DE2005408C3 - Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauschern und danach hergestellte Ionenaustauscher - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauschern und danach hergestellte IonenaustauscherInfo
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Description
20 τυυ
vorveröffentlichten älteren deutschen Patentanmeldung P 17 92 230.4 beschrieben. Es wird dort auch beschrieben,
ein derartiges Produkt in Form von Teilchen als Trennungsmediurn für die sogenannte Gelfiltration zu
verwenden, d- h. für ein Trennungsverfahren, das auf dem Vermögen verschiedener Verbindungen beruht,
mit verschiedenen Geschwindigkeiten gemäß ihrer Molekülgröße durch eine Gelschicht zu gleiten. Hierbei
erwies es sich, daß Teilchen dieses Celluloseprodukts in Form einer Schicht oder einer Säule ein relativ gutes
Fließen der Flüssigkeit bewirken. Daß die einleitend beschriebenen Ionenaustauscher auf der Basis regenerierter
Cellulose mit den gegebenen Eigenschaften auch ausgezeichnete Fließeigenschaften aufweisen, ist angesichts
des Standes der Technik nicht überraschend. Ähnliche Ionenaustauscher, bei denen ein Copolymeres
aus Dextran und Epichlorhydrin (vernetztes Dextran) mit einem solchen Vernetzungsgrad, daß die Wasseraufnahmefähigkeit
1 —50 g/g der Trockensubstanz beträgt, als Träger der Ioncjaustauscherreste dient, sind ebenso
bekannt Da solche Ionenaustauscher eine relativ hohe
Porosität aufweisen, haben sie automatisch auch ein relativ hohes Protein-Aufnahmevermögen. Die Talsache,
daß die erfindungsgemäßen Ionenaustauscher, die den bekannten ähnlich sind, und ebenfalls eine relativ
hohe Porosität aufweisen, ein hohes Protein-Aufnahmevermögen besitzen, ist daher auch nicht überraschend.
Hinsichtlich der Ionenaustauscher auf der Basis von vernetztem Dextran ist es jedoch bekannt, daß, wenn
zur Erzielung eines relativ hohen Protein-Aufnahmevermögens eine rel. »iv hohe Porosität erreicht werden
soll, eine solch hohe Wasseraufnahmefähigkeit gewählt werden muß, daß den Produkten schlechte Durchflußeigenschaften
verliehen werden. Ua-oiber hinaus besitzen
diese Ionenaustauscher den großen Nachteil, daß die Ionenaustauscherteilchen nach dem Quellen in einer
wäßrigen Flüssigkeit ein Volumen annehmen, das in hohem Maße von der Zusammensetzung, beispielsweise
von der lonenstärke oder den organischen Lösungsmitteln, der wäßrigen Flüssigkeit abhängt. Dieser Nachteil
erhöhl sich mit zunehmender Wasseraufnahmefähigkeit.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß sich die erfindungsgemäßen Ionenaustauscher in bezug
auf Durchflußeigenschaften und Beständigkeit gegenüber Änderungen der Zusammensetzung der wäßrigen
Flüssigkeit von den Ionenaustauschern auf der Basis von vernetztem Dextran gänzlich unterscheiden, da sich ihr
Volumen trotz ihrer hohen Porosität bei Änderung der Zusammensetzung der wäßrigen Flüssigkeit nicht
wesentlich verändert. Angesichts des Celluloseionenaustauschers und Ionenaustauschers auf der Basis von
vernetztem Dextran betreffenden Standes der Technik muß es als überraschend angesehen werden, daß die
vorliegenden Ionenaustauscher auf der Basis von regeneiierter Cellulose mit den gegebenen physikali
sehen Figenschaften eine Kombination der vorstehend
angedeuteten bevorzugten Figenschaften darstellen, nämlich die Kombination von ausgezeichneten Durch
flußeigcnschaften, einer hohen Beständigkeit gegenüber
Ärideftlngeri def lonenstärke,- einem hohen Protein-Aufriähtirevermögen
und einem hohen Tfennungsverrhögen,
Did Vorliegenden Ionenaustauscher sind daher den
Ionenaustauschern auf der Basis fasefigef Cellulose in bezug auf TfehnüngsVerrhögcn und ProteitvAufnahine'
vermögen überlegen, Sie sind den Ionenaustauschern auf der Basis mikrokristalliner Cellulose in bezug auf
Durchflußeigenschaften und Protein-Aufnahmevermögen und den Ionenaustauschern auf der Basis von
vernetztem Dextran in bezug auf Durchdußeigenschaften und der Beständigkeit gegenüber Veränderungen
der sie umgebenden wäßrigen Flüssigkeit überlegen.
Die Teilchengröße der erfindungsgemäßen Ionenaustauscher Hegt vorzugsweise zwischen 0,01 und 1 mm.
Als Reste Rt der vorstehenden Formel werden vor
allem Methylen-, Äthylen-, Propylen- oder 2-Hydrüxypropylenreste genannt. Die Reste R2, R3 und R4 sind vor
allem Wasserstoff-, Methyl-, Äthyl-, 2-HydroxyäthyI-, Propyl-, 2-Hydroxypropyl-, Butyl- oder 2-Hydroxybutylreste.
