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DE2008831A1 - Drehfiltervorrichtung und Filter verfahren - Google Patents

Drehfiltervorrichtung und Filter verfahren

Info

Publication number
DE2008831A1
DE2008831A1 DE19702008831 DE2008831A DE2008831A1 DE 2008831 A1 DE2008831 A1 DE 2008831A1 DE 19702008831 DE19702008831 DE 19702008831 DE 2008831 A DE2008831 A DE 2008831A DE 2008831 A1 DE2008831 A1 DE 2008831A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drum
liquid
wall
paper web
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702008831
Other languages
English (en)
Inventor
Harry Piscataway Steward Henry A Califon NJ Ball (V St A )
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Technical Fabricators Inc
Original Assignee
Technical Fabricators Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Technical Fabricators Inc filed Critical Technical Fabricators Inc
Publication of DE2008831A1 publication Critical patent/DE2008831A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D33/00Filters with filtering elements which move during the filtering operation
    • B01D33/44Regenerating the filter material in the filter
    • B01D33/46Regenerating the filter material in the filter by scrapers, brushes nozzles or the like acting on the cake-side of the filtering element
    • B01D33/466Regenerating the filter material in the filter by scrapers, brushes nozzles or the like acting on the cake-side of the filtering element scrapers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D33/00Filters with filtering elements which move during the filtering operation
    • B01D33/06Filters with filtering elements which move during the filtering operation with rotary cylindrical filtering surfaces, e.g. hollow drums

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Filtration Of Liquid (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE 8 MÜNCHEN 2. H 1LBLESTRASSE
Df. Berg Dipl.-Ing. Stapf, 8 München 2, Hllblestraee 20 · Ihr Zeichen
ze.*.nVi/Kr 19 350 Datum 25. Feb. 1970
Anwaltsgkten Nr. 19 350
Technical Fabricators, Inc. Nutley, New Jersey / USA
Drehfiltervorrichtung und FiIterverfahren
Die Erfindung betrifft eine Drehfiltervorrichtung und ein Verfahren zum Betrieb derselben.
Bei einem bekannten Drehfilter wird eine auf einer horizontalen Welle angeordnete, mit perforierter Wandung versehene und in einen das. zu filternde Material enthaltenden
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Behälter ragende Drehtrommel zunächst vorbereitet, indem die perforierte Ummantelung mit einem Gewebe abgedeckt und auf dieses Gewebe eine feinstrukturierte Masse, z.B. Diatomeenerde, Staubkohle oder Perlit aufgetragen wird, um einen Filterbelag auf der Trommel zu bilden. Der Filterbelag wird durch Ansaugen einer das Filtermaterial in Suspension enthaltenden Aufschlämmung durch die mit Gewebe abgedeckte perforierte Wandung der Trommel hindurch gebildet, indem das Filtermaterial aus der flüssigen Phase der Aufschlämmung ausgefiltert wird und sich an der Trommeloberfläche bis zu einer Dicke von etwa 7 »5 bis 10 cm ansetzt.
Beim eigentlichen Filterbetrieb wird die wie beschrieben vorbereitete Trommel in einen die zu filternde Flüssigkeit enthaltenden Tank getaucht und die Flüssigkeit wird mittels Unterdruck durch die Beschichtung hindurch in das Innere der Trommel gesaugt, wobei die in der Flüssigkeit suspendierten Verunreinigungen ausgefiltert und in dem Belag gesammelt werden. Ein Messer oder Abstreifer streift fortlaufend eine Schicht von etwa 0,025 bis 0,25 mm Dicke von dem Belag, zusammen mit den darin enthaltenen ausgefilterten Feststoffen, solange sich die Trommel in Drehbewegung befindet und das Filtern stattfindet. Abhängig von der Dicke der jeweils abgestreiften
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Belagschicht und der Drehgeschwindigk it reicht der ursprüngliche 3elag aus Diatomeenerde oder anderem Filtermaterial für einen Betrieb von zwischen acht Stunden und drei Tagen. Darauf muß das Filtern unterbrochen und der inzwischen gänzlich abgestreifte Belag der Trommel erneuert werden. Zu diesem Zweck werden zumeist Hilfseinrichtungen wie ein Behälter und ein Iuischer für den den Belag ergebenden Schlamm und Pumpen benötigt. Das Aufbringen des Belages erfordert eine Zeit von ein bis zwei Stunden.
