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DE2002655A1 - Schaedlingsbekaempfungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Schaedlingsbekaempfungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung

Info

Publication number
DE2002655A1
DE2002655A1 DE19702002655 DE2002655A DE2002655A1 DE 2002655 A1 DE2002655 A1 DE 2002655A1 DE 19702002655 DE19702002655 DE 19702002655 DE 2002655 A DE2002655 A DE 2002655A DE 2002655 A1 DE2002655 A1 DE 2002655A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pesticide
fiber material
substances
slurry
pesticide according
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19702002655
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Dr Rauscher
Werner Schoom
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Gesellschaft fuer Schadingbekampfung GmbH
Original Assignee
Deutsche Gesellschaft fuer Schadingbekampfung GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Gesellschaft fuer Schadingbekampfung GmbH filed Critical Deutsche Gesellschaft fuer Schadingbekampfung GmbH
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Priority to AT84370A priority patent/AT309889B/de
Priority to ES376167A priority patent/ES376167A1/es
Priority to RO7000062342A priority patent/RO62471A/ro
Priority to SE7001381A priority patent/SE394582B/xx
Priority to YU257/70A priority patent/YU39703B/xx
Priority to IE149/70A priority patent/IE33718B1/xx
Priority to US00009073A priority patent/US3719751A/en
Priority to PH11135*UA priority patent/PH9641A/en
Priority to BE745638D priority patent/BE745638A/xx
Priority to FI332/70A priority patent/FI55435C/fi
Priority to GB5684/70A priority patent/GB1300146A/en
Priority to CS84670A priority patent/CS203051B2/cs
Priority to CH173470A priority patent/CH534481A/de
Priority to LU60318D priority patent/LU60318A1/xx
Priority to DK59770AA priority patent/DK134257B/da
Priority to PL13867370A priority patent/PL88895B1/pl
Priority to NO435/70A priority patent/NO133303C/no
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01MCATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M17/00Apparatus for the destruction of vermin in soil or in foodstuffs
    • A01M17/008Destruction of vermin in foodstuffs

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Insects & Arthropods (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

PATENTANWALT
^ 21. Januar 1970
Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung mbH, 6ooo Frankfurt am Main, Neue Mainzer. Straße 1 :
Schädlingsbekämpfungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung
■■ 7 .■■ ■■■ :':■■'■■;: '■■ . :;.:. ' i Die Erfindung betrifft ein Schädlingsbekämpfungsmittel, aus dem durch die Einwirkung von Wasser oder Wasserdampf auf fein ' .-. verteilte zersetzbare Verbindungen gasförmige giftige Stoffe entwickelt werden.
Es ist bekannt, leicht zersetzbare Cyanide oder auch Erdalkalioder Erdmetallphosphide als Schädlingsbekämpfungsmittel zu verwenden, die unter dem Einfluß von Wasser oder Wasserdampf Cyanwasserstoff oder Phosphorwasserstoff als gasförmige giftige Wirkstoffe entwickeln. Die Benutzung.derartiger Produkte ist in der Praxis mit Schwierigkeiten verbunden. Die gasentwickelnden Verbindungen müssen in eine Form gebracht werden, die eine a zu schnelle Gasentwicklung und damit eine Gefährdung des Anwendungspersonals oder gar eine Selbstentzündung durch Wärmestau ausschließt. Außerdem muß diesesSchädlingsbekämpfungsmittel so beschaffen sein, daß die nach der Zersetzung und Entwicklung des Wirkstoffes etwa verbleibenden Rückstände quantitativ entfernt werden können, umso mehr, wenn diese Rückstände selbst Giftwirkungen aufweisen.