Wenn X ein Halogenatom ist, wird Halogenwasserstoff
abgespalten, der von der alkalischen Substanz aufgenommen wird. Wenn X ein Sauerstoffatom ist,
wird sich ein Wasserstoffatom der Cellulose mit dem Sauerstoffatom verbinden und einen Hydroxylreit in
2-Stellung bilden. Diese Reaktion ist vollkommen katalytisch.
Zur Erhöhung der Starrheit der Teilchen kann die Cellulose erfindungsgemäß vernetzt werden. Als Vernetzungsmittel
können Divinylbenzol oder Verbindungen der allgemeinen Formel
X'-R-Y
verwendet werden, in de/ R einen aliphatischen Rest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und X' und Y jeweils ein
Halogenatom oder einen Epoxyrest, der zusammen mit zwei benachbarten Atomen des Restes R eine
Oxirangruppe bildet, bedeuten. Diese Reaktion wird vorzugsweise in einem alkalischen Medium durchgeführt.
Für die Vernetzung geeignete bifunktionelle organische Verbindungen sind beispielsweise Epichlorhydrin,
Dichlorhydrin, 1,2-3,4-Diepoxybutan, Bisepoxypropyläther,
Äthylenglycol-bis-epoxypropyläther und
1,4-Butandiol-bis-epoxypropyläther und eng verwandte
Verbindungen.
Die aliphatischen Ketten, die die Vern -tzungsbrücken
der vernetzten Cellulose bilden, sind entsprechend substituiert, vorzugsweise mit Hydroxyresten und/oder
unterbrochen durch andere Atome, vorzugsweise Sauerstoffatome.
Die Vernetzung der Cellulose kann vor oder nach der Einführung der Resic
-R1-Z
in die Cellulose erfolgen.
In der DE-OS 14 43 596 wird ein Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauschern beschrieben, die aus
substituierter Cellulose bestehen können. Bei diesem Verfphren wird die substituierte Cellulose in Lösung
gebracht und die Lösung zur Bildung von Tropfen verteilt, wonach das lonenaustauschermaterial durch
Zusatz eines Vernetzungsmittels zur I.osung ausgefällt wird. Durch die Vernetzung der Cellulose auf diese
Weise, d. h.. wenn die Cellulose in Lösung ist. wird die
gegenseitige Lage der Makromoleküle in der Cellulose
in einer unregelmäßigen Form fixiert, so daß keine Bildung von Knstalliten stattfinden kann.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dagegen geht rrian von Cellulose aus,die in Form von rutiden Teilchen
regeneriert worden ist. Diese Cellulose besieht aus
Polymefbündeln Von Makromolekülen, die durch NVasserstoffbirtdungen innerhalb der Fasern zusammengehalten
sind, d. h. die Kristallilbildung bei der Wlederausfällung def Cellulose nicht behindert worden
ist. Die dabei entstandenen Körner erhalten ganz
on
05 408
andere Eigenschaften q|s die gemäß der DE-OS 14 43 396 hergestellten Körner. Die letztgenannten
Körner bekommen eine losere Struktur und erhalten demzufolge schlechte Durchflußgeschwindigkeitswerte
und werden labil gegenüber Veränderungen in der lonenstärke bei der Verwtndung als Ionenaustauscher.
Die DE-OS 14 18 604 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauschern, bei dem Cellulose
oder Hydro-iyäthylcellulose mit einem Vernetzungsmittel
umgesetzt und das Vernetzungsprodukt danach mit einem Mittel zur Einführung von Ionenaustausch-Gruppen
behandelt wird. Dieses Verfahren führt in bestimmten Fällen zu einem Produkt, bei dem die
Verteilung der Ionenaustausch-Gruppen ungleichmäßig ist. Es hat sich ferner gezeigt, daß sich in vielen Fällen im
Verlauf der Umsetzung mit dem Mittel zur Einführung von Ionenaustausch-Gruppen oder beim anschließenden
Quellen des trockenen Produkts in Wasser Risse bilden. Das Produkt ist dem gemäß der DE-OS 14 43 396
hergestellten Produkt ähnlich.
Die DE-AS 12 15 124 beschreibt ein Verfahren zur
Herstellung von als Anionenaustauscher verwendbarer Diäthylaminoäthylcellulose, bei dem Cellulose in Form
von Teilchen, die durch Zerkleinern von stab- oder faserförmiger regenerierter Cellulose hergestellt worden
sind, zunächst alkalisiert und dann mit einem Diäthylaminoäthylhalogenid veräthert wird. Die regenerierte
Cellulose ist durch Regenerierung mit einem Regeneriermittel, das in einem mit dem Lösungsmittel
für die Cellulose mischbaren Lösungsmittel gelöst ist, erhalten worden. Das so hergestellte Produkt gehört zu
der sogenannten faserigen Cellulose, die bereits einleitend zum Stand der Technik abgehandelt wurde.
