DE2008584A1 - Hohlleiter Zirkulator - Google Patents
Hohlleiter ZirkulatorInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01P—WAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
- H01P1/00—Auxiliary devices
- H01P1/32—Non-reciprocal transmission devices
- H01P1/38—Circulators
- H01P1/383—Junction circulators, e.g. Y-circulators
- H01P1/39—Hollow waveguide circulators
Landscapes
- Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)
Description
20085*4
Dipl.-Phys. Leo Thul
Patentanwalt
7 Stuttgart 30
Kurze Straße 8
Patentanwalt
7 Stuttgart 30
Kurze Straße 8
R. F. Skedd - 2
INTERNATIONAL STANDARD ELECTRIC CORPORATION, NEW YORK
Hohlleiter - Zirkulator
Die Erfindung betrifft einen Hohlleiter-Zirkulator, der einen Hohlraumresonator mit ferromagnetischem Material aufweist, an den mindestens
drei Tore direkt angekoppelt sind.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen derartigen Hohlleiter-Zirkulator so
zu verbessern, daß die Frequenzband-Ausnützung wesentlich verbessert wird. Der Hohlleiter-Zirkulator, der einen Hohlraumresonator mit
ferromagnetischem Material aufweist, an den mindestens drei Tore direkt angekoppelt sind, ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Tor eine Hohlleiter-Länge hat, die eine Grenzfrequenz über der Resonanzfrequenz des Hohlraumresonators ergibt, so daß bei der
Resonanzfrequenz in diesen Hohlleiter-Längen nur abklingende Wellen auftreten können, und daß diese Hohlleiter-Längen einen imaginären
Blindwiderstand aufweisen und durch einen Blindwiderstand abge-
12. 2.1970
. „ 9 _
VO/ St
ι 009887/1260 ORIGINAL INSPECTED
200858V
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schlossen sind, der der konjugierte Wert zu dem imaginären Wellenwiderstand der Hohlleiter-Länge ist. Da dieser Zirkulator nach dem Dämpfungstyp aufgebaut ist, wird die bessere Frequenzband-Ausnützung erreicht.
Fig. 1 einen Hohlleiter-Zirkulator mit drei im Querschnitt rechteckförmigen Toren,
L·
Fig. 2 . eine Übertragungsleitung, die einem Abschnitt
eines Tores des Zirkulators nach Fig. 1 für abklingende H-Wellen identisch ist,
Fig. 5 einen Hohlleiter-Zirkulator mit drei im Querschnitt rechteckförmigen Toren, deren Innenseitenwände
mit ferromagnetischem Material bedeckt sind,
Fig. 6 die wirksame Permeabilität in Abhängigkeit der Frequenz bei quermagnetisierten Ferriten,
Fig. 7 den Querschnitt eines Abschnittes, dessen Seitenwände ferromagnetische Streifen tragen, und
Fig. 8 die Durchgangsdämpfung in Abhängigkeit von der Frequenz für einen Hohlleiter-Ab schnitt, dessen
Seitenwände mit Ferritstreifen belegt sind, im Bereich der Grenzfrequenz bei verschieden großer
Gleichstrom-Feldstärke.
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Fig. 1 zeigt einen Zirkulator mit drei Toren und einem zentralen
Hohlraumresonator 1, der ferromagnetisches Material 2 enthält. Das ferromagnetische Material ist einem Gleichstrom-Magnetfeld
H- in der angezeigten Richtung ausgesetzt, um eine Zirkulation
entgegen dem Uhrzeigersinn zu erhalten.
Die drei Tore 4 des Zirkulators sind im Aufbau und in der Wirkungsweise identisch. Jedes Tor besteht aus einem im Querschnitt rechteckförmigen Abschnitt eines Hohlleiters mit der Länge 2f und zwei
kapazitiven Abgleichschrauben 6 und 7 auf der längsgerichteten Mittellinie der oberen,.breiteren Wand des Hohlleiters. Der Längsabstand zwischen den Schrauben 6 und 7 ist £und jede Schraube ist
im Abstand von S/2 vom Mittelpunkt der Hohlleiter-Gesamtlänge angeordnet. Jede Schraube ragt in den zugeordneten Hohlleiter.
