DE200661C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE200661C DE200661C DE1907200661D DE200661DA DE200661C DE 200661 C DE200661 C DE 200661C DE 1907200661 D DE1907200661 D DE 1907200661D DE 200661D A DE200661D A DE 200661DA DE 200661 C DE200661 C DE 200661C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- phase
- pole
- winding
- motor
- poles
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/12—Asynchronous induction motors for multi-phase current
- H02K17/14—Asynchronous induction motors for multi-phase current having windings arranged for permitting pole-changing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Control Of Multiple Motors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannten Verfahren zur Regelung der Geschwindigkeit von Induktionsmotoren
mittels Änderung der Polzahl von 8 — n-Polen auf 6—«-Pole setzen bei Anwendung von
nur einer Wicklung im Stator oder Rotor die Verwendung einer Trommelwicklung voraus,
deren Anwendung infolge der häufigen Kreuzung der einzelnen^ Wicklungselemente
für Hochspannung mit großen Isolierungs-Schwierigkeiten verbunden ist. Diese Schwierigkeiten
können in bekannter Weise durch Anwendung zweier unabhängiger Wicklungen wohl teilweise behoben werden, indem die
eine der Wicklungen als gewöhnliche Dreiphasenwicklung, die andere aber als Zweiphasenwicklung·
geschaltet ist und je nach Bedarf abwechselnd entweder die eine oder die andere der beiden Wicklungen gespeist
wird; die erzielten Vorteile werden jedoch durch die größeren Kosten und durch den
geringeren Wirkungsgrad zweier unabhängiger Wicklungen aufgewogen.
Im Sinne des vorliegenden Verfahrens, welches, wie das vorhin erwähnte, auf Drehstrommotoren
solcher Polzahl beschränkt ist, welche gleich der Zahl 8 oder deren ganzes
Vielfache ist, wird zur Polumschaltung eine und dieselbe Wicklung verwendet, indem die
aus »langen« Spulen bestehende 8 — n-polige Dreiphasenwicklung auf eine 6 — w-polige
Zweiphasenwicklung umgeschaltet wird und die letztere dann mittels geeigneter Schaltungen
durch aus der Drehstromquelle entnommenen Zweiphasenstrom gespeist wird. Es werden demnach vor und nach der Umschaltung
sämtliche Wicklungselemente benutzt, wodurch eine gute Raumausnutzung und somit guter Wirkungsgrad und geringere
Kosten gewährleistet sind.
Fig. ι zeigt schematisch die Anordnung der Spulenköpfe der Primärwicklung eines
achtpoligen Drehstrommotors. Die Pfeile N und S bedeuten die durch Erregung einer
Phase erzeugten Nord- und Südpole des achtpoligen Feldes. Die zu einer Phase gehörigen
Wicklungselemente sind nach derselben Art gezeichnet. So sind z. B. alle Spulen der ersten Phase ia, \b, ic, id mit
vollen Linien gezeichnet, während die zweite Phase punktiert, die dritte Phase gestrichelt
gezeichnet ist. D'e Wicklungselemente bestehen
aus »langen« Spulen, also aus solchen Spulen, deren eingeschlossene Fläche bei
Drehstromwicklung je zwei Spulenseiten verschiedener Phase enthält. So enthält z. B.
die von Spule Ia der ersten Phase umfaßte
Polfläche je eine Spülenseite der zur zweiten Phase gehörigen Spule 2C und der zur dritten
Phase gehörigen Spule 3C.
Fig. 2 zeigt die in bekannter Weise ausgeführte Schaltung dieser Primärwicklung für
Dreiphasenstrom und acht Pole, wobei die Wicklung von der Stromquelle 1, 2, 3 gespeist
wird. Alle anderen Bezeichnungen stimmen mit den gleichen Bezeichnungen der Fig. 1
überein.
Soll nun der Motor auf sechs Pole umgeschaltet werden, so werden die in Fig. 2
ersichtlichen Verbindungen der einzelnen Spulen untereinander gelöst und die Spulen
miteinander nach dem Schaltungsschema der Fig. 3 auf die Weise in zwei getrennten
Gruppen (Phasen) A und B verbunden, daß die von jeder Spule der Phase A umschlossene
Fläche nunmehr nur Spulenseiten einer Phase, der Phase B, enthält und umgekehrt.
Auf diese Art wird ein Zweiphasenmotor von sechs Polen und mit doppelt so vielen Leitern pro Pol und Phase erhalten,
als es der Fall war, solange die Wicklung noch dreiphasig und achtpolig geschaltet war.
In Fig. 4 sind die Spuleriköpfe der durch das Umschalten entstandenen Phasen A gestrichelt,
die der Phase B voll gezeichnet. Die Pfeile N und S bedeuten die durch
alleinige Erregung der Phase A erzeugten Nord- bzw. Südpole des sechspoligen Feldes.