Eur Überwindung dieser Schwierigkeiten hat man derartige, gasentwickeln <ie Verbindungen wie Cälciümcyanid, Aluminiumphosphid, Magnesiumphosphid oder Caloiumphosphid in Form von Tabletten
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hergestellt und zur Anwendung gebracht. Man hat weiterhin solche Verbindungen mit wasserabstoßenden Substanzen, beispielsweise Paraffin, überzogen oder vermischt, um die Abgasungsgeschwindigkeit unter Kontrolle halten zu können. Die hierbei anfallenden Rückstände sind nur schwierig zu sammeln und zu entfernen. Auch ist ein Verfahren bekannt geworden, bei dem die zersetzbaren gasentwickelnden Verbindungen in feuchtigkeitsdurchlässige, aber wasserabstoßende Papierbeutel eingeschlossen werden, so daß man die Abgasungsgeschwindigkeit indirekt kontrollieren kann. Nachteilig wirkt sich hierbei die Tatsache aus, daß solche Beutel stets eine Anhäufung der Substanzen enthalten und bei unvollständiger Ausgasung die nicht vollständig zersetzten Rückstände wegen ihrer Anhäufung in den Beuteln eine latente Gefahr darstellen, z.B. falls solche Beutel in Tierfutter geraten oder in größerer Menge in einem Abscheider gesammelt werden und dort zur Entstehung von Bränden Anlaß geben können.
Aufgabe der Erfindung ist ein Schädlingsbekämpfungsmittel, das regelbar Gas entwickelt, leicht in dem zu begasenden Raum anzuordnen und gut zu dosieren ist, das weitgehend vollständig ausgast, und dessen nicht stäubende Rückstände später leicht zu sammeln und zu entfernen sind.
Die Erfindung, die das oben erwähnte Schädlingsbekämpfungsmittel betrifft, aus dem durch die Einwirkung von Wasser oder Wasserdampf auf fein verteilte zersetzbare Verbindungen gasförmige giftige Stoffe entwickelt werden, ist dadurch gekennzeichnet, daß das Schädlingsbekämpfungsmittel die zersetzbaren Verbindungen zusammen mit einem porösen geformten Fasermaterial als Träger enthält.
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Das erfiaidungsgemäße Schädlingsbekämpfungsmittel enthält als Pasermaterial vorzugsweise Gewebe, Gewirke, Garne, Pilze, Vliese, Papier, Pappe aus Zellulose oder zellulosehaltigen Stoffen, Glasfasern, Sehlackenfasern, Asbestfasern, Kunstßtoffasern, Holzschliff, oder zwei oder mehrere dieser Stoffe.
Vorzugsweise enthält das Schädlingsbekämpfungsmittel als 'fein verteilte zersetzbare. Verbindungen Stoffe, die Phosphorwasserstoff -und/oder Cyanwasserstoff entwickeln* Als derartige zersetzbare Verbindungen kommen in erster Linie Calciumoyanid,. Llagnesiumphosphid, Aluminiumphosphid oder Gemische von zwei oder mehreren dieser Stoffe in .Betracht. Die zersetzbaren Verbindungen sollen in feiner Verteilung vorliegen, insbesondere mit !Deilchendurchmessern zwischen 1 und: l-ooo . Mikron.
Das Schädlingsbekämpfungsmittel kann bis zu 7o Gewichtsprozent der zersetzbaren Verbindungen etitliaiteij.
Für manche Zwecke ist es angebracht, daß das Schädlingsbekämpfungsmittel die 'zersetzbaren Verbindungen in Mischungen mit einem Treibmittel enthält. Als derartige Treibmittel kommen vor allem Ammoniumbicarbonat, Natriumbicarbonat, Ammoni\imcarbamat oder Mischungen von zwei oder mehreren dieser Stoffe in Betracht.
Um die Ausgasung der zersetzbaren Verbindungen zu verzögern, können deren Teilchen mit einem wasserabstoßenden. Stoff, z..B. mit einem Kunstharz, Stearin, -Steara-fcenv od-er .Hartparaffin umhüllt s^ein. :. "■ . --. . ·_<..·:. .-, ..-.-..· ...^ ;.--.. . . -
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In vielen Fällen ist es zweckmäßig, daß das SchadIingsbekämpfurgs mittel ein Bindemittel für das Fasermaterial enthält, um einen besseren Zusammenhalt der Fasern zu ermöglichen. Als ein derartiges Bindemittel kann Harnstoff verwendet werden. Auch Kunststoffe, wie Polyvinylchlorid, Polyurethan, Polyester oder Polystyrol sind gute Bindemittel für diesen Zweck.
