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DE2007058A1 - Photochromes Glas für Faseroptiken - Google Patents

Photochromes Glas für Faseroptiken

Info

Publication number
DE2007058A1
DE2007058A1 DE19702007058 DE2007058A DE2007058A1 DE 2007058 A1 DE2007058 A1 DE 2007058A1 DE 19702007058 DE19702007058 DE 19702007058 DE 2007058 A DE2007058 A DE 2007058A DE 2007058 A1 DE2007058 A1 DE 2007058A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
refractive index
fiber
photochromic
silver
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702007058
Other languages
English (en)
Inventor
Roger Jerome Corning N.Y. Araujo (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Corning Glass Works
Original Assignee
Corning Glass Works
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Corning Glass Works filed Critical Corning Glass Works
Publication of DE2007058A1 publication Critical patent/DE2007058A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C13/00Fibre or filament compositions
    • C03C13/04Fibre optics, e.g. core and clad fibre compositions
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    • C03C13/046Multicomponent glass compositions
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    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
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    • C03C3/04Glass compositions containing silica
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C4/00Compositions for glass with special properties
    • C03C4/04Compositions for glass with special properties for photosensitive glass
    • C03C4/06Compositions for glass with special properties for photosensitive glass for phototropic or photochromic glass
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Description

Ehotochromes Glas für Faseroptiken
Die Erfindung betrifft photochrome, durchsichtige Gläser, die im Bereich der Faseroptik brauchbar sind und einen besonders hohen Brechungsindex aufweisen.
Faseroptik ist ein Zweig der Optik, der sich die Erschei- ' nung der inneren [Totalreflexion zunutze macht,, wobei Licht durch eine optisch durchsichtige Faser geleitet wird. Diese Erscheinung zusammen mit der Möglichkeit, leicht einzelne Fasern zu biegsamen Faserpackungen zusammenzufassen, hat zu vielen Anwendungen, z. B. als Stirnplatten von Kathodenstrahlröhren, Bildverstärker und Bildzerleger geführt-. Ein Lichtstab oder eine Lichtfaser kann beschrieben werden als ein Kernglas mit verhältnismässig hohem Brechungsindex, das von einem anderen Glas ummantelt ist, das einen geringeren Brechungsindex hat. Diese Faser fängt innerhalb eines
- 2
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"bestimmten kritischen Winkels(O) Licht ein und befördert dieses Licht aufgrund der inneren Totalreflexion entlang der Faser, so dass es am entgegengesetzten Ende der Faser im gleichen Winkel, in dem es eingestrahlt wurde, wieder austritt. Das Licht wird durch das Mantelglas nicht durchgeleitet, da der Auffallwinkel auf die Wände grosser ist als der kritische Winkel (<*/), der für die Totalreflexion ^ erforderlich ist. Der kritische Einfallwinkel (O) und die numerische Lochweite der Faser hängt ab von den Brechungsindices der Kern- und Mantelgläser. Als numerische Lochweite (NL) wird der grösstmögliche Einfallwinkel bezeichnet, bei dem die Faser Licht einfangen und reflektieren kann. Daher ist die numerische Lochweite ein Mass für die Lichtsammelstärke einer Faseroptik und, wenn sie als Sinus des Einfallwinkels ausgedrückt wird, stellt sie eine Funktion der Brechungsindices von Kern- und Mantelglas der Faser dar.
So ist NTj a η sin 0 = "V ηΊ -nZ1 , wobei η der Bre.chxinp;sindex e 1 2 ' e
Ψ des Mediums beim Eintritt in die Faser ist (wenn dieses Medium Luft ist, hat η den Wert 1), ηΊ der Brechungsindex
θ X
des Kernglases und n? der Brechungsindex des Mantelglases ist. Eine diagrammatische Skizze, die diese Beschreibung erläutert, ist in Figur 1 gezeigt.