Der rechteckförmige Querschnitt, d. h. die Höhe und die Weite, des
Hohlleiters ist so ausgelegt, daß bei der Betriebsfrequenz des Zirkulators, das ist bei der Resonanzfrequenz des Hohlraumresonators 1,
die Grenzfrequenzen aller Hohlleiter-Längen 5 über der Betriebsfrequenz liegen. Bei einer Betriebsfrequenz von 4 GHz hat jede Länge
5 eine Höhe von 0, 4 Zoll und eine Weite von 0, 9 Zoll.
Nimmt man an, daß Energie mit der geforderten Betriebsfrequenz
im Η-Mode am äußeren Ende des linken Eingangs-Tores 4 anliegt,
dann sind alle Wellenarten in der Hohlleiter-Länge abklingend, da deren Grenzfrequenz über der Betriebsfrequenz liegt.
Bei Frequenzen unterhalb der Grenzfrequenz zeigt ein Hohlleiter ein
Verhalten, das allen mit Einzelelementen aufgebauten Filtern im Sperrbereich eigen ist. Der Wellenwiderstand ist reell im Durchlaßbereich
009887/1260
und imaginär im Sperrbereich.
In Fig. 2 ist eine Übertragungsleitung gezeigt, die einem Abschnitt
mit der Länge Idee Eingangs-Tores 4 entspricht. Dieser Abschnitt
hat einen positiven imaginären Wellenwiderstand JZ und eine reelle
Ausbreitungskonstante y . Für abklingende Η-Wellen stellt der Hohlleiter-Abschnitt
eine reine Induktivität dar. Das Ersatzschaltbild für die Leitung nach Fig. 2 ist in Fig. 3 gezeigt, und zwar alsJf-Glied,
dessen induktive Blindwiderstände eine Funktion von Z1, y und f/
sind.
Wenn ein Hohlleiter-Abschnitt mit einem Kondensator C abgeschlossen
wird, dessen kapazitiver Blindwiderstand X_ zum induktiven Blindem
widerstand des Abschnittes konjugiert ist, dann erfolgt verlustlose
Energieübertragung durch den Abschnitt. Die Energieübertragung ist jedoch frequenzabhängig und der Abschnitt verhält sich wie ein Bandpaß-Filter.
Die Grenzfrequenzen f und f des Bandpaß-Filters sind:
il f tanh 2 . yl . t
h zoi · «"Γ- c
2)
zol .2JT. c
Die geometrische Mittenfrequenz f ■ rf, . f_ des Bandpaß-Filters
wird dann:
0098Ö7/1260
R. F. Skedd - 2 - 5 -
3)
2JT. Z01 . C
Die Bandbreite ist eine Funktion von y . Im idealen, verlustlosen
Fall wird y . £, ■"*" cx=>
und demzufolge tanh y . £, —^ coth y
und die Bandbreite (f - f ) —ψ- ο.
1.
Ci
Das Eingangs-Tor verhält sich wie ein Bandpaß-FiIter mit zwei Abschnitten,
bei dem der erforderliche Wert der Kapazität für jeden Abschnitt zur konjugierten Anpassung an die Induktivität des betreffenden
Abschnittes durch die kapazitiven Schrauben 6 und 7 des Eingangs-Tores eingestellt werden kann.
Aus diesem Grunde wird über das Eingangs-Tor zum zentralen Hohlraumresonator
und nach einer Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn zum benachbarten Tor eine verlustlose Energieübertragung ausgeführt.
Auch im Aus gangs-Tor kann auf die gleiche Weise eine verlustlose Energieübertragung erreicht werden.