Die DE-OS 14 43 544 beschreibt schließlich ein Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauschern, bei
dem sogenannte mikrokristalline Cellulose verwendet wird. Die Eigenschaften, die die aus diesem Ausgangsmaterial
hergestellten Produkte gemeinsam haben, werden ebenfalls einleitend beschrieben. Der als
Vergleiciismaterial in nachstehender Tabelle als mikrokristallin
bezeichnete Ionenaustauscher entspricht dem gemäß der DK-OS 14 43 544 hergestellter Material.
Nachstehende Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung. Die erhaltenen Ionenaustauscher
werden durch das lonenaustauschvermögen bzw. teilweise durch den Quaternisieiungsgrad charakterisiert.
Andere Eigenschaften der Produkte sind, sofern nicht schon angegeben, aus der nachfolgenden Tabelle
,ersichtlich.
Zur Bestimmung d^r Eigenschaften der erhaltenen
Produkte wurden die nachstehenden Versuche durchgeführt.
Durchflußgeschwindigkeit
Die maximale Durchflußgeschwindigkeit einer Füllkörpcrschicht
mit einem Durchmesser von 5 cm und einer Höhe von 10 cm wurde bestimmt. Bei den aus
runden Teilchen bestehenden Produkten wurde die experimentell bestimmte Durchflußgeschwindigkeit auf
eine mittlere Standardteilchengröße von 0,100 mm umgerechnet, da es bekannt ist, daß die Durchflußgeschwindigkeit
in solchen Fällen dem Quadrat der mittleren Teilchengröße direkt proportional ist.
Protein*AüfnahrneVef mögen
Die Ionenaustauscher wurden zu einer Schicht mit einem Durchmesser von ',5 cm und einer Höhe von
etwa 3 cm gefüllt. Als Puffer für die Anionenaustauschef
wurde eine 0,05 molare Tris(hydroxymethyl)-aminomethanlösung
(Tris) verwendet, deren pH-Wert mit Salzsäure auf 8,0 eingestellt wurde; als Kationenaustauscher
wurde ein Acetatpuffer mit einer lonenstärke von 0,01 und einem pH-Wert von 5,0 verwendet. Eine nach
Prinz (J. Chromatog. 2 [1959] 445) hergestellte
Rinderkohlenmonoxidhämoglobin-Lösung wurde in
einem Verhältnis von 1 :25 in dem jeweiligen Puffer verdünnt und so lange durch die Schicht laufen gelassen,
bis die Konzentration der zugesetzten Lösung derjenigen der abgezogenen Lösung entsprach. Jegliches
überschüssige Protein wurde dann mit den jeweiligen Puffern aus der Schicht ausgewaschen. Das adsorbierte
Protein wurde dann, im Falle der Anionenaustauscher mit 0,10MoI Tris, dessen pH-Wert mit Salzsäure, die
1,0 Mol Natriumchlorid enthielt, auf 7,2 eingestellt war, und im Falle der Kationenaustauscher mit einem
Acetatpuffer mit der lonenstärke von 0,1 und einem pH-Wert von 0,5, der mit 1 MoI Natriumchlorid versetzt
war, eluierL Die Menge des elu: :ten Proteins wurde
spektrophoiornetrisch bestimmt Cie Menge an Ionen
austauscher wurde nach Trocknen der Schicht, nachdem alle Salze und möglicherweise verbleibendes Protein
hcrausgewaschen waren, bestimmt. In der Tabelle ist
2t das Protein-Aufnahmevermögen berechnet als mg
Hämoglobin, adsorbiert pro Milliäquivalent, da es das geeignetste Maß zum Bestimmen der Adsorptionswirkung
ist.
Trennvenpögen und Beständigkeit gegenüber
Änderungen der Ionenkraft
Änderungen der Ionenkraft
Die Ionenaustauscher wurden zu einer Schicht mit einem Durchmesser von 1,5 cm und einer Höhe von
etwa 10 cm gefüllt. Bei den Anionenaustauschern wurden als Puffer 0,1 molare Tris-Salzsäure mit einem
pH-Wert von 83 verwendet, und bei deT Katrnnenaustauschern
wurde ein Acetatpuffer mit einem pH-Wert von 5,0 und einer Ioneristärke von 0,1 verwendet. Dann
•.vurden der Schicht 2 ml einer Hämoglobin-Lösung, die
wie vorstehend beschrieben hergestellt und in einem Verhältnis von 1:10 mit dem jeweiligen Puffer
verdünnt wurde, zugesetzt.
Es wurde ein übliches Meßgefäß mit zwei zylindrischen Kammern verwandt. Die eine Kammer wurde mit
dem jeweiligen Puffer und die andere Kammer wurde mit dem jeweiligen Puffer, der mit 1,0 Mol Natriumchlorid
versetzt worden war, gefüllt. Die Schicht wurde eluiert, wobei eine Flüssigkeit mit einer Geschwindigkeit
von etwa 0,2 ml/Min, aus dem Meßgefäß gepumpt wurde. Die Proteinkonzentration des Eluats wurde auf
einem Aufzeichnungsdiagramm spektrometrisch registriert und die Ionenstärke wurde in den aufgefangenen
Fraktionen durch Chloridtitration bestimmt. Das Trennungsvermögen
wurde aus dem Diagramm ermittelt. Die Schichthöhe wurde nach Beendigung des Tests, als
die lonenstärke etwa 0,4 betrug, bestimmt. Die Schrumpfung c"-T Schicht nach Änderung der Ionenstärke
wurde aus diesen Daten ermittelt.