BAD ORIGINAL
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Wie aus der Skizze hervorgeht, wächst der Lichteinfangswinkel der Faser mit zunehmender Lochweite. Da diese wiederum vom Brechungs-index von Kern- und Mantelglas abhängt, wird eine umso grössere Lochweite verfügbar, je grosser die Differenz zwischen den Brechungsindices des Kerns und des Mantels ist. Das ist günstig, weil eine grosse Lochweite eine "bessere Auflösung ergibt.
Die mechanischen und theoretischen Betrachtungen auf dem Gebiet der Faseroptik sind bereits ausführlich in der Literatur beschrieben worden, so dass weitere Erläuterungen hier nicht notwendig erscheinen. Eine bekannte Abhandlung über diesen Gegenstand lot- in Anhang'IT des Buches "Concepts of Classical Octics11 von John Strong, aus dem Jahre 1958 zu finden.
In einer Packung von Glasfasern wirkt jede Faser so, dass sie einen einzigen Punkt überträgt, so dass die Auflösung des Gesamtbild es von der Anzahl der Fasern je Einheitsbereich des P^ cloin^smier Schnitts abhängt; je grosser die Anzahl der Fasern je Einheitsbereich, desto grosser ist auch die Bildauflösung am Ausgangsende.
Beim Einsatz von Vorrichtungen zur Datenanzeige besteht ein Bedürfnis nach einem Glas mit "Gedächtnis", in das Daten
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eingelesen oder eingeschrieben werden und später wieder gelöscht werden können. An ein hierfür grundsätzlich in Frage kommendes photochromes G-las werden aber bei Verwendung als Faseroptik besondere Anforderungen gestellt» Das Glas soll bei Bestrahlung mit einem bestimmten "Band (z. B. UV) eine Farbänderung erleiden bzw. gedunkelt werden, während die Löschung mit einem anderen Strahlungsband (z. B. Infrarot) erfolgen soll. Die Speicherfähigkeit muss mindestens bis zur Ablesung andauern, der Schwund muss also bei der Einsatztemperatur (meist Zimmertemperatur) niedrig sein; das Gleiche gilt für den thermischen Schwund bei höherer Temperatur. Ferner soll eine neutrale Wellenlänge das Glas weder dunkeln noch bleichen.
Die Erfindung hat ein durchsichtiges, photochromes Glas mit hohem Brechungsindex zur Aufgabe, das sich besonders als Glasfaser in Faseroptiken, und insbesondere z. B. zur Datenanzeige eignet.
Diese Aufgabe wird durch das durchsichtige, photochrome Glas der Erfindung mit einem Brechungsindex grosser als 1,52 gelöst. Dieses Glas hat erfindungsgemäss die Zusammensetzung, berechnet auf Oxidbasis des Ansatzes, ^0-76% SiOp, 0-26% Al2O^, 4-26% BpOv 10-50% Ta2O^, wenigstens ein Alkali-metal 1-oxid der Gruppe 2-8% Li?0, 3-15% Na?0, 6-20% K^O, 8-2^% Rbp0, 10-30% CspO, wenigstens ein Halogen in einem Mindest-
BAD
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anteil von 0,2% Chlor, 0,1% Brom, 0,08% Iod, einem Mindestanteil an Silber von 0,2% wenn das Halogen Chlor ist, 0,05%. wenn das Glas wenigstens 0,1% Brom aber weniger als 0,08% Iod, und 0,05% wenn es wenigstens 0,08% Iod enthält.
Das grundlegende Patent auf dem Gebiet photochromer Gläser (USA Patent 3?208,860) offenbart an sich schon als bevorzugte Ausgestaltung ein Glas entsprechender Zusammensetzung, jedoch ohne den erfindungswesentlichen Tantalzusatz.
Abgesehen von dem unerwarteten Effekt des für den hohen Brechungsindex verantwortlichen Tantalzusatzes ist bereits die Auswahl bzw. günstige Verwendung der aus dem USA Patent an sich bekannten Zusammensetzung als ein für faseroptische Zwecke geeignetes Material unerwartet. Die überraschenderweise erzielte günstige Wirkung in faseroptischen Systemen beruht u. a. auf den folgenden, bisher nicht erkannten Feststellungen.
