DE2008508B2 - Bremssystem für die Räder eines Transportkarrens - Google Patents
Bremssystem für die Räder eines TransportkarrensInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
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Description
60
Die Erfindung betrifft ein Bremssystem für die Rüder
eines Transportkarrens, der an seinem frontscitigcn Ende einen drehbar gelagerten, /um Parken in
der Biemsslellung feststellbaren Handbremshebel aufweist.
Ein derartiges Brenv-'vstem ist aus dem deutschen
Gebrauchsmuster 1 898 769 bekannt. Dabei erfolgt die Betätigung der Radbremsen mittels mechanischer
Mittel vom Handbremshebel aus. Diese Bremse dient nicht allein dazu, das geparkte Fahrzeug an einer Bewegung
zu hindern, vielmehr kann diese Bremse auch zum dosierten Bremsen während der Fahn dienen.
Eine Auflaufbremsvorrichtung ist nicht vorgesehen.
Im Gegensatz zu diesem mit mechanischen Mitteln arbeitenden Bremssystem ist aus der USA.-Patentschrift
2 834 436 ein hydraulisches Bremssystem mit einem Hauptbremszylinder zur Betätigung der Radbremsen
eines von einer Zugmaschine gezogenen und an diese ankuppelbaren Anhängers bekannt, dessen
Hauptbremszylinderkolben mit einer Dämpfungsfeder versehen und mit einer Auflaufkupplung des Anhängers
verbunden ist, dessen Bremsung bei Überoder Unterlast (bei unbeabsichtigtem Abkuppeln)
mit automatisch wirkenden Mitteln oder zum Parken mittels eines Handbremshebels erfolgt, der aber nicht
zum dosierten Bremsen des unbemannten Transportkarrens dient. Das hydraulische Bremssystem kann
über eine Auflaufbremsvorrichtung sowie über den Handbremshebel betätigbar sein, der mittels einer
Feststellvorrichtung in der Bremsstellung gehalten werden kann. Die Auflaufbremsvorrichtung arbeitet
jedoch nicht betriebssicher, weil sie wirkungslos ist, wenn für das Zurückstoßen des Transportkarrens ein
Sperrglied zum Unwirksammachen der Auflaufbremsvorrichtung eingelegt und versehentlich nicht
wieder zurückgelegt worden ist.
Ferner ist aus der französischen Patentschrift 1 237 477 ein hydraulisches Bremssystem mit einem
Hauptbremszylinder zur Betätigung der Radbreniscn eines von einem Kraftwagen gezogenen und an diesen
ankuppelbaren Anhängers bekannt, durch dessen Hauptbremszylinder entweder eine automatische
Bremsung des Anhängers bewirkt wird, wenn der Fahrer das Bremspedal betätigt oder der Anhang r
sich versehentlich löst, oder eine dosierbarc Bremsung,
wenn der Fahrer einen Handbrcmshebel entsprechend betätigt.
Der Erfindung, die von einem Bremssystem der eingangs näher bezeichneten Gattung ausgeht, liegt
die Aufgabe zugrunde, für einen Transportkarren ein hydraulisches Beinssystem auszubilden, das sowohl
durch einen Handbrcmshebel als auch durch eine Auflaufbremsvorrichtung betätigbar ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
a) das Bremssystem einen an sich bekannten Hauptbremszylinder umfaßt, mit dem die Rdabrcmsen
hydraulisch beläiigbar sind:
b) der Hauptbremszylinder durch einen drehbar gelagerten Kniehebel betätigbar ist. dessen einer
Arm am Hauptbremszylinder angreift und dessen anderer Arm über ein Verbindungsglied mit
dem Handbremshebcl und mit einer Auflauf brcmsv i'rrichlutm verbunden ist, welch letztere
an einet am l'rontr.citigen Ende des Karrens befindlichen
Kupplung vorgesehen ist:
c) ein drehbar gelagerter zweiarmiger Hebel vorgesehen ist, an dessen einem Arm ein Parkbremshebe!
über ein Verstellten angreift und mit dessen anderem Arm der Handbrcmshebel betätigbar ist.
