DE2008055A1 - Schaltvorrichtung zur Richtungsänderung der resultierenden Fliehkraft an gegen laufigen Schwingungserregern - Google Patents
Schaltvorrichtung zur Richtungsänderung der resultierenden Fliehkraft an gegen laufigen SchwingungserregernInfo
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
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Description
- Schaltvorrichtung zur Richtungsänderung der resultierenden Fliehkraft an gegenläufigen Schwingungserregern.
- Die Erfindung betrifft eine hand- oder kraftbetätigte Vorrichtung zur Richtungsänderung der resultierenden Fliehkraft an gegeläufigen Schwingungserregern zwecks Umkehrung der Laufrichtung an selbstbeweglichen Rüttelplatten mit gerichteten Schwingungen.
- Zur Verdichtung von Bodenaufechüttungen werden vielfach selbatbewegliche Rüttelplatten eingesetzt. Da eine intensive Verdichtung mehrere Uebergänge erfordert, werden für schwere Verdichtungsaufgaben vorzugsweise Ruttelplatten mit gerichteten Schwingungen eingesetzt deren Fortbewegungsrichtung - vor oder zurück - durch die Richtungsänderung der resultierenden Fliehkraft der gegenläufigen Erregermassen erzielt wird.
- Bei den bekannten Ausführungen wird die Richtungsänderung der Resultierenden durch die Phasenverstellung einer der beiden gegenläufigen Unwuchtmassen gegenüber der anderen um bis zu 1800 erreicht.
- Die Phasenverstellung erfolgt bei den bekannten Ausführungen durch die Planetengetriebe, Differentialgetriebe, durch Ilebel- und Schubstangensysteme mit Hilfszahnrädern an Schwingen, durch axiale Verschiebung der Verstellunwucht auf einer Welle mit Steilgewinde oder durch axiale Verstellung einer Elauenkupplung.
- In Betracht gezogene Veröffentlichungen: Patentschrift 156 719, 945 917, 822 979, 1255 592, Auslegeschrift 1078 058,1090 589,1214 616, 554 520, 1484 5880 Die bekannten Systeme sind verhältnismäßig kompliziert und aufwendig und unterliegen einem großen Verschleiß, der zum Teil durch die auftretenden Rüttelkräften und zum Teil konstruktionsbedingt ist, teils sind sie nur mit großem Kraftaufwand zu betätigen, wenn die Phasenverschiebung in Drehrichtung der Achse erfolgt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde die Phasenverstellung einer Unwucht durch eine leicht zu betätigende, einfach Schaltvorrichtung, die praktisch über lange Zeit hinaus verschleißfrei arbeitet und deren wenige Verschleißteile einfach gehalten und leicht auswechselbar sind.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Phasenverstellung der sogenannten Verstellunwucht über eine durch einen Ziehkeil betätigte Schaltkupplung erfolgt, die jeweils nach Betätigung des Ziehkeiles unter Ausnutzung der Trägheit der sich drehenden Verstellunwucht in einer 1e00 versetzten Phasenlage zwangsläufig einrastet Das naturgemäß harte Einrasten in die neue Phasenlage wird durch Zwischenschaltung eines elastischen Gliedes zwischen Schaltung und Verstellunwucht gedämpft, die Verschleißteile, der Ziehkeil und die Schaltsegmente sind auswechselbar. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Phasenverstellung um zwei oder mehr Teilabschnitte möglich z.B. um jeweils 1800 oder jeweils 900. Hierfür sind entsprechend viele Schaltkanäle und Schaltsegmente angeordnet.
- Die Betätigung des Ziehkeils erfolgt erfindungsgemäß über einen Schaltbolzen durch eine Verstellspindel.
- Nach weiterer Ausgestaltung erfolgt die Betätigung des Ziehkeiles und Schaltbolzen durch ein Hebelsystem oder durch direkten Angriff eines auf Druck und Zug arbeitenden an sich bekannten Schaltsuges oder durch hydraulische oder pneumatische Betätigung.
- Ersielbare Vorteiler Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile liegen in der leichten Verstellbarkeit der Verstellunwucht durch die Schaltkupplung mittels Ziehkeil bei sehr geringem Kraftaufwand und kurzem Verstellweg unter Ausnutzung der Trägheit der sich drehenden Vers tellunwucht.
- Ein weiterer Vorteil liegt in der Zwischenschaltung des elastischen Gliedes zwischen Schaltkupplung und Verstellunwucht, welches eine Dämpfung der naturgemäß harten Einrastvorgänge herbeiführt und in der Austauschbarkeit der Schaltsegmente und des Ziehkeiles.
- Ein Ausführungsteispiel ist in der beigefügten Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben: Es zeigen: Abb. 1 einen Querschnitt durch einen gegenläufigen Schwingungserreger.
- ;Abb. 2 einen Längsschnitt durch das Schaltsystem ;Abb. 3 einen LEngoschnitt durch eine weitere Ausgestaltung des Schaltsystems Abb. 4 einen Querschnitt durch die Schaltkupplung mit zwei Einraststellungen Abb. 5 eine Abwicklung der Schaltkanäle und Schaltsegmente mit zwei um 1800 versetzte Einrastatollungen Abb. 6 eine Abwicklung der Schaltkanäle und Schaltsegmente mit vier um 900 versetzten Einraststellungen Abb.7-9 Querschnitte durch die Schaltkupplung mit vier Einraststellungen.
