nocken-Erhebung 13a bestimmt wird, der obere Raum im Schieber-Zylinder 8a
über den Durchgang 23 mit dem Einlaß 22 verbunden. Selbst wenn dann der Schieber bzw. Kolben 12 durch die zweite
Nocken-Erhebung 13b aus der Hubstellung 1-, etwas angehoben
wird, wird die zweite Stufe der Kraftstoff-Einspritzung erst dann eingeleitet, wenn die auf der Umfangsfläche
des Schiebers bzw. Kolbens 12 befindliche Öffnung 23a vom Einlaß 22 in Aufwärtsrichtung in die
Nocken-Hubstellung 1^, verlagert worden ist. In der Hubstellung
I1. ist die Verbindung zwischen dem oberen Raum
im Zylinder 8a und dem Kraftstoff-Einlaß 22 unterbrochen, so daß die zweite Kraftstoff-Einspritzstufe eingeleitet
wird.
Wie in der unteren Hälfte von Fig. 9 daxgestellt ist, unterscheiden sich jedoch der Anfangszeitpunkt der Kraftstoff-Einspritzung
sowie aie Einspritzmenge im Normalbetrieb in der btellung der j'eile, in welcher der Schieber
bzw. Kolben 12 zur Umschaltung auf Normalbetrieb um 180° verdreht ist, während die Öffnung 23a des Durchgangs
23 vom Kraftstoff-Einlaß 22 abgekehrt ist, nicht vom AnfannsZeitpunkt
und der Einspritzmenge, die sich bei Weglassunp;
des unteren .Durchgangs 23 ergeben würaen, so daß beide Faktoren konstant gehalten werden.
Bei d,r in den Fi£. 8 und 9 dargestellten Ausführungsform
der ^rfindun^; können der Anfanr'szeitpunkt der Kraftstoff-Einspritzung·
und aie eingespritzte Kraftstoffmenge während der zv.'eiton ^tui'e der Anlaß-Einspritzung auf sehr einfache
und zweckmäßige Vv'eise durch j-..nderun:-_; des Durchmessers oder
der Hche oaer beider Waße der auf der Umfangsflache des
Schiebers bzv/. Kolbens 12 liegenden Ci'fnunf r:; 23a eingestellt
v;eide.., ohne die Form der 1,'ockon-Erhebunf.en 13a und
13b zu ändern. Hierdurch wird nach dem Anlassen eine Kx'ai't
- 13 009836/1549 0^©«^
stoffeinspritzung gewährleistet, welche optimal auf die
verschiedenen Gharakteristika der Dieselmaschine, wie Anlaßverhalten, Ausgangsleistung, Geräuschentwicklung
USW*, abgestimmt ist, so daß das Leistungsverhalten der
Dieselmasehine verbessert wird.
Bei der Ausführungsform gemäß den Fig.. 8 und 9 ist ein abgestufter' bzw. eingekerbter Abschnitt 11 vorgesehen.
Die gleiche Arbeitsweise und dieselben Vorteile lassen
sich jedoch auch dann erzielen, wenn die obere bzw. innere Stirnfläche des Schiebers bzw. Kolbens 12 gemäß
Eig. 10 schräg geschnitten und der Durchgang 23 so ausgebildet
ist, daß die Öffnung 2Ja auf die am höheren . "
Ende der schrägen Stirnfläche des Schiebers bzw. Kolbens
12 befindliche Seite zu liegen kommt.
Anstatt auf verschiedenen Höhen liegende Stirnflächen
des Schiebers bzw. Kolbens 12 andern; betreffenden Seiten
vorzusehen, kann die Oberseite desselben wahlweise auch senkrecht zu seiner Längsachse liegen, während am Schieber-Zylinder
8a mehrere -Kraftstoff-Einlasse 22 in ver-τ
schiedenen Höhenlagen vorgesehen werden und um den Aussenumfang
des Zylinders 8a eine Hülse angeordnet wird,
die sowohl axial als auch umfangsmäßig frei verschiebbar ist. Durch wahlweise Verschiebung einer in der Hülse * ^
ausgebildeten Öffnung in eine einem der verschiedenen Einlasse 22 gegenüberliegende Stellung läßt sich dann
eine zweistufige. Einspritzung beim Anlassen und eine einstufige
Einspritzung im Normalbetrieb erreichen. Obgleich
bei den dargestellten Ausführungsforrnen nur ein einziger Durchgang 23 vorgesehen ist, können gewünschtenfalls auch
zwei oder mehrere Durchgänge vorgesehen werden.
Zusammenfassend schafft die Erfindung mithin eine Kraftstoff -Einspritzvorrichtung für eine Dieselmaschine, die
einen Schieber-Zylinder mit einem kraftstoff-Einlaß und
einem in diesem Zylinder axial verschiebbaren Schieber
a09836/15
bzw. Kolben aufweist. Ein den Schieber bzw. Kolben be—
tätigender Regel-Hocken weist zwei Erhebungen zur Betätigung des Schiebers bzw. Kolbens auf. Während des
Ansaug- oder des Verdichtungstakts verschiebt der Regel-Nocken den schieber bzw. Kolben in eine erste Stellung,
in welcher er den Einlaß zum Einspritzen von Kraftstoff blockiert, worauf sich der Schieber bzw. Kolben
zurückverlagert. Am Ende des Verdichtungstakts verlagert der Hegex-Iiocken den Schieber bzw. Kolben weiter
in eine zweite Stellung, in welcher der Einlaß zum Einspritzen von Kraftstoff blockiert wird. Eine Schaltvorrichtung
vermag den Schieber bzw. Kolben zwischen einer Anlaß- und einer Normalbebriebs-Stellung zu verdrehen.
In der Anlaß-Stellung blockiert die Umfangsfläche des Schiebers bzw. Kolbens den Einlaß während
seiner beiden Kraftstoff-Einspritzhübe, während er in
der Normalbetriebs-Stellung derart verdreht ist, daß seine Umfangsfläche die öffnung nur bei seiner weiteren
Verlagerung in die zweite Stellung blockiert. Die erfindun&sgemäße
Verbesserung umfaßt mindestens einen im Schieber bzw. Kolben vorgesehenen Kraftstoff-Durchgang,
welcher die Umfangsfläche mit der inneren Stirnfläche des Schiebers bzw. Kolbens verbindet und während des
Anlassens der Dieselmaschine und in der zweiten Schieber-Stellung mit dem Einlaß in Verbindung steht.
Obgleich vorstehend spezielle Ausführungsformen der Erfindung im Einzelnen dargestellt und beschrieben sind,
um die Verwirklichung des Erfindungsgedankens zu verdeutlichen, kann die Erfindung selbstverständlich auch in
anderen Ausführun^sformen verwirklicht werden, ohne daß von ihrem Rahmen und Grundgedanken abgewichen wird.
-15 -
009836/1549
Claims (5)
- P a t e η t a η β ρ r ü c h e/ 1./Kraftstoff-Einspritzvorrichtung für eine Dieselmaschine, bestehend aus einem Schieber-Zylinder mit einem radialen Kraftstoff-Einlaß, einem im Zylinder axial vex^schieblich geführten Schieber bzw. Kolben, einem den Schieber baw. Kolben-betätigenden Regel-Nocken mit auf Umfangsabstände voneinander verteilten Erhebungen, die mit dem Schieber bzw. Kolben in | Berührung bringbar sind und ihn während des Ansaugoder Verdichtungstakts in eine erste Stellung, in welcher er den Einlaß zwecks Einspritzung von Kraftstoff blockiert, zu verschieben und ihn dann sich zurückverlagern zu lassen vermögen, wobei der Regel-Nocken am Ende des Verdichtungstakts den Schieber bzw. Kolben weiter in eine zweite Stellung verbringt, in welcher er den Einlaß zwecks Kraftstoff-Einspritzung blockiert, und einer Schaltvorrichtung, die beim Anlassen der Dieselmaschine auf den Schieber bzw. Kolben einwirkt und ihn derart ausrichtet, daß seine Umfangsflache während seiner Bewegung in die erste und g zweite Stellung den Einlaß blockiert, um zwei Kraftstoff-Einspritzungen vorzunehmen, und die im liormalbetrieb der Dieselmaschine den Schieber bzw. Kolben so einstellt, daß seine Umfang-sflache den Einlaß nur bei sei.ier Bewegung in seine zweite Stellung blockiert, dadurch gekennzeichnet, daß im Schieber b^w. Kolben (12) mindestens ein Durchgang (23) vorgesehen ist, welcher die ümfangrsfläche des Schiebers bzw. Kolbens mit seiner inneren Stirnfläche verbindet und beim Anlassen der Dieselmaschine in der zweiten Schieber-Stellung mit dem Einlaß (22) kommuniziert.009836/1549BAD
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von Durchgängen (23) vorgesehen sind.
- 3· Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Stirnfläche (11) des Schiebers bzw. Kolbens (12) abgestuft ausgebildet ist und somit eine Umfangsflache festlegt» die beim Anlassen in der ersten und in der ζ v/ei ten Stellung den Einlaß (22) zu blockieren vermag.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Stirnfläche (11) des Schiebers bzw. Kolbens (12) gegenüber seiner Längsachse schräg ausgebildet ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im ochieber-Zylinder (8a) mehrere Kraftstoff-Einlässe (23) in verschiedenen Höhenlagen vorgesehen sind, daß der Zylinder (8a) von einer axial und umfangsrnaliig dazu verschiebbaren Hülse umschlossen ist und daß die Luise mit einer öffnung versehen ist;, die π it einem ausgewählten der ?Iraftstoff-Ein-Iaste zusammenzuwirkenC09836/1549Leerseite
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1455969 | 1969-02-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2009366A1 true DE2009366A1 (de) | 1970-09-03 |
Family
ID=11864493
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702009366 Pending DE2009366A1 (de) | 1969-02-28 | 1970-02-27 | Kraftstoff-Einspritzvorrichtung für eine Dieselmaschine |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2009366A1 (de) |
| FR (1) | FR2031089A5 (de) |
-
1970
- 1970-01-09 FR FR7000677A patent/FR2031089A5/fr not_active Expired
- 1970-02-27 DE DE19702009366 patent/DE2009366A1/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2031089A5 (de) | 1970-11-13 |
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