DE2003730A1 - Luftreifen - Google Patents
LuftreifenInfo
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Description
Luftreifen
Die Erfindung betrifft Luftreifen und findet insbesondere Hutzanwendung
im Zusammenhang mit Reifen, die eine geneigte Gürtelanordnung besitzen und für das Anwenden bei Personenkraftwagen
vorgesehen sind.
Eine der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin. Gürtelreifen
und insbesondere Reifen mit geneigter Gürtelanordnung neuartiger und verbesserter Bauart zu schaffen, die niedrigere
Arbeitstemperaturen, insbesondere in dem Schultergebiet des Reifens aufweist, verbesserte mechanische Festigkeit in dem
Gürtelgebiet des Reifens besitzt, verbesserte Quetschfestigkeit insbesondere bezüglich des Gürtelgebietes des Reifens zeigt,
verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Abtrennen der Gürtelkante zeigt, verbesserte Laufbandsteifheit besitzt, wodurch
sich eine Verbesserung der Abriebqualität des Laufbandes ergibt, sowie verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber Einschnitten
und Vergrößern von Schnitten besitzt.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert, die weggebrochen und
im Querschnitt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Reifens mit geneigter Gürtelanordnung wiedergibt.
Der erfindungsgemäße Luftreifen 10 weist eine Karkasse 12 und ein Laufband 13 auf, das über der Karkasse 12 angeordnet ist
und sich um den Umfang derselben herum erstreckt. Die Karkasse 12 weist eine Mehrzahl an Verstärkungslagen eines mit Cord verstärkten
Kautschuks auf, wobei die Verstärkung allgemein als Reifencord-Textilgut bezeichnet wird. Bei der hier gezeigten
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Ausführungsform werden zwei derartige Lagen 14, 15 antjewandt,
und die die Lagen verstärkenden Cordewerden aus einem Polyester in Form eines kontinuierlichen Fadens hergestellt. Wenn
auch Polyester-Reifencordtextilgut bevorzugt ist und eindeutige Vorteil als ein Karkassenlagen-Cordmaterial bedingt, kann
man doch erfindungsgemäß auch andere Materialien für den Verstärkungscord der Karkassenlagen anwenden. Derartige andere
Materialien können Nylon, Kunstseide, Fiberglas, Metall oder irgendein anderes Material oder Kombination von Materialien
sein, deren Anwendung sich als geeignet für die Verstärkung von Karkassenlagen von Reifen erwiesen hat. Bei der speziellen hier
gezeigten Ausführungsform erstrecken sich die Karkassenlagen 14
und 15 kontinuierlich zwischen einem Paar im Abstand zueinander angeordneter Wülste 16, deren jeder allgemein kreisförmig ist
und eine Mehrzahl an Windungen eines nicht dehnbaren Drahtes aufweist. Die Karkassenlagen 14, 15 sind um die 'Wülste zwecks Verankern
der Lagen bezüglich derselben herum geschlagen. Wenn auch eine zweilagige Karkassenbauart der in der Zeichnung gezeigten
Art bevorzugt ist, kann gegebenenfalls doch auch jede
andere geeignete Anzahl an Karkassenlagen angwwandt werden.