Bei der Sulfopropyl-Cellulose wurde als Ausgangs^
puffer ein Phosphatpuffer mit einer Io^enkraft von 0,05
und einem pH^Wert von 7,0 verwandt. Als Testsubstanz
wurden 200 mg Ribonuklease und 40 mg Cytöchrom C,
das in 2 fnl deü Ausgangspuffers gelöst war, verwendet.
Die für die Eluierung verwendete Natriumchloridlösung besaß anstelle einer Mölarität von 1,0 eine Molarität
von 1,5, Die Endionenkraft betrug deshalb 0,65.
A. 200 g Cellulosexanthogenal, das 60 g Cellulose mil
einem Polymerisationsgrad von 220 enthält, wurden in 1000 g 5%iger Natriumhydroxidlösung gelöst.
500 ml der Cellülosexarithogehallösühg wurden unter
Verwendung eines Ankerrührer (320 UpM) und 11 g
Celluloseacetatbutyrat als Emulgator bei 20°C in 500 ml
ÄthylendichJorid emulgiert. Als die Cellulosexarithogenattröpfchen
die gewünschte Größe hatten, wurde die Emulsionstemperatur auf 80°C erhöht und eine Stunde
auf diesem Wert gehalten. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wurden 320 g in 300 ml Äthylendichlorid
dispergierte Benzoesäure zugesetzt. Die regenerierte Cellulose wurde zunächst fünfmal mit Aceton
gewaschen, das mit einer solchen Menge Wasser versetzt worden war. daß das Natriumbenzoat kein Gel
schließlich so lange mit Wasser gewaschen, bis sie neutral reagierten.
Das erhaltene Produkt hatte ein Gewicht von 14 g und ein Ionenaustausch vermögen von 0,8 Milliäquiva*
lentenprog.
Celluloseperlen, die gemäß Beispiel IA erhalten wurden, wurden durch Behandlung mit Aceton entwässerl
und 4 Stunden bei 500C unter Vakuum getrocknet.
25 g der auf die vorstehend beschriebene Weise erhaltenen trockenen Celluloseperlen wurden in 125 ml
Toluol und 250 mg Benzethoniumchlorid dispergiert. Die Dispersion wurde anschließend mit 2,3 g Natriumhydroxid
und 250 mg in 50 ml Wasser gelöstem Natriumborhydrid versetzt, worauf 9.5 g Diäthylaminoäthylchloridhydrochlorid
im Laufe von 30 Minuten
bilden konnte. Die Cellulose wurde denn mit Waccpr zu0??^?* wurden D?.nn unirr|i?n ^A σ in 7 mj
gewaschen, wonach es bei 700C mit verdünnter
Schwefelsäure behandelt wurde. Nachdem die Schwefelsäure mit Wasser ausgewaschen worden war, wurde
die Cellulose mit einer verdünnten Natriumhydroxidlösung behandelt; anschließend wurde das Natriumhydroxid
mit Wasser ausgewaschen, wobei die Temperatur während der ganzen Zeit auf 70"C gehalten wurde.
Das erhaltene Produkt war regenerierte Cellulose in Form runder Teilchen einer Größe von im wesentlichen
0.056-0,315 mm. Die Teilchen enthielten 8 g Cellulose pro Deziliter und hatten eine solche Porengröße, daß
Dextran mit einem Molekulargewicht von bis zu etwa 100 · 1O6Jn die Teilchen eindringen konnte.
B. Auf die vorstehend beschriebene Weise erhaltene Celluloseperlen wurden in 50 ml Toluol zusammen mit
100 mg Benzethoniumchlorid (vgl. »The Merck Index«, 9. Auflage. 1976, S. 139) dispergiert Die Dispersion
wurde anschließend mit 1,8 g Natriumhydroxid und 100 mg Natriumborhydrid, gelöst in 20 ml Wasser und
5 g Natriumchloracetat versetzt. Die Temperatur der Suspension wurde dann auf 70°C erhöht, wonach die
Bestandteile drei Stunden unter Rühren miteinander umgesetzt wurden. Nach dem Dekantieren des Toluols
wurde das Produkt zunächst in verdünntem Äthanol und anschließend in Wasser dispergiert Die Celluloseperlen
wurden dann mit einer 0,5 molaren Lösung von Natriumhydroxid behandelt und anschließend mit
Wasser gewaschen, bis sie neutral reagierten.
Das erhaltene Produkt hatte ein Gewicht von 11 g
und ein lonenaustauschvermögen von 1,1 Milliäquiva-Ienten
pro Gramm.