Von erstrangiger Bedeutung sind die Mengen der Alkalioxide; auch die Aluminiumoxidmenge ist von einer gewissen Bedeutung.
Durch Erhöhen des Gesamtgehalts an Alkalimetalloxiden oder Verringern des Boroxidgehalts wird der thermische Schwund verlangsamt, dagegen beschleunigt, wenn man das Soda durch Lithiumoxid ersetzt.
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Ohne Einfluss auf das photochrome Verhalten ist der Austausch von Soda und Pottasche.
Ein Fluoridzusatz verbessert die Schmelzbarkeit, beschleunigt aber gleichzeitig den thermischen Schwund und verschlechtert den Wirkungsgrad beim Bleichen mit grösseren Wellenlängen, jedoch in vertretbarem Masse, solange der Zusatz 0,5% nicht übersteigt.
Ein Bromidzusatz hat die Tendenz, die das Glas bleichende Strahlung in Richtung eines Bandes grösserer Wellenlänge zu verschieben \ind den Wirkungsgrad der Bleichung entsprechend zu verschlechtern. Wünschenswert ist in der Repel eine Bromidmenge, die ohne" Beeinträchtigung der Bleichling eine gewisse Strahlung normaler Wellenlänge sichert. Der optimale Bromidgehalt eines bestimmten Glases hänerb von einer Reihe von Faktoren, u. a. auch der Glaszusnmmensetzunf: ab und liegt im allgemeinen zwischen ca. Ο,Ο*» - O,^ Crew,%, berechnet nach * dem Ansatz. Da die Schmelzverliisfce durch Verfluchbigen etwa 50-75% betragen, liefet die im Glas verbleibende Bromidmenge meist zwischen 0,01-0,1 Gew.%.
Eine Erhöhung des Molverhältnisses von Silber zum gesamten Halogennnteil verbessert zwar den Wirkungsgrad der langwelligen Bleichling, aber verlängert andererseits das Bleichspek-
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trum zum kürzeren Bandb ere ich hin und erschwert damit das
Ablesen oder Abtasten mit neutralen. Strahlungswellenlängen. Das optimale Verhältnis beträgt annähernd 1:4..
Zur Verbesserung der Ihinklungsfäliigkeit kann Kupfer als
Sensibilisator zugesetzt werden. Besonders günstig sind etwa 0,01-0,1 Gew.%. -
Arsenoxid verlangsamt den thermischen Schwund etwas und verbessert den Wirkungsgrad der Dunklung.
Zusätze in grösseren Mengen können jedoch eine unerwünschte Reduktion des Silbers zur Folge haben. Der günstigste Bereich liegt bei etwa 0,05-0,5 Gew.%.
Vor allem ist der bisher nicht "bekannte Tantalzusatz in den angegebenen.Verhältnismengen kritisch und erzeugt die überraschende Wirkung einer ganz wesentlichen Erhöhung des Brechungsindex. Das durch Einhalten eines sehr engen Bereichs
von BaO und FbO-Zusätzen entsprechend dem USA Patent 5,197,296 erzielte photochrome Glas ist auf einen Brechungsindex von
1,52 - 1,54 beschränkt. Demgegenüber ist ein 1,54 übersteigender BrechunFsindex ohne Beeinträchtigung sonstiger guter photochromer Eigenschaften nur durch den erfindungsgemässen Tantal zusatz erreichbar. Dadurch ist eine grosse Differenz
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der Brechungsindices von Kern lind Mantel möglich, die ihrerseits wiederum die Bildauflösung ganz wesentlich verbessert.
Während das "Verhältnis von Si. Id ζ ium oxid ζιι Aluminium- und Boroxid zur Beibehaltung der photochromen Eigenschaften grundsätzlich bei steigendem Tantalgehalt unerändert bleiben kann, führt eine Anpassung doch zur Verbesserung dieser Eigenschaften. Bei. zunehmendem Tantalgehalt wird das Verhältnis von Aluminiumoxid und Boroxid zum Siliziumoxid daher zweckmässig herabgesetzt, um eine grössere Dunklungsempfindlichkeit zu bekommen. Gläsern mit mehr als 50% Tantal fehlen gute photochrome Eigenschaften.
