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Die
Erfindung bezieht sich auf einen Smart Card Connector für
zwei Smart Karten. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen
Smart Card Connector für zwei SIM-Karten.
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Smart
Card Connector für zwei Smart Karten (kurz: Karten), insbesondere
auch SIM-Karten, sind bereits bekannt. Vergleiche dazu beispielsweise
die
DE-199 13 923
A1 . Smart Card Connectoren werden auf vielen Anwendungsgebieten,
beispielsweise in Telefonen, Zahlungsterminals usw. eingesetzt.
Häufig muß mehr als ein Smart Card Connector verwendet
werden, was häufig zu Schwierigkeiten hinsichtlich des
benötigten Platzes führt. Im allgemeinen werden
die Smart Card Connectoren auf einer Leiterplatte monitiert. Häufig
erfolgt die Montage dadurch, daß der bzw. die Smart Card
Connectoren aufgelötet werden. Es gibt bereits Anwendungsfälle,
bei denen bis zu vier Smart Card Connectoren auf einer Leiterplatte angebracht
sind. Hier wäre es nützlich, wenn zur Reduzierung
des Platzbedarfs auf der Leiterplatte (oder sonst in irgendeinem
Gerät) möglicherweise nur noch zwei Smart Card
Connectoren eingesetzt werden müßten, von denen
jeder Smart Card Reader jeweils zwei Karten aufnehmen würde.
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Die
DE-199 13 923 A1 zeigt
beispielsweise eine Kontaktiereinrichtung für eine SIM-Karte,
d. h. einen Smart Card Reader, bei dem die Smart Card eine SIM-Karte
ist. Bei dieser Kontaktiereinrichtung werden zwei SIM-Karten mittels
einer Schublade seitlich ins Gerät gesteckt. Dabei ist
der Handhabungsteil der Schublade Bestandteil der Geräteaußenwand
oder es muß hinter einer solchen angebracht werden. Nachteilig
ist ferner der Eingriff ins Gehäusedesign und die Verlierbarkeit
der Schublade. Erfindungsgemäß soll ein Smart
Card Connector vorgesehen werden, der möglichst klein ist,
von oben zugänglich ist, eine sichere Kontaktgabe gewährleistet,
eine präzise Kontaktgabe sicherstellt und kostengünstig
in der Herstellung ist.
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Erfindungsgemäß wird
ein für die Aufnahme von zwei SIM-Karten ausgelegter Smart
Card Connector derart vorgesehen, daß in einem Kontaktträger
Kontaktelemente für die eine SIM-Karte angeordnet sind,
während in einem vorzugsweise am Kontaktträger
angelenkten Deckel Kontaktelemente für eine zweite SIM-Karte
angeordnet sind. Vorzugsweise werden dabei die Kontaktzonen beider
Karten getrennt zur Leiterplatte geführt. Als Art des Anschlusses
ist vorzugsweise SMT vorgesehen.
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Erfindungsgemäß wird
zur Erfüllung der Forderung „Zugang von oben"
das Konzept eines Klapp-Schiebe-Deckels verwendet, wobei die Karten sich
im Deckel befinden und der Deckel, oder zumindest Teile davon, verschieblich
sind. Der Kontaktträger trägt dabei in bekannter
Weise Lesekontakte für die erste Karte. Ferner ist eine
Seite des Kontraktträgers mit dem Deckellager und die andere
Seite ist mit Verriegelungselementen versehen.
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Der
Deckel bildet einen Schacht zur Aufnahme der ersten Karte sowie
einen zweiten Schacht oberhalb des ersten Schachtes für
die zweite Karte. Im Deckel sind Lesekontakte für die zweite
Karte angeordnet. Ferner besitzt der Deckel auf einer Seite Scharnierelemente
und auf der anderen Seite Verriegelungselemente.
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Vorzugsweise
sind die Anschlüsse des zweiten Lesekontaktsatzes als „Float-Kontakte"
aus dem Deckel herausgeführt. Diese Anschlüsse
des zweiten Lesekontaktsatzes können einen dritten im Kontaktträger
integrierten oder eingespritzten Kontaktsatz kontaktieren. Dieser
dritte Kontaktsatz hat Kontaktelemente, die einerseits Kontakt zu
den Floatkontakten des Deckels herstellen können und die
andererseits vorzugsweise SMT-Anschlüsse zum Anschluß an
die Leiterplatte bilden.