Fig. 5 und 6 deuten an, wie der so umgeschaltete Zweiphasenmotor in bekannter Weise vom Dreiphasenstromnetz gespeist
werden kann. A und B sind die zwei Phasen des umgeschalteten und nunmehr sechspoligen
Motors. T ist ein Autotransformator, dessen Endklemmen 7, 8 von den Leitungen 1,2 der
Stromquelle I, 2, 3 gespeist werden. DieMittelklemme 6 des Transformators T teilt die
Transformatorwicklung in zwei gleiche Teile und sind infolgedessen die zwischen den
Klemmen 6, 7 und den Klemmen 6, 8 induzierten Spannungen einander gleich. Die Klemmen 4 und 5 sind auf beiden Hälften
der durch die Mittelklemme 6 in zwei Hälften geteilten Transformatorwicklung so angeordnet,
daß die zwischen den Klemmen 4 und 5 herrschende Spannung der Größe nach gleich sei jener Spannung, welche zwischen der
Mittelklemme 6 und der nicht an den Endklemmen des Transformators angeschlossenen
Phase 2 der Stromquelle herrscht, im übrigen
, kann die Stelle der Klemmen 4 und 5 eine beliebige sein, auch kann z. B. eine der
.Klemmen 4 oder 5 mit einer der Endklemmen 7 oder 8 zusammenfallen. Es ist klar,
daß dann die Spannung zwischen den Klemmen 4, 5 und zwischen der Leitung 2 und der
Mittelklemme 6 der Größe nach einander gleich, der Phase nach aber voneinander um
90 ° verschoben sein werden. Wird also Phase A des umgeschalteten Motors von
Klemmen 4, 5 und Phase B von der Leitung 2 und von der Mittelklemme 6 gespeist, so
arbeitet der Motor als sechspoliger Zweiphasenmotor.
Will man eine größere Erwärmung und
eine ungleichförmige Belastung der Phasen des Motors in Kauf nehmen, so kann man
anstatt die an Hand der Fig. 5 erklärte Schaltung für den auf sechs Pole zweiphasig
umgeschalteten Dreiphasenmotor anzuwenden, auch einfach z. B. die eine Endklemme der
Phase A an die Mittelklemme b (Fig. 3) der Phase B anschließen und die noch freien
Endklemmen der Phase A sowie die beiden Endklemmen der Phase B einfach an die drei
Leitungen I, 2, 3 der Stromquelle anschließen, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist. Zum Ausgleich
der verschiedenen Belastung der zwei Phasen A und B können dann der Phase B auch noch
Widerstände w vorgeschaltet werden.
Die oben angegebene Schaltung ist für den Läufer des Motors nicht gut anwendbar, da
die Zahl der nötigen Schleifringe zu groß wird. Ist aber der Läufer zugleich der induzierte
Teil des Motors, so können bei gleichzeitiger Umschaltung der Primärwicklung nach dem oben angegebenen Verfahren
entweder 12 —n- Läuferspulen mittels im
Läuferkörper mit umlaufender dreizehn Kontakte (wenn nötig, über einen kleinen Widerstand)
kurzgeschlossen werden, oder es kann für den Läufer das bekannte Verfahren der Polumschaltung mittels Trommelwicklung angewendet
werden, welches in diesem Falle keine Schwierigkeiten bietet,. da der induzierte
Teil nur niedergespannte Ströme führen kann, selbst wenn der Motor mit hochgespanntem
Strom gespeist wird.