Ausser den genannten Bestandteilen sind wahlweise weitere Glaszusätze möglich, wie z. B. MgO, GaO, BaO, SrO, ZnO, FbO, und Pp^5* Diese zweiwertigen Metalloxide beeinträchtigen beim Zusatz in niedrigen Mengen die photochromen Eigenschaften nicht; andererseits schaden zu grosse Mengen den für die Verwendung in Datenan^eigevorrichtungen günstigen Eigenschaften und können zur Bildung glastrüberder Kristal lr>hasen führen. Diese Zusätze sollten daher unter ca. 4% MgO, 6% OaO, 8% BaO, ψ/ο SrO, 8% ZnO, 10% PbO und insgesamt \^% der Gl asgesamtmenge bleiben.
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_ Q
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Die "bevorzugte Zusammensetzung mit hohem Brechungsindex zeigt sehr gute Dunklungsempfindlichkeit für ultraviolettes Licht, natürliches Verblassen hei Zimmertemperatur, gute Bleichempfindlichkeit hei Strahlung im Rot- und Infrarothereich, und gut en Verblas sungs- bzw* Schwundwiderstand beim Abtasten und Sondieren mit Licht im sichtbaren Bereich. Eine solche Glaszusammensetzung fällt in den Bereich: 30-60% SiO2, 0-12% Al^O , 3-20% B3O , 5-15% Gesamtgehalt Alkalimetalloxide, 10-35% τ&2°5> 0-1% F, 0,01-0,1% GuO, 0,2-0,6% Ag, 0,3-0,8% Cl, 0-0,3% Br und 0-0,2% As3O .
Die für die- photochromen Eigenschaften des Glases kritischen, in. dem Glas dispergierten, submikroskopischen Silberhalidkristalle können durchs langsames Abkühlen der Schmelze ausgefällt werden. Gleichmössigere Kristallgrössen werden aber erzielt, wenn man zunächst durch rasches Abkühlen das Glas als solches,' ohne Bildung von Silberhalidkristallen erstarren lässt und dann auf eine über dem Spannungspunkt liegende Temperatur solange erhitzt, bis wenigstens 0,005 Volumen% Kristalle ausgefällt sind. Hierfür gelangen den Glaskörper verformende Temperaturen oberhalb des Erweichungspunktes in der Regel nicht zum Einsatz. Günstig ist z. B. die Behandlung bei 550-8 50° für 1/4- - 8 Std. Ein höherer Tent algehalt erfordert meist auch eine Behandlung bei höherer Temperatur. Unbeeinflusst von der Art der Wärmebehandlung bleibt dagegen der Brechungsindex.
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Für die Herstellung durchsichtiger, -ohotochromer Gläser soll die Kristallkonzentration ca. 10,1 Vol.% und die Kristallgrösse etwa 0,1 /u Durchmesser nicht überschreiten. Ferner kann ein wirklich durchsichtiges Glas bei einem analysierten Gehalt von mehr als 0,7 bzw. 0,6 (lew.% Silber bzw. Halogen nicht erzielt werden.
Bei Verwendung des Glases als Faseroptik zur Dptenanzeipe ist wichtigste Voraussetzung eine gute Bildauflösung. Diese verlangt wiederum eine grosse Differenz des Brechungsindex von Kern- und Mantelglas. Erwünscht ist ein möglichst hoher Brechungsindex des Kernglases. Auch bei Einhalten eng begrenzter Anteile von BaO und PbO im Glasansatz entsprechend dem USA Patent 3il97i?96 ist ein prösserer Brechungsindex als 1,54- nicht erreichbar. Die Wirkung des erfindunpsgemnssen Tantalzusatzes darf daher als kritisch und überraschend bezeichnet werden.