Fig. 4 zeigt die Leistungsgrößen eines Hohlleiter-Zirkulators nach
Fig. 1, der Abschnitte mit rechteckförmigem Querschnitt mit den Innenabmessungen 0, 622 Zoll χ 0, 40 Zoll, kapazitive Abgleichschrauben
8 B. A. und einen Ferritkörper mit 0, 32 Zoll im Durchmesser und 0, 40 Zoll in der Länge aufweist.
Die Wirkungsweise des Zirkulators ist normal, wenn zur Energieübertragung
von einem Eingangs-Tor zu einem benachbarten Ausgangs-Tor nur die Richtung verwendet wird, die durch das dem ferromagnetische
Material zugeführte Magnetfeld bestimmt ist.
Üiu Anv/ffidung einos Zirkulator» ist ebenfalls normal, wenn ein
- 6 - BAD ORIGINAL
R. F. Skedd - 2 - 6 -
Tor mit einer Antenne, ein Tor mit einem Mikrowellen-Rundfunksender und ein Tor mit einem Mikrowellen-Rundfunkempfänger gekoppelt wird.
Die Energieübertragung außerhalb des Zirkulators kann über normale
Ausbreitungs-Hohlleiter ausgeführt werden. Dabei ist an jedem Übergang von einem Hohlleiter, der unterhalb seiner Grenzfrequenz betrieben wird, und dem größer ausgelegten Ausbreitungs-Hohlleiter
eine weitere kapazitive Abgleichschraube zur Anpassung vorgesehen. Davon abweichend kann der Zirkulator auch in ein Mikrowellen-System
eingekoppelt werden, das nur aus Hohlleitern besteht, die unterhalb
der Grenzfrequenz betrieben werden.
Fig. 5 zeigt eine andere Ausführung eines Zirkulators mit drei Toren,
bei dem gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen tragen, wie beim Zirkulator nach Fig. 1. Jedes Tor verhält sich hier wie ein Bandpaß-Filter aus Hohlleitern, die unterhalb der Grenzfrequenz betrieben
werden, bei dem bei der Betriebsfrequenz verlustlose Energieübertragung stattfindet.
Jedes Tor 4 ist als Hohlleiter aufgebaut, dessen Höhe und Weite auf
die Ausbreitung der Betriebsfrequenz abgestimmt sind. Jedes Tor enthält Belastungsstreifen 8 aus ferromagnetischem Material, z. B. *
Ferrit oder Granat. Diese Belastungsstreifen sind symmetrisch an allen Seitenwänden angebracht und einem Gleichstrom-Magnetfeld
H-, ausgesetzt.
Es steht fest, daß mit quer magnetisierten Ferrit en in einem rechteckförmigen Hohlleiter (H - Mode) die Grenzfrequenz durch ein
Gleichstrom-Magnetfeld gesteuert werden kann. Die Grenzfrequenz
009887/U60
H.F.S.cead-2 -7- 200858A
kann kleiner und größer gemacht werden, als bei einem Hohlleiter
ohne diese Streifen. Dies ist eine Folge der Tatsache, daß die wirksame Permeabilität AjU eines Ferriten durch ein Gleichstrom-Magnetfeld von positiven auf negative Werte geändert werden kann.
c^o
frequenz und U9die gyromagnetische Resonanz für das unendlich
kleine Ferritmedium bedeuten. Bei (Ug,
> O ist das RF-FeId im Ferriten konzentriert, während bei (U.>C O die RF-Energie
vom Ferriten ausgeschlossen wird, so daß die wirksame Weite des Hohlleiters reduziert wird. Dieser Effekt ist in Fig. 7 erläutert.
In jedem Tor des Zirkulators nach Fig. 5 werden auf Grund des
angelegten Magnetfeldes die Hohlleiter-Längen unterhalb der Grenzfrequenz betrieben. Diese Bedingung ist in Fig. 8 dargestellt, wobei
gezeigt ist, daß die Grenzfrequenz jedes Tores von der Größe des
Gleichstrom-Magnetfeldes abhängig ist. Das Magnetfeld kann verändert werden. Wird ein Permanentmagnet verwendet, dann sind
die Magnetpole verstellbar. Beim Einsatz eines Elektromagneten ist der Strom einstellbar.