- Die Schaltwelle 6 wird über die Zahnräder 21-20-1,die Schaltkupplung 2, mit den Schaltsegmenten 3 und Ziehkeil 4 kraftschlüssig angetrieben. Die Schaltwelle 6 mit der Verstellunwucht 8 läuft mit der Festunwucht 22 in gleicher Drehzahl jedoch in entgegengesetster Drehrichtung um, wodurch gerichtete Schwingungen erzeugt werden.
- Die Richtung dieser Schwingungen bzw. die Resultierenden aus den Fliehkräften der Festunwucht 22 und der Verstellunwucht 8 wird unter 450 zur Senkrechten geneigt um den Vortrieb an einer Rüttelplatte zu erzielen. Die Neigung der Resultierenden um 450 wird dadurch erzielt, daß die Verstellunwucht 8 um 900 versetzt zur Festunwucht 22 angeordnet wird. Durch eine Phasenverschiebung der Verstellunwucht 8 um 1800 wird die Richtung der Resultierenden um 1800 geändert, wodurch der Vortrieb der Rüttelplatte in die entgegengesetzte Richtung gelenkt wird.
- Die Verstellunwucht 8 ist schwenkbar auf der Schaltwelle 6 gelagert und unter Zwischenschaltung eines elastischen Gliedes lo und dem Mitnehmer 7 mit dieser in Umfangrichtung elastisch verbunden. Der Antrieb der Schaltwelle 6 erfolgt kraftschlüssig von Zahnrad 1 aus über die Schaltkupplung 2, die im Ringkanal der Schaltkupplung angeordneten, auswechselbaren Schaltsegmente 3 und den Ziehkeil 4.
- Die Verstellung des Ziehkeiles 4 erfolgt über die Verstellspindel 12, die Verstellmutter 11 und den Schaltbolzen 5.
- Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird der Schaltbolzen 5 durch den Hebel 15 betätigt, der in eine Ringnute eingreift.
- Die Phasenverstellung der Verstellunwucht 8 gegenüber dem Zahnrad 1 und der mit diesem über das Zahnrad 20 in kraftschlüssiger Verbindung stehenden Festunwucht 22 wird durch die axiale Verstellung des Ziehkeiles 4 eingeleitet, der in die jeweils nächste Ringnute der Schaltkupplung geführt wird, wodurch die Schaltwelle 6 von der Schaltkupplung 8 abgekuppelt wird und die Verstellunwucht 8 nit der Schaltwelle 6 durch ihre Trägheit gegenüber der Betriebsdrehzahl und der Schaltkupplung zurück snWbleibt bis das der Ziehkeil an dem Schaltsegment dieser Ringnute anschla¢t.
- Nach diesem Vorgang besteht wieder eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Schaltkupplung und Schaltwelle jedoch mit einer Phasenverschiebung um 180° bzw. um 90° gegenüber der vorhergehenden Betriebsstellung.
Claims (10)
1.) Schaltvorrichtung zur -Richtungsänderung der resultierenden Kraft
an gegenläufigen Schwingungserregern insbesondere an Bodenverdichtungsgeräten dadurch
gekennzeichnet, daß die Phasenverstellung der Verstellunwucht unter Ausnützung der
Trägheit derselben durch einen Ziehkeil und eine Schaltkupplung Dit in einem Ringkanal
angeordneten Schaltsegmenten vorgenommen wird.
2.) Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
die Phasenverstellung, vorgegeben durch die Schaltsegmente, um 1800 erfolgt.
3.) Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet,
daß die Phasenverstellung, vorgegeben durch die Schaltsegmente, in Jedem beliebigen
Winkel erfolgt.
4.) Schaltvorrichtung nach Ansprubh 1 - 3 dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltsegmente lösbar mit der Schaltkupplung verbunden und auswechselbar
sind.
5.) Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 - 4 dadurch gekennzeichnet,
daß der Ziehkeil lösbar mit einem Schaltbolzen verbunden ist.
6.) Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 - 5 dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaltbolzen durch eine Verstellschraube und Verstellmutter axial verstellt
wird.
7.) Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 - 5 dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaltbolzen durch ein an sich bekanntes Hebelsystem betätigt wird.
8.) Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 - 5 dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaltbolzen durch einen auf Druck und Zug arbeitenden, an sich bekannten,
Schaltzug betätigt wird.
9.) Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 - 5 dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaltbolzen pneumatisch oder hydraulisch betätigt wird.
10.) Schaltvorrichtung nach Anspruch 1 - 9 dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Schaltwelle und Verstellunwucht ein elastisches Glied angeordnet ist
zur Dampfung des Schaltvorganges beim Einrasten in die neue Phasenlage.
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|---|---|---|---|
| DE19702008055 DE2008055C3 (de) | 1970-02-21 | 1970-02-21 | Unwuchtrüttler, insbesondere für Bodenverdichter |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19702008055 DE2008055C3 (de) | 1970-02-21 | 1970-02-21 | Unwuchtrüttler, insbesondere für Bodenverdichter |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2008055A1 true DE2008055A1 (de) | 1971-09-02 |
| DE2008055B2 DE2008055B2 (de) | 1973-10-25 |
| DE2008055C3 DE2008055C3 (de) | 1978-06-15 |
Family
ID=5762939
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702008055 Expired DE2008055C3 (de) | 1970-02-21 | 1970-02-21 | Unwuchtrüttler, insbesondere für Bodenverdichter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2008055C3 (de) |
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| FR2550471A1 (fr) * | 1983-08-08 | 1985-02-15 | Strasbourg Ste Indle Forges | Vibrateur pour le reglage du dephasage dans un appareil vibrant |
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-
1970
- 1970-02-21 DE DE19702008055 patent/DE2008055C3/de not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2008055B2 (de) | 1973-10-25 |
| DE2008055C3 (de) | 1978-06-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |