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DE2007698C3 - Flexibler, wasserfester, blattförmiger Werkstoff - Google Patents

Flexibler, wasserfester, blattförmiger Werkstoff

Info

Publication number
DE2007698C3
DE2007698C3 DE19702007698 DE2007698A DE2007698C3 DE 2007698 C3 DE2007698 C3 DE 2007698C3 DE 19702007698 DE19702007698 DE 19702007698 DE 2007698 A DE2007698 A DE 2007698A DE 2007698 C3 DE2007698 C3 DE 2007698C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
synthetic
fibrous
fibers
elastomeric
material according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19702007698
Other languages
English (en)
Other versions
DE2007698A1 (de
DE2007698B2 (de
Inventor
Raymond Montague Chigwell Essex; Tierney Patrick Joseph New Barnet Hertfordshire; Edwards (Großbritannien)
Original Assignee
Permanite Ltd., London
Filing date
Publication date
Priority claimed from GB1818368A external-priority patent/GB1271233A/en
Application filed by Permanite Ltd., London filed Critical Permanite Ltd., London
Publication of DE2007698A1 publication Critical patent/DE2007698A1/de
Publication of DE2007698B2 publication Critical patent/DE2007698B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2007698C3 publication Critical patent/DE2007698C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Gegenstand der Erfindung ist ein flexibler, wasser-(ester, blattförmiger Werkstoff, der eine hohe Zugfettigkeit und eine hohe Zerreißfestigkeit besitzt.
Die bisher bekannten, blattförmigen Werkstoffe Maben sich für verschiedene Anwendungsgebiete, wie beispielsweise auf dem Bausektor für die Dachisolietung, nicht bewährt, und zwar insbesondere dann tiicht, wenn das zu bedeckende Dach nicht sachgemäß konstruiert ist. Derartige herkömmliche Dachbedekkungen pflegen einzureißen oder sich von der Unterlage abzulösen. Dies wird im Laufe der Zeit durch "das »Arbeiten« des Dachuntergrundes infolge von durch Temperaturdifferenzen auftretende Dehnungen bzw. Kontraktionen sowie durch eindringende Feuchtigkeit bewirkt. Obwohl zur Behebung dieser Nachteile bereits eine Reihe anderer blattförmiger Werkstoffe, beispielsweise auf Basis von Polymerisaten und Mischungen von bituminösem Material und Polymerisaten (z.B. Pech/Polyvinylchlorid), vorgeschlagen worden sind, brachten diese nur eine geringe oder gar keine Verbesserung gegenüber den herkömmlichen Materialien und zeigten andererseits wieder zusätzliche Nachteile. So werden derartige Materialien unter den praktischen Arbcitshcdingun-698
gen während und nach dem Verlegen leicht beschädigt, außerdem zeigen sie eine ungenügende Haftung auf dem Substrat, und es läßt bei einem laminierten Produkt die Bindungsfestigkeit zwischen den einzelnen Schichten oder die Verschweißungsfähigkeit zwischen den einzelnen Bahnen zu wünschen übrig. Obwohl daher die verschiedensten polymeren Materialien oder blattförmigen Werkstoffe aus bituminösem Material/Polymerisat in Laboratoriumsversuchen scheinbar gute physikalische Eigenschaften erwarten ließen, hat sich keines dieser Materialien in der Praxis als Dachbedeckungsmaterial eingeführt.
Gemäß der Erfindung wird nun ein flexibler, wasserfester, blattförmiger Werkstoff geschaffen, der aus einer Mischung von hartem, bituminösem Material mit einem Erweichungspunkt von 70° C oder darüber, einem synthetischen, elastomeren und mit dem bituminösen Material verträglichen Material in einer Menge von höchstens 50 Gewichtsprozent, bezogen auf die fertige Mischung, faserigem Material und nichtfascrigen, verstärkenden Füllmaterialien und gegebenenfalls Weichmachern, Pigmenten oder feuerhemmenden Stoffen besteht, wobei das elastomere Material chlorsulfoniertes Polyäthylen und das faserige Material synthetische, thermoplastische Fasern enthält.
Ein derartiger Werkstoff wurde bisher noch nicht für solche und ähnliche Verwendungszwecke vorgeschlagen. Gegenüber den bisher bekannten Materialien besitzt er eine hervorragende Haltbarkeit, Elastizität und Rückfederung, eine gute thermische Stabilität und Flexibilität und darüber hinaus eine Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einwirkungen und daneben noch eine Verträglichkeit mit Bitumen. Dieser Werkstoff läßt sich nach herkömmlichen Methoden der Dachbelagsindustrie aufbringen, haftet ausgezeichnet an der Dachfläche und verbindet sich gut mit sich selbst, wenn herkömmliche Klebstoffe, wie sie für derartige Zwecke üblich sind, eingesetzt werden. Infolge seiner ausgezeichneten physikalischen Eigenschaften behält der blattförmige Werkstoff seine Abdichtungsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit über lange Zeiten hinweg bei, und das auch bei fehlerhaft konstruierten Dächern, bei denen Feuchtigkeitszutritt möglich ist und durch Temperaturdifferenzen bewirkte Dehnungen auftreten.