Durch die Erfindung wurde ein hydraulisches Bremssystem für die Räder eines bemannten Trans-
portkarrens geschaffen, das bei einfachem Aufbau sowohl für den Einzelbetrieb des Transportkarrens
als auch für dessen Anhängerbetrieb geeignet ist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
ist die Auflaufbremsvorrichtung mit dem Arm des Kniehebels über ein mechanisches Gestänge
verbunden, das in an sich bekannter Weise eine Dämpfungsfeder aufweist, wobei das Ve.rbindnngsglied
zwischen dem Handbremshebel und dem Arm des Kniehelcls ein flexibles Element ist.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der Vorratsbehälter
für den Hsupibremszylinder von einem vertikal angeordneten Rohr mit im wesentlichen gleichförmigem
Querschnitt gebildet ist.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind der innere Durchmesser des Rohres
und die Viskosität der Bremsflüssigkeit derart gewählt, daß die Kapillarkräfte ein Ausfließen der
Bremsflüssigkeit aus dem Rohr verhindern, wenn der Transportkarren zur Instandsetzung umgedreht wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend au Hand der Zeichnung näher erläutert. Es
Eeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Transportkarrens und
F i g. 2 eine Anordnung der Druckkupplung und des Handbremshebels.
Gemäß Fig. 1 ist in ausgezogenen Linien drs hydraulische
Bremssystem für die Hinterräder eingezeichnet, andere Teile des Transportkarrens sind mit
strichpunktierten Linien eingezeichnet. Das Bremssystem hält die Bremsen im Normalfall im geöffneten
Zustand, d. h. in der Stellung »aus«.
Der hydraulische Kreis zwischen dem einfachwirkenden Radbremszylinder 1 an den Hinterrädern 2
und dem Hauptbremszylinder 3 in der Nähe der Stirnseite des Transportkarrens ist über eine Rohrleitung
4 aus einem faserbildenden Polyamid geschlossen. Die Radbremszylinder 1 s.etzeü Bremsbeläge 5 in
Tätigkeit, die direkt auf den Kolben der Radbremszylinder angeordnet sind und direkt mit den inneren
Oberflächen der Radscheiben oder mit Schilden im Eingriff stehen, die auf Teilen von Widerlagern angeordnet
sind, die mit den Rädern rotieren, so daß diese Widerlager den Bremsdruck aufnehmen. Der
Behälter und der Eingußstutzen für die Bremsflüssigkeit '-"^teilen aus einem einzigen Rohr6 aus einem
faserbildenden Polyamid, welches sich von dem Hauptbremszylinder bis zu einer von den Streben 7
in den Ecken des Karrens erstreckt, an der es mittels Schellen 8 befestigt ist. Der Deckel 9 des Rohres 6
weist eine Öffnung zur Entlüftung auf. Bei gegebener Viskosität der Bremsflüssigkeit kann der innere
Durchmesser des Rohres 6 so gewählt werden, daß die Kapillarkrätte ein Überfließen dei Bremsflüssigkeit
verhindern, wenn beispielsweise der Transportkarren während seiner Wartung auf den Kopf gestellt
wird.
Der Kolben des Hauptbremszylinders 3 wird über eine Kupplung betätigt, wekhe einen Kniehebel 10
aufweist. Mit diesem Kniehebel 10 sind drei Arten von Betätigungsvorrichtungen verbunden. Eine davon
ist die Auflaufbremsvorrichtung, die mit der Bolzenkupplung 11 an der Stirnseite des Transport-
karrens verbunden ist, die den Anhänger vorne mit einem vorhergehenden anderen Transportkarren verbinden
kann. Sobald der Anhänger aufläuft, berührt der Kupplungsteil des vorhergehenden Karrens eine
Ablenkplatte 12, welche über eine Kupplung mit der
Gabel einer Dämpfungseinrichtung 13 mit dem Kniehebel 10 in Verbindung tritt. Die mit einem Stoßdämpfer
ausgestattete Gabel 13 absorbiert Stoßimpulse, die andernfalls in den hydraulischen Kreis
übertragen werden würden. Die zweite und dritte Be-
ao tätigungseinrichtung werden beide von Hand bedient
und weisen einen Handbremshebel 14 und eine Feststellbremse auf, die mittels eines Parkbremshebels 15
von Hand bedient wird. Beide wirken mittels eines Kabels 16 aus einem faserbildenden Polyamid oder
a5 aus gestrecktem Stahl auf den Kniehebel 10, welches
um ein Führungsrad 17 aus einem faserbildenden Polyamid geführt ist. An seinem unteren Ende ist das
Kabel 16 an einem Gewindebolzen 18 befestigt, welcher durch das eine Ende eines Armes 19 geführt ist,
und mit ihm mittels Muttern 20 verschraubt ist, wobei der Arm 19 an seinem anderen Ende mit dem
Kniehebel 10 verbunden ist. Die Klemmschraubanordnung des Bolzens 18 erlaubt eine Einstellung der
Bremse.
