DE2002810C3 - Halbleiterdiode zum Erzeugen oder Verstarken von Mikrowellen und Verfahren zu ihrem Betrieb - Google Patents
Halbleiterdiode zum Erzeugen oder Verstarken von Mikrowellen und Verfahren zu ihrem BetriebInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Halbleiterdiode nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine solche Halbleiterdiode ist bereits vorgeschlagen worden (siehe DE-PS 19 57 390). Bei dieser Diode sind
jedoch die Einzeldioden als Mesa-Dioden ausgeführt.
Dies hat jedoch den Nachteil, daß die Herstellung der Halbleiterdiode verhältnismäßig kompliziert ist und
besondere Ätzschritte zum Bilden der einzelnen Mesa-Dioden erfordert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu beseitigen und eine Halbleiterdiode der
eingangs genannten Art anzugeben, die einfacher herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Halbleiterdiode nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1
durch die im Kennzeichen des Hauptanspruchs genannten Merkmale gelöst.
Eine solche Halbleiterdiode hat den Vorteil, daß sie mit Hilfe der üblichen Planartechnologie auf einfache
Weise herstellbar ist
Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Betrieb der oben beschriebenen Halbleiterdiode, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß zwischen der ersten Elektrode und den weiteren Elektroden eine derart
große Spannung in der Sperrichtung angelegt wird, daß sich die Verarmungszonen in der epitaktischen Schicht
wenigstens bis zu dem Substrat erstrecken. Infolge der Tatsache, daß sich die Verarmungszone im niederohmigen
Substrat nahezu nicht erweitert, erhalten die Verarmungszonen unterhalb der verschiedenen weiteren
Elektroden dann alle praktisch die gleiche Dicke, wodurch alle durch die weiteren Elektroden mit dem
Halbleiterkörper gebildeten Lawinendioden Kennlinien erhalten, die einander derart gleich sind, daß der
Parallelschaltung der Einzeldioden keine Bedenken entgegenstehen (siehe in diesem Zusammenhang auch
»Proceeding I.E.E.E.«, Januar 1968, S. 105).
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 schematisch eine Draufsicht auf ein Halbleiterbauelement nach der Erfindung,
F i g. 2 schemanisch einen Querschnitt durch das
Bauelement nach F i g. 1 längs der Linie H-II der F ig. 1.
Die Figuren sind nicht maßstäblich gezeichnet, wobei der Deutlichkeit halber insbesondere die Abmessungen
in der Dickenrichtung des Halbleiterkörpers stark übertrieben dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht und Fig.2 im Querschnitt
längs der Linie II—11 eine Halbleiterdiode nach der Erfindung, bei dem der Halbleiterkörper drei
identische Lawinendioden enthält. Die Diode besteht aus einem Halbleiterkörper 1 von 770 μιη χ 700 μιη aus
N-leitendem Silicium (siehe Fig.2). Der aus einem
Substrat 8 mit einer Dicke von 90 μπι und einer Dotierungskonzentration von 7-1018 Atomen/cm3 und
einer epitaktischen Schicht 7 mit einer Dicke von 10 μιη
und einer Dotierungskonzentration von 5-1014 Atomen/cm3
besteht. Auf der Seite des Substrats 8 ist auf der Siliciumplatte 1 eine Elektrodenschicht 2 angebracht,
die aus einer auf dem Silicium angebrachten Titanschicht mit einer Dicke von 0,1 μπι und einer
darauf angebrachten Goldschicht mit einer Dicke von 1 μπι besteht. Die epitaktische Schicht ist mit einer
Schicht 28 aus Siliciumoxid mit einer Dicke von 0,2 μιτι
überzogen. Die epitaktische Schicht enthält ferner drei diffundierte P-Ieitc:nde Zonen mit einer Dicke von 7 μιη,
von denen in F i g. 2 zwei (26, 27) im Schnitt dargestellt find, welche Zonen über Fenster in der Oxidschicht 28
elektrisch mit aus Gold bestehenden weiteren Elektroden 23, 24 und 25 verbunden sind. Die Lage dieser
Elektroden ist in Fig. 1 gestrichelt dargestellt. Ihre Mittelpunkte bilden ein gleichseitiges Dreieck mit
Seiten von 400 μΐΐΐ Länge. Das Bauelement ist mit den
weiteren Elektroden 23, 24 und 25 auf einer aus Kupfer bestehenden Kühlplatte6 angebracht.
Im Betriebszusland wird (siehe F i g. 2) zwischen der
Elektrodenschicht 2 und der Kühlplatte 6 ein derartiger Potentialunterschied angelegt, daß die PN-Übergänge
zwischen den diffundierten P-leitenden Zonen (26, 27) und der N-Ieitenden Schicht 7 in der Sperrichtung
polarisiert sind. Dabei erstreckt sich die Erschöpfungszone jeder der Einzeldioden in der epitaktischen Schicht
wenigstens bis zu dem Substrat 8 (siehe F i g. 2, in der die Grenze dieser Erschöpfungszonen in der epitaktischen
Schicht gestrichelt dargestellt ist). Sowohl die Durchschlagspannung wie auch die optimale Frequenz jeder
Diode wird durch den Abstand zwischen den P-leitenden
Zonen (26,27) und dem Substrat 8 bestimmt. Dieser Abstand kann in der betreffenden Struktur für sämtliche
Dioden genau gleich sein, so daß diese Dioden sich vorzüglich zur Parallelschaltung eignen. Die zulässige
Verlustleistung und die gelieferte Nutzleistung können, dank der zweckmäßigeren Kühlung erheblich höher als
bei Verwendung einer gleichen Anzahl gesonderter Dioden bekannter Bauart sein, insbesondere wenn diese
Dioden, wie üblich, auf der Substratseite gekühlt werden.