Der erfindungsgemässe Glasversatz wird in bekannter Weise in einer Wanne, einem Tiegel oder Schmelztopf in der Regel also bei I3OO - 1500 während 4-8 Std- geschmolzen. Aus der Schmelze werden dann durch Blasen, Gie^sen, Ausziehen, Pressen, Auswalzen usf. bei gleichzeitigem Kühlen des Glases unter den Erweichungspunkt (ca. 650 - 750°) Glaskörper geformt. Diese werden auf Zimmertemperatur gekühlt, auf Quali-
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- ii - ,
tat untersucht, bei 450,- 550 angelassen oder nur auf den für die Wärmebehandlung erforderlichen Bereich gekühlt, und nach der Wärmebehandlung auf Zimmertemperatur abgekühlt.
Die Tabelle irerzeichnet Beispiele des erfindungsgemässen Glases in Gewichtsteilen auf Oxidbasis aus dem JLnsatz be-^ rechnet. Die Aiisatzkomponenten werden als Oxide oder in anderer, geeigneter, die geeigneten Bestandteile im gewünschten Verhältnis ergebender Form eingesetzt.
Günstig ist die Zugabe von Nitraten zur "Vermeidung einer unerwünschten Meduktion des Silbers. In üblicher Weise sind der Silbergehalt als metallisches Silber, das Selen als metallisches Selen und die Halogene als Halide verzeichnet.
Die in geschlossenen Platintiegeln bei I3OO0 während 6 Std. erschmolzenen Ansätze wurden zu etwa 10 χ 10 χ 1/2 cm grossen Platten gepresst und angelassen. Anschliessend wurden sie zur Entwicklung der Silberhalidkristalle im Elektroofen unter den in der Tabelle II angegebnen Zeit- und Temperaturbedingungen wärmebehandelt.
Die Erhitzung;?- und JlbkühlunESgeschwindigkeit ist offenbar ohne oder· mrr iron geringem Einfluss auf die phototröpen Eigenschaften des Glases; bei geringer Geschwindigkeit muss
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aber die Haltedauer bei hohen Temperaturen entsprechend verlängert werden. Der Brechungsindex ist in der Tabelle II ebenfalls verzeichnet.
F 1 6 Tabelle T 2 48,2 8 4 0 5
CuO 55,0 46,5 52,0 6,2 29,4 49,5 46,8
SiO2 Selen 10,0 1,5 q,5 2,8 0,81 5,2 4,1
Al2O5 κ2ο 5,4· 2,7 5,2 6,2 1,76 2,9 2,9
Ag 7,5 6,8 7,1 11,7 5,67 6,4 5,8
Na2O · Cl 14,0 6,6 15,5 0,4 4,26 12,1 8,9
2 3 As0O,
c "ι
0,5 - 0,4 0,05 - 0,4 0,4
Ta2O5 0,06 0,09 0,05 0,04 0,06 0 ,05 0,05
Br 0,02 - 0,02 0,03 - - -
0,04 0,4 0,04 0,4 0,36 0,03 0,03
SiO2 0,4 0,5 0,4 o,c 0,36 0,4 0,4
Al2O5 0,6 56,1 0,5 - 60,0 o,s 0,5
Li2O - 0,13 - 23,4 0,08 - 0,1
Na?0 9,0 15,5 - 837/ 192 24,2 50,0
B2O5 - - 0,15 0,05
F 1 9
CuO 57,2 54,0
Selen 1,0 9,0
κ2ο
Ag
2,2
Cl 4,6 15,0
Ae2O3,
Ta?0 R
4,4 20,0
Br" - -
0,07 0,02
- 0,2
0,46 0,40
0,46 0,40 BAD ORIGINAL
Rö,5 20,0
0,08 0,20
009 - 13 -
Tabelle II 4- Std. Brechungsindex
BeisOiel
No.
