DE2006655C - Verfahren und Vorrichtung zur Her Stellung von Verbundscheiben - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Her Stellung von VerbundscheibenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verlahren zur Herste! Inn» von Verbundscheiben aus Glas oder einen;
Kunststoffmaieria!, die unter Anwendung von Wärm-
und Überdruck mittels Zwischenscliichten aus iher moplastischem Materia! miteinander verbunden wo?
den. und wobei vor dem Verbinden eine Entgasung der Zwischenschichten unter Anwendung von Unterdruck
vorgenommen wird. Die Erfindung richtet sie! außerdenTauf Vorrichtungen zur Durchführung ώ-Verfahrens.
Es sind verschiedene Verfahren zur Entgasung de Zwischenschichten von Verbundglaseinheiten mir
zum Verbinden der Scheiben bekannt. Bei bestimm ten Arten von Verbundscheiben, deren Herstellu!!'·
besonders kompliziert ist, vor allem bei Verbund scheiben mit Kunststoffscheiben. führen die bekann
ten Verfahren jedoch oft nicht zu dem gewü'-.^chl·.-;
Ergebnis. Insbesondere ist die Entgasung nich! imine; ausreichend, und die optische Qualität der fertige:;
Verbundscheibe läßt zu wünschen übrig.
Im allgemeinen wird das Verbinden von Glasscheiben in zwei voneinander getrennte Verfahrensab
schnitte unterteilt. Der erste umfaßt zum einen da Vorpressen der mit den Zwischenschichten) versehe
neu Seheibciianordnung. um auf diese Weise die Zwischenschichten)
aus thermoplastischem Material m, weit wie möglich zu entgasen, und zum anderen da\
Abdichten der Ränder der Scheibenanordnung für die nachfolgende Behandlung. Hieran schließt sich ir
dem zweiten Verfallrensabschnitt das endgültige Vci pressen und Verkleben der Scheiben im Autoklaven
unter gleichzeitiger Einwirkung von Wärme an.
Zum Zwecke des Vorpressens kann man die Scheibcnanordnungen
Druckrol'en oder Druckwalzen durchlaufen lassen, die jedoch insbesondere bei gewölbten
Scheiben mit unregelmäßiger Krümmung keinen gleichmäßigen Druck auf alle Bereiche der Scheibenanordnung
ausüben, so daß die Entgasung unvollkommen ist. Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß
es zu Brüchen der Scheiben kommt.
Es ist bereits ein Verfahren der eingangs genaiin
ten Art bekannt (französische Patentschrift 1498 571), nach dem die Sclieibenanordnung zur
Überwindung der vorgenannten Schwierigkeiten zum Zweck des Entgasens der Zwischenschichten mit
gleichzeitigem Abdichten und Verkleben der Schei
heniändcr in einen Giimniisack eingebracht wird, der
zum Entgasen der Zwischenschicht^!)) evakuiert wird, um dann die Ränder der Scheihenanordnung
durch Anwendung von Wärme zu verkleben und so gegeneinander abzudichten. Danach wird the Scheilieiianordnung
aus dem Sack herausgezogen und der Bblichen Behandlung zum Verbinden der Scheiben im
Autoklaven ausgesetzt. Trotz einer besonderen An--Jjikluni:
des Aufnahmeteils ties Sackes ist es jedoch
schwierig:, in tier oder den Zvvischenschichilcn; LuIttasclK-zu
vermeiden, die dadurch entstehen können. JaIi die \ eibundscheibenanordiHini1. vorwiegend in
den k.mdbereichen inlolge des atmosphärischen
Druck- auf den Sack ganz oder teilweise verschlossen niril. Diese Taschen bilden den Ausgangspunkt für
!!siebung von Blasen in den Verhundseheiben.
.jähr ist be.-ionders groß, wenn die Zwischen-
;ei) aus Kunststoff relativ dick sind oder wenn
.-: pundscheibenanordnung wenigstens teilweise
liiststoffscheiben gebildet wird. Die neigen nam-
:j<: /u Verformungen, tlie sch infolge ortlicher
i'.icke. insbesondere bei den angewendeten Armperaluren.
ergeben.
