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Schaltungsanordnung zur Formatprogrammierung bei speichergesteuerten
büromaschinen mit Tabuliereinrichtung Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung
zur Formatprogrammierung bei speichergesteuerten Büromaschinen, insbesondere bei
Büromaschinen mit einer Tabuliereinrichtung. Die Formatsteuerung mit der Tabuliereinrichtung
ist bei Scr.reibmaschinen allgemein bekannt. Speichergesteuerte büromaschinen, zur
Fakturiermaschinen, unterscheiden sich von normalen Schreibmaschinen nur dadurch,
daß die zu verarbeitenden Informationen über einen Speicher in den @earbeitungszyklus
gelangen. Sie ind mit einem Datenspeicher ausgerüstet, der in den meisten Fällen
ein. Kernspeicher ist und als Programmspeicher verwendet wird..
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Die zu verarbeitenden Daten werden dem Kernspeicher iiber die Lestatur
oder über eine ettsprectzende Leseschaltung einprägt. Das Herauslesen wiederum erfolgt
nach einem festgelegten Ablaufprogramm mit Hilfe von Adressen, die den zu verarbeitenden
Daten zugeordnet und mit diesen im Programmspeicher abgespeichert werden. Die abruf-
oder Lesebefelile für die Adressen werden innerhalb der Maschine selbst erzeugt.
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bei speichergesteuerten Süromaschinen, die eine Tabuliereinrichtung
besitzen, wird diese für die @rzeugung der Lesebefehlte benutzt. Es ist aber auch
bekannt, die @abuliereinrichtung für die Einspeicherung der Daten und Adressen in
den Programmspeicher zu benutzen. Das geschieht in der Weise, daß die Tabulatorreiter
gesetzt und daß danach die Daten, die ein Format angeben, in den Speicher eingespeichert
werden. Für die Einspeicherung der Daten eines Formates sind somit zwei befehle
oder Befehlszyklen erforderlich, was eine erhebliche Zeitverschwendung beim Programmierer.
bedeutet und außerdem eine Fehlerquelle darstellt, weil keine Gewahr für eine genaue
Programm eingabe gegeben ist.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, diese Nachteile zu beseitigen.
Bei der Formatsteuerung bewirkt@ beispielsweise@ ein
an einer bestimmten
Stelle gesetzter Tabulatorreiter, daE beim Auflaufen des am Schreibmaschinenwagens
angeordneten Anschlags eine im Formatprogramm festgelegte Anzahl von 8chritten für
die Ausschreibung z,B. des Resultates einer Rechenoperation zur Verfügung gestellt
werden. Das mittels der Tabuliereinrichtung erzeugte Signal beinhaltet in dem Poll
den Abrufbefehl für einen unter der Adresse des Tabulatorreiters im Programmspeicher
eingespeicherten Formatbef@hl, d.h. für die vorgesehene Spaltenbreite, Die Snaltenbreite
wird meistens nach der Gesamtstellenanzahl plus einer Sambolstelle festgelegt, die
für das zu erwartende Resultat einer Rechenoperation vorgesehen ist. Für die Spaltenbreite
können auch andere Kriterien ausschlaggebend sein. Auch die Aussage über die Kommastellenanzahl
wird programmiert. Zur Lösung der gestellten Aufgabe soll die Tabuliereinrichtung
benutzt werden. Erfindungsgemäß wird hierfür eine Schaltungsanordnung vorçeschlagen,
in welcher ein von der Tabuliereinrichtung beeinflußbarer erster Zähler das Format
bzw. die Spaltenbreite und ein zweiter Zähler die dazugehörige Speicheradresse bestimmt.
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Die Tabuliereinrichtung und die Schrittschalteinrichtung werden gemeinsam
für die erzeugung von in den Programmspeicher einzuspeichernden Signalen eingesetzt.
Die Schrittschaltvorrichtung, beispielsweise die Leertaste liefort bei jeden Schritt
ein Signal an einen Zähler, dessen Stand bei der Letotigung der Tabulator-Setztaste
als r'ormatprogramm in den Programmspeicher euf dem vom gesetzten Tabulatorrciter
bestimmten Speici.erbczirk abgespeichert wird, Gleichzeitig liefert der Tabulatorreiter
entsprechende Signale an einen zweiten Zähler. Diese Signale stellen die Adresse
des im Programmspeicher bgespeicherten Formates dar und werden ebenfalls in dem
Progremm-Speicher abgespeichert.
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In dieser erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung könner der Tabulator-Setztaste
zwei Aufgaben zufallen a) die Einspeicherung des Formatprogramms mitsamt der Adresse
in den Programmspeicher und b) die Herauslesung des Formatprogramms aus dem Programmspeicher
wenn ein Programm eingespeichert ist.
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Mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist es möglich, ein
Formatprogramm mit der dazugehörigen Adresse in einem Zyklus in dem Programmspeicher
abzuspeichern und damit eine Verzögerung zu vermeiden und eine Fehlerquelle auszuschalten.
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Die Erfindung wird nachfolgend mit einem Ausführungsbeispiel unter
bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben.In der dargestellten Schaltungsanordnung
wird ein erster Zähler Z1 mit den Signalen gesteuert, welche von der Wagenschrittschaltung
über Leitung 11 zugeführt werden. Dabei erzeugt in bekannter Weise jeder Wagenschritt
ein Signal. Der Ausgang des Zählers Z1 liegt mit Leitung 17 an dem Eingang eines
Speicherbezirks Fo des Registers REG, das zwei Speicherbezirke hat und dessen Aufgabe
noch naher erläutert werden wird.
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Die Löschung des Zählers Z1 veranlaßt einerseits jeder Wagenrückzug,
wobei beim Auflaufen des Wagens auf den Randbegrenzer ein entsprechendes Löschaignal
über Leitung 1S, das Oder-Tor O und Leitung 16 dem Zähler Z1 zugeführt wird.
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Der Zähler Z1 wird andererseits auch mit einem Signal gelöscht, das
von der Betätigung der Tabulator-Setztaste TAB ableitet wird. Das Signal kann durch
das Setzen eines Tabulatorreiters erzeugt werden. Es wird über Leitung 13, das Oder-Tor
0 und die Leitungen 16 dem Zähler Z1 zugeführt.
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Ein zweiter Ausgang aus der Betätigung der Tabulator-Setztaste TA
steuert über Leitung 14 den zweiten Zähler 22 an. Dieser Ausgang muß eine Gruppe
von Signalen liefern, die beginnend mit dem Zeilenanfang, mit aufsteigender Größe
den gesetzten Tabulatorreiter definieren. Diese Signale sind die Speicheradresse
des abzuspeichernden Formates und werden aus dem Zähler Z2 sofort in den Adressenbereich
Ad des Registers REG übertragen. Dabei wird von der den Speicher Z2 mit dem Adressenbereich
Ad des Registers REG verbindenden Leitung 18 mittels Leitung 19 ein Lingan- für
das Und-Tor U2 abgeleitet. Einen zweiten Eingang liegt an dem Tor U2 direkt von
der Tabulator-Setztaste TAB über @Leitung 15. Der Ausgang des Und-Tores 112 liefert
gegebenenfalls über einen Tnverter in der Leitung 22 die Bedingungen für das Und-Tor
U1. Das Und-Tor U1 liegt mit seinem Ausgang über Leitung 23 und gegebenenfalls über
einen Inverter an der Suordnungsschaltung des Programmspeichers SP. Die Zuordnungsschaltung
ist
in der Zeichnung als eine die Eingänge der einzelnen Speicherbezirke I-VII parallelschaltende
Leitung 24 darstellt.
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Für die Programmierung eines Formates beispielsweise mit einer Spaltenbreite
von zwanzig Stellen ergibt sich folgende Arbeitsweise: Es sei angenommen, daß es
sich um das erste Format handelt, das nach einem Wagenrückzug in den Programmspeicher
eingelesen werden soll. Der Schreibmaschinenwagen befindet sich am Anfang der Zeile
und mit der Leertaste werden zwanzig Schritte abgezählt.Die dabei erzeugten Signale
haben den Zähler Z1 über Leitung 11 auf den Wert zwanzig eingestellt, der auch gleichzeitig
in den Formatbereich Fo des Registers REG übertragen worden ist. Das gesetzte Register
REG steht mit einem Ausgang über Leitung 20 an einem Eingang des IJnd-Tores U1.
Dieses Und-Tor liefert beim Anliegen von zwei positiven Signalen einen Ausgang.
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Durch die betätigung der Tabulator-Setztaste TAB wird über Leitung
13, das Oder-Tor 0 und Leitung 16 der Zähler Z1 auf Null gelöscht. Gleichzeiti;
gelangen über Leitung 14 die den gesetzten Tabulatorreiter markierenden Signale
in den Zähler Z? und über Leitung 15 steht ein Signal an einem Eingang des rTpd-Tores
U2. Da der Zähler Z2 so geschaltet ist, daß scin Inhalt sofort über Leitung 18 in
den Adressenbereich Ad des Registers REG übertragen wird, steht auch der zweite
Eingang über Leitung 19 am tjnd-Tor UP. Dieses Tor liefert über einen Inverter in
der Leitung 22 nunmehr den zweiten Eingang für d(n s Und-Tor U1, dessen bedingungen
damit erfüllt sind. Die im 1"ormatbereich Fo eingespeicherten zwanzig Signale fließen
nun über das und Tor 1 und Leitung 23 in die Zuordnungsschaltung 24 des Programmspeichers
und werden in dem I-sten bezirk eingespeichert.
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Unmittelbar darauf werden auch die Adressensignale aus dem Adressenbereich
Ad über Leitung 21, das Und-Tor U1 und Leitung 23 in die Zuordnerschaltung 24 des
Programmspeichers SP übertragen und im Speicherbezirk I auf den zustandigen Plätzen
abgespeichert. Damit ist das erste zwanzigstellige Format abgespeichert. Die Übertragungszeiten
sind in dieser beschreibung von untergeordneter bedeutung, weil es allgemein bekannt
ist, einen Ablaufplan vorzusehen. Es ist natürlich möglich die beiden Bereiche Ad
und Fo des Registers REG serial in den Speicherbezirk I des Programmspeichers SP-
einzulesen.
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Eine Leseschaltung ist in dem mit der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
nicht enthalten. Sie ist aber in-bekannter Weise unter Benutzung der Tabuliereinrichtung'oiine
Schwierigkeiten z.B. dadurch aufzubauen, daß der Tabulator-Setztaste zwei Funktionen
zugeordnet werden.
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Die Erfindung darf auf das dargestellte Ausführungsbeispiel nicht
beschränkt werden. Unter benutzung von zwei Zählern oder gleichartigen Schaltkreisen
ist auch ein anderer Aufbau möglich.
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Patentansprüche: