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Diopter Die Erfindung betrifft einen Diopter, dessen als Okular dienende
Diopterscheibe in einem rohrförmigen Gehäuse untergebracht ist.
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Diopter dienen insbesondere beim Sportschießen zum Anvisieren eines
Zieles, wobei als Okular eine Metalls platte mit einem kleinen Loch und als Obåektiv
das in einem bestimmten Abstand von der Diopterscheibe angebrachte Korn diente oblicherweise
sind entweder die Diopterscheiben zur Änderung des Okulardurchmessers auswechselbar
oder aber es werden Diopter mit verstellbarem Okular eingesetzt, bei denen also
der Lochdurchmesser durch Justiermittel eingestellt werden kann. Die Einstellung
des Okulardurchmessers dient nicht nur der Anpassung an die Jeweiligen Ziele, sondern
auch der Anpassung an die jeweils herrschenden Lichtverhältnisse,
Da
die Schießscheiben jedoch in aller Regel aus weißem Papier hergestellt sind und
bei greller Sonnenbeleuchtung sehr stark blenden, genügt selbst die kleinste mögliche
Einstellung des Diopters nicht, um eine Blendgefahr des Schützen auszuschließen0
Da diese kleinste Öffnung auch noch durch die Form des Zieles bedingt ist und daher
nicht beliebig unterschritten werden darf bleibt, um die Blendung zu vermeiden,
nur der Weg in die Visier linie ein lichtabsorbierendes Filter einzufügen.
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Von dieser Möglichkeit wird auch Gebrauch gemacht, jedoch hat dies
den Nachteil, daß bei sich ändernden Lichtverhältnissen stets das eingefügte Filter
ausgetauscht oder entfernt werden muß. Da dies, insbesondere beim wettkampfmäßigen
Schießen, des öfteren unterlassen wird, können sich nie optimale Zielverhältnisse
hinsichtlich der Beleuchtung einstellen.
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Vorteilhaft ware, ebenso wie dies bei modernen Dioptern hinsichtlich
der Okularöffnung der Fall ist eine kontinuierliche Einstellmöglichkeit hinsichtlich
der Lichtabsorption zu ermöglichen, möglichst sogar, nach den meßbaren Mchtverhältnissen,
im voraus einstellbar.
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Ausgehend von einem Di opt er, dessen als Okular dienende Diopterscheibe
in einem rohrförmigen Gehäuse untergebracht ist, wird dies in erfindungsgemäßer
Veise da durch erreicht, daß das Okular durch ein erstes Polar sationsfilter abgedeckt
ist und daß mittels eines von außen einstellbaren Schwenkhebels ein zweites Polar
sationsfilter um bis zu 90° um die Polarisationsebene des ersten Filters schwenkbar
im Gehäuse angeordnet ist.
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Mit dieser Anordnung läßt sich also ebenso wie durch die Veränderung
des Okulardurchmessers eine kontinur ierliche Veränderung der Lichtabsorption, je
nachdem, wie weit das zweite Filter aus der Polarisationsebene des ersten Filters
herausgeschwenkt wird, erreichen.
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Damit kann sich der Schütze jederzeit an die gerade herrschenden Beleuchtungsverhältnisse
anpassen, selbst noch im Anschlag, wenn sich dann noch, beispielsweise durch vorbeiziehende
Wolken, die Beleuchtungsverhältnisse ändern sollten. Selbstverständlich ist es auch
noch möglich, die Polarisationsfilter einzufärben, jedoch wird zweckmäßigerweise
lediglich eine Veränderung zu einem mehr oder weniger starken Grauton vorgenommen
um die Sichtverhältnisse gegenüber dem Zielen ohne diesen Filter nicht allzu sehr
zu verändern.
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Um auch bei ungünstigen Beleuchtungsverhältnissen diese erfindungsgemäße
Diopter-Konstruktion einsetzen zu können wird nach der Erfindung weiterhin vorgeschlagen,
daß der erste Polarisationsfilter an einem Drehhebel angebracht ist, der mit seinem
Endpunkt an einem Bund des Gehäuses drehbar gelagert ist, daß der Drehhebel und
der Schwenkhe4k1 über hohlzylindrische die Polarisationsfilter umfangene Passungen
drehbar miteinander verbunden sind und daß das HevbeXpZar um die Endpunkt lagerung
des Drehhebels aus der Visierlinie heraus schwenkbar ist.
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Mit dieser einen einzigen Dioptgrkons truktion ist es.
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also möglich, sowohl ohne Licht absorbierende Filter zu zielen, als
auch mit dem Einsatz eines schwach absorbierenden Filters, sich dann, wenn sich
die beiden Polarisationsebenen decken, wie auch mit einem Filter das praktisoh nicht
mehr lichtdurchlässig ist, nämlich
dann, wenn die Polarisationsebenen
der beiden Filter um 900 gegeneinander verdreht sind. Hierbei kann die Lichtabsorption
von dem schwach absorbierenden Filter bis zum praktisch vollkommen absorbierenden
Filter kontinuierlich auf einfachste Weise eingestellt werden.