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Bei
geöffnetem bzw. unverriegeltem Deckel ist der Kontakt der
Kontaktelemente des zweiten Kontaktsatzes mit den Kontaktelementen
des dritten Kontaktsatzes unterbrochen. Erst bei verriegeltem Deckel
schließen die Kon takte. Das Verriegeln des Deckels bewirkt
eine selbstreinigende Kontaktierung.
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Im
Gegensatz zu einem als „SIMLOCK" (Marke) bezeichneten Smart
Card Connector gemäß
DE-199 13 923 A1 werden
erfindungsgemäß vorzugsweise die Karten beim Verriegeln
mit dem Deckel verschoben. Dies muß aber nicht so sein,
sondern könnte auch anders gelöst werden. Beim
Verriegeln mit dem Deckel und beim Verschieben der Karten gleitet
die erste Karte über den Verriegelungsweg über
die Lesekontakte im Kontaktträger. Die zweite oder obere
Karte wird gleitend unter die Lesekontakte im Deckel geschoben.
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Ferner
befindet sich eine Polarisierungsecke oder -schräge für
die erste Karte im Kontaktträger. Bei falsch eingelegter
Karte kann nicht verriegelt werden. Für die zweite Karte
ist die Polarisierungsschräge oder -ecke im Deckel vorgesehen.
Hier kann eine falsch eingelegte Karte nicht vollständig
gesteckt werden, und der Deckel ist nicht verriegelbar.
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Darüber
hinaus ist im Kontaktträger ein Anschlag vorgesehen, der
einerseits die Verriegelung falsch eingelegter Karten verhindert
und außerdem verhindert, daß bei verriegeltem
Deckel Karten aus dem Deckel wandern können.
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Vorzugsweise
besitzt der Deckel im geschlossenen und noch nicht verriegelten
Zustand eine Vorrastposition, in welcher der SIM Card Connector
pick und placefähig und reflowlötfähig
ist.
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Darüber
hinaus sieht die Erfindung einen Schalter vor, der den verriegelten
Zustand des Deckels meldet. Zu diesem Zweck sind zwei zusätzliche Kontaktelemente
im Deckel vorgesehen und werden beim Stanzen der Lesekontakte zusammenhängend modifiziert
und bilden mit zwei weiteren Kontaktelementen benachbart zum dritten
Kontaktsatz eine Kurzschlußbrücke beim Verriegeln.
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Zusammenfassend
kann man sagen, daß die vorliegende Erfindung die Unterbringung
von zwei Karten in einem Klapp-Schiebe-Deckel vorsieht. Erste, zweite
und dritte Kontaktsätze sind im Kontaktträger
bzw. Klapp-Schiebe-Deckel vorgesehen, wobei einer der Kontaktsätze
Floatkontaktelemente bildet, die bei offenem und unverriegeltem
Deckel geöffnet und bei verriegeltem Deckel geschlossen
sind.
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Die
Vorraststellung des Deckels in dessen unverriegeltem Zustand ermöglicht
den Transport und den Lötprozeß, ohne daß damit
die Kontaktelemente mechanisch belastet sind.