Die Verstärkungscorde der Karkassenlagen 14, 15 erstrecken sich allgemein parallel zueinander im Inneren jeder Lage und
mit einen vorherbestimmten Winkel gegenüber der sich in der
Hitte des Umfanges erstreckenden Hittelebene des Reifens. Unter der sich in der Mitte des Lmfangs erstreckenden Mittelebene des
Reifens ist die Eoene zu verstehen, die sich rechtwinklig zu der Drehachse des Reifens erstreckt und durch die ümfangsmittellinie
des mit dem Boden in Berührung kommenden Teils des Laufbandes 13 ties Reifens hindruchgeht. Unter dem mit dem Boden in
Berührung kommenden Teil des Laufbandes ist das Teil des Laufbandes
zu verstehe^, das normalerweise mit dem Beden in Berührung
steht, sobald der Reifen auf einer Felge angeordnet, auf seinen normalen Arbeitsdruckbereich aufgepumpt F άϊ, Einern
innerhalb des norriaien Belastungsbereiches des T'.eii .rs belasteten
Wagen angeordnet ist und während das Fahrzeug u \,l. Der
Winkel, den die Corde der Karkasseniage mit und au der sich um
den mittleren Umfang der Mittellinie des Reifens beschreiben,
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BAD ORIGINAL
wird als der "Cordwinkel" bezeichnet. Dort, wo die Karkasse
12 eine Karkasse mit geneigten Lagen ist, beläuft sich der
Cordwinkel jeder der Karkassenlagen auf nicht mehr als 55$
und liegt vorzugsweise innerhalb eines Bereiches von 30 bis 40°, und der Cordwinkel jeder der Karkassenlagen ist gleich demjenigen
der anderen Karkaassenlage, der sich jedoch in entgegengesetzter Richtung erstreckt. Der hier in Anwendung kommende
Ausdruck "geneigt" betrifft die Tatsache, daß der Cordwinkel der Karkassenlagen sich auf nicht mehr als 55° beläuft, und
dies im Gegensatz zu sogenannten Radialreifen, bei denen der Cordwinkel der Karkassencorde wesentlich größer als 55° ist und
sich z.B. auf 75 bis 90° beläuft. Der hier in Anwendung kommen- j
de Ausdruck "geneigt" ist somit nicht mit anderen Benutzungen des Ausdrucks im Zusammenhang mit Radialkarkassenreifen zu verwechseln
und dient lediglich der Aussage, daß sich die Karkassen -corde mit einem Winkel gegenüber der sich mittig un den Umfang
herum erstreckenden Mittelebene des Reifens erstrecken.
Über dem Scheitel der Karkasse 12 und zwischen der Karkasse
und dem Laufband 13 liegt ein Gürtel 18 vor, der sich bezüglich des Umfanges vollständig um die Karkasse herum erstreckt.
Der Gürtel eines erfindungsgemäßen Reifens ist nicht mit einem Protektor zu verwechseln, wie er bei bestimmten Reifen mit geneigter
Karkasse angewandt wird. Ein Protektor weist herkömmlicherweise eine oder mehrere Lagen aus mit Cord verstärktem
Kautschuk auf, die über dem Scheitel der Karkasse angeordnet f sind und besitzt einen Cordwinkel, der sich nicht wesentlich
von dem Cordwinkel der Karkassenlagen unterscheidet und oftmals praktisch gleich demselben ist. So wie ein Gürtel ist ein Protektor
nicht an den Wülsten des Reifens verankert, vielmehr
sind dessen Kanten benachbart zu den Schultergebieten des Reifens angeordnet. Ein wesentlicher kennzeichnender Unterschied
zwischen einem Reifen mit einer geneigten Karkasse mit einem Protektor und dem Gürtel eines Gürtelreifens besteht darin,
daß der Gürtel im Gegensatz zu dem Protektor bei aufgepumptem Reifen die Karkasse zusammenhält. Wenn z.B. ein Reifen mit
geneigter Gütelanordnung aufgepumpt wird, verhindert der Gürtel, daß die Karkasse den äußeren Durchmesser an der nittig sich um
den Umfang erstreckenden Mittelebene des Reifens erreicht, der
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ORIGINAL INSPECTED
normalerweise erreicht werden würde, wenn kein Gürtel vorliegt, und die Differenz dieser Durchmesser ist erheblich. Das Zusammenhalten
der einen geneigten Aufbau aufweisenden Karkasse durch den Gürtel ist teilweise verantwortlich für die stark verbesserte
Leistungsfähigkeit eines Reifens mit geneigter Gürtelanordnung. Weiterhin besitzt der Gürtel eines derartigen Reifens einen
Cordwinkel, der im Gegensatz zu einem herkömmlichen Protektor wesentlich kleiner als der Cordwinkel der Karkassenlagen ist.