'; alitieren bekannten Verfahren (deutsche Pa-.-Ni-ilt
1222243 und britische Patentschrift <;iii ist es bereits bekannt, die Enlüasiina de;
,.-.H-nschichien mittels ringsum am Rand tier
ienanordnung gasdicht angebrachter Dichtunlei'heizufuhren,
die an eine Vakuumc|ueile anae- - en sind. Auch diese Verfahren haben den
[Satzteil, daß die Verbimdscheibenanordnunii in den
p.iiiulhi. reichen stärker zusammengepreßt %vird. st·
υ (iefahr einer unvollständigen Entsiasiinii be-
(lie i·:
Pie (i
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schiel!
Clic V
aus Ki
lieh c
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Zwi-.
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sclil'
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Steht.
Steht.
Seiiließlich ist ein weiteres Verfahren bekannt
(deutsche Auslegeschrift 1010 266 und schweizen
sehe Patenschrift 339 372), bei dem die Verbundschi:il
>enanordiumg zunächst unter Vakuum und dann unter Luftdruck in einem Autoklav erwärmt wird, wobei
tue einzelnen Lagen der Verbimdscheibenanord nimg mit Hilfe von am Rand verteilten Klammern n
starrer Verbindung gegeneinander gehalten werden. Daduich ergeben sich leicht örtliche Deformationen,
insbesondere im Falle von dünnen Scheiben aus Gl-"
ot' -r Kunststoff.
Ls besteht daher die Aulgabe, ein Verlaluen dei
eingangs genannten Art so zu verbessern, daß tlie Zvvisehcnschicht(eii)
so vollkommen wie möglich entgast werden, wobei das Verfahren sich auch für komplizierte
Scheibenformen und für tlie Herstellung von
Verbundscheiben mit Deckscheiben ans dünnem Gl;r-
oder dünnen Kunststoffolien eignen soll.
Die erfindungsgemüße Lösung kennzeichnet sich dadurch, daß während des Entgasungsvorgangs die
/v.ischenschicht(en) einerseits und eine tlie Scheibenanordnung
umschließende Kammer andeiciseiis
gleichzeitig unter Vakuum gesetzt werden.
Auf tliese Weise verhindert man die Gefahr eines Verschlusses, und die VerbiitulscheibeiianoRliiiinii
wird über den gesamten Umfang gleichen Untertlruckbedingungen ausgesetzt. Die Entgasung der
Zwischenschichten) wird erheblich verbessert.
Fvakuierung der die Scheil>enanordnu,ig umschließenden
Kammer zu verzögern. In anderen Füllen l·.'. es zweckmäßig, tlaß der Beginn der Ev akuieriiiig dei
die Scheibenanordnung umschließenden Kammer geringfügig verzögert wirt! gegenüber dem Beaini; dei
Evakuierung der ZwischenschichKen).
In allen Fällen besteht der besondere Vorteil deerfindungsgemälien
Verfahrens darin, daß man au! tier gesamten Scheiheniläche einen gleichmäßige-.
> Unterdruck erzeugt. Nach einem weiteren Vorteil dei
Erfindung kann der Raum oder die Kammer, in die die Verbundscheihenanordnimgen zur Durchlühruiv:
des ertindungsgemäßen Verfahrens eingesetzt werden beispielsweise aus einem Autoklaven bestehen, wo
durch die Möglichkeit gi geben ist. in besonders wirtschaftlicher
Weise iür das Entgasen der Zwischen
schichten den gleichen Autoklaven zu verwenden, deohnehin für den hachft1' :Juden Klebevorgang vnrgL
sehen ist.
n Zur Durchführung des erlindungsuemäßen \ ei
!ahrens ist eine Vorrichtung vorgesehen, tiie aueinem
Autoklaven und einer oder mehreren .in dei
Randbereichen der Verbundscheibenanordnung an haltenden Dichtungen besteht, die über eine Leiuin:.