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Die
Erfindung sieht insbesondere einen SIM Card Connector gemäß dem
Anspruch 1 vor. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen. Weitere Vorteile, Ziele und
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung; in der Zeichnung
zeigt:
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1 einen
SIM Card Connector gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, wobei Deckel und Schalter geöffnet sind;
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2 eine
perspektivische Darstellung des SIM Card Connectors der 1 bei
geschlossenem Deckel, der noch nicht in seine Verriegelungsposition verschoben
ist, so daß ein Verriegelungsschalter noch nicht geschlossen
ist;
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3 eine
perspektivische Ansicht des SIM Card Connectors der 1 und 2,
wobei der Deckel verriegelt und der Schalter geschlossen ist;
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4 eine
Einzelheit der 3 in einer etwas anderen perspektivischen
Ansicht;
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5 einen
Schnitt in etwa längs Linie 5-5 in 2, wobei
aber der Deckel geöffnet dargestellt ist;
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6 einen
Schnitt in etwa längs Linie 5-5 der 2, wobei
der Deckel geschlossen aber noch nicht verriegelt dargestellt ist;
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7 einen
Schnitt in etwa längs Linie 5-5 der 2, wobei
aber der Deckel sich in seiner Verriegelungsposition befindet;
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8 einen
außerordentlich schematischen Schnitt durch den SIM Card
Connector der 1;
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9 einen
außerordentlich schematischen Schnitt durch den SIM Card
Connector der 2, wobei die Kontaktzonen der
Smart- oder SIM-Karte gezeigt sind, die Kontaktkuppen der Kontaktelemente
aber eigentlich auf diesen Kontaktzonen 2 aufliegend dargestellt
sein müßten, was aber nicht der Fall ist;
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10 einen
außerordentlich schematischen Schnitt durch den SIM Card
Connector der 3;
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11 eine
Draufsicht auf einen im Deckel untergebrachten Kontaktsatz zusammen
mit zwei überbrückten Schalterkontaktelementen
des Verriegelungsschalters;
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12–14 perspektivische
Teilansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung
gemäß welchem Mittel vorgesehen sind, um den Deckel
in einem geschlossenen aber noch nicht verriegelten Zustand in einer
sogenannten Vorrastposition festzulegen, und wobei in 12 der
Deckel noch geöffnet ist, in 13 der
Deckel geschlossen aber nicht verriegelt dargestellt ist, und in 14 der Deckel
sowohl geschlossen als auch verriegelt ist.
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Die 1 ebenso
wie die 2 bis 11 veranschaulichen
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Smart Card Connectors, und zwar insbesondere in der Form eines SIM Card
Connectors 10. Der gezeigte SIM Card Connector 10 kann
auch als SIMLOCK (R) für zwei Karten bezeichnet werden.
In den Figuren ist die in der Form einer SIM Card vorliegende Smart
Card mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet.
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Der
SIM Card Connector 10 weist einen im allgemeinen stationären
Kontaktträger 11 auf, an dem ein beweglicher Kontaktträger 12,
der im folgenden als Deckel 12 bezeichnet wird, angebracht
ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Deckel 12 am
Kontaktträger 11 schwenkbar gelagert. Der Dec kel 12 ist
ferner zum Zwecke der Verriegelung (insbesondere in seiner zugeklappten
Stellung) am Kontaktträger 11 bezüglich
des Kontaktträgers 11 hin und her verschiebbar.
Die Schwenk- und Verschiebebewegungen des Deckels 12 bezüglich
des Kontaktträgers 11 werden durch im ganzen mit 13 bezeichnete Anlenkmittel
ermöglicht.
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Der Kontaktträger 11
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Der
Kontaktträger 11 wie auch der Deckel 12 sind
vorzugsweise aus Kunststoff durch Spritzguß hergestellt.
Der Kontaktträger 11 bildet einen Plattenteil 14 (im
folgenden kurz Platte 14), in dem Lesekontaktelemente 61 angeordnet,
beispielsweise eingespritzt, sind. Die auch als Lesekontakte oder
kurz Kontakte bezeichneten Lesekontakte 61 bilden einen ersten
Kontaktsatz 60 zum Kontaktieren der Kontaktzonen 2 einer
ersten oder unteren (vergleiche 10) SIM-Karte 1.
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Die
Platte 14 bildet an ihren beiden Längsseiten Längsseitenkanten 21,
die eine gegenüber einer Auflagefläche 23 der
Platte 14 abgesenkte Längsseitenauflageflache 20 bilden.
Beidseitig bildet die Platte 14 jeweils eine Führungsfläche 230,
die senkrecht zwischen der waagrechten Auflagefäche 23 und
den ebenfalls waagrecht verlaufenden Längsseitenauflageflächen 20 vorgesehen
sind, die ein Abstützen des Deckels auf der Leiterplatte
verhindern.
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In
der Platte 14 sind Schlitze 22 ausgebildet, die
den Hindurchtritt von Kontaktkuppen 62 der Kontaktelemente 61 des
ersten Kontaktsatzes 60 gestatten.
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Der
Kontaktträger 11 besitzt ferner an der Platte 14 beidseitig
angeformte Anlage- bzw. Verriegelungselemente 30 und 40.
Das Anlageelement 30 ist winkelförmig durch eine
Längswand 33 und eine Querwand 34 gebildet,
wobei in der Längswand ein Verriegelungsausschnitt 32 vorgesehen
ist. Die Längswand 33 bildet eine Führungsfläche 35,
und die Querwand 34 bildet eine Anlagefläche 36.
Das Anlageelement 30 bildet ferner eine Polarisierungsfläche 37,
die schräg gegenüber der Längsachse des
Kontaktträgers verläuft, und mit der entsprechenden
Polarisierungsschräge der ersten oder unteren SIM-Karte 1 zusammenarbeitet.
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Das
Anlageelement 40 hat ebenfalls eine Längswand 43 und
eine Querwand 44. Die Querwand 44 bildet eine
Anlagefläche 46. In der Längswand 43 ist
ein Verriegelungsausschnitt 42 ausgebildet.
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Die
beiden Längsseitenauflageflächen 20 sind
entgegengesetzt zu den Verriegelungsausschnitten 32 und 42 durch
Stege 39 begrenzt.
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An
der Querseite der Platte 14, die entgegengesetzt zur die
Anlageelemente 30, 40 bildenden Querseite liegt,
sind plattenseitige Anlenkmittel vorgesehen, die mit deckelseitigen
Anlenkmitteln (Scharnierelementen) zusammenarbeiten. Die plattenseitigen
Anlenkmittel der Anlenkmittel 13 bestehen im dargestellten
Ausführungsbeispiel aus zwei beabstandeten Lagerblöcken 50 und 51,
die etwas nach innen versetzt gegenüber den Längsseitenkanten 21 sind
und gegenüber der Auflagefläche 23 hoch ragen.
Die 2, 4 sowie 8 bis 10 zeigen
die Ausbildung der Lagerblöcke 50, 51 im
einzelnen. In den Lagerblöcken 50, 51 sitzen
im dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils ein Lagerzapfen oder
-stift 91 der deckelseitigen (noch näher zu beschreibenden)
Anlenkmittel. Diese Lagerzapfen 91 können von
oben her durch Schlitze 52 in die Lagerblöcke 50, 51 eingesetzt
werden und sitzen dann in einem Querschlitz 58 (vergleiche
beispielsweise 8), so daß der Deckel 12 aus
seiner in 1 und 8 gezeigten
Position in eine in 2 und 9 gezeigte
Position (Schließposition) verschwenkt werden kann. Der
Querschlitz 58 ist durch einen etwas hoch stehenden Stegteil 56 (8)
unterteilt, so daß eine gewisse Kraft aufgewandt werden
muß, um den Deckel 12 aus der in 2 und 9 gezeigten
Position in die in 3 und 10 gezeigte
Position (Verriegelungsposition) zu verschieben.
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Zusätzlich
zu den eben beschriebenen deckelseitigen Anlenkmitteln 13 verläuft
vorzugsweise zwischen den Lagerblöcken 50, 51 eine
Querrippe 53, die beispielsweise in den 1, 2 und 5 bis 7 gut
zu sehen ist. Diese Querrippe 53 ist zusammen mit der Platte 14 ausgeformt
und besitzt einen Basisteil 55 mit der Breite B (6)
in Längsrichtung und anschließend ebenfalls nach oben
ragend einen Stegteil 56, der oben mit einer Rundung 54 endet.
Der Stegteil 56 besitzt (vergleiche 6) eine
geringere Breite b als der Basisteil 55.
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Zusätzlich
zu dem ersten Kontaktsatz 60 im Basisteil ist ein noch
näher zu beschreibender zweiter Kontaktsatz 80 im
Deckel 12 untergebracht, der zur Kontaktierung der Kontaktzonen 2 der
oberen (vergleiche 7) SIM-Karte 1 dient.
Dieser zweite Kontaktsatz 80 kann mit einem dritten Kontaktsatz 70 in
Kontakt kommen, der ebenso wie der erste Kontaktsatz 60,
aber getrennt von diesem, im Plattenteil 14 untergebracht
ist. Der hier zu beschreibende dritte Kontaktsatz 70 dient
praktisch zur Verbindung des zweiten Kontaktsatzes 80 mit
einer Leiterplatte, auf die die Unterseite 38 des SIM Card
Connectors 10 im allgemeinen aufgesetzt ist.
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Der
dritte Kontaktsatz 70 besteht im allgemeinen aus sechs
identisch ausgebildeten Kontaktelementen 71, die in der
Platte 14 zwischen den Anlenkmitteln 50, 51 befestigt,
vorzugsweise eingespritzt, sind. Jedes Kontaktelement 71 bildet
eine Kontaktkuppe 72, die die erwähnte Rundung 54 des Stegteils 56 umfaßt.
Anschließend an die Kontaktkuppe 72 bildet das
Kontaktelement 71 einen senkrecht verlaufenden Kontaktarm 73,
der außen an der (5) nach
links weisenden Oberfläche des Stegteils 56 verläuft.
Der Kontaktarm 73 „taucht" mit seinem unteren
Ende in den Basisteil 55 ein und setzt sich in einem Abwinkelabschnitt 74 fort,
der ebenfalls im Basisteil befestigt, beispielsweise eingespritzt,
ist. Der Abwinkelabschnitt 74 setzt sich in einem waagrechten
Abschnitt 75 fort, der aus dem Basisteil 55 austritt,
um anschließend in einen senkrechten Abschnitt 76 überzugehen,
der wiederum in einem waagrechten Anschluß oder Anschlußabschnitt 77 endet,
der einen SMD-Anschluß vorsieht. Die Ausbildung der Abschnitte 75 bis 77 sieht
eine gewisse Elastizität für den waagrechten Anschlußabschnitt 77 vor.
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Es
sei an dieser Stelle erwähnt, daß beim gezeigten
Ausführungsbeispiel neben dem sechs Kontaktelemente 71 aufweisenden
dritten Kontaktsatz 70 noch zwei zusätzliche (Schalter-)Kontaktelemente 701 und 702 vorgesehen
sind, die mit entsprechenden zusätzlichen Kontaktelementen 801, 802 im
Deckel 12 zusammenarbeiten.
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Der Deckel 12
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Der
kastenartig ausgebildete Deckel 12 ist durch die bereits
erwähnten Anlenkmittel 13 an der Platte 14 angelenkt.
Die Anlenkmittel 13 weisen zusätzlich zu den plattenseitigen
Anlenkmitteln deckelseitige Anlenkmittel (Scharnierelemente) 13 auf,
die insbesondere die bereits erwähnten Lagerzapfen 91 und
zudem die die Lagerzapfen 91 tragende Anlenkarme 90 umfassen.
Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß die Lagerung
des Deckels 12 an dem Plattenteil 14 auch in kinematischer
Umkehr dergestalt erfolgenden könnte, daß beispielsweise
die Lagerzapfen am Plattenteil 14 und damit zusammenarbeitende Schlitze
am Deckel 12 vorgesehen sein könnten. Da die Anlenkarme 90 eine
gewisse Elastizität aufweisen können, wird die
gezeigte Ausführung derzeit bevorzugt.
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Der
Deckel 12 besitzt eine obere Wand 93, in der mehrere
Schlitze 98 ausgebildet sind, in denen sich die Kontaktelemente 81 des
zweiten Kontaktsatzes 80 teilweise erstrecken. Der Deckel 12 besitzt ferner
zwei senkrecht zur oberen Wand 93 verlaufende Seitenwände 97 sowie
eine Anlagewand 99 (vergleiche 3 und 5).
Ferner ragen in den von der oberen Wand 93 sowie den Seitenwänden 97 aufgespannten
Raum Längsstege 197, 198, die, vergleiche
z. B. 6, einen zweiten oder oberen Schacht 95 und
einen ersten oder unteren Schacht 96 definieren. Der obere
Schacht 95 wird durch die innen liegende Oberfläche 199 der
oberen Wand 93 und die Oberseiten Längsstege 197 gebildet.
Der untere Schacht 96 wird durch die Unterseiten der Längsstege 197 und
die Oberseiten der Längsstegen 198 gebildet. Die
Dicke D (vgl. 5) der in Längsrichtung
gegenüberliegenden Längsstege 198 entspricht
in etwa der Höhe H (vgl. 1) der Absetzung 230,
um eine flache Bauhöhe zu erlangen. Verriegelungsmittel
in der Form von Verriegelungsvorsprüngen 101 sind
an den in 2 rechten Enden unten am Deckel 12 vorgesehen
und kommen mit dem bereits erwähnten Verriegelungsausschnitten 32 dann
in Eingriff, wenn der Deckel aus seiner sogenannten „inaktiv/Deckel
geschlossen" Position (Schließposition) gemäß 6 in
die „aktiv/Deckel verriegelt" (Verriegelungsposition) gezeigte
Position gemäß 7 verschoben
wird.