Weiterhin wird die Karkasse eines Gürtelreifens mit einem Außendurchmesser an der sich mittig um den Umfang herum erstreckenden
Mittelebene vulkanisiert, der wesentlich kleiner als der Durchmesser
ist, den die Karkasse normalerweise im aufgepumpten Zustand einnehmen würde, wenn kein Zusammenhalten durch den Gürtel
erfolgt. Man sieht somit, daß sehr ausgeprägte baumäßige und betriebsmäßige Unterschiedlichkeiten zwischen einem Gürtel eines
erf indungsgenäßen Gürtelreif ons und einen Protektor, wie er bei herkömmlichen geneigte Anordnung aufweisenden Karkassenreifen
vorliegt, und das gleiche gilt ebenfalls zwischen dem Karkassengdrtelverhaltnis
eines eine geneigte Karkasse aufweisenen Protektorreifens und z.B. eines einen geneigten Gürtel aufweisenden
Reifens.
Der Gürtel 18 weist eine mehrlagige Bauartauf und bei der hier gezeigten spezifischen Aus führungsform liegen lediglich zwei
Gürtellagen 20, 22 vor. Gegebenenfalls kann jedoch eine unterschiedliche
Anzahl an Gürtellagen angewandt werden. Jede der Gürteliagen v/ird aus Reifencord-Textiigut hergestellt oder mit
anderen Worten, es wird eine Hdhrzahl paralleler Verstärkungscorde in eine Kautschukmatrix eingebettet. Der hier in Anwendung
kommende Ausdruck Kautschuk ist so zu verstehen, daß derselbe
irgendein Material oder Masse entweder synthetischen oder natürlichen Ursprungs und Kombinationen derselben wiedergibt, die
für das Anwenden in einem Reifen für den vorgesehenen Zweck geeignet sind.
Die Corde der Gürtellagen besitzen einen Cordwinkel, der wesentlich
kleiner als der Cordwinkel der Karkassenlagen ist. Dort wo der Karkassenlagen-Cordwinkel eines Reifens mit geneigter
Gürtelanordnung z.D. innerhalb des Bereiches von angenähert
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30 bis 40° vorliegt, ist es bevorzugt, daß der Gürtelcordwinkel innerhalb des Bereiches scnn angenähert 22 bis 30° liegt. Der
Cordwinkel der Gürtellagen ist in der gleichen Weise wie der Cordwinkel der Karkassenlagen definiert. In jedem Fall, wo der
Cordwinkel der Karkassenlgen oder Gürtellagen angegeben tt, versteht
es sich, daß dieser Winkel gemessen wird, nachdem der Reifen vulkanisiert, auf einergeeigneten Felge angeordnet und auf
einen Druck aufgepumpt worden ist, der innerhalb des normalen Arbeitsdruckbereiches liegt.
Wie in dem Fall der Karkassenlagencorde, bei der speziellen
wiedergegebenen Ausfuhrungsform sind die Corde der Gürtellagen
mit gleichen, jedoch entgegengesetzt zueinander verlaufenden A
Cordwinkeln geneigt. Bei der spzeiellen Ausfuhrugnsform nach der
Zeichnung weist weiterhin die radial äußere Gürtellage 22 eine Breite kleiner als die Breite der inneren Gürtellage 20 auf, und
die äußere Gürtellage 22 besitzt eine Breite, die angenähert gleich der Breite des mit dem Boden in Berührung stehenden Teils
des Laufbandes 13 des Reifens ist.