Die Erfindung schafft ein neues und verbessertes Drehfilter, bei dem die beschriebene Vorbereitung durch Aufbringen eines Belages nicht erforderlich ist, und mit tels welchem der PiIterbetrieb über längere Zeiträume mit nur kurzen Unterbrechungen und Verzögerungen fortgesetzt werden kann.
Die Erfindung schafft auch ein neues und verbessertes Filterverfahren unter Verwendung des beschriebenen neuartigen Drehfilters.
Zu diesem Zweck wird bei dem Drehfilter nach der Erfindung eine fortlaufende vorgeformte flexible Filter-Papierbahn verwendet. Je nach den gegebenen Bedingungen kann
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dabei die Pilterpapierbahn aus einem geeigneten Filtermaterial hergestellt sein, beispielsweise aus Asbest, synthetischen Pasern oder einer chemischen Pulpe, vorzugsweise wird die Bahn jedoch aus Holzschliff-Pulpe erzeugt, und insbesondere aus normalem Zeitungspapier» Eine entsprechende Einrichtung fördert von einem Vorrat die Papierbahn um eine Drehfilter-Trommel, mit der die Bahn beim Filtern umläuft. Die Filtertrommel erstreckt sich in einen Behälter, deni fortlaufend zu filternde Flüssigkeit zugeführt wird; das Trommelinnere steht unter einem Vakuum. Wenn die vom Papier umhüllte Trommel in der zu filternden Aufschlämmung rotiert, wird die zu filternde Flüssigkeit durch das Papier und die Trommelperforationen angesaugt und gefiltert aus der Trommel durch eine hohle die Trommel tragende Welle ausgetragen, während die suspendierten festen oder halbfesten Teile durch das Papier ausgefiltert und auf diesem gesammelt werden.
Durch das beschriebene Verfahren wird der Umfangswandung der Trommel fortlaufend frisches Papier zugeführt, während das die ausgefilterten Verunreinigungen enthaltende Papier fortlaufend von der Trommel abgezogen wird. Durch die Verwendung einer zweckentsprechend ausgebildeten Papierbahn anstelle des Trommelbelages aus Diatomeenerde oder ähnlichem herkömmlichen Filtermaterial ergibt sich die Möglichkeit, die Papierbahn mit den darin enthaltenen
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Feststoffen zu verbrennen, was "bei den herkömmlichen Filtermaterialien nicht möglich war.
Der Filterbetrieb mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann fortlaufend und ohne längere Pausen für die Erneuerung eines Belages erfolgen, wie sie bei herkömmlichen Anlagen und Verfahren erforderlich waren. Die einzige Unterbrechung wäre für das Einführen einer neuen Papierbahn von einer frischen Rolle erforderlich, wenn die vorherige Papierrolle aufgebraucht ist. Bei der Verwendung von ^eitungspapierrollen als Filterpapier stehen Rollen in einer Breite von 150 cm und mit einem Durchmesser von om zur Verfügung. Beim Betrieb einer Versuchsanlage mit dem beschriebenen neuartigen und verbesserten Filter reichte eine Normalrolle Zeitungspapier nahezu drei Monate, und der Filterungegrad war dem mittels eines Trommelbelages aus Diatomeenerde erzielten vergleichbar.
Weitere Aufgaben und Vorteile und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform anhand der Zeichnungen ersichtlich; in diesen ist
Fig. 1 eine Stirnansicht einer Drehfiltervorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Rückansicht der Filtervorrichtung,
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Pig. 3 ein Schnitt durch die Filtervorrichtung entsprechend der Linie 3-3 in Pig. I,
Pig. 4 eine Draufsicht auf den Teil der Filtervorrichtung, an dem die Papierbahn der Umfangswandung der Trommel zugeführt und von dieser abgezogen wird, und
Pig. 5 eine Schnittdarstellung eines Teiles der Filtervorrichtung entsprechend der Linie §>-5 in Pig. 4·.