Celluloseperlen, die gemäß Beispiel IA erhalten wurden, wurden durch Behandlung mit Aceton entwässert
und 4 Stunden lang unter Vakuum bei 500C getrocknet
15 g der getrockneten Celluloseperlen, die auf die vorstehend beschriebene Weise erhalten wurden,
wurden in 75 ml Toluol und 200 mg Benzethoniumchlorid
dispergiert Die Dispersion wurde anschließend mit 2 g Natriumhydroxid und 200 mg in 38 ml Wasser
gelöstem Natriumborhydrid versetzt worauf 6 g Propansulton in kleinen Portionen zugesetzt wurden. Die
Suspension reagierte dann 24 Stunden bei Raumtemperatur, wonach das Toiuoi dekantiert und das Produkt in
verdünntem Äthanol dispergiert wurde. Die Celluloseperien wurden dann mit Wasser gewaschen, mit einer
0,1 molaren Natriumhydroxidfösung behandelt und
gelöstes Natriumhydroxid 5 Minuten Inng tropfenweise zugesetzt.
Die Temperatur wurde anschließend auf 600C erhöht
und die Suspension reagierte 15 Stunden lang. Das Reaktionsgemisch wurde dann auf Raumtemperatur
abgekühlt und mit 1,7 ml konzentrierter Salzsäure versetzt, wonach tropfenweise 19,5 ml Propylenoxid
zugesetzt wurden. Die Reaktion wurde 10 Stunden bei 45°C fortgesetzt; anschließend wurde das Toluol
dekantiert und das Produkt in verdünntem Äthanol dispergiert und mit Salzsäure auf einen pH-Wert von 4
angesäuert. Die Celluloseperlen wjrden dann mit Wasser gewaschen, mit einer 0,5 molaren wäßrigen
Salzsäurelösung behandelt und schließlich so lange mit Wasser gewaschen, bis sie neutral reagierten.
Das erhaltene, auf die vorstehend beschriebene Waise getrocknete Produkt hatte ein Gewicht von 26 g und ein
lonenaustauschvermögen von 1,0 Milliäquivalenten pro g und einem Quaternisierungsgrad von etwa 80%.
185 g Celluloseperlen. die 15 g Trockensubstanz enthielten und gemäß Beispiel IA hergestellt wurden,
wurden in einer Lösung, die aus folgenden Komponenten bestand, dispergiert: 125 ml Wasser. 6 g Natriumhydroxid
und 200 mg Natriumborhydrid. Anschließend wurden 13 g Diäthylaminoäthylchloridhydrochlorid binnen
30 Minuten in kleinen Portionen zugesetzt, wonach die Bestandteile 16 Stunden bei 600C miteinander
umgesetzt wurden. Das Gemisch wurde dann mit Salzsäure bis auf einen pH-Wert von 4 angesäuert,
wonach die Celluloseperlen mit Wasser gewasche., wurden, mit einer 0,5 molaren wäßrigen Salzsäurelösung
behandelt und anschließend so lange mit Wasser gewaschen wurden, bis sie neutral reagierten.
Das Ionenaustauschvermögen des erhaltenen Produktes betrug 035 mäqu/g der Trockensubstanz.
Das Ionenaustauschvermögen des erhaltenen Produktes betrug 035 mäqu/g der Trockensubstanz.
A. 500 ml der 5% Cellulose enthaltenden Viscoselösung
(s. Beispiel IA) wurde unter Verwendung eines Turbinenröhre« mit 320 Umdrehungen pro Minute in
einer Lösung aus 11 g Celluloseacetat^ tyrat in 500 ml
Athylenchlorid dispergiert Nach etwa 15 Minuten wurden 160 g Essigsäure bei Raumtemperatur zugesetzt
Die so regenerierten Celluloseperlen wurden zunächst fünfmal mit Aceton gewaschen, um das
Celluloseacetatbutyrat zu entfernen und anschließend mit verdünnter Schwefelsäure bei einer Temperatur von
700C behandelt Nachdem die Schwefelsäure mit
Wasser ausgewaschen Worden war, wurden die Perlen rriit einer verdünnten Natriumhydroxidlösliilg bei einer
temperatur von 70°C behandelt; anschließend wurde das Natriumhydroxid mit Wasser ausgewaschen. Das
erhaltene Produkt enthielt 18 g pro Deziliter Cellulose
und halte eine solche Porengröße, daß Dextran mit einem Molekulargewicht von bis zu 100 Million in die
tiyfi'hen eindringen konnte. Die runden Körnchen wiesen eine Größe zwischen 0,056 und 0,250 mm auf.
B. Auf die vorstehend beschriebene Weise erhaltene
Cellulosepcrlen wurden durch Behandlung mit Aceton
entwässert und bei 500C unter Vakuum getrocknet.4,5 g
des getrockneten Produktes wurden in 22,5 ml Toluol und 45 mg Benzethoniumchlorid dispergiert. Anschließend
wurden 7,5 g Diäthylaminoäthylchloridhydrochlofid und eine Lösung aus 3,6 g Natriumhydroxid und
45 mg Natriumborhydrid in 11,5 ml Wasser zugesetzt. Die Suspension reagierte 75 Minuten bei 6O0C:
aiMUUIICUCIIU WUIUC UiIS IUIUUI UCrVUIIIICI t UHU UUÄ
Produkt in Äthanol dispergiert und mit Salzsäure neutralisiert. Danach wurde es mit Wasser gewaschen,
mit 0,5 molarer wäßriger Salzsäure behandelt und anschließend so lange mit Wasser gewaschen, bis es
neutral reagierte. Das erhaltene Produkt hatte ein lonenauslauschvermögen von l,0mäqu/g und ein
Protein-Aufnahmevermögen von 1,5 Hämoglobin pro mäqu des Ionenaustauschvermögens.
A. Zunächst wurden runde Teilchen der regenerierten Cilulose aus einer Cellulose mit einem Polymerisationsgrad
von 900 auf die in Beispel 5A beschriebene Weise hergestellt. Das Produkt wies einen Cellulosegehalt
von 18,5 g/dl und eine solche Porengröße auf, daß Dextran mit einem Molekulargewicht von bis etwa 1
Million in die Teilchen eindringen konnte. Die Teilchengröße betrug zwischen 0,04 und 0,080 mm.
B. Ein durch Diäthylaminoäthylreste substituiertes Produkt wurde anschließend auf die in Beispiel 5B
beschriebene Weise hergestellt, mit dem Unterschied, daß die Reaktionszeit nur 65 Minuten betrug. Das
erhaltene Produkt hatte ein lonenaustauschvermögen von 1,1 mäqu/gder trockenen Feststoffe.
A. 12 g Cellulosepulver wurden in 300 ml Ammoniumhydroxid
gelöst, das zuvor mit 72 Kupfer(II)-hydroxid und 0,75 g Kupfer(I)-chlorid versetzt worden war, wobei
4,5 Stunden bei 23°Cgerührt wurde.
Die Celluloselösung wurde anschließend bei Raumtemperatur
in 400 ml Toluol emulgiert. in welchem 8 g eines Kondensationsproduktes aus Rizinusfettsäuren
und Äthylenoxid gelöst waren. Die Celluloselösung wurde tropfenweise binnen 5 Minuten bei einer
Rührgeschwindigkeit von 1250 UpM zugesetzt.
Die Emulsion wurde dann in einem dünnen Strahl in ein gut gerührtes Regenerierungsbad geschüttet, das aus
9 Liter Toluol bestand und das mit 750 g Benzoesäure versetzt wurde. Nach Zusatz der gesamten Emulsion
wurde das Rühren weitere 10 Minuten fortgesetzt, wonach man sich die regenerierten Celluloseperlen und
das a'jsgefällte Ammoniumbenzoat etwa 15 Minuten absetzen ließ. Nachdem die überstehende Flüssigkeit
abgesaugt worden war, wurde ein Lösung aus 120 g Natriumhydroxid in 3 Liter Wasser zugesetzt und das
Gemisch so lange gerührt, bis das gesamte Ammoniumbenzoat gelöst war. Die Perlen wurden anschließend auf
einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 40 u mit
45 Wasser gewaschen, wonach sie zum Entfernen des
Kupferrückstands in 300 ml 50%iger Essigsäure dispergiert wurden und anschließend nochmals auf einem Sieb
mit einer lichten Maschenweite von 40 μ mit Wasser
gewaschen wurden;
Das erhaltene Produkt bestand aus regenerierter Cellulose in Form von runden Körnchen mit einer
Größe, die im wesentlichen zwischen 0,050 Und
0,200mm lag. Die Körnchen enthielten 6,7 g Cellulose pro Deziliter und hatten eine solche Porengföße, daß
Dextran mit einem Molekulargewicht von bis etwa 10?
in die Teilchen eindringen konnte.
B. Celluloseperlen, die auf die vorstehend beschriebene Weise erhalten wurden, wurden durch Behandlung
mit Aceton entwässert und bei 500C 4 Stunden unter Vakuum getrocknet.
15 g der getrockneten Celluloseperlen wurden in 75 ml Toluol und 150 g Benzethoniumchlorid dispergiCTt.
Anschließend tVürdo die DiSpcräiOn iTi'ii 7,5 g in
27 ml Wasser gelöstem Natriumchloracetat versetzt. Nach 30 Minuten wurden 2,8 g Natriumhydroxid und
150 mg Natriumborhydrid, gelöst, in 3 ml Wasser zugesetzt, wonach die Temperatur auf 70°C erhöht
wurde und die Bestandteile 3 Stunden bei dieser Temperatur reagierten. Die Perlen wurden dann auf die
IVi Beispiel 1B beschriebene Weise aufgearbeitet.
Das erhaltene Produkt hatte ein lonenaustauschvermögen von 1,0 mäqu/gder Trockensubstanz.
Celluloseperlen, die auf die in Beispiel IA beschriebene
Weise erhalten wurden, wurden durch Behandlung mit Aceton entwässert und bei 50°C 4 Stunden unter
Vakuum getrocknet.