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Diese Einstellung geschieht vorteilhafterweise dadurch, daß drehbar
auf dem rohrförmigen Gehäuse an dem Schwenkhebel anliegend eine mit dem Schwenkhebel
verbundene Einstellscheibe gelagert ist, die mit einer logarithmischen Skala versehen
sein kann. Die Einstellscheibe hat den Vorteil, daß ihre Bedienung die gleiche ist,
wie die zur Veränderung des Okulardurchmessers, daß sie also dem Schützen geläufig
ist und er die Einstellscheibe auch gut im Griffbereich hat. Die logarithmische
Skala trägt den physiologischen Gegebenheiten des menschlichen Sehvermögens Rechnung.
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Um auch mit der gleichen Einstellscheibe das Filter vollkommen aus
der Visierlinie herausxuschwenken zu können, wird weiterhin vorgeschlagen1 daß die
Einstellscheibe mit einem über das Hebelpaar reichenden Einstellkranz versehen ist
und daß bei der Null stellung der Einstellt scheibe ein nach innen ragender Anschlag
das Hebelpaar um das Drehlager des Drehhebels aus der Visierlinie verschwenkt. Die
Einstellscheibe dient also sowohl dazu, das Filter in die Visierlinie einzuschwenken,
wie auch zum kontinuierlichen Einstellen des Absorptionsgrades.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch dargestellt
und zwar zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Dioptervorderteil, Fig. 2 einen
Drehhebel mit eingesetztem Polarisations filter,
Fig. 3 einen Schwenkhebel
mit eingesetztem Polarisationsfilter und die Fige 4, 5 und 6 verschiedene Stellungen
des Hebelpaares Drehhebel / Schwenkhebel.
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In einem rohrförmigen Gehäuse 1 ist eine Diopterscheibe (nicht eingezeichnet)
untergebracht0 An einem Bund 2 dieses rohrförmigen Gehäuses 1 ist mittels eines
Schraubenbolzens 3 ein Drehhebel 4 drehbar gelagert. Der Drehhebel 4 umfaßt endständig
einen Polarisationsfilter 5a, der in der gezeigten Darstellung in die Visierlinie
6 eingeschwenkt ist0 Mit ihm über einen Klemmring 7 drehbar verbunden ist ein Schwenkhebel
8 der an der Verbindungsstelle ebenfalls ein Polarisationsfilter 5b umfaßt. Beide
Polarisationsfilter weisen hinsichtlich der Hebellängsachse die gleiche Polarisationsebene
auf. An dem Schwenk hebel 8 ist ein Zapfen 9 befestigt, der in einen Längsschlitz
10 einer Einstellscheibe 11 eingreift. Die Einstellscheibe 11 ist durch einen Sprengring
12 im rohrförmigen Gehäuse 1 gesichert.
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Die Funktion der erfindungsgemäßen Einrichtung ist in den Figuren
4 bis 6 dargestellt. Figur 4 zeigt das Filter mit um 90° verschwenkten Hebeln, also
mit maximaler Absorption, Figur 5 zeigt das Filter mit sich nahezu überdeckenden
Polarisationsebenen der Polare~ sationsfilter 5a, 5b und Figur 6 zeigt das ausgeschwenkte
Hebelpaar 4/8, jeweils in einem Schnitt nach der Schnittlinie IV-IV der Figur 1.
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In der ersten Stellung ist durch Verdrehen der Einstellscheibe 11
der Schwenkhebel 8 mittels des durch die Längsbohrung 10 hindurchgreifenden Zapfens
9 bis an einen
Endanschlag 13 der durch einen Querschlitz in dem
rohrförmigen Gehäuse 1 gebildet ist, geführt. Der Drehhebel 4 ist hierbei in seiner
Lage durch seine Befestigung an dem Bund 2 fixiert. In dieser Stellung kreuzen sich
die Polarisationsebenen der beiden Polarisationsfilter 5a, 5b, so daß das Licht
maximal absorbiert wird. In der Stellung nach Figur 5 ist der Schwenkhebel 8 nahezu
in Deckung mit dem Drehhebel 4 gebracht, so daß sich entsprechend auch die Polarisationsebenen
der beiden Polarisationsfilter 5a, 5b nahezu decken, also eine minimale Lichtabsorption
erfolgt. Beim Weiterdrehen der Einstellscheibe 11 erfaßt ein Anschlagstift 14 das
seitlich vorgezogene Hebelende des Drehhebels 4 wodurch nicht nur dieser Hebel,
sondern auch der Schwenkhebel 8 um die Achse des Schraubenbolzens 3 herum aus der
Visierlinie 6 heraus geschwenkt wird. Der Anschlagstift 14 durchquert einen Einstellkranz
15, der vor dem Anschlagstift 14 zur Aufnahme des Hebelendes 16 des Drehhebels 4
ausgespart (17) ist.