an eine außerhalb des Autoklaven liegende Vakuum pumpe angeschlossen shd. und die erfindimgsgcmai
dadurch gekennzeichnet ist, tlaß der Autoklav a:
einen zweiten, von dem Vakuumkreis der Dichtum
getrennten Vakuumkreis angeschlossen ist. Eine andere geeignete Vorrichtung besteht au'
einem Autoklaven und einem otler mehreren vakuum dichien Säcken aus nachgiebigem Material, die übe;
eine Leitung an eine außerhalb des Autoklaven liegende Vakuumpumpe angeschlossen sind, und ist er
findungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß de
Autoklav an einen zweiten, von dem Vakuumkreis de; Säcke getrennten Vakuumkreis angeschlossen is:
Diese Lösung hat noch den Vorteil, daß man du
Säcke für eine leichte Handhabung in bekannte-Weise η^t Reißverschlüssen versehen kann.
Nach Vornahme tier Entgasung, die in erster Linie
Gegenstand der Erfindung ist, kann das eigentliche Verbinden bzw. Verkleben der Scheibenanordnuro
nach irgendeinem zweckmäßigen Verfahren sowie mittels irgendeiner zweckmäßigen Vorrichtung vorgenommen
werden. Erfindungsgemäß kann nach de, Unterdruckbehandlung zur Entgasung der Zwischen
schichten der relative Unterdruck in ilen Zwischenschichten wenigstens teilweise aufrechterhalten, der
Unterdruck in der die Scheibenanordnung enthaltenden K; miner aufgehoben, d:e Kammer unter Überdruck
gesetzt und auf die zum Verkleben notwendige Temperatur gebracht werden.
in bestimmten Fällen ist es dagegen vorteilhaft,
daß nach der Untcrdruckbehandlung die beispielsweise von ilen Dichlungsgarnituren oder den Säcken
umgebenen Zwischenschichten) zunächst auf den normalen Druck gebracht werden, bevor die die Vcr-
5« bundscheibenanordnung enthaltende Kammer untei
Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfall- 60 überdn ck gesetzt und auf die zum Verkleben notrens
ist es besonders vorteilhaft, wenn die einerseits in wendige Temperatur gebracht wird. In anderen Fällen
den ZvViSChCn1ClIiChI(Cn) und andererseits in tier tiie " " ' "" ' ·--<- — ·
Scheibenanordnung umschließenden Kammer ei zeugten Unterdrücke gesondert regelbar sind. Gegebenenfalls
ist es zweckmäßig, mit Rücksicht auf tue Art und Dicke der die Verbundschcibenanordniing bildenden
Scheiben den Beginn der Evakuierung tier Zwischenschichten)
geringfügig gegenüber dem Beginn tier wendige Temperatur gebrac
kann es sogar vorteilhaft sein, die Verbundseheiben
anordnung für den Klebevorgang aus ihren Säcken herauszuziehen.
In anderen Fällen hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, daß während des Verklebungsvoiganges
eine konstante Druckdifferenz zwischen den Zwischenschichten und der die Verbundscheibenan-
Ordnung enthüllenden Kammer iuifreehlerhallen wird,
während es manehmal auch zweckmäßig ist. diese Druckdifferenz variabel zu halten.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung soll nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert
werden, in denen
F i g. I einen Schnitt durch die Vcrbunclschcibcnanordnunp
/eipl:
F i p. 2 ist ein Schnitt durch den Rand einer Vcrbundscheibeiianordnung.
wobei eine der Scheiben und die Zwischenschichten gegenüber der anderen
Scheibe zurückversetzt sind.
Fig. I zeigt eine Vcrbundscheibenanordnung I,
die gebildet wird durch eine Glasscheibe! und eine Ktmslstoffsehcibe 3, welche durch eine Zwischenschicht
4 aus thermoplastischem Material vereinigt sind und die in an sich bekannter Weist in einer klimatisierten
Werkstatt zusammengebracht und in einen Sack eingeführt sind, der aus zwei Gummifolien 6
und 7 aufgebaut ist, die gegeneinander an den Rän dein durch einen Rahmen 8 gepreßt sind. Um das
F.vakuicren von Luft aus dem Innern des Sacks zu erleichtern,
kann man völlig oder teilweise die VerbundscheibenaiKirdnung
mit einem porösen Material 5, beispielsweise Gaze. Flanell oder Köper, abdecken.