Jedes Tor des Zirkulators ist durch Änderung des Magnetfeldes in
der Frequenz abgleichbar. Eine Verstärkung des Magnetfeldes führt zu einer Erhöhung der Frequenz und eine Schwächung des Magnetfeldes zu einer Reduzierung der Frequenz.
Da die Resonanzfrequenz des Hohlraumresonators 1 durch das Magnetfeld veränderbar ist, ist der Zirkulator in der Frequenz einstellbar.
Der Zirkulator kann auch mit Hohlleiter-Toren aufgebaut werden,
die quadratischen oder runden Querschnitt aufweisen.
R. F. Skedd - 2 - 8 -
Bei den Zirkulatoren nach Fig. 1 und Fig. 5 kann jedes Tor einen, drei oder mehr Abschnitte aufweisen, die alle eine einzige Abgleichschraube
tragen.
Bei beiden beschriebenen Zirkulatoren können die kapazitiven Schrauben auch durch andersartige kapazitive Abgleichmittel, wie
z. B. einstellbare kapazitive Membranen, ersetzt werden.
Die beschriebenen Zirkulatoren weisen eine wesentlich breitere Frequenzband-Ausnützung auf, wie konventionelle (zerstreuende)
Hohlleiter-Zirkulatoren. Dies rührt daher, da sich die unterhalb der Grenzfrequenz betriebenen Tore wie Leitungen verhalten, die
aus Einzelelementen aufgebaut sind.
11 Patentansprüche
3 Bl. Zeichnungen, 8 Fig.
009887/1260
Claims (11)
1.) Hohlleiter-Zirkulator, der einen Hohlraumresonator mit ferromagnetischem
Material aufweist, an den mindestens drei Tore direkt angekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Tor
eine Hohlleiter-Länge hat, die eine Grenzfrequenz über der Resonanzfrequenz des Hohlraumresonators ergibt, so daß
bei der Resonanzfrequenz in diesen Hohlleiter-Längen nur abklingende Wellen auftreten können, und daß diese Hohlleiter-Längen
einen imaginären Blindwiderstand aufweisen und durch einen Blindwiderstand abgeschlossen sind, der der konjugierte
Wert zu dem imaginären Wellenwiderstand der Hohlleiter-Länge ist.
2. Hohlleiter-Zirkulator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlleiter-Längen rechteckförmigen Querschnitt aufweisen.
3. Hohlleiter-Zirkulator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Hohlleiter-Länge ferromagnetische Belastungsstreifen trägt, die einem quer gerichteten Magnetfeld
ausgesetzt sind, und daß darüber die wirksamen Abmessungen der Hohlleiter-Länge auf die gewünschte Grenzfrequenz einstellbar
sind.
4. Hohlleiter-Zirkulator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlleiter-Länge an beiden Seitenwänden symmetrisch mit ferromagnetischem Material bedeckt ist.
- 10 -
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5. Hohlleiter-Zirkulator nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß Ferrit als ferromagnetisches Material verwendet
ist.
6. Hohlleiter-Zirkulator nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß Granat als ferromagnetisches Material verwendet
ist.
7. Hohlleiter-Zirkulator nach Anspruch 3, 4, 5 oder 6, dadurch
fc gekennzeichnet, daß das Magnetfeld durch einen Permanent-
magneten erzeugt ist.
8. Hohlleiter-Zirkulator nach Anspruch 3, 4, 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Magnetfeld durch einen Elektromagneten
erzeugt ist.
9. Hohlleiter-Zirkulator nach einem oder mehreren der Ansprüche
3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Grenzfrequenz und die Resonanzfrequenz durch Änderung des anliegenden
Magnetfeldes veränderbar sind.
10. Hohlleiter-Zirkulator nach einem oder mehreren der Ansprüche
2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Abschluß-Blind widerstände
kapazitive Abgleichschrauben verwendet sind.
11. Hohlleiter-Zirkulator nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Hohlleiter-Länge aus einem oder mehreren Abschnittei
besteht, von denen jeder eine kapazitive Abgleichschraube in einer breiten Wand des Hohlleiters trägt.
009887/1260
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