Gegebenenfalls kann das Schädlingsbekämpfungsmittel noch ein W Schäummittel, wie AAodicarbonamid, und/oder einen Weichmacher für das Bindemittel enthalten.
Nach der französischen Patentschrift Nr. 1 531 677 ist es zwar bekannt, Metallphosphide in feste Kunststoffmassen aus Polyestern, Polyurethanen, Polyvinylchlorid u.a. einzubetten. Die so hergestellten Schädlingsbekämpfungsmittel gasen aber so langsam aus, daß sie für die Praxis ungeeignet sind. Überdies lockert sich beim Ausgasen das Gefüge des Kunststoffes, und es fallen staubförmige Rückstände an.
Das Schädlingsbekämpfungsmittel kann auch aus zwei oder mehreren ^ miteinander verbundenen Flächengebilden, wie Platten, Bahnen, Streifen oder dergleiche, bestehen, die eine sogenannte Sandwichstruktur haben, wobei zweckmäßigerweise die Außenschichten aus dem Fasermaterial ohne die zersetzbaren Verbindungen bestehen, da hierbei ein Stäuben der ausgegasten Formkörper praktisch vollständig unterdrückt werden kann.
Das als wesentlicher Bestandteil des Schädlingsbekämpfungsmittels vorgesehene poröse Fasermaterial dient dazu*, der Atmosphäre und.der in ihr enthaltenen Feuchtigkeit Zutritt zu den einzelnen Teilchen der zersetzbaren Verbindungen zu ermöglichen, so daß eine geregelte und praktisch vollständige Entgasung stattfinden kann.
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Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung des beschriebenen Schädlingsbekämpfungsmittels. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man eine Aufschlämmung der zersetzbaren Verbindungen in einer inerten flüchtigen Flüssigkeit, die gegebenenfalls Treibmittel, einen wasserabstoßenden Stoff, ein Bindemittel, ein Schäummittel und einen Weichmacher enthält, mit dem Fasermaterial vereint und die inerte flüchtige Flüssigkeit durch Abziehen und/oder Verdampfen entfernt. Als inerte flüchtige Flüssigkeit kann mit Vorteil Testbenzin, %
ein niederer aliphatischer Alkohol oder Trichloräthylen verwendet werden. Auch kann man statt der Aufschlämmung in einer inerten flüchtigen Flüssigkeit eine Aufschlämmung in einem flüssigen polymerisierbareri Gemisch verwenden, das .vorzugsweise bei der PolymerisatLoi Polyester oder Polyurethane bildet.
Bei der Durchführung des Verfahrens kann man so vorgehen, daß man ein vorgeförmtes Fasermateril, z*Bi, Bahnen* Platten, Streifen, Quadern, Kugeln, mit der Aufschlämmung tränkt oder beschichtet. Die zürn Beschichten dienende Aufschlämmung kann gegebenenfalls Verdickungsmittel, wie z.B. fein verteiltes Siliziumdioxyd (Aerosil) oder Zellstoffasern, enthalten. Man ^s kann aber auch so vorgehen, daß man das Fasermaterial iri feiner ™ Verteilung in die Aufschlämmung einbringt und die so erhaltene Mischung dann in ah sich bekannter Welse formt.
In allen Fällen ist es angebracht, das Fasermaterial vor der Verarbeitung zu trocknen, damit nicht etwa in ihm enthaltene Feuchtigkeit vorzeitig mit der zersetzbaren Verbindung reagieren kann. Ferner ist es zweckmäßig, das erfindungsgemäße Verfahren in wasserfreier Umgebung durchzuführen. Bei diesem Verfahren muß auch darauf,geachtet werdenj daß alle verwendeten. Zusatzstoffe wasserfrei sind und die Porosität des Fasermaterials nicht beeinträchtigen.