Dei so gebildete Sack ist dicht geschlossen. Hr ist im
übrigen mit einem Anschluß9 zur Regelung des Innendrucks
versehen. Der Sack wird dann in den Autoklaven IO eingeführt. Der Autoklav 10 ist mit einem
Anschluß Il verbunden, an den man den Anschluß 9 des Sackes anbringt, um diesen unter Vakuum zu setzen;
weiterhin vorgesehen ist eine OFtnmg 12 zur Belüftung
des Autoklaven, ein Anschluß 13 für ein Druekluftnelz. ein Anschluß 14 für ein Unterdrucknet/,
Öffnungen 15 zurr. Einführen von Warmluft, Belciichtungscinriclitungcii
16, Sichtscheiben 17 sowie in der Figur nicht dargestellt'.' Meßeinrichtungen für
Temperatur und Druck. Nach Einführen des die Vcrbundscheibenanordnung enthaltenden Sacks in den
Autoklaven und nach Verbindung der Anschlüsse 9 und Il wird der Autoklav dicht verschlossen, dann
wird der Unterdruck gleichzeitig im Innern des Sacks und im Autoklaven erzeugt.
Das unter Unterdrucksetzen der beiden Kammern wird so durchgeführt, daß dem Unterdruck im Autoklaven
eine kleine Vorgabe gegeben wird. Auf diese Weise herrscht dauernd ein gewisser Überdruck im Innern
des Sacks gegenüber der Kammer oder des Raumes des Autoklaven, und die beiden Wandungen des
Sacks werden nicht gegen die Verbundscheibenanordnung zusammengedrückt. Auf Grund dieser Tatsache
und dank der Porosität des Filzes wyxl es möglich,
leicht und regelmäßig Luft, Feuchtigkeit und andere flüchtige Produkte abzuziehen, die in der Zwischenschicht
und der Verbundscheibenanordnung eingeschlossen sind. Die zwischen dem unter Unterdrucksctzcn
des Sacks und der des Autoklaven hervorgerufene Verschiebung kann von Hand mittels eines in der
Figur nicht dargestellten Ventils geregelt werden, indem das Verhalten des Sacks über die Sichtscheibe 17
beobachtet wird. Die Regelung ist zufriedenstellend, wenn die Wandungen des Sacks leicht gebläht erscheinen.
Diese erste Entgasungsmaßnahme dauert zwischen etlichen Minuten und einer Stunde entsprechend
dem Grad der Feuchtigkeit des thermoplastischen Materials und je nachdem, ob dieses vorher klimatisiert
worden ist oder nicht. Das Schließen durch Verkleben der Ri: 'der der Verbundscheibenanordnung
wird dann erreicht, indem man den Diuek im In
nern des Autoklaven auf ausreichenden Druck zurückgeführt, beispielsweise auf atmosphärischen
Druck, indem das Innere des Sackes unter Vakuum gehalten wird und indem die Temperatur im Aulokla
vcn kurz oberhalb tier Erweichimgslcmpeiatur der
Klebmitlel-Zwischenschicht gehalten wird.
Die Erfahrung zeigt, daß diese Hcdiugungcn von
Druck und Temperatur für ein gutes Schließen der ίο Ränder der Verbundscheibcnanordnung sorgen, ohne
optische Fehler hervorzurufen, trotz der Sensibilität der Kunststoffscheibe oder Folie gegen Verformu:
gen, die aus einer lokalen Aiipressiing oder /.usani
mendrückung der Wandungen des Sackes gegen die Ränder herrühren.