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Die
Oberwand 93 bildet benachbart zu ihren Anlenkarmen 90 einen
Ausschnitt 104 und definiert dadurch eine Auflagefläche 107 für
ebene Abschnitte 82 von noch näher zu beschreibenden
Kontaktelementen 81 des dritten Kontaktsatzes 80.
Die Kontaktelemente 81 ragen in der Schließposition
des Deckels gemäß 6 ohne Kontaktgabe über
die Kontaktkuppen 72 der Kontaktelemente 71 hinaus.
Die Kontaktelemente 71 sind im Deckel 12 befestigt,
vorzugsweise eingespritzt, und ragen mit ihren Kontaktkuppen 72 über
die Oberfläche der Unterseite der oberen Wand 93 hinaus,
um beim Einschieben einer SIM-Karte 1 mit den Kontaktzonen 2 derselben
in Kontakt zu kommen (vergleiche dazu die 9 und 10).
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Im
einzelnen schließt sich bei jedem Kontaktelement 81 an
den erwähnten ebenen Abschnitten 82 ein abgewinkelter
Abschnitt 85 an, der in einem wiederum abgewinkelten Abschnitt 86 endet.
Dieser abgewinkelte Abschnitt 86 kann auch als Kontaktabschnitt
oder einfach Anschluß 86 bezeichnet werden, denn
er dient dazu, um in der Verriegelungsposition gemäß 7 mit
einer Kontaktkuppe 72 eines entsprechenden Kontaktelements 71 in
Kontakt zu kommen. Man kann sagen, daß die Anschlüsse 86 des zweiten
Lesekontaktsatzes 80 als „Floatkontakte" aus dem
Deckel 12 herausgeführt sind. Wie erwähnt, erstreckt
sich der ebene Abschnitt 82 auch in das Material des Deckels 12 hinein,
um dann in den Schlitz 98 auszutreten und am Ende die bereits
erwähnte Kontaktkuppe 72 zu bilden.
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Wie
bereits oben erwähnt, sind neben den Kontaktelementen 81 des
zweiten Kontaktsatzes 80 (rechts in 1) zwei
(Schalter-)Kontaktelemente 801 und 802 vorgesehen,
die, wie man deutlich in 11 sieht,
kurzgeschlossen sind.
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Diese
Kontaktelemente 801 und 802 zusammen mit den Kontaktelementen 701 und 702 bilden einen
Verriegelungsschalter und liefern Information hinsichtlich des Erreichens
der in 7 gezeigten Verriegelungssposition. Ebenso wie
die anderen Kontaktelemente 81 des zweiten Kontaktsatzes 80 sind
die auch als Schalterkontaktelemente bezeichneten Kontaktelemente 801 und 802 dann
mit den mit der Leiterplatte in Kontakt stehenden Kontaktelementen 71 bzw. 701 und 702 verbunden,
wenn sich der Deckel in seiner Verriegelungsposition befindet.
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Arbeitsweise
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Um
den SIM Card Connector 10 in Betrieb zu nehmen, wird dieser
im allgemeinen mit seiner Unterseite 38 auf eine nicht
gezeigte Leiterplatte aufgesetzt, und die waagrechten Anschlußabschnitte 77 der
Kontaktelemente 71 und auch 701 und 702 werden
elektrisch mit entsprechenden Anschlüssen auf einer Leiterplatte
verbunden, z. B. angelötet. Das gleiche gilt auch für
die beispielsweise in 8 gezeigten Kontaktanschlüsse,
die den waagrechten Anschlußabschnitten 77 entsprechen,
des ersten Kontaktsatzes 60. Die Kontaktanschlüsse 74 bzw.
auch 77 sind vorzugsweise SMD-Anschlüsse.
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Um
die beiden SIM-Karten 1 einsetzen zu können, wird
der Deckel beispielsweise in die in 1 gezeigte Öffnungsstellung
verschwenkt. Die linke oder zweite Karte 1 wird mit ihren
Kontaktzonen 2 nach links weisend und die erste oder rechte
Karte 1 wird mit ihren Kontaktzonen 2 nach rechts
weisend in die entsprechenden Schächte 95, 96 eingesetzt (vergleiche
dazu auch 5, wo gezeigt ist, daß beide
Karten auf die Anlagefläche 102 aufstoßen).
Sodann wird der Deckel 12 verschwenkt und in seine in 2 oder
auch in 6 gezeigte horizontale Lage verbracht.