Bei einer bevorzugten Bauart eines erfindungsgemäßen Reifens mit geneigter öürtelanordnung sind die Corde der Gürtellagen
20, 22 aus Fiberglas in Form eines kontinuierlichen Fadens aufgebaut, da gefunden wurde, daß die Kombination aus einem derartigen
Fiberglasgürtel mit einer Polyestercordkarkasse bei einem Reifen mit geneigter Gürtelanordnung ausgeprägte Vorteile be- m
dingt. Dies besagt jedoch nicht ,daß im Rahmen der Erfindung ^
auch andere Materialien für die Gürtelcorde angewandt werden können Derartige andere Materialien können Polyester, Kunstseide,
Metall oder irgendein anderes Material oder Kombination von Materialien sein, von denen gefunden wurde, daß dieselben für
das Anwenden bei dem Herstellen eines verstärkten Cordes für den Gürtel eines Gürtelreifens möglich sind.
Nach einer erfindungsgemäßen Ausführungsform, wie allgemein
durch das Bezugszeichen 24 gezeigt, ist über dem Gürtel 18 wenigtens unmittelbar benachbart zu den Gürtelkanten und zwischen dem
Gürtel 18 und dem Laufband 13 eine Menge einzelner, relativ kurzer Fäden eingebettet in Kautschkk vorgesehen. Nach einer be-
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vorzugten Ausfü'nrungsform, wie in der Zeichnung wiedergegeben,
sind die Faden wahllos orientiert und eingebettet im Inneren und stellen einen integrierenden Bestandteil dar einer Kautschuklage,
die zwischen dem Gürtel und dem Laufband angeordnet ist, und somit liegen die Fäden in einer lagenartigen Konfiguration
vor. Die Faden sind allgemein einheitlich in Inneren der Matrixlage aus Kautschuk verteilt, in der dieselben eingebettet sind.
Eine derartitgeVerteilung wird in geeigneter Weise z.B. vermittels Einführen der Faden in den Kautschuk erreicht, sobald derselbe
durch eine Kalandrierungs- oder Knetvorrichtung hindurchgeführt
wird, und zwar unter Ausbilden einer Lage oder Schicht eines mit Faden verstärkten Kautschuks. Da derartige Verfahren
oei dem Herstellen von Lagen oder Schichten eines mit Fäden verstärkten
Kautschuks allgemein bekannt sind, erübrigt sich eine weitere ins einzelne gehende Erläuterung.
Nach einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsforn handelt es
sich bei den Kautschuk, in den die oben geschriebenen Fäden eingebettet
werden, um. einen Kautschuk geringer Hysteresis. Unter einem Kautschuk geringer Hysteresis ist für die erfindungsgemäßen
Zwecke ein i\autschuk zu verstehen, der die Ligenscnaft besitz,
weniger Warne als der Kautschuk des Laufbandes unter den
gleichen Bedingungen einer sich periodisch sich wiederholenden Belastung zu erzeugen. Der oben angegebene Kautschuk geringer
Hystertsis des Laufbandes ist derjenige Kautschuk, der sich an
der Stelle befindet, die oftmals als Ilichtschleuderteii des
Laufbandes bezeichnet wird. Der liichtschleuderteil des Laufbandes
ist derjenige Teil, der dergestalt profiliert ist, daß sich in Umfangsrichtung oder in seitlicher Richtung erstreckende
Ausnehmungen, Schlitze, Rillen usw. oder Kombinationen derselben erstrecken unter Ausbilden eines dreidimensionalen flusters aus
Rippen oder Blöcken oder Kombinationen derselben in dem Laufband. In Richtung nach innen bezüglich des Nichtschleuderteils des
Laufbandes ist das Teil des Laufbandes angeordnet, das oftmals
als Unterlaufband bezeichnet wird. Das Unterlaufband kann aus dem gleichen oder anderem Material als das IJichtschleuderteil
des Laufbandes bestehen. So ist es z.B. bekannt, einUnterlaufband vorzusehen, bei dem wenigstens Teile aus einem Kautschuk
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mit der Eigenschaft bestehen, daß weniger Wärme als durch den das Nichtschleuderteil des Laufbandes gebildeten Kautschuk unter
den gleichen Bedingungen einer sich periodisch wiederholenden Belastung ausgebildet wird. Nach einer weiteren erfindungsgenäßen
Ausfuhrungsform wird somit ein Gürtelreifen mit einem Unterlaufband
vorgesehen, das vollständig oder teilweise aus einem Kautschuk gefertigt ist, der sich von dem Kautschuk in dem lNxchtschleuderteil
des Laufbandes unterscheidet, wobei eine Menge eines vermittels
fadenförmigem Material verstärkten Kautschuks geringer Hysteresis zwischen dem Gürtel und dem Laufband und unmittelbar
benachbart zu den Gürtelkanten angeordnet ist. Dort, wo weiterhin ein Kautschuk geringer Hysteresis als solcher oder teilweise für
das Unterlaufbandteil des Laufbandes angewandt wird, könnte der J
gleiche Kautschuk wohl ebenfalls als Matrix für die Fäden angewandt werden. Nach einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsforn
können dort, wo wenigstens die Teile des Unterlaufbandes unmittelbar benachbart zu den Gürtelkanten aus Kautschuk geringer
Hysteresis bestehen, diese Teile des Unterlaufbandes mit Fäden
der oben beschriebenen Ar "° ·°*:'Jrkt sein.
Der vermittels Fäden verstärkte Kauts^nuV" wird praktisch gereckt
über dem Gürtel angeordnet. Hierunter ist /,u verstehen, daß der
die Fäden enthaltende Kautschuk direkt, über und im Berührung mit der äußeren Gürtellage 22 gebracht werden kann, wenn man auch
erf indungsgeruiß zwischen der?, vernittels Fäden verstärkten Kaut
-schuk und der. Gürtel eine relativ dünne Kautschukschicht anordnen
kann, die keine Fäden enthält. !lach einer bevorzugten Zmsführungs- "
forn weisen die Fäden kurze Länge auf und bestehen aus einem mit Messing plattierten Stahldraht, der einen Durchmesser von
angenähert 0,15 nn und eine Länge von 9,5 bis 16,0 mm und vorzugsweise
angenähert 1,27 mn aufweist. Die Fäden sind wahllos in dem Sinne orientiert, daß der vermittelet des fadenförmigen
Materials verstärkte Kautschuk keinen wesentlich größeren Elastizitätsmodul ader Kiderstand gegen Dehnung in irgendeiner Richtung
in Inneren der allgemeinen Ebene desselben als in irgendeiner anderen Richtung im Inneren der allgemeinen Ebene desselben
aufweist.
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BAD ORIGINAL
Wenn auch Stahldraht als fadenförmige Verstärkung bevorzugt ist,
kann man doch erfindungsgemäß andere fadenförmige Materialien,
wie Nylon, Polyester, Kunstseide oder andere geeignete Textilmaterialien oder Fäden aus Glas oder irgendeinem anderen Material
oder Kombination an Materialien anwenden, deren Verwendung sich für den vorgesehenen Zweck als möglich erwiesen hat.
Das fadenförmige Material kann eine Menge von 1 bis 40 Gew.%
bezüglich des Gesamtgewichtes aus Kautschuk und Fäden in dem
Verbundkörper aus Fäden und Kautschuk aufweisen. Dort wo das fadenförmige Material Draht ist, ist es bevorzugt, daß die Konzentration
nicht größer als etwa 12% ist und eine geringere Konzentration dürfte ebenfalls zu zufriedenstellenden ERgebnisscn
führen. Ls ist bevorzugt, daß dort wo die Fäden in Schichtform
vorliegen, die Dicke der Schicht sich auf nicht mehr als angenähert 3,8 mm beläuft und es wurde gefunden, daß zufriedenstellende
Lrgebnisse in einem Reifen mit geneigter Gürtelanordnung für Personenkraf tv/agen erzielt werden, wo sich die Schicht
der Fäden auf nicht größer als 15,2 mm Dicke beläuft.