Sie in den Zeichnungen dargestellte erfindungsgemäße Pil-
tervorrichtung weist einen Behälter 10 mit einem bogenförmig runden Boden 11,.der in senkrechte Seitenwandungen 12, 13 ausläuft, und senkrechten Stirnwandungen 14» 15 auf. In den Behälter 10 hineinragend ist eine Drehtrommel 16 auf einer wagerechten Hohlwelle 17 befestigt.Die Welle 17 ist in auf den Stirnwandungen 14, 15 des Behälters angeordneten Lagern 18 drehbar gelagert. Die Trommel 16 weist eine zylindrische und mit dem runden Boden 11 des Behälters konzentrisch verlaufende Umfangswandung 20 auf. Diese Umfangswandung 20 weist Öffnungen 21 auf, die in bezug auf Abstand und Größe entsprechend den gegebenen Bedingungen ausgebildet werden; bei einer Ausführungeform der Trommel 16, bei der diese eine Breite von 38 cm und einen Durchmesser von 76 cm aufweist, haben sich Per-
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forationen 21 beispielsweise "bei Durchmessern von 8,4 nun in Mittelpunktsabständen von 12,5 mm bewährt.
Die Troiamel 16 weist scheibenförmige Endwandungen 22 auf, die zwischen der Umfangswandung 20 und der Welle 17 abschliessen und fest mit beiden verbunden sind, beispielsweise durch Schweißung, und die eine unterdruckkammer 23, welche durch Öffnungen 24 in der Hohlwelle mit deren Höhlung in Verbindung steht,bilden. Die Trommel-Endwandungen 22 sind ausgehend von der TJmfangswandung 20 in Richtung auf die Hohlwelle 17 aufeinander zugewölbt, um das Fassungsvermögen des Behälters 10 so wenig wie möglich zu verringern und einen strömungsgünstigen Weg für die gefilterte Flüssigkeit zur Hohlwelle 17 hin zu bilden«
An einem Ende tritt die Hohlwelle 17 durch die Seitenwand 15 des Behälters und ist an eine (nicht dargestellte) Saugpumpe angeschlossen, mittels derer die gefilterte Flüssigkeit aus der Unterdruckkammer 23 in der Trommel abgesaugt und in gefiltertem Zustand einem (nicht dargestellten) Vorratsbehälter für weitere Verwendung zugeleitet wird. Das andere Ende der Welle 17 tritt durch die andere Endwandung 14 des Behälters 10 und weist ein Kettenrad 25 auf, welches über eine Kette 26 von einem Kettenrad 27 eines Antriebs 28 angetrieben wird. Der Antrieb 28 befindet
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sich in einem Gehäuse 30 unterhalb des Behälters 10 und umfaßt einen Motor 31, ein Untersetzungsgetriebe 32 und eine Vorrichtung 33 zur beliebigen Veränderung der Antriebsgeschwindigkeit, wie z.B. ein Reeves-Getriebe. Der Antrieb 28 hält die Trommel 16 während des Pilterns fortlaufend mit einer vom gewünschten Filtriergrad abhängigen Geschwindigkeit in Drehung.
Der Behälter 10 weist in der Endwandung 14 einen Zulauf 34 für das zu filternde Material, einen Überlauf 36 im oberen Bereich des Behälters und einen im Normalzustand durch den Verschluß 38 geschlossen gehaltenen Ablaß 37 in der Endwandung 15 nahe dem Boden des Behälters auf.
Frisches Filtermaterial in Form einer fortlaufenden flexiblen Papierbahn 40 wird während des Filterbetriebes fortlaufend dem Mantel der Trommel 16 zugeführt, um diesen herumgeschlungen und gleichförmig von der Mantelwandung 20 der Trommel abgezogen, um dann vernichtet oder erforderlichenfalls weiter verarbeitet zu werden. Die Papierbahn kann aus jedem geeigneten Filtermaterial bestehen. Sie besteht jedoch vorzugsweise aus Holzschliffpapier und insbesondere aus Rotations-Zeitungspapier, welches als maschinell hergestelltes Holzschliff-Papier billig ist. Dieses Papier wird in der Regel in Rollen von 120 cm Darchmesser
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in einer Breite von 150 cm geliefert. Das Zeitungspapier 4-0 kann "bei einem Behälter und einer Filtertrommel von entsprechender Breite in voller Breite werwendet werden oder kann entsprechend der Breite der Filteranlage längsgeteilt werden. Bei kleineren Filtern mit einer Trommelbreite von beispielsweise 38 cm und einer Behälterbreite von 60 cm kann die gebräuchliche Papierrolle in vier Rollen unterteilt werden, jeweils 37,5 cm breit und mit einem Durchmesser von 120 cm.