Der Läufer kann in diesem Falle aber auch mit zwei von einander unabhängigen dreiphasigen
Wicklungen versehen werden, von denen die eine achtpolig, die andere sechspolig
ausgeführt ist. Es wird dann die achtpolige Läuferwicklung benutzt, solange der Motor als achtpoliger Dreiphasenmotor arbeitet,
während die sechspolige Läuferwicklung bei der Umschaltung auf einen Zweiphasenmotor
verwendet wird. Sind nun zwei solche mit Läuferdoppelwicklung versehene Motoren vorhanden, so läßt sich das angegebene
Verfahren sehr vorteilhaft mit dem Verfahren der Geschwindigkeitsregelung mittels
Kaskadenschaltung dadurch vereinigen, * daß man" beim Anfahren die zwei achtpoligen
Dreiphasenmotoren nach bekannter Art in Kaskade schaltet (Geschwindigkeit entspricht
16 Polen), dann den einen Motor auf sechs no Pole zweiphasig umschaltet und dessen sechspoligen
dreiphasigen Läufer mit dem anderen achtpoligen Dreiphasenmotor in Kaskade schaltet (Geschwindigkeit entspricht 6 + 8
= 14 Polen), hierauf auch den zweiten Motor auf sechs Pole zweiphasig umschaltet und ·
die sechspoligen .dreiphasigen Läufer beider Motoren in Kaskade schaltet (Geschwindigkeit
entspricht 6 + 6=12 Polen), hierauf wieder beide Motoren zu achtpoligen Dreiphasenmotoren
umschaltet und beide parallel schaltet (Geschwindigkeit entspricht achtPolen)j worauf
beide Motoren auf sechspolige Zweiphasenmotoren umgeschaltet und miteinander parallel
geschaltet werden (Geschwindigkeit entspricht sechs Polen). Man erhält auf diese
Weise fünf Geschwindigkeitsstufen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: :Verfahren zur Änderung der Geschwindigkeit von achtpoligen oder mehrmal achtpoligen Drehstrommotoren durch abwechselnde Benutzung einer Dreiphasen- und einer Zweiphasenbewicklung, dadurch gekennzeichnet, daß die aus langen Spulen bestehende Primärwicklung eines, η-mal achtpoligen Drehstrommotors in eine «-mal sechspolige Zweiphasenwicklung umgeschaltet "wird, so daß sowohl vor als nach der Umschaltung sämtliche Wicklungselemente benutzt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT37750D AT37750B (de) | 1907-06-12 | 1908-06-04 | Einrichtung zur Regelung der Geschwindigkeit von Induktionsmotoren. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200661C true DE200661C (de) |
Family
ID=463283
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907200661D Expired - Lifetime DE200661C (de) | 1907-06-12 | 1907-06-12 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200661C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136414B (de) * | 1957-09-17 | 1962-09-13 | Siemens Ag | Wicklungsanordnung fuer einen im Verhaeltnis von 12:2 polumschaltbaren Induktionsmotor |
-
1907
- 1907-06-12 DE DE1907200661D patent/DE200661C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136414B (de) * | 1957-09-17 | 1962-09-13 | Siemens Ag | Wicklungsanordnung fuer einen im Verhaeltnis von 12:2 polumschaltbaren Induktionsmotor |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3107654C2 (de) | Teilwicklungsschaltung zum Anfahren eines Drehstrommotors | |
| DE200661C (de) | ||
| AT37750B (de) | Einrichtung zur Regelung der Geschwindigkeit von Induktionsmotoren. | |
| DE942703C (de) | Polumschaltbarer Einphasenmotor | |
| DE656277C (de) | Polumschaltbare Zweischichtwicklung fuer das Polzahlverhaeltnis 2:3 | |
| DE519646C (de) | Anlassschaltung fuer Asynchronmaschinen mit Gegenschaltung der einzelnen Wicklungsteile der in mehr als zwei Teile je Phase unterteilten Sekundaerwicklung | |
| DE672355C (de) | Einphasenwechselstrommotor, dessen Wicklung zur Lieferung eines niedergespannten Stromes fuer Beleuchtungszwecke angezapft ist | |
| DE694794C (de) | Schaltung fuer Einphasen-Wechselstromerzeuger mit Selbsterregung durch Kondensatoren | |
| DE28485C (de) | Kommutatoranordnung bei dynamoelektrischen Maschinen zur Verringerung des Widerstandes der Maschine | |
| DE455158C (de) | Dynamoelektrische Maschine des Einzelmaschinen-Kaskadentyps | |
| DE397630C (de) | Schaltung zur Erzielung eines stabilen Betriebes von eigen erregten Gleichstrommaschinen regelbarer Klemmenspannung | |
| DE678385C (de) | Mit Synchronmaschinen ausgeruesteter Fahrzeugantrieb | |
| DE946299C (de) | Schaltungsanordnung zur Unterdrueckung von Rundfunkstoerungen bei Universalmotoren zum Anschluss an verschiedene Spannungen | |
| DE532888C (de) | Dreiphasenwicklung, an der durch Polumschaltung aus einer 12-poligen Wicklung eine 10-polige hergestellt ist | |
| DE386326C (de) | Wicklung fuer Induktionsmaschinen mit veraenderlicher Polzahl | |
| DE889798C (de) | Anordnung in elektrischen Wechselstrommaschinen zur Begrenzung der bei Fehlern der Isolierung zwischen zueinander parallel geschalteten Teilleitern auftretenden Ausgleichsstroeme | |
| DE657383C (de) | Gruppensteuerung von staendergespeisten Drehstrom-Kollektornebenschlussmotoren mit feststehenden Buersten | |
| DE274969C (de) | ||
| DE138854C (de) | ||
| DE717338C (de) | Einphasenreihenschlussmotor mit verteilter Staenderwicklung | |
| DE234132C (de) | ||
| DE1095383B (de) | Schleifringlose Synchron- und Asynchronmaschine | |
| DE3334133A1 (de) | Polumschaltung an drehstrommotoren unter verwendung von kondensatoren | |
| DE386325C (de) | Mehrphasenwechselstrommaschine mit polumschaltbarer Staenderwicklung und gleichstromgespeistem Laeufer | |
| DE204118C (de) |