Die Halbleiterdiode läßt sich auf folgende Weise herstellen.
Es wird von einer Platte aus N-leitendem Silicium mit
einem Durchmesser von 25 mm ausgegangen. Auf der Platte können gleichzeitig eine große Anzahl der
beschriebenen Bauelemente hergestellt werden. Die Platte besteht aus einem N-leitenden Substrat mit einer
Dicke von 90 μτη und mit einer Dotierungskonzentration
von 7-1018 Atomen/cm3, auf dem eine epitaktische
N-leitende Schicht mit einer Dotierungskonzentration von 5-1014 Atomen/cm3 und einer Dicke von 10 μιη
angebracht ist. Auf die epitaktische Schicht wird durch thermische Oxydation eine Siliciumoxidschicht mit einer
Dicke von 0,2 μπι aufgewachsen. Durch bei der
Herstellung planarer Haibleiterstrukturen übliche Techniken werden in die Siliciumoxidschicht Fenster geätzt,
durch die Bor bis zu einer Tiefe von 7 μιη hindurchdiffundiert
wird.
Dann wird auf der Seite des Substrats eine Elektrodenschicht aus einer Legierung von Gold mit
1 Gew. % Antimon aufgedampft Diese Schicht bildet einen pratisch ohmschen Kontakt mit dem Substrat Auf
die andere Seite wird eine Titanschicht mit einer Dicke von 0,1 μπι aufgedampft, auf die dann eine Goldschicht
mit einer Dicke von 1 μιη aufgedampft wird.
Durch bekannte photolithographische Ätztechniken wird diese Schicht dann, ausgenommen an den Stellen
der Fenster in der Siliciumoxidschicht entfernt Auf den verbleibenden Titan-Goldschichten wird durch bekannte
Wärmedrucktechniken das kugelförmige Ende eines Golddrahtes befestigt, wonach durch Abschneiden des
Drahtes Goldkugeln mit einem Durchmesser von 60 μπι auf den Dioden zurückbleiben. Mit diesen Kugeln wird
das Bauelement unter Druck bei einer Temperatur von etwa 3200C auf der vergoldeten Kupferplatte 6
befestigt, wonach die Elektrodenschicht 2 und die Kühlplatte t>
mit Zuführungsleitern verbunden werden und das Ganze in ein geignetes Gehäuse eingebaut wird.
Neben der in dem Ausführungsbeispiel verwendeten Kühlplatte kann eine zweite Kühlplatte angebracht
werden, die mit der ersten Elektrode in Kontakt ist, wobei zum Erreichen einer noch besseren Kühlung das
Bauelement zwischen den beiden Kühlplatten eingeklemmt werden kann. Die Abmessungen, die Dotierungskonzentrationen
und die gewählten Materialien können vom Fachmann nach Wunsch variiert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Halbleiterdiode zum Erzeugen oder Verstärken von Mikrowellen, mit einem plattenförmigen Halbleiterkörper,
der an der Oberseite mit einer ersten, ohmschen Elektrode versehen ist und bei der an der
Unterseite mindestens drei nicht auf einer geraden Linie liegende, je mit einer weiteren Elektrode
versehene Einzeldioden angeordnet sind, die mit einem gemeinsamen Kühlkörper in Kontakt stehen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einzeldioden eine planare Struktur haben, und der
Halbleiterkörper (1) an der Unterseite eine praktisch ebene Oberfläche aufweist, aus der die weiteren
Elektroden (23,24,25) hervorragen.
2. Halbleiterdiode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper (1) eine
epitaktische Schicht vom einen Leitungstyp enthält, auf der die weiteren Elektroden (23, 24, 25)
angebracht sind und die auf einem Substrat (8) vom einen Leitungstyp liegt das eine höhere Dotierungskonzentration
als die epitaktische Schicht aufweist und auf dem die erste Elektrode (2) angebracht ist.
3. Halbleiterdiode nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Einzeldioden
Lawinendioden mit praktisch gleichen Eigenschaften sind.
4. Halbleiterdiode nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Elektroden (23,24,
25) mit dem Halbleiterkörper (1) einen gleichrichtenden Metall-Halbleiter-Übergang bilden.
5. Halbleiterbauelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Elektroden mit
Zonen (26, 27) verbunden sind, die an einen Teil (7)
des Halbleiterkörpers vom entgegengesetzten Leitungstyp grenzen und mit diesem PN-Übergänge
bilden, die an derselben ebenen Oberfläche des Halbleiterkörpers enden.
6. Verfahren zum Betrieb der Halbleiterdiode nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der ersten Elektrode (2) mit den weiteren Elektroden (23, 24, 25) eine derart große Spannung
in der Sperrichtung angelegt wird, daß sich die Verarmungszonen in der epitaktischen Schicht (7)
wenigstens bis zu dem Substrat erstrecken.
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