Dieser gemäß Erfindung vorgeschlagene Werkstoff eignet sich für Bauzwecke, bei denen wasserfeste Membranen erforderlich sind, wie beispielsweise bei Dächern. Der Werkstoff kann außerdem für die Bildung von wasserfesten Verbindungsgliedern benutzt werden, die eine gewisse Ausdehnungsfähigkeit besitzen sollen. Insbesondere ist der Werkstoff für die Benutzung bei Dampfbahnen oder Dampfleitungen brauchbar, wo eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Gleiten erforderlich ist, wie in Ziegelverbindungsgüedern, die eine feuchtigkeitsfeste Membran enthalten.
Bei der Herstellung von flexiblen, wasserfesten, blattförmigen Werkstoffen gemäß Erfindung wird so vorgegangen, daß man eine Mischung von hartem, bituminösem Material mit einem Erweichungspunkt von 70° C oder darüber, einem synthetischen, elastomeren und mit dem bituminösen Material verträglichen Material in einer Menge von höchstens 50 Gewichtsprozent, bezogen auf die fertige Mischung, faserigem Material und nichtfaserigen, verstärkenden Füllmaterialien und gegebenenfalls Weichmachern, Pigmenten oder feuerhemmenden Stoffen herstellt,
wobei das elastomere Material chlorsulfoniertes Polyäthylen und das faserige Material synthetische, thermoplastische Fasern enthält.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das faserige Material ferner noch Glasfasern, tierische Fasern, pflanzliche Fasern und' oder Fasern aus anorganischem Material.
Ferner wird es bevorzugt, daß das faserige Material Polyesterfasern enthält.
Weiterhin werden Werkstoffe bevorzugt, bei denen das nichtfaserige, verstärkende Füllmaterial Ruß, Kieselerde, Polyesterharz und Oder Calciumcarbonat enthält.
Weiterhin kann das synthetische, elastomere Material synthetischen Gummi enthalten.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform besteht darin, daß das synthetische, elastomere Material Chlorkautschuk enthält.
Schließlich wird noch bevorzugt, daß das synthetische, elastomere Material chloriertes Polyäthylen enthält.
Geeignete synthetische elastomere Materialien sind u.a. Mischungen von chlorsulfoniertem Polyäthylen mit chloriertem Polyäthylen oder chloriertem Gummi, vorzugsweise mit einem Weichmacher, wie beispielsweise chloriertem Paraffin.
Das faserige Material kann beispielsweise aus Glasfasern, aus synthetischen, thermoplastischen Materialien, beispielsweise Polyesterfasern, anorganischen faserigen Mineralien, tierischen oder pflanzlichen Fasern bestehen und in gewissen Fällen kann das bituminöse Material und das faserige Material ganz oder zum Teil aus Bitumenabfällen, aus Kohlenteer oder aus Asphalt, der mit Dachfilz auf Fiberbasis in bekannter Weise imprägniert ist, bestehen.
Die Feuerfestigkeit des Erzeugnisses k&nn durch Zusatz eines Mittels, wie beispielsweise Antimonsulfid, erhöht werden.
Weitere Materialien in Pulverform oder in Faserform können als Streckmittel beigefügt werden, und eine derartige Zusammensetzung eignet sich zur Walzbearbeitung, um den gewünschten blattförmigen Werkstoff zu gewinnen.
Als Beispiele für nichtfaserige Verstärkungs- und Füllmaterialien wurden oben bereits Ruß, Kieselerde, Polyesterharz und Calciumcarbonat erwähnt.
Im folgenden werden zur näheren Erläuterung zwei Beispiele der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Werkstoffen und ihre Herstellungsverfahren beschrieben.
Beispiel 1
Es wird zunächst eine Mischung aus 30 Gewichtsteilen von chlorsulfoniertem Polyäthylen und 10 Gewichtsteilen von chloriertem Gummi hergestellt, und zu dieser Mischung werden 5 Gewichtsteile von chloriertem Paraffin als Weichmacher zu- gesetzt.
Ferner werden dieser Mischung 35 Gewichtsteile von hartem bituminösen Material zusammen mit nichtfaserigem, verstärkenden Material zugesetzt, das seinerseits aus 50 Gewichtsteilen ausgefälltem Calci-
1S umcarbonat und 14 Gewichtsteilen Ruß und aus faserigem Material aus 10 Gewichtsteilen Polyesterfasern besteht.
Unter hartem, bituminösen Material ist Erdharz oder Erdpech oder Asphalt, beispielsweise Asphaltit oder eine Mischung von zwei oder mehr dieser Materialien mit einem Erweichungspunkt von 70° C oder darüber, zu verstehen.
Die Mischung wird entweder mit Hilfe einer Doppelwalzenmi-hle oder mit einem Banbury-Mischer
»5 durchgeführt, und das gemischte Gut wird dann zur Herstellung des gewünschten blattförmigen Produktes durch einen Kalander getrieben. Bei diesem Kalandriervorgang ist es wünschenswert, eine schwachgemaserte oder schwach aufgerauhte Oberfläche zu erzeugen, um eine bessere Haftung mit Ziegelsteinmörtel zu bewirken.
Beispiel 2
Es wird zunächst eine erste Mischung aus 15 Gewichtsteilen von chlorsulfoniertem Polyäthylen und 12 Gewichtsteilen von chloriertem Polyäthylen hergestellt, der 15 Gewichtsteile von chloriertem Paraffin als Weichmacher beigegeben werden. Zu dieser Mischung werden 35 Gewichtsteile von hartem, bituminösen Material, zusammen mit nichtfaserigem, verstärkenden Material hinzugesetzt, das seinerseits aus 30 Gewichtsteilen von ausgefälltem Calciumcarbonat und 30 Gewichtsteilen Ruß, sowie au? 8 Gewichtsteilen Polyesterfasern besteht. Um eine bessere Feuerfestigkeit zu erzielen, kann auch eine geeignete Menge von Antimonsulfid zugesetzt werden. Die Mischung wird dann durch einen Kalander geführt, wie es in B<>; ;mc1 1 beschrieben wurde.