Der letztgenannte Vorgang, das ist das eigentliche Verkleben, erfolgt dann ebenfalls im Autoklav cn.
nachdem die obere Wand7 des Gummisacks sowie die Hülle 5 aus porösen Material zurückgezogen win
den. Man kann die Vcrbuiuisclicihcnanorduung im
Autoklaven jedoch auch innerhalb der Dichtung odei ihrem Sack auf normalen Druck zurückführen und se
unter Anwendung von Druck und Wärme verkleben Der Autoklav wird dann erneut geschlossen, die
Hei .'Miig angelegt und die Kammer unter ,Druck ;.;esetzt,
indem Druckluft zugeführt wird. Sind Klebtemperatur und -druck erreicht, so werden diese Hedin
gungen etwa 1^ Stunden aufrechterhalten. Diese I cm
peraturen und Drücke werden gegeben durch die I le>
steller der üieimopiasüschen /"wisciieniegcfoiien Im
Polyvinylbutyral liegen sie beispielsweise bei 140 (
und 4 bis K) al.
Dann wird die Temperatur allmählich. beispicN
weise auf 50 C, durch Blasen kalter Druckluft /u
rückgenommen.
Der Druck wird dann auf normalen Druck zurück ücführt. der Autoklav geöffnet.
Die Erfahrung zeigt, daß die so erhaltenen Veibundschcibcnanordnungen
sich auszeichnen gleichzeitig durch ein günstiges Kleben und durch das völlige
Fehlen von Gaseinschlüssen in der Zwischen schicht und von optischen Verformungen, selbst aiii
den Rändern.
In gewissen besonderen Fällen werden die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Ergebnisse
verbessert, wenn die Zwischenschicht und eine der Außenscheiben der Vcrbundschcibc anordnung,
gegen die sicn die Verschlußeinrichtung für die Rän
der abstützt, geringfügig gegenüber der anderer Außenscheibe zurückspringt, gegen die sie unter Zwischenschaltung
der Zwischenschicht geklebt werdet soll.
F ig. 2 zeigt im Schnitt den Rand einer Verbund
Scheibenanordnung dieser Art, die in ihrem Sack ein geschlossen ist. Diese ist aus einer oberen AußcnscheiK
20 und einer Zwischenschicht 19 zusammengesetzt deren Ränder zurückspringen gegenüber denen de
Außenschicht 18 oder, anders ausgedrückt, d i< Scheibe 18 steht gegenüber der Schicht 19 und de
Scheibe 20 vor. Die Anordnung ist in den Sack 21 un ter Zwischenschaltung eines Flanelltuchcs oder eine
Flanellkörpers 22 eingeschlossen, wenn während ver schiedcner Vorgänge der Druck der die Anordnun
der Verbindscheibe umschließenden Kamnicr größe ist als der in den Zwischenschichten herrschende, s
stützt der Sack die Ränder der verschiedenen, die \ er
bundschcibcnanordnung bildenden Anordnungen al indem er eine allgemeine Treppenform annimmt, wi
auf der Figur 711 sehen. Der Sack befindet sieh infolge
Pressung also in Koniakt mit:
dem vertikalen Rand 23 der Scheibe 18,
der freien Flüche 24 des vorspringenden Teils
dieser Scheibe 18.
den zurückspringenden Rändern 25 und 26 der Zwischenschicht 19 und der Scheibe 20.
Auf diese Weise vermeidet man jede Gefahr eines !''Heßens der Zwischenschicht 19 nach außen, eines
!•'Heßens, das sich einstellen könnte, wenn die Schei-
ben 20 und 18 unter dem Hinfluß des Drucks sich stark gegen die Zwischenschicht abstützen wurden
und wenn die Temperatur letzterer ausreichend hoch wäre.
In sämtlichen Fällen unterscheiden sich die Verbundschcibenanordnungen,
die während der vorhergehenden Hnlgasungsvorgänge und während des Schließcns der Ränder nach dem crfindungsgcmäücn
Verfahren behandelt wurden, durch eine ausgezeichnete
optische Qualität und durch das Fehlen von Gasanschlüssen, selbst wciHi sie später einer zufälligen
Temperaturerhöhung ausgesetzt sind.
309 617/353
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung von Verbundscheiben aus Glas oder einem Kunsisloffmaterial.
die unter Anwendung von Wärme und Überdruck mittels Zwischenschichten aus thermoplastischem
Maleria! miteinander verbunden werden, und wobei
'.or dem Verbinden eine Entgasung tier Zwischenschichten
unter Anwendung um Unterdruck •vorgenommen wird. dadurch gekennzeichnet,
daß während des Lntgasungsvorgangs die Zw! ..lenschicht(eu) einerseiis und eine
die Sclieibenanordnung imischlieliende Kammer
andererseits tileichzeitig unter Vakuum gesetzt ij
werden.