50 g der auf die vorstehend beschriebene Weise erhaltenen getrockneten Celluloseperlen wurden in
300 ml Toluol und 500 mg Benzethoniumchlorid dispergiert. Die Dispersion wurde anschließend mit 72 g
Chlormethylphosphonsäure versetzt, worauf eine Lösung
aus 60 g Natriumhydroxid und 500 g Natriumborhvdrid in 60 ml V/asser nach und nach binnen 30
Minuten zugesetzt wurde.
Danach wurde die Temperatur auf 9O0C erhöht und
man ließ die Suspension 16 Stunden reagieren. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt
und das Toluol dekantiert, worauf das Produkt zunächst in verdünntem Äthanol und anschließend in
Wasser dispergiert wurde. Danach wurden die Perlen mit 0,5 molarem Natriumhydroxid behandelt und so
lange mit Wasser gewaschen, bis sie neutral reagierten.
Das erhaltene, auf die vorstehend beschriebene Weise
getrocknete Produkt hatte ein Gewicht von 55 g und ein lonenaustauschvermögen von 0,8 mäqü/g. Die Fließgeschwindigkeit
betrug 150 cm/Std. und die Volumenänderung bei einer Änderung der lonenstärke von 0,1 auf
0,5 betrug 4%.
200 ml des ausgefällten Gels, das gemäß Beispiel 4 hergestellt worden war und 15 g Trockensubstanz
enthielt, wurde durch Abnutschen von Wasser befreit und anschließend zweimal in 0,5 molarem Natriumhydroxid
dispergiert Nachdem das Wasser abgenutscht worden war, wurden die mit Alkali durchtränkten
Perlen in 225 ml Toluol dispergiert, in welchem 1,5 g Benzethoniumchlorid gelöst waren. Die Temperatur
wurde auf 50°C erhöh, und nach 20 Minuten wurden
lOg Epichlorhydrin zugesetzt. Nach 30 Minuteri wurde
die Reaktion abgebrochen und das Produkt in verdünntem Äthanol dispergierl. Anschließend wurde
das Gemisch mit Salzsäure auf einen pH-Wert von 4
angesäuert, wonach die Celluloseperlen so lange mit Wasser gewaschen wurden, bis sie neutral reagierten.
Das lonenaustauschvermögeh des erhaltenen Produktes betrug 0,8 mäqu.
| Produkt Typ | lonenaustauscherrcsl | Durch- | Pfoteinaufnahmever- | Trennver | Schrump |
| flußge- | mögen (Reversible | mögen | fung1) | ||
| schwin- | CO-Hämoglobin- | ||||
| digkeit | adsorption) mg Hämo | ||||
| globin pro mäqü. der | |||||
| tm/Std. | ionischen kapazität | % | |||
| Gellulose(Vergleich)faserig | DEAE | 1300 | 340 | nichtgül | 0 |
| CelluloseCVergleichJmikrokristallin | DEAE | 50 | 480 | sehr gut | 5 |
| mit Epichlorhydrin vernetztes | DEAE | to | 1380 | sehr gut | 35 |
| Dextran (Vergleich) | |||||
| Beispiel 4 VofiicgiSfiuc Effifiuuiig | ucnc | IUJ | senrgui | 3 | |
| Beispiel 6 vorliegende Erfindung | DEAE | 300 | 760 | gut | 0 |
| Beispiel 1 vorliegende Erfindung | Carboxymelhyl | 130 | 270 | gut | 2 |
| Beispiel 2 vorliegende Erfindung | Sulfopropyl | 130 | 2060 | sehr gut | 6 |
| Beispiel 3 vorliegende Erfindung | R2 = R3 = Äthyl | 140 | 800 | sehr gut | 1 |
| R4 = 2-Hydroxypropyl | |||||
| Beispiel 7 vorliegende Erfindung | Carboxymelhyl | 120 | 1150 | gut | 0 |
| Beispiel 9 vorliegende Erfindung | DEAE | 190 | 600 | sehr gut | 0 |
| , Endschichtvolumen, ml ') Gegeben als 100 — ■ 100 |
Anfangsschichtvolumen, ml
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauschern, bestehend aus runden Teilchen regenerierter
Cellulose, die durch Reste der Formel
-R1-Z
substituiert ist, in der Ri einen niederen Alkylenrest
mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, tier gegebenenfalls mit einem Hydroxyrest substituiert ist, und Z einen
Carbonsäure-, Sulfo- oder Phosphonorest, oder deren Salze, oder eine Aminogruppe der Formel
— N
I
\
\
oder eine quateraäre Aminogruppe der Formel
-N-Rf. OH
R4
R4
oder deren Salze, worin R2, R3 und R4 jeweils ein
Wasserstoffatom oder einen gegebenenfalls mit einem Hydroxylrest substituierten niederen Alkylenrest
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind, bedeuten, wobei der Substitutionsgrad einem Ionenaustauschvermögen
von 02—1,8, vorzugsweise 0,5—1,2 Milliäquivalent pro Gramm der Trockenmasse
entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß J5 man regenerierte Cellulose in Form von runden
Teilchen, die 2 bis 25% Cellulose, berechnet als Gewicht des nichtsubstituierten Produktes pro
Volumen, enthalten und Poren einer Größe von etwa 2 bis 2000 ηιμ aufweisen, in wäßrigem Medium
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
XR1Z
in der Ri und Z jeweils die vorstehend genannte
Bedeutung haben und X ein Halogen- oder ein Sauerstoffatom bedeutet, das mit einem Kohlenstoffatom
in 2-Stellung der Alkylenketle eine Oxirangruppe bildet, in Gegenwart eines alkalischen
Reaklionsteilnehmers umsetzt und die Teilchen gegebenenfalls in ihre Salze überführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß man als Ausgangsstoff eine regenerierte Cellulose verwendet, die mit Divinylbenzol oder
einer Verbindung der allgemeinen Formel
X-R-Y
vcrnet/t worden ist. wobei R einen aliphatischen Rest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und X' und Y
jeweils ein Halogenatom oder eine Fpoxygruppe. die mit <wei benachbarten Atomen des Restes R &q
eine Oxirangruppe bilden, bedeutet!