Die Papierbahn 40 wird von einer Rolle 41 abgezogen, die auf einem Ständer 42 drehbar auf einer in Lagern 44 auf dem Ständer laufenden Welle 43 angeordnet ist. Die Papierbahn 40 wird um die Außenfläche des bogenförmigen Bodens des Behälters 16 und an der Seitenwandung 13 entlang geführt und um eine obere Kante 45 der Wandung 13 an die perforierte Mantelwandung 20 der Trommel 16 herangeführte
Die Papierbahn 40 wird an nahe beieinanderliegenden Stellen 46 und 47 der Hantelwandung 20 durch eine Führungseinrichtung 48 angelegt und abgezogen. Die Führungseinrichtung 48 weist eine Gleitbahn 50 auf, die von der Abziehstelle 47 an der Trommelwandung nach auswärts und abwärts führt und die Form eines Kanals mit einem Boden 51 und Seitenwandungen 52 aufweist. Am hinteren Ende der Gleitbahn 50 befindet eich, an der Unterseite starr, beispielsweise
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ABi
durch Öchweißung, befestigt, eine Welle 53, welche in an der Außenseite des Behälters 16 angeordneten Lagern drehbar ist. Dadurch iet die Gleitbahn 50 zur Einstellung der Winkelstellung gegenüber der Lantelwandung 20 schwenkbar gelagert. An der Unterseite der Gleitbahn 50 ist in der Nähe des Vorderendes eine Leitschiene 55 mit Schrauben 56 befestigt. Die Leitschiene verläuft parallel zum Boden 51 der Gleitbahn 50 und ist durch Scheiben 57 auf den Schrauben 56 oder mittels Zwischenlager in einem Abstand vom Boden 51 gehalten, so daß eine Führung 58 gebildet wird, durch welche hindurch das auflaufende Trum 60 des unbenutzten Papiers 40 der Mantelwandung 20 der Trommel zugeleitet wird. Die Vorderkante 61 der Leitschiene 55 ist abgerundet und liegt nahe bei der Zuführungsstelle 46 des Papiere auf der TrommeIwandung 20, so daß die Papierbahn scharf um die abgerundete Kante geführt und im Uhrzeigersinn um nahezu den gesamten Umfang der Trommel 16 gezogen wird, um nach Aufnahme der ausfiltrierten Feststoffe an der Auetrittsstelle 47 der Tronnelwandung 20 abgezogen zu werden. Das Vorderende des Bodens 51 der Gleitbahn 50 weist einen Abstreifer oder ein Messer 62 auf, der bzw. das an der Austrittsstelle 47 des Papiers an der Mantelwandung der Trommel anliegt, um die mit den ausfiltrierten Feststoffen durchsetzte Papierbahn 40 von der Trommelwandung abzustreifen und sie über die Gleitbahn 50 zur Vernichtung oder anderweitiger Verwendung abzuleiten. Sie Klinge 62
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besteht aus abriebfestem Material, welches auch die Oberfläche der Tromnielwandung 20 nicht angreift, wie z.B. Nylon,'und ist an der Vorderkante der Gleitbahn 50 beispielsweise durch Preßsitz in einem Schlitz 63 des Bodens 51 befestigt.
Der Abstand der Kante der Führungsschiene 55 von der Wandung der Trommel 16 ist einstellbar} zu diesem Zweck sind die Köpfe der Schrauben 56 an der Unterseite der Schiene angeschweißt und in länglichen Schlitzen 64 des Bodens 51 der Gleitbahn geführt.