2. Verfahren naeh Anspruch I. dadurch »ekenn/eicl·.
et. daß die einerseits in den Zwisehenschiclit(en) uudaiidercrseits in der die Sclieibenanordnung
umschließenden Kammer erzemten Unterdrücke gesondert geregell werden.
3. Verfahren nacl; Anspruch I oder 2. dadurch
gekcnn/eichnet, daß der Beginn der Evakuierung der Zwischenschichten) geringfügig gegenüber
dem Beginn der Evakuierun«, der die Seheibenan-Ordnung
umschließenden Kammer verzögert wird.
4. Veirahren nach einem der Ansprüche I
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Besinn der Evakuie.ung der die Scheibenanordnung umschließenden
Kammer geiii jfiigig verzögert wird
gegenüber dem Beginr, der Evakuierung der Zvvischenschieht(en).
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche I bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß
nach der Unterdruckbchandlung der relative Unterdruek
in den Zwischenschichten wenigstens teilweise aufrechterhalten wird, und daß der Unterdruck
in der die Scheihenanordnung enthaltenden Kammer aufgehoben, die Kammer unter
Überdruck gesetzt und auf die zum Verkleben notwendige Temperatur gebracht wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
nach tier Unierdruckbeiiandlung die Zwischeiischicht(en)
zunächst auf den normalen Druck gcbracht werden, bevor die die Verbundscheibenanordnung
enthaltende Kammer unter Überdruck gesetzt und auf die zum Verkleben notwendige Temperatur gebracht wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet,
daß während des Verklebungsvorganges eine konstante Druckdifferenz zwischen
den Zwischenschichten und der die Vcrbundsclieibenanordnung enthaltenden Kammer aufrechterhalten
wird.
S. Verfahren nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet,
daß während des Verklebungsvorgangs eine variable Druckdifferenz zwischen den Zwischenschichten und der die Verbundsclieibenanordnung
enthaltenden Kammer aiifrechlerhalten wird.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem cder mehreren der Ansprüche 1
bis 8, bestehend aus einem Autoklaven und einer oder mehreren an den Randbercichen der Vcrbundscheibenanordiiung
anhaftenden Dichtungen, die über eine Leitung an eine außerhalb des Autoklaven liegende Vakuumpumpe angeschlossen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Auto
klav (!0) an einen zweiten, von dem Vakuumkreis
der Dichtung (5. 6) getrennten Vakuumkreis angeschlossen ist.
K). Vorrichtung zur Durchführung des Verlahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche I
bis 8. bestehend aus einem Autoklav und einem oder mehreren vakuumdiclüen Säcken aus nach
»iebiuem Material, die über eine Leitung an ein.·
außerhalb des Autoklaven liegende Vakuumpumpe angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet,
dab der Autoklav (10) an einen zweiten, von
dem Vakuumkreis der Säcke (5. 6) getrennten V:; kumkreis anizeschlossen ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR6903831 | 1969-02-17 | ||
| FR6903831A FR2034169B1 (de) | 1969-02-17 | 1969-02-17 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2006655A1 DE2006655A1 (de) | 1970-09-03 |
| DE2006655B2 DE2006655B2 (de) | 1972-09-28 |
| DE2006655C true DE2006655C (de) | 1973-04-26 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10323234A1 (de) | 2003-05-22 | 2004-12-16 | Webasto Ag | Verfahren zum Herstellen einer gewölbten Scheibenanordnung für ein Fahrzeug |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10323234A1 (de) | 2003-05-22 | 2004-12-16 | Webasto Ag | Verfahren zum Herstellen einer gewölbten Scheibenanordnung für ein Fahrzeug |
| DE10323234B4 (de) | 2003-05-22 | 2008-10-30 | Webasto Ag | Verfahren zum Herstellen einer gewölbten Scheibenanordnung für ein Fahrzeug |
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