3. ionchauslaüsclicr, hergestellt nach dem Verfall'
ren gemäß Anspruch I und 2.
4. Ionenaustauscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße 0,01 bis
I mm beträgt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauschern sowie danach hergestellte
Ionenaustauscher gemäß den vorstehenden Ansprüchen.
Ionenaustauscher ähnlicher Art sind bereits bekannt. Als Ausgangsmaterial zur Herstellung dieser Ionenaustauscher
kann eine sogenannte faserige Cellulose, die durch Ionenaustauschergruppen substituiert ist, verwendet
werden. Als ein Mittel zum Einführen dieser Gruppen kann beispielsweise Triäthanolamin, das
mittels Epichlorhydrin an die Cellulose gebunden ist, verwendet werden (ECTEOLA-Cellulose). Ein anderes
Verfahren zur Herstellung von Ionenaustauschern auf Cellulosebasis besteht darin, daß faserige Cellulose zum
Einführen von Gruppen der Formel
-R1Z
mit einer Verbindung der Formel
XR1Z,
XR1Z,
in der X ein Haiogenaiom, vorzugsweise ein Chioraiom
oder Bromatom ist und Ri und Z jeweils die vorstehend
genannten Bedeutungen haben, behandelt wird, wobei der entsprechende Wasserstoff Halogen abgespalten
und durch eine alkalische Verbindung wie Natriumhydroxid neutralisiert wird. Wenn also die Verbindung der
Formel
XR1Z
Diäthylaminoäthylchiorid ist. wird die faserige Cellulose durch Diäthylaminoäthylreste substituiert (DEAE-CeI-lulose).
Als Cellulose-Ausgangsmaterial zur Herstellung von Ionenaustauschern kann auch sogenannte mikrokristalline
Cellulose verwendet werden. Um eine solche
Cellulose zu erhalten, werden die amorphen Teile der Cellulose unter Anwendung verschiedener Behandlungsmethoden,
wie beispielsweise der Behandlung mit verdünnter Säure, entfernt, so daß nur kristalline
Bereiche übrigbleiben. Die vorstehend aufgeführten Cellulose-Ionenaustauscher besitzen alle den Nachteil,
daß sie ein ungenügendes Protein-Aufnahmevermögen aufweisen. Derartige Ionenaustauscher, die sehr häufig
für chromatographische Zwecke verwendet werden, sollten vor allem da^ vorstehend genannte Aufnahmevermögen
in hohem Maße besitzen. Ionenaustauscher auf der Basis von faseriger Cellulose in Form einer
Schicht oder einer Säule haben den Nachteil, daß sie ein niedriges Trennungsvermögen gegenüber Substanzgemischen
haben, während Ionenaustauscher auf der Basis
mikrokristalliner Cellulose in Form einer Schicht oder eiriT Säule bewirken, daß eine durch die Schicht
fließende Flüssigkeit eine zu niedrige Fließgeschwindigkeithat.
Ks wurde nun gefunden, daß sich die vorsiehend
beschriebenen Nachteile wesentlich reduzieren oder vermeiden und die Vorteile eines hohen Protein-Auf
nahnievermögens mit ausgezeichneten Durchflußeigen
schäften und einem ausgezeichneten Trennungsvermögen einer aus dieser Cellulose gebildeten Schicht in
einem Ccüüloseprodukt dadurch kombinieren lassen,
daß man als Cellulöscgrundmateriäl in den vorstehend beschriebenen lonenaustaiischeftt eine regenerierte
Cellulose in Porffi runder Teilchen verwendet, die 2—25% Cellulose, berechnet als Gewicht des nichtsub·
stituierten Produkts pro Volumen, enthalten und Poren einer Größe von etwa 2 bis ZÖÖO mn aufweisen.
Die vorstehend genannten, erfindungsgemäß einsetzbaren nicht substituierten Produkte werden in der nicht
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