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Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können auch Schädlingsbekämpfungsmittel hergestellt werden, die aus zwei oder mehreren miteinander verbundenen Platten, Bahnen, Streifen oder dergleichen bestehen.
Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungsmittel kann auch kontinuierlich durchgeführt werden. Man kann z.B. eine Bahn aus dem als Träger dienenden Fasermaterial kontinuierlich herstellen oder von einer Vorratsrolle abziehen, sie kontinuierlich mit der Aufschlämmung beschichten oder tränken, kontinuierlich trocknen oder gelieren, gegebenenfalls mit einer oder mehreren weiteren gleichen oder anderen Bahnen übereinander schichten und verbinden, und das fertige Endprodukt dann kontinuierlich zu Stücken der gewünsch-
ZU
ten Größe schneiden und stapeln und Paketen zusammenfassen oder, gegebenenfalls in Abständen perforiert, zu einer Rolle aufwickeln. Das fertige geformte Schädlingsbekämpfungsmittel sollte in luftdichten Behältern aufbewahrt werden, denen bei Bedarf die gewünschten Mengen entnommen werden können.
Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungsmittels erfolgt die Ausgasung durch das Eindringen von Luftfeuchtigkeit oder bei gewissen Herstellungsformen auch von Wasser durch das Fasermaterial unter Zersetzung der in der Masse eingebetteten gasentwickelnden Verbindung. Durch die Ausgasung wird das Schädlingsbekämpfungsmittel zwar in gewissem Umfang aufgelockert, die Konsistenz der Formkörper bleibt aber so weit erhalten, daß sie nach Beendigung der Begasung leicht und quantitativ gesammelt und entfernt werden können. Dies ist besonders einfach, wenn das Schädlingsbekämpfungsmittel in Form von Platten oder Bahnen ausgebracht wird. Platten lassen sich je naoh Bedarf aus Stapelpaketen entnehmen und nach dem Ausgasen wieder einsammeln. Bahnen können in beliebiger länge von Rollen abgezogen und nach dem Ausgasen wieder aufgerollt werden.
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Die erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungsmittel' können zur Begasung und Entwesung von leerräumen, von Silogebäuden, von Lagerhäusern und Lagerstätten für Getreide, Tabak, Kakao* Kaffee oder für ähnliche Zwecke verwendet werden. Die entwickelten gasförmigen Stoffe töten und vernichten Insekten, Nagetiere und andere Schädlinge.
Beispiel 1 . ; . ,
Es wurde eine Aufschlämmung von 224 Gewichtsteilen Aluminiumphosphid mit Teilchendurchmessern zwischen 5 und 6oo Mikron, 5o Gewichtsteilen Polyvinylchlorid und 6o Gewichtsteilen Dioctylphthalat in 4o Gewichtsteilen Testbenzin hergestellt. Diese Aufschlämmung wurde in einer Schichtdicke von 1 bis 2 mm beiderseitig auf ein Faservlies aus Zellulose aufgetragen, das eine Dicke von o,2 mm und ein Gewicht von 46,5 g/m hatte. Das beschichtete Vlies wurde 2o Minuten lang bei 19o°C erwärmt.
Bei Lagerung des Schädlingsbekämpfungsmittels in Luft mit 85 relativer Feuchtigkeit bei 2o°C waren nach 24 Stunden 61,5 $> des Aluminiumphosphids zu Phosphorwasserstoff zersetzt, nach 48 Stunden 88 % und nach 72 Stunden 96 #, nach 7 Tagen <| war kein unzersetztes Aluminiumphosphid festzustellen.
Das Sohädlingsbekämpfungsmittel hatte nach der Ausgasung eine gute Festigkeit und staubte nicht.