Zum Betrieb der Filteranlage wird die die auszufiltern den Feststoffe in Suspension enthaltende und die Aufschlämmung darstellende Flüssigkeit fortlaufend in solcher Menge über den Zulauf 35 in den Behälter 10 geleitet, daß der Flüssigkeitsspiegel oberhalb der Hohlwelle 17, jedoch unterhalb des Überlaufs 36 gehalten wirdo Gleichzeitig wird die Trommel mit geeigneter Geschwindigkeit im Uhrzeigersinn (Fig. 1) in Drehung versetzt, so daß eine wirksame Filterung bei günstiger Geschwindigkeit erfolgt. Durch die Drehung zieht die Trommel 16 die trockene Papierbahn aufgrund der Oberflächenreibung mit derselben von der Vorratsrolle 41 ab um den runden ^oden 11 des Behälters herum, aufwärts an der Außenseite der Seitenwand 13 entlang,
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über die Oberkante 45 der Wand 13, durch die Führung 58 an die Zutritteteile 46 auf der Trommelwandung 20, wo die Papierbahn scharf um die Kante 61 der Führungsschiene 55 geführt wird (Fig.5), und im Uhrzeigersinn um nahezu den gesamten Trommelumfang nach der Austrittsstelle 47 der Papierbahn. Bei Eintritt der an der Trommelwandung anliegenden Papierbahn 40 in den Schlamm im Behälter 10 wird dieser durch das Papier hindurch angesaugt, die gefilterte Flüssigkeit tritt durch die Perforationen 21 der Trommelwandung 20 in die Unterdruckkammer 23, von welcher aus es durch die Saugwirkung der (nicht dargestellten) Pumpe in die Hohlwelle 17 und zur Ableitung gelangt, während die in der Flüssigkeit suspendierten Feststoffe ausgefiltert und auf und in der Papierbahn 40 zurückgehalten werden. Das unbenutzte Teil der Papierbahn 40 tritt an der der Seitenwandung 13 des Behälters 10 zugekehrten Seite der Trommel 16 in die Flüssigkeit ein, durchquert diese, wobei sie an der Trommelwandung 20 anliegt und die Feststoffe aus dem Schlamm herausfiltert und taucht an der gegenüberliegenden Seite der Trommel mit den aus der Flüssigkeit ausgefilterten Feststoffen aus dieser auf. Durch die Wirkung des Unterdruckes in der Trommel 16 trocknet die die Feststoffe enthaltende Papierbahn 40 auf dem weiteren Wege nach der Austrittsstelle 47 ab und wird daruaf durch die Klinge 62 von der Mantelwandung 20 der Trommel abgestreift
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und über die Gleitbahn 50 zum Verbrennen oder anderer Verwendung abgeführt. Da die Zutrittsstelle und die Austrittsstelle 46,47 des Papiers an der Trommel 16 nahe benachbart sind, geht über die Lücke auf der Trommelwandung zwischen diesen beiden Stellen nur wenig von dem Unterdruck verloren.
Der beschriebene Filterbetrieb kann mit nur einer Papiervorratsrolle 41 über lange Zeiträume durchgeführt werden. Ist die Rolle dann aufgebraucht, kann der Behälter 10 über den Ablaß 37 entleert werden, so daß eine Papierbahn 40 von einer neuen Vorratsrolle 41 durch die Vorrichtung geführt und der Filterbetrieb dann erneut aufgenommen werden kann. Die Vorbereitungen der Vorrichtung vor Aufnahme des Filterbetriebes sind sehr einfach und bedürfen nur weniger oder keiner Erfahrung und bedürfen auch insbesondere nicht der Zumessung von Diatomeenerde in einen Schlammbehälter,■ der Zufuhr von Wasser, des Mischens und schließlich des Ausfilterns des so hergestellten Schlammes auf die mit Gewebe abgedeckte Trommel zur bildung eines Belages, wie in den bekannten Verfahren} diese ganzen Vorbereitungen sind zeitraubend, können nur durch erfahrenes Bedienungsperonal auegeführt werden und ermöglichen nur eine Vorbereitung für kurzzeitigen Filterbetrieb.
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Der Reinheitsgrad der in dem Verfahren unter Verwendung von Zeitungspapier-Filterbahnen gefilterten Flüssigkeit ist dem der im Diatomeenerde-Verfahren aus dem Schlamm gefilterten Flüssigkeit vergleichbar. Versuchsfilterungen mit der erfindungsgemäßen Filteranlage haben ergeben, daß die Filterung eines Eieenhydroxyd, ein schleimiges, gallertartiges Material, enthaltenden Schlammes, der schwierig zu filtern ist, mit einer Geschwindigkeit und mit einem Filterungsgrad durchführbar ist, die denen der Filterung mittels Diatomeenerde-beschichteten Filtern vergleichbar und diesen wirtschaftlich überlegen ist·
Die Erfindung eignet sich besonders für Filterungsaufgaben, bei denen die auszufilternden Feststoffe sehr schleimig, klebrig oder auch fein sind und dazu neigen, das Gewebe eines gebräuchlichen beschichteten Drehfilters zuzusetzen. Sie findet Verwendung z.B. in gewerblichen Betrieben, in denen einer Flüssigkeit suspendierte Feststoffe entzogen werden müssen, bevor diese erneut gebraucht oder einem Vorrat solcher Flüssigkeit, dessen Verunreinigung unzulässig oder underwUnscht ist, zugeleitet werden kann·