Während in dieser Schließstellung die Kontaktzonen 2 der
linken oder in 6 oberen SIM-Karte 1 bereits
in Kontakt mit den entsprechenden Kontaktkuppen des zweiten Kontaktsatzes 80 stehen,
wird erst durch die Verschiebung aus der Schließstellung
gemäß 6 in die Verriegelungsstellung
gemäß 7 die Kontaktierung der Kontaktkuppen 62 des
ersten Kontaktsatzes 60 mit den entsprechenden Kontakt zonen 2 der
dann unteren oder ersten SIM-Karte 1 herbeigeführt.
Gleichzeitig wird beim Übergang von der Schließstellung
gemäß 6 zur Verriegelungsstellung
gemäß 7 die Kontaktgabe zwischen den
Kontaktelementen 81 des zweiten Kontaktsatzes 80 und
den Kontaktelementen 71 des dritten Kontaktsatzes 70 (und
auch, wenn vorhanden, die Kontaktelemente 801, 802 mit
den Kontakten 701, 702) herbeigeführt.
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Die 12 bis 14 beschreiben
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Smart
Card Connectors, der, was die nicht gezeigten Teile anlangt, ebenso
ausgebildet ist, wie das für das Ausführungsbeispiel
gemäß den 1 bis 11 gezeigt
ist. In den 12 bis 14 sind
Mittel vorgesehen um eine Vorrastposition für den Smart
Card Connector, insbesondere dessen Deckel 12, vorzusehen.
Diese Mittel zur Ermöglichung einer Vorrastposition weisen
vorzugsweise in den Anlageelementen 300, 400 ausgebildete
Schlitze 401, 402 auf, die Anlageflächen 403 bilden.
Die Anlageelemente 300, 400 besitzen zur Aufnahme
der Schlitze 401, 402 in Längsrichtung
gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel verlängerte
Seiten- oder Längswänder 330, 430 sowie
Querwände 340, 440.
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Am
Deckel sind vorzugsweise beidseitig vorzugsweise im oberen Bereich
seitlich hervorstehende Haltewarzen 500 ausgebildet, die,
wie man in den 13 und 14 erkennt,
mit den Schlitzen 401, 402 in Eingriff kommen
können. Zur Anbringung der Haltewarzen 500 ist
der obere Teil des Deckels vorzugsweise gegenüber dem ersten
Ausführungsbeispiel etwas verlängert.
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Bei
Betrachtung der 12, 13 und 14 erkennt
man, daß der Deckel aus einer in 12 gezeigten
Position heraus verschwenkt werden kann und dann, wenn er geschlossen
ist, die in 13 gezeigte Position einnimmt.
Dies ist die sogenannte Vorrastposition, in der der Smart Card Connector
"pick and place"-fähig ist. 14 zeigt
dann die durch Längsverschieben des Deckels 12 zu
erreichende Schließ- und Verriegelungsposition, wobei wie
beim ersten Ausführungsbeispiel nicht näher bezeichnete
Vorsprünge in entsprechende Verriegelungsausschnitte 420 im
Kontaktträger eintreten. Die Länge der Schlitze 401, 402 entspricht
vorzugsweise der erforderlichen Längsverschiebung des Deckels
in die geschlossene, verriegelte Position.
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Die
Mittel zur Ermöglichung der Vorrastposition können
natürlich anders als dargestellt ausgebildet sein. Beispielsweise
könnten am Kontaktträger Nasen vorgesehen sein,
die mit entsprechenden Ausnehmungen am Deckel zusammenarbeiten.
Die bevorzugten Rastmittel, nämlich die Haltewarzen 500 und
die Schlitze 401, 402 sind sozusagen einstückig
mit den entsprechenden Bauteilen, nämlich Deckel 12 und
Kontaktträger ausgebildet, es können aber auch
zusätzliche anbaubare Rastmittel vorgesehen sein.
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Was
die Dicke oder Höhe der Vorsprünge 101 in
den 1 bis 11 und der entsprechenden nicht
gezeigten Vorsprünge in den 12 bis 14 anlangt,
so sei darauf hingewiesen, daß diese der Höhe
H der Absetzung 230 der Auflagefläche 20 entsprechen,
was eine kleine Bauhöhe ermöglicht.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 19913923
A1 [0002, 0003, 0009]