In F i g. 2 dreht sich der Handbremshebel 14, falls eine Betätigungskraft auf ihn ausgeübt wird, im Uhrzeigersinn
um den Punkt 21, um die Bremse anzuziehen. Der Vorrichtungsteil mit dem Parkbremshebel
15 ist in voll ausgezogenen Linien in seiner ausge-
schalteten und mit unterbrochenen Linien in seiner eingeschalteten Stellung gzeigt. ti ist auf den Rahmen
des A.nhängers mittels eines Querschaftes 22 montiert. Auf dem Vorrichtungsteil mit dem Parkbremshcbel
15 ist ein Exzenter 23 angeordnet, der.
sobald der Parkbremshebel 15 in die »Ein«-Stellung bewegt wird, den Hebel 24 aus seiner Stellung rückt,
welcher seinerseits den Handbremshebel 14 im Uhrzeigersinn Hreht, um die Bremse zu betätigen.
Das beschriebene Bremssystem kann in geeigneter Weis; als Austauschsystem verwendet werden, um
ein mittels eines Gestänges oder Kabels betriebenes Bremssystem bei bekannten Anhängern zu ersetzen.
Es ist für die Räder eines Transportkarrens bestimmt, der mit anderen zu einem Lastzug zusammenkoppelbar
ist, der von einer Zugmaschine oder einer anderen Zugvorrichtung geschleppt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Bremssystem für die Räder eines Transportkarrens, der an seinem frontseitigen Ende einen
drehbar gelagerten, zum Parken in der Bremsstellung feststellbaren Handbremshebel aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) das Bremssystem einen an sich bekannten Hauptbremszylinder (3) umfaßt, mit dem die
Radbremsen (5) hydraulisch betätigbar sind;
b) der Hauptbremszylinder (3) durch einen drehbar gelagerten Kniehebel (10) betätigbar
ist, dessen einer Arm am Hauptbremszylinder angreift und dessen anderer Arm über
ein Verbindungsglied (Kabel 16) mit dem Hendbremshebel (14) und mit einer Auflaufbremsvorrichtung
(Platte 12) verbunden ist, welch letztere an einer am frontseitigen Ende des Karrens befindlichen Kupplung
(11) vorgesehen ist;
c) ein drehbar gelagerter zweiarmiger Hebel (14) vorgesehen ist, an dessen einem Arm
ein Parkbremshebel (15) über einen Verstellteil (Exzenter 23) angreift und mit dessen
anderem Arm der Handbremshebel (14) betätigbar ist.
2. Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflaufbrcmsvorrichtung (Platte 12) mit dem Arm des Kniehebels (K))
über ein mechanisches Gestänge verbunden ist, das in an sich bekannter Weise eine Dämpfungsfeder (13) aufweist, und daß das Verbindungsglied
zwischen dem Handbremshebel (14) und dem Arm des Kniehebels (10) ein flexibles EIement
(Kabel 16) ist.
3. Bremssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter
für den Hauptbremszylinder (3) von einem vertikal angeordneten Rohr (6) mit im wesentlichen
gleichförmigem Querschnitt gebildet ist.
4. Bremssystem nach AnsDrucH .... dadurch gekennzeichnet,
daß der innere Durchmesser des Rohres (6) und die Viskosität der Bremsflüssigkeit
derart gewählt sind, daß die Kapillarkräfte ein Ausfließen der Bremsflüssigkeit aus dem
Rohr (6) verhindern.
5. Bremssystem nach cinei,, der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den abzubremsenden Rädern die Bremsbeläge (5)
direkt auf den Kolben der Radbremszylinder (I) angeordnet sind und daß die Bremsbeläge (5) auf
Bremsflächen wirken, die durch die Oberflächen de. !nncnseite der Räder (2) gegeben sind.
55
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