Wärmebehand- Haltezeit
lung,
2 Std. lr 527
1 550° . 1 Std. 1,536
2 600° . 1 Std. 1,564
3 650° 1 Std. - 1,565
4- 650° 1 Std. 1,585
5 700° 1 Std. 1,605
6 750° 1 Std. 1,669
7 800° 1 Std. "1,712
8 800° 1,539 -
9 750°
Zwei der aus diesen Ansätzen erschmolzenen Gläser wurden zur Bestimmung des. verflüchtigten Anteils an Silber und Haliden (bis zu ca. 30% Silber und ca. 30 - 75% Halogene, ne nach
der Schmelztemperatur) analysiert. Die Tabelle III gibt die Analyse in Gew.#>. ' .
BAD ORJGiNAL
0098"3^/Ί 920
SiO2
Td2O
ι °
Tabelle ITI 1S
4 4-7,5^
51,62% ^, OQ
3,2 2,<VL
2,91
6,15 8,<^7
11,69 0,^
0,45 0,04«
0,04ft 0,57
0,56 0,3^
0,52 0,4?
0,42 0,12
- 29,7
23,48 0,01?
0,058
κ2ο
Ap;
Cl
As0O-,
Ta2O5
Br
Der Wirkungsgrad des photochromen Verhaltens dieser Glliner * würde geprüft, indem zunächst polierte Glasscheiben einer Dicke von 2 mm einer aktinischen Strahlung von etwa Ji^OO S ausgesetzt und dann mit 1^lOO K abgetastet und schliessl ich mit 1OQOO Ä gebleicht wurden. Die Tabelle IV zeigt die TCrgebnisse. T bezeichnet die prozentuale A.nfangsdurch Lässigkeit, T. nach 24 MiIIi1JOuIe aktinischer Bestrahlung, 'Pn nach zwei Joule nominell neutraler Bestrahlung, Tn nach ? Joule
langwelliger, bleichender Bestrahlung und T„ für das dunkle Glas nach 10 Min. Dunkelheit.
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009837/1920 " lh "
.*„ Tabelle IV 36 78 33
Beispiel
No.
go . ν. \ 34 72 28
1 QO 30 43 74 40
2 90 28 35 75 36
3 QO 3^ 36 81 25
4 QO .30 33 80 28
5 QO 25
- 6 QO 27
7 90 leicht gedunkelt 32 80 28
8 90 leicht gedunkelt·
"9 ^~"~~^32—--.
Besonders früristriρ ist Beispiel 6, da "besonders günstige Werte für Brechungsindex, HA. pliotochromen Wirkungsgrad, thermischen Schwrindwiderstand luacl Schwund "beim Abtasten erzielt werden. '.. '
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Claims (2)

  1. Pat ent ansprüch e
    lJ Durchsichtiges, photochromes Glas mit einem Brechungsindex grosser als 1,52, gekennzeichnet durch die Zusammensetzung, berechnet auf Oxidbasis des Ansatzes, 30-76% SiO2, 0-26%
    Al2O5, 4-26% B2O5, 10-50% Ta2O5, wenigstens ein Alkalimetalloxid der Gruppe 2-8% Li2O, 3-15% Na3O, 6-20% K3O, 8-25% Rb2O, 10-50% Cs2O, wenigstens ein Halogen in einem Mindestanteil von 0,2% Chlor, 0,1% Brom, 0,08% Iod, einem Mindestanteil an Silber von 0,2% wenn das Halogen Chlor ist, 0,05% wenn das Glas wenigstens 0,1% Brom aber weniger als 0,08%
    Iod, und 0,05% wenn es wenigstens 0,08% Iod enthält.
  2. 2. Durchsichtiges, photochromes Glas gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der analysierte Silbergehalt im Glas weniger als 0,7 Gew.% und der analysierte gesamte Halogengehalt weniger als 0,6 Gew.% beträgt.
    3· Durchsichtiges, photochromes Glas gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Zusammensetzung, berechnet auf Oxidbasis des Ansatzes, 30-60% SiO2, 0-12% Al2O5, 3-20% B3O5,
    10-30% Ta2O5, 5-15% Gesamtanteil Li2O, Na3O, K3O, Rb5O und Cs2O, 0,3-0,8% Cl, 0-0,2% Br, 0,2-0,6% Ag, 0-1% F, 0,01-0,1% CuO und 0-0,2%
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