Bei einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform unter
Anwenden einer fadenförmigen Schicht besitzt die Schicht eine
Breite, die wenigstens genau so groß wie die Breite des Gürtels 18 ist. unter der Breite des Gürtels 18 ist die Gesamtbreite
der Gürtelanordnung unabhängig von der Breite irgendeiner der Gürteilagen zu verstehen. So würde z.B. bei der hier in der
Zeichnung gezeigten speziellen Ausführungsform die Breite des
Gürtels durch die Breite der weiteren inneren Gürtellage 20 bestimmt werden. Um zu einem veroesserton Schutz gegen ein Abtrennen
der Gürtelkante im Inneren des Reifens zu erzielen, und zwar insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten, ist es weiterhin
bevorzugt, daß sich der vermittels Fäden verstärkte Kautschuk sich von innen nach außen der äußeren Kanten 26,28 des
Gürtels 20 erstreckt. Dort, wo der vermittels Fäden verstärkte Kautschuk in Form einer Schicht vorliegt, die sich vollständig
über den Gürtel hin erstreckt, kann dieses angestrebte Ergebnis leicht dadurch erzielt v/erden, daß die Schicht mit einer größeren
Breite als derjenigen des Gürtels vorgesehen wird.
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Erfindungsgemäß aufgebaute Reifen mit geneigter Gürtelanordnung haben wesentlich verbesserte Leistungsfähigkeit gegenüber einem
in ähnlicher Weise aufgebauten Reifen gezeigt, der jedoch keinen vermittels fadenförmigem Material verstärkten Kautschuk zwischen
dem Gürtel und dem Laufband enthält. Bei einem speziellen Testvergleich werden z.B. zwei Reifenbauarten der J-78-15 Gröfie angewandt.
Beide Bauarten weisen Karkassen verstärkt mit zweiladfigem
Polyestercord auf, wobei sich der Karkassencordwinkel auf angenähert 33,5° beläuft. Beide Reifen besitzen weiterhin einen
Gürtel verstärkt mit zwei Lggen Fiberglascord, der einen Cordcwinkel
von angenähert 25° besitzt. In lediglich einem dieser Reifen ist zwischen dem Gürtel und dem Laufband eine Schicht
eines vermittels Drahtfäden verstärkten Kautschuks geringer Hysteresis angeordnet. Die Fäden sind wahllos orientiert und liegen
in einer Konzentration von angenähert 12 Gew.% bezüglich des Gesamtgewichtes der Fäden des Kautschuks vor, in dem die Fäden
eingebettet sind. Die Fäden weisen einen Durchmesser von angenähert 0,152 mm und eine Länge von angenähert 1,27 cm auf. Die
vermittels Fäden verstärkte Schicht weist eine Dicke von angenähert 1,52 mm auf und erstreckt sich über den gesamten Gürtel
sowie über die Kanten desselben etwa 1,27 cm hinaus. Die vermittels Fäden verstärkte Schicht wir d direkt über und in Berührung
mit dem Gürtel angeordnet.
Diese zwei Bauarten werden bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten
oberhalb 120 km/h an einem herkömmlichen Testrad unter vorgeschriebenen Aufpumpt- und Belastungsbedingungen sowie in einer
derartigen rtfeise geprüft, die darauf hinzielt, in dem geprüften
Reifen frühzeitig ein Versagen zu bewirken. Während der Kontrollreifen ohne fadenförmige Schicht eine zufriedenstellende Kilometerzahl
zurücklegt, bevor ein Versagen durch Abtrennen der Fläche der Gürtelkanten erfolgt, legt doch der die fadenförmige
Schicht enthaltende Reifen angenähert 15% mehr Kilometer vor einem Versagen zurück, und ein merkliches Abtrennen wurde an den
Gartelkanten nicht festgestellt. Weiterhin, undidies ist sehr wichtig, belauftsich zu einem vorherbestimmten Zeitpunkt bei der
Prüfung, die normalerweise einen zufriedenstellenden Leistungs-
-IB-
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wert darstellt, die Temperatur in dem Schultergebiet dos Reifens mit der fadenförmigen Schicht angenähert auf 10% niedriger
alsdie Temperatur des entsprechenden Gebietes in dem Kontrollreifen
.
Auf der Grundlage der oben beschriebenen Prüfung ist zu erwarten,
daß erfindungsgenäß aufgebaute reifen wesentlich geringere
Betreibstemneraturen in rl en Laufbandgebiet und insbesondere in
dem Schultergebiet des Reifens aufweisen. Das kühlere Laufen des Reifens wird zu einer größeren mechanischen Festigkeit und
Dauerhaftigkeit in den Laufband- und Gartelgebieten des Reifens führen und weiterhin ergibt sich eine Verbesserung der Widerstandsfähigkeit
gegenüber einen Abtrennen der Gürtelkanten im Inneren des Peifens. 'Weiterhin dürften die Fäden zu einer Verringerung
der LJeigung zum Abtrennen der Gürteikanten führen.
Dort wo die Fäden aus Metall bestehen, dürften dieselben weiterhin zu einer einheitlicheren Betriebstemperatur in dem Laufbandgebiet
führen, sov/ie eine Tenperaturverringerung in der Schulterfläche des Reifens verursachen, da diese Metallfaden dazu führen,
die Wärme einheitlicher und wirksamer als der Kautschuk in dem Reifen abführen.
Weiterhin führt die fadenförmige Verstärkung zu einem Schutz gegen Schnitte und hindringen von Fremdkörpern, sowie zu einer
verbesserten Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Vergrößern von Schnitten. Die fadenförmige Verstärkung wird ebenfalls zu
einem Versteifen des Laufbandgebietes des Reifens führen und
somit eine Verbesserung der Abriebqualität des Laufbandes bedingen. Somit führt ein erfindungsgemäß aufgebauter Reifen mit
geneigter Gürtelanordnung für Personenkraftwagen zu einer wesentlich verbesserten Leistungsfähigkeit gegenüber vorbekannten
Reifen mit geneigter Gürtelanordnung.
Der hier in Anwendung kommende Begriff Cord findet in seiner allgemeinen Bedeutung Anwendung und bezichnet nicht nur eine
verdrillte oder verkabelte Bauart sondern gibt vielmehr jedes Verstärkungselement wieder unabhängig davon, ob dasselbe in
Form eines Bandes, eines geflochtenen, gebündelten oder
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BAD UBiQINAL
nicht verdrillten Fadens oder jedes anderen geeigneten Aufbaues.
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Claims (21)
1. Pneumatischer Luftreifen mit geneigter Gürtelanordnung, der
ein^1 Karkasse rat geneigten Lagen und im Abstand zueinander
angeordnete V'ülsto, ein Laufband über der Karkasse angeordnet und πich um den Unfang derselben herum erstreckend, sowie einen
Gürtel über der Reifenkarkasse angeordnet und sich um den Umfang
derselben erstreckend, wobei derselbe sich zwischen der Karkasse und dem Laufband befindet, aufv/eist, dadurch gekennzeichnet, daß
eine ."'enge wahllos orientierter Fäden in dem Kautschuk eingebettet
und über dem Gürtel wenigstens benachbart zu den Kanten
desseiuen angeordnet ist.
2. Luftreifen nach /uisnruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fäden in Schi ent.forin vorliegen, die .Schicht eine Breite wenigstens
so groß v.'ie diejenige des Gürtels aufweist, jedoch wesentlich vor den Wülsten endet.
3. Luftreifen nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Karkasse eine Mehrzahl Lagen aufv/eist, die vermittels
kontinuierliche™ Fadenrioly>stercord verstärkt sind, der Gürtel
eine .Mehrzahl <:\ Lagen aufweist, die nit Fiberglas verstärkt
sind.
A. Luftreifen nach einer '>r vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daΓ die Fäden in einen Kautschuk geringer Hysteresis
eingebettet sind.
j. Luftreifen nach einen der vorangehenden .Ansprüche, dadurcn
gekennzeichnet, ca?, die Fäden in der. durch den Kautschuk und
die F;iden ceLi^oten Verbundkörper Jr. einer Menge von 1 bis 40
Gew.": bezüglich de:; Gesamtgewichtes aos Verbundkörpers vorliegen.
6. Luftreifen nach einer f.pr /.nsnrüche 2 I-is 5, dadurcn gekennzeichnet,
ca.1 die Schicht praktisch direkt über der Gürtel angeordnet
ist ·:γ." sich ibr>r ''■ Lr- . xr.ten >ssel jen hinaus er
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BAD ORIGINAL
7. Luftreifen nach einem der vorangehenden Ansnrüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden aus einem synthetischen Material
bestehen.
8. Luftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fäden aus Fiberglas bestehen.
9. Luftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fäden aus Metalldraht bestehen.
10. Luftreifen nach Anspruhh 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fäden einen Durchmesser von angenähert 9,12 mm und eine Länge
von angenähert 9,5 bis 16,0 mm besitzen.
11. Luftreifen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die ä
Fäden aus Draht bestehen und in dem Reifen in einer Menge von nicht mehr als etwa 12 Gew.% bezüglich des Gesamtgewichtes der
Fäden und des Kautschuks vorliegen, in dem die Fäden eingebettet sind.
12. Luftreifen nach den Ansprüchen 2 bis 11, dadurch gekenn zeichnet, daß sich die Dicke der Schicht auf nicht mehr als etwa
3,8 mm beläuft.
13. Luftreifen nach Ansprüchen 2 bis 12, dadnreh-gekennzeichnet
für das Anwenden an einem Personenkraftwagen, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Dicke der Schicht auf nicht mehr als
etwa 1,52 mm beläuft.
14. Luftreifen mit einer im Abstandet zueinander angeordnete %
Wülste aufweisenden Karkasse, einem über der Karkasse und sich um den Umfang derselben herum erstreckenden Laufband, einem
über der Karkasse angeordneten und sich um den Umfang derselben herum erstreckenden Gürtel, der zwischen der Karkasse und de'm
Laufband angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Gürtel und dem Laufband ein Kautschuk geringer Hysteresis
angeordnet ist, der Kautschuk mit einer Mehrzahl an Fäden verstärkt ist und sich über dem Gürtel wenigstens benachbart zu
den Kanten desselben erstreckt.
15. Luftreifen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden wahllos orientiert sind.
- 3 009836/1249
16. Luftreifen nach Ansprüchen 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,daß
der Kautshcuk in Forri einer über dem Gürtel angeordneten Schicht vorliegt und eine Breite wenigstens genau so
groß wie diejenige des Gürtels aufweist.
17. Luftreifen nach Ansprüchen 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der vermittels Fadenmaterial verstärkte Kautschuk geringer
Hysteresis praktisch direkt über dem Gürtel angeordnet ist und sich über die volle Breite des Gürtels und über die
Kanten desselben hinaus erstreckt.
18. Luftreifen nach den Ansprüchen 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die Karkasse eine Mehrzahl an mit Polyester verstärkten Lagen mit geneigt angeordneten Corden aufweist, der
Gürtel eine Mehrzahl an Lagen aufweist, die mit Fiberglascord verstärkt sind.
19. Luftreifen nach Ansprüchen 14 bis 18, dadurch gekennzeichnnet,
daß die Fäden aus Metalldraht bestehen, wobei jeder derselben eine Länge von 9,5 bis 16,0 nm aufweist, die Schicht des
Kautschuks geringer Hysteresis eine Dicke von nicht mehr als etwa 3,8 mm besitzt.
20. Euftreifen nach Anspruch 19, für das Anwenden an einen
Personenkraftwagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der
Schicht sich auf nicht mehr als etwa 1j5t2 mm beläuft.
21. Luftreifen nach den Ansprüchen 4 bis 20, bei dem das Laufband ein Antischleuderteil und ein Unterlaufbandteil aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden und ein Kaut^ahuk getinger
Hysteresis in dem Unterlaufband wenigstens in/d*n Teilen
009836/1249
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