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Claims (8)

  1. Ansprüche :
    Drehfilter mit einem Zulauf und Ablauf enthaltendem Behälter für die zu filternde Flüssigkeit und einer mit im wesentlichen horizontaler Achse angeordneten und zumindest mit ihrem Unterteil in die in dem Behälter enthaltene Flüssigkeit eintauchenden drehbaren und hohlen Trommel mit perforierter zylindrischer Mantelwandung, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, die, während die Trommel (16) in Drehung ist, eine fortlaufende flexible Papierbahn (40) von einem Vorrat (41) auf die Trommelwandung (20) und um das untere xeil der Trommel leitet, so daß sie zusammen mit der Trommel durch die Flüssigkeit in dem Behälter (10) geführt wird, Einrichtungen (48) zum Abstreifen der Papierbahn von der Trommelwandung nach Durchquerung der Flüssigkeit und zum Abführen der abgestreiften Papierbahn von der Trommelwandung, und Einrichtungen, die während der Drehung der Trommel im Inneren der Trommel eine Saugkraft von ausreichender Stärke erzeugen, um die Flüssigkeit aus dem Behälter durch die Papierbahn und durch die Perforationen der Trommelwandung hindurch in die Trommel zu saugen, wobei die in der Flüssigkeit suspendierten Feststoffe in der Papierbahn ausgefiltert werden und die gefilterte Flüssigkeit aus der Trommel abgeführt wird«,
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  2. 2. Drehfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Vorrichtungen (55) für die Zuleitung der Papierbahn (4-0) und das Abstreifen (62) derselben derart angeordnet sind, daß das Zuleiten und das Abstreifen der Papierbahn (40) an dicht beieinanderliegenden Stellen (46, 47) erfolgt»
  3. 3. Drehfilter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleit- und Abstreifstellen (46,47) im oberen Bereich der Trommelwandung (20) liegen.
  4. 4. Drehfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Erzeugung der Saugkraft und zur Ableitung der gefilterten Flüssigkeit aus der Trommel (16) eine Hohlwelle (17) aufweisen, welche die Trommel trägt und einen Durchlaß zu einer Saugpumpe bildet und deren Wandung eine oder mehrere Öffnungen (24) aufweist, und daß Einrichtungen vorgesehen sind, die zwischen der Mantelwandung (20), der Trommel (16) und der Hohlwelle (17) eine Unterdruckkammer (23) bilden, welche mit den Perforationen der ManteIwandung und über die Offnungen (24) mit dem Inneren der Hohlwelle in Verbindung steht.
  5. 5. Verfahren für das Filtern einer Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die zu filternde Flüssigkeit fortlaufend einem Behälter zugeleitet wird, in welchem eine Trommel mit
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    perforierter Mantelwandung mit im wesentlichen horizontaler Achse gelagert ist, so daß ihr unteres !Teil in die Flüssigkeit eintaucht, daß die Trommel in Drehung versetzt wird, während der Trommelwandung eine fortlaufende flexible Papierbahn zugeführt und um das untere Teil der Trommel geschlungen wird, um zusammen mit dertTrommel die in dem Behälter enthaltene Flüssigkeit zu durchqueren, daß die Papierbahn nach Durchqueren der-- Flüssigkeit von der Mantelwandung der Trommel abgestreift wird und daß die Papierbahn von dem Behälter abgeleitet wird, während die Flüssigkeit mittels Saugkraft durch die von dem Papier bedeckte Wandung der in Drehung befindlichen Trommel hindurchgezogen wird, um deren Feststoffe beim Durchgang der Flüssigkeit durch das Papier in diesem zurückzuhalten, so daß die filtrierte Flüssigkeit fortlaufend aus der Trommel abgeführt werden kann.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß M die Papierbahn vorzugsweise aus Holzschliff hergestellt ist.
  7. 7» Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Papierbahn aus Rotations-^eitungspapier besteht.
  8. 8. Verfahren nach. Anspruch 5", dadurch gekennzeichnet, daß die Papierbahn an dicht beieinanderliegenden Stellen der frommeIwandung zugeführt und von dieser abgezogen wird»
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    9v Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Papierbahn an einem oberhalb des Plüssigkeitsspiegels in dem Behälter liegenden Teil der Trommelwandung abgestreift wird.
    10· Verfahren n·'ch Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Papierbahn aus Rotations-^eitungspapier besteht und an dicht nebeneinanderliegenden Stellen der Trommelwandung oberhalb des Plüssigkeitsspiegels in dem Behälter der Trommelwandung zugeleitet und von dieser abgezogen wird.
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