DE2003450C - Metallisches Brillenscharnier - Google Patents
Metallisches BrillenscharnierInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein metallisches Brillenscharnier, dessen Gelenkbolzen von mindestens einer
KunststoITbuchse umgeben ist.
Bei den bekannten metallischen Brillenscharnieren dieser Art (deutsche Patentschrift 1 196 397, deutsehe
Patentschrift 1 113 590, deutsche Patentschrift I 224 058) besteht die KunststoITbuchse aus besonders
elastisch verformbarem Kunststoff, weil sie mit Hilfe der Scharnierschraube in Achsrichtung ·
gestaucht und dabei in Umfangsrichtung nach auswärts gebläht werden muß, um durch radialen
Druck auf die Innenfläche der Scharnierlappendurchlässe das in diesem Falle angestrebte
Sichern des Scharniers gegen Lockern zu erreichen. Beim Verschwenken der Brillenbügel mit Hilfe des
Scharniers gleitet im Bereich der Scharnierlagerflächen Metall auf Kunststoff.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß
bei diesen bekannten metallischen Brillenscharnieren tn den Seitenflächen der Scharnierlappen immer
noch Metall auf Metall gleitet. Die dadurch bedingte Abnutzung der Seitenflächen ergibt dann trotz der
Verwendung der Kunststoffbuchsen ein Lockerwerden des Scharniers.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel der mit Kunststoffbuchsen ausgestatteten
metallischen Brillenscharniere zu beheben.
Zu diesem Z."eck ist gemäß der Erfindung vorgejehen,
daß die Kunststoffbuchse die Seitenflächen des Scharnierlappens mit Buchsenbunden übergreift,
Io daß keine Metall-Metali-Berührung der beiden Scharnierteile stattfindet.
Bei dieser neuen Bauart eines Brillenscharniers ist jedes Gleiten von Metall auf Metall vermieden, und
Iwar auch an den Seitenflächen der Scharnierlappen. Dies ergibt einen stets spielfreien (Jang, der einer
Clangregulierung nicht mehr bedarf.
Wenn man gemäß eirer Weiterbildung der Erfindung vorsieht, daß die Seitenflächen der ausgekleideten
Scharnierlappen als zur Scharnicrlappenmitte hin 4" feneigte Kcgelflüchen ausgebildet sind und daß die
inen zugeordneten Buclisenbunde komplementäre Kcgclringe bilden, eine ebene Basisfläche aufweisen
tnd mit dieser die Seitenfläche des Scharnierlappens bis zu dessen vollem Durchmesser übergreifen, so ist
Irotz der Einschaltung der Buchsenbunde zwischen die Seitenflächen der Scharnierlappen die Preite des
CJcsamtscharnicrs nicht vergrößert.
Ausführungsbeispiclc der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt. Darin zeigt
Fig. I in explodierter schaubildlicher Darstellung
4ic Teile eines dreilappigcn Brillenscharniers mit lcgelringförmigen Buchsenbunden,
Fig. 2 einen Achsschnitt eines solchen Brilknicharniers,
Fig. 3 einen Achsschnitt durch einen Teil eines
Brillenscharnicrs mit zylinderförmigem Buchsenbund,
Fig. 4 einen Achsschnitt durch ein fünflappiges Brillenscharnier mit kegelringförmigen Buchsenbunden und einem zylindrischen Buchsenbund.
Bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein metallisches
Brillenscharnier, dessen einer Schamierteil 11 in diesem FaU zu einem metallischen Brillengestell gehört, und einen zu einem metallischen Brillengestell
gehörenden Schamierteil IS. Der Scharnierteil 11 hat im Beispiel einen mittleren Scharnierlappen 14, wiihr ind am Schamierteil 13 zwei äußere Scharnierlup
pen 15 und 16 des insgesamt dreilappigen Scharniers
vorgesehen sind.
Die Scharnierlappen-Bohrung 18 des einen Scharnierteils
Il ist mit einer Kunststoffbuchse 19 1111 Spritzverfahren so ausgekleide:, daß diese sich innerhalb
der Scharnierlappenbohrung 18 drehen kann. An der Kunststoffbuchse 19 sind Buchsenbunde 20
und 21 vorgesehen, mit denen sie die Seitenflächen des Scharnierlappen* 14 bis zum vollen Durchmesse
übergreift.
Weil in Fig. 1 und 2 die Seitenflächen des ausgekleideten
Scharnierlappen* 14 als zur Scharninlappenmitte hin geneigte Kegelflächen 22 ausgebildet
sind, bilden die ihnen zugeordneten Buchsenbunde 20 und 21 entsprechende Kegelringe mit Kegelman-.dflächcn
23 und 24 und einer ebenen Basisfläche 25 bzw. 26.
In Fig. 3 ist der Fall gezeigt, bei dem die nut
einer Kunststoffbuchse 39 ausgekleidete Bohrung 38 eines Scharnierlappens 54 auf ganzer Länge zylindrisch
ist und die Buchsenbunde 40,41 als zyi"> drische Ringe die Seitenflächen 42 des Scharmurlappens
54 übergreifen bis zu dessen vollem Durchmesser. Die äußeren Scharnierlappen 45, 46 sind w
alle anderen Teile in Fig. 3 nur bruchstückweise dargestellt. Im Zusammenbau entspricht dies Scharnier
demjenigen nach Fig. 1 und 2.
In Fit;. I und 2 ist die Kunststoffbuchse 19 jeweils
drehgesichert auT einem eine Befestigungsschraube 27 aufnehmenden Gelenkbolzen in Form eines Vierkant-Achszapfens
30, der die Befestigungsschraube 27 des Scharniers in einer entsprechenden Gewindebohren·
aufnimmt. Zu diesem Zweck ist die Kunststoffhülse 19 mit einem dem Vierkantprofil des Achszapfens 30
angepaßten Mehrkantloch 32 versehen. Der Vierkant-Achszapfen ist außerdem durch die Vierkant
durchlässe 33 und 34 der Scharnierlappen 15 bzw 16 gesteckt, wobei diese Scharnierlappen für die Aufnahme
des Kopfes 29 der Schraube 27 bzw. des Kopfes 31 des Achszapfens 30 komplementäre Ausnehmungen
35 und 36 aufweisen.
Bei dem aus Fig. 2 zu ersehenden Zusammenbau
der Teile ergibt sich, daß der mit dein Brillenbügel 12 zu verschwenkende Scharnierlappen 14 ausschließlich
in Kunststoff gebettet ist und bei seiner Schwenkbewegung weder mit der Innenfläche seiner
Bohrung 18 noch mit seinen Seitenflächen 22 mit einer metallischen Fläche der Scharnierlappen 15
und 16 des anderen Scharnierteils 13 in Berührung kommt. Bei dieser Schwenkbewegung des Bügels 12
wird die Kunststoffbuchse 19 über den in ihrem Vierkantdurchlaß 32 steckenden Vierkant-Achszapfen 30
unvcrschwenkbar in den Scharnierlappen 15 und 16 gehalten. Ein vorbestimmtes Maß an Reibung zwischen
den Scharnierlappen 14 und der Kunststoffbuchse 19 stellt sicher, daß die Brillenbügel noch
bequem verschwenkt werden können, aber bei keiner Lage der Brille unbeabsichtigt zusammenklappen
können.
Fig. 4 zeigt ein Scharnier mit fünf Scharnierlappen. Die Einzelteile dieses Scharniers sind, soweit
sie denjenigen der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 entsprechen, mit gegenüber den dort verwendeten Bezugsziffern jeweils um 50 erhöhten Beztigsziffern bezeichnet.
Der zum Brillenbügel 62 gehörende Schamierteil 61 ist also angelenkt an einen zum Brillengestell
gehörenden Schamierteil 63. In vorliegendem Fall
Claims (5)
1. Metallisches Brillenscharnier, dessen Gi.·-
lenkbolzen von mindestens einer Kunststollhuchse
umgeben ist, wobei die Scharnierlappen-Bohruip·
bzw.-Bohrungen des einen Scharnierteils miieina
im Scharnierlappen verschwenkbaren Kunstsinti buchse ausgekleidet sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die KunststoiTbuchse (19, 3'·,
die Seitenflächen (22, 42) des Scharnierlappen-(14,54)
mit Buchsenbunden (20,21,40,41) iilvi g.eift, so daß keine Metall-Metall-Berühruny da
beiden Scharnierteile (11, 13) stattfindet.
2. Brillenscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen (22, 42,
der ausgekleideten Scharnierlappen (14, 54) <.|ΐκι
zur Achse stehende Ebenen sind und die Buchsenbunde (20, 21, <r>*. 41) als Zylinderringe aus
gebildet sind.
3. Brillenscharnier nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen
(22) der ausgekleideten Scharnierlappen (14) ■<]-,
zur Sch^rnierlappenmitte hin geneigte Kegel flächen ausgebildet sind und daß die ihnen zugeordneten
Buchsenbunde (20, 21) komplementäre Kegelringe bilden, eine ebene Basisflache
(25,26) aufweisen und mit dieser die Seitenfläche (22) des Scharnierlappens (14) bis zu des
sen vollem Durchmesser übergreifen.
4. Brillenscharnier nach Anspruch 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststollbuchse
(19) jeweils drehgesichert auf einem Gelenkbolzen sitzt, der die Form eines die Befestigungsschraube
(27) aufnehmenden Achszapfens (30) aufweist.
5. Brillenscharnier nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Drehsicherung zwischen
KunststoiTbuchse (19) und Achszapfen (30) eine mehrkantige Ausbildung der Buchsenbohrungen
(18) und der Außeniiäche des Achszapfens (30) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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