Beispiel 2
Es wurde eine Aufschlämmung von 224 Gewichtsteilen Aluminiumphosphid mit Teilchendurchmessern zwischen 5 und 6oo Mikron, 5o Gewichtsteilen Polyvinylchlorid und 6o Gewichtsteilen Dioctylphthalat in 4o Gewichtsteilen Testbenzin hergestellt. Diese
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Aufschlämmung wurde in einer Schichtdicke von 3 mm einseitig auf ein Faservlies aus Zellulose aufgetragen, das eine Dicke von 3 mm und ein Gewicht von 123 g/m hatte. Das beschichtete Vlies wurde 2o Minuten lang bei 19o°C erwärmt.
Bei Lagerung des Schädlingsbekämpfungsmittels in Luft mit 85 $ relativer Feuchtigkeit bei 2o G waren nach 24 Stunden 65 $> des Aluminiumphosphids zu Phosphorwasserstoff zersetzt, nach 48 Stunden 9o # und nach 72 Stunden 98 %, nach 7 Tagen war kein unzersetztes Aluminiumphosphid festzustellen.
Das Schädlingsbekämpfungsmittel hatte nach der Ausgasung eine gute Festigkeit und staubte kaum.
Beispiel 3
54 Gewichtsteile Aluminiumphosphid mit Teilchendurchmessern zwischen 5 und 6oo Mikron, 46 Gewichtsteile Zellstoffasern und 2,5 Gewichtsteile Polystyrol wurden in 1o8o Gewichtsteilen Trlohloräthylen aufgeschlämmt. Die Aufschlämmung wurde auf einem Filter abgesaugt und der Rückstand wurde bei 9o°C eine Stunde lang getrocknet. Der erhaltene scheibenförmige Formling hatte einen Durchmesser von 8 cm, eine Dicke von 16 mm und ein Gewicht von 19,2 g.
Bei Lagerung des Formlings in Luft mit 85 $ relativer Feuchtigkeit bei 2o°C waren nach 24 Stunden 8o,2 % des Aluminiumphosphids zu Phosphorwasserstoff zersetzt, nach 48 Stunden 93»9 $, nach 72 Stunden 97,ο $.
Nach der Ausgasung hatte der Formkörper eine gute Fertigkeit.
Beispiel 4
169 Gewichtsteile Aluminiumphosphid mit Teilchendurchmessern zwischen 5 und 6oo Mikron, 2o Gewichtsteile Zellstoffasern, 5o Gewichtsteile Polyvinylchlorid und 6o Gewichtsteile Dioctylphthalat wurden in Ho Gewichtsteilen Testbenzin aufgeschlämmt. Die Aufschlämmung wurde auf eine Glasplatte in einer Schicht von 3 bis 4 mm Dicke aufgegossen und bei 19o°C 2o Minuten lang erwärmt. Die Schicht wurde von der Platte abgelöst.
Bei Lagerung des Formlinge in Luft mit 85 fi relativer Feuchtigkeit bei 2o°C waren nach 24 Stunden 72 $> des Aluminiumphosphids zu Phosphorwasserstoff zersetzt, nach 48 Stunden 85 £ und nach 72 Stunden 95 ?C
Der Formkörper hatte nach der Ausgasung eine gute Festigkeit und staubte wenig*
Beispiel 5 V
54 Gewichtsteile 9o-9Siges feinverteiltes Calciumpyanid, 46 Ge^ wiohtsteile Zellstoff eisern und 2,5 G^ewichts-fceile Polystyrol wurrden in 1o8o Gewichtsteilen Trichloräthylen aufgeschlämmt. Die Aufschlämmung wurde auf einem Filter abgesaugt und der Rückstand bei 9ö°Ö eine Stunde lang getrocknet. Der erhaltene scheibenförmige Formling hatte einen Durchmesser von 8 cm, eine Dicke von 16 mm und ein Gewicht von 19 g.
Die Ausgasung war nach 48 Stunden praktisch vollständig. Der Formkörper war nach der Ausgasung fest und staubfrei.
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- 1ο-
Beiapiel 6
54 Gewichtsteile Aluminiumphosphid der oben erwähnten Korngröße und 46 Gewichtsteile Zellstoffasern wurden in 9oo Gewichtsteilen Methanol, in dem 2,5 Gewiohtsteile Harnstoff gelöst waren, aufgeschlämmt. Die Aufschlämmung wurde auf einem Filter abgesaugt und der Rückstand eine Stunde lang bei 6o°C getrocknet.