Claims (7)

20 I Patentansprüche:
1. Flexibler, wasserfester, blattförmiger Werkstoff, bestehend aus einer Mischung von hartem, bituminösem Material mit einem Erweichungspunkt von 70° C oder darüber, einem synthetischen, elastomercn und mit dem bituminösen Material verträglichen Material in einer Menge von höchstens 50 Gewichtsprozent, bezogen auf die fertige Mischung, faserigem Material und nichtfaserigen, verstärkenden Füllmaterialien und gegebenenfalls Weichmachern, Pigmenten oder feuerhemmenden Stoffen, wobei das elastomere Material chlorsulfoniertes Polyäthylen und das fa- 1S serige Material synthetische, thermoplastische Fasern enthält.
2. Werkstoff nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß das faserige Material ferner noch Glasfasern, tierische Fasern, pflanzliche Fa- »° sern und/oder Fasern aus anorganischem Material enthält.
3. Werkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das faserige Material Polyesterfasern enthält. 2S
4. Werkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß das nichtfaserige, verstärkende Füllmaterial Ruß, Kieselerde, Polyesterharz und/oder Ca'.ciumcarbonat enthält.
5. Werkstoff nach Anspruch 1, dadurch gckennzeichnet, daß das synthetische, elastomere Material synthetischen Gummi enthält.
6. Werkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das synthetische, elastomere Material Chlorkautschuk enthält.
7. Werkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das synthetische, elastomere Material chloriertes Polyäthylen enthält.
DE19702007698 1970-02-19 Flexibler, wasserfester, blattförmiger Werkstoff Expired DE2007698C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1818368A GB1271233A (en) 1968-04-17 1968-04-17 Thermoplastic sheet material

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2007698A1 DE2007698A1 (de) 1971-09-02
DE2007698B2 DE2007698B2 (de) 1975-06-19
DE2007698C3 true DE2007698C3 (de) 1976-02-05

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