Die Ausgasungsgeschwindigkeit war die gleiche wie im Beispiel Nach dem Ausgasen hatte der Formkörper die gleiche sehr gute Festigkeit wie vor dem Ausgasen und staubte nicht.
Beispiel 7
Es wurde nach dem Beispiel 3 gearbeitet, mit dem Unterschiede, daß fein verteiltes Aluminiumphosphid verwendet wurde, dessen einzelne Teilohen mit einer dünnen Schicht von Hartparaffin überzogen waren·
Die Ausgasungsgeschwindigkeit war etwas geringer als bei dem Schädlingsbekämpfungsmittel nach Beispiel 3. Der ausgegaste Formkörper hatte die gleiche gute Festigkeit. W
Beispiel 8
27 Gewlohteteile Aluminiumphosphid der oben erwähnten Teilchengröße und 27 Gewichtsteile fein verteiltes 9o-#Lges Calciumcyanid wurden nach Beispiel 3 verarbeitet, und es wurde, wie dort beschrieben, ein Formkörper hergestellt.
Die Ausgasungsgeschwindigkeiten der einzelnen zersetzbaren Bestandteile entsprachen den Werten nach den Beispielen 3 und 5·
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fcso...

Claims (27)

  1. - ir-
    : Patentansprüche:
    1,.Schädlingsbekäffipfuhgsmittel, aus dem durch die Einwirkung von "Wasser oder Wasserdampf auf fein verteilte zersetzbare ■Verbindungen gasförmige giftige -Stoffe1 entwickelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Schädlingsbekämpfungsmittel" die zersetzbaren Verbindungen zusammen mit einem porösen
    geformtön Fasermaterial als Träger enthält. -' M
  2. 2. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Fasermaterial Gewebe, Gewirke, Garne, Filze, Vliese, Papier, Pappe aus Zellulose oder zellulosehaltigen Stoffen, Glasfasern, Schlackenfasern, Asbestfasern, Kunststoffasem ,oder Holzschliff, oder zwei oder mehrere dieser Stoffe, enthält. .
  3. 3. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es als fein verteilte zerse.tzbare Verbindungen Stoffe enthält, die Phosphorwasserstoff und/oder Cyanwasserstoff entwickeln. ^1
  4. 4. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es als zersetzbäre Verbindungen GaIciumcyanid, Magnesiumphosphid, Aluminiumphosphid öder Gemische von zwei oder mehreren dieser Stoffe enthält.
  5. 5. Schädlingsbekämpfungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es die^zersetzbaren Verbindungen mit Teilchendurchmessern zwischen 1 und 1ooo Mikron enthält.'
  6. 6. Schädlingsbekämpfungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, " ; dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 7o GewiehtsprOzent' der zersetzbaren Verbindungen enthält» '
    löse"
  7. 7. Schädlingsbekämpfungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es die zersetzbaren Verbindungen in Mischung mit einem Treibmittel enthält.
  8. 8. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß es als Treibmittel Ammoniumbicarbonat, Natriumbicarbonat, Ammoniumcarbamat oder Mischungen von
    ^ zwei oder mehreren dieser Stoffe enthält.
  9. 9. Schädlingsbekämpfungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchen der zersetzbaren Verbindung mit einem wasserabstoßenden Stoff umhüllt sind.
  10. 10. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es als wasserabstoßenden Stoff ein Kunstharz, Stearin, Stearate oder Hartparaffin oder Gemische von zwei oder mehreren dieser Stoffe enthält.
  11. 11. Schädlingsbekämpfungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 1o, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Bindemittel für
    fe das Fasermaterial enthält.
  12. 12. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeochnet, daß es als Bindemittel Harnstoff enthält.
  13. 13. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es als Bindemittel einen Kunststoff enthält.
  14. 14. Schädlingsbekämpfungsmittel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es als Bindemittel Polyvinylchlorid, Polyurethan, Polyester oder Polystyrol oder Gemische aus zwei oder mehreren dieser Stoffe enthält.
    ■] η 9 R 2 ι / 7 -i. ·■■$ ',
  15. 15. Schädlingsbekämpfungsmittel nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Schäummittel enthält.
  16. 16. Schädlingsbekämpfungsmittel nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ers einen Weichmacher enthält.
  17. 1-7. Schädlingsbekämpfungsmittel nach einem der Ansprüche i . bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß es aus zwei oder mehreren miteinander verbundenen ein- oder zweiseitig beschichteten Flächengebilden, wie Platten, Bahnen oder Streifen, besteht.
  18. 18. Verfahren zur Herstellung eines Schädlingsbekämpfungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Aufschlämmung der zersetzbaren Verbindungen in * einer inerten flüchtigen Flüssigkeit, die gegebenenfalls Treibmittel, einen wasserabstoßenden Stoff, ein Bindemittel, ein Schäummittel und einen Weichmacher"enthält, mit dem Fasermaterial vereint und die inerte flüchtige Flüssigkeit λ durch Abziehen und/oder Verdampfen entfernt*
  19. 19. Verfahren zur Herstellung eines Schädlingsbekämpfungsmittels nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß man anstelle einer Aufschlämmung in einer inerten flüchtigen Flüssigkeit eine Aufschlämmung in einem flüssigen polymerisierbaren Gemisch verwendet.
  20. 20. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß man als inerte flüchtige Flüssigkeit Testbenzin, einen niederen aliphatischen Alkohol oder Trichlorethylen verwendet.
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  21. 21. Verfahren nach Anspruch 19f dadurch gekennzeichnet, daß man polymer!sierbare Flüssigkeit eine solche verwendet, die bei der Polymerisation Polyester oder Polyurethane bildet.
  22. 22. Verfahren nach Anspruch 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß man ein vorgeformtes Fasermaterial, z.B. Bahnen, Streifen, Platten, Quadern, Kugeln, mit der Aufschlämmung tränkt oder beschichtet.
  23. 23. Verfahren nach Anspruch 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß man das FasermateriaL in feiner Verteilung in die Aufschlämmung einbringt'und die so erhaltene Mischung dann in an sich bekannter Weise formt.
  24. 24. Verfahren nach Ansprüchen 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Verdickungsmittel in feiner Verteilung in die Aufschlämmung einbringt und das vorgeformte Fasermaterial, z.B. Bahnen, Streifen, Platten, Quadern, Kugeln, mit der so erhaltenen Mischung tränkt oder beschichtet.
  25. »25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß man als Verdickungsmittel Zellstoffasern verwendet.
  26. 26. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß man als Verdickungsmittel Siliziumdioxyd (Aerosil) verwendet.
  27. 27. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß man das Fasermaterial und die Zusatzstoffe, wie Treibmittel, wasserabstoßenden Stoff, Bindemittel, Schäummittel, Weichmacher, Verdickungsmittel vor der Verarbeitung trocknet.
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    -28* Verfahren nach Ansprüchen is bis- 27, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Bahn aus dem als Träger dienenden Fasermaterial kontinuierlich herstellt oder von einer Vorratsrolle abzieht, kontinuierlich mit der Aufschlämmung beschiöhtet oder tränkt, kontinuierlich trocknet oder geliert, die Bahn dann gegebenenfalls mit einer oder mehreren gleichen oder anderen Bahnen übereinanderschichtet und verbindet, und das Endprodukt kontinuierlich zu Stücken gewünschter Große schneidet und stapelt, sowie zu Paketen zusammenfaßt, oder, gegebenenfalls in bestimmten Abständen perforiert, zu einer Rolle aufwickelt*
    -169831 /21
DE19702002655 1969-02-08 1970-01-22 Schaedlingsbekaempfungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung Withdrawn DE2002655A1 (de)

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