DE2002364C - Mittel zum Binden von Staub im Kohlenbergbau - Google Patents
Mittel zum Binden von Staub im KohlenbergbauInfo
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Description
Im Untertagebetrieb des Steinkohlenbergbaus ist die Bekämpfung des anfallenden Staubes, der E.xplosionen
und Brände verursachen kann und die Belegschaft mit Silikoseerkrankung bedroht, eine äußerst
wichtige Schutzmaßnahme.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bereits eine Reihe von Vorschlägen gemacht worden, die im wesentlichen
auf dem gleichen Grundgedanken beruhen. Der bei Gewinnung, Förderung und Schießarbeit
entstehende bzw. aufgewirbelte und vom Wetterstrom niitgeführte Kohlen- und Steinstaub trifft auf seinem
Flugweg auf eine auf den Strecken umfang aufgebrachte oder erzeugte feuchte Haftschicht, wo er
— meist unter Vermittlung eines Netzmittels — in angefeuchteter Form festgehalten wird.
Da diese Haftschicht nur wirksam ist, solange sie feucht bleibt, soll sie vorteilhaft eine hygroskopische
Salzlösung enthalten, welche auf Grund ihrer Hygroskopizität so viel Feuchtigkeit hält oder aus den
Grubenwettern aufnimmt, daß sie im Gleichgewicht mit der Wetterfeuchtigkeit steht. Die hierzu verwendete
Lösung hygroskopischer Salze, wie beispielsweise Calcium- oder Magnesiumchloridlösung, muß, um
auf Firsten und Stoßen haften zu können i>nd ein hinreichendes Aufnahmevermögen für den zu Mixenden Staub zu besitzen, eingedickt werden, "js geschiebt
beispielsweise durch Einrühren der Lösung in eine Paste, welche durch die Reaktion zwischen
Calciumhydroxvd und Magnesiumchlorid entsteht. Andere Vorschläge gehen dahin, an Stelle der
hygroskopischen Salzlösung das feste Salz, beispielsweise Calciumchlorid, /ti verwenden und die Lösung
durch Feuchtigkeitsentzug aus den Grubenwettern entstehen zu lassen. Das Haften der so entstehenden
Lösung an den Oberflächen des Grubenausbaus ist jedoch nur gewährleistet, wenn die entstehende Lösung
in einer w landencn Schicht von bereits abgelagertem Staub ge- sichert werden kann. Dyb;i kann es bei
geringen Maubablageruiigen vorteilhaft sein, dem feinteiligen hygroskopischen Salz Inertstoffe, wie Gesleinsiaub.
Ton, Kesselasche, natürliches oder synthetisches Calciumsulfat oder Calciumcarbonal zuzumischen.
Dadurch wird ein höheres Speichervermögen für hygroskopische Salzlösung am Grubenausbau
erreicht und damit das Aufnahmevermögen für den zu bindenden Staub vergrößert.
Liiii anderes Staubbindeverfahren, das in »Gluckauf«,
87 (i951), S. 248 bis 253, näher beschrieben ist, benutzt die staubbindenden Eigenschaften einer Steinsalzschicht.
Dazu wird an Stößen und Firsten zunächst eine Haftschicht aus Pudersalz, gegebenenfalls mit
einem Zusatz von 5 Gewichtsprozent Ca(OH)2, aufgebracht,
die die eigentliche aktive Schicht aus grobkörnigem Rückstandssalz, ebenfalls mit einem Zusatz
von 5 Gewichtsprozent Ca(OH)2, trägt. Durch Befeuchten dieser Doppelschicht mit feinverdüstem
Wasser entsteht auf der Oberfläche eine gesättigte Steinsalzlösung als dünner Film, an dem die sich ablagernden
Staubteilchen festkleben. Verdunstet anschließend das Befeuchtungswasser, dann rekristallisiert
das Steinsalz und lagert die Staubteilchen flugunfähig zwischen den Kristallen ein. Voraussetzung
für die Wirksamkeit dieses Verfahrens ist die regelmäßig wiederholte Befeuchtung der Oberfläche der
Sal/schicht. Das Verfahren unterliegt einer wesentlichen
Einschränkung durch die notwendige Zusammensetzung der Faktoren Wettermenge, Weitergeschwindigkeit
und Wetterfp'ichte. Bei relativen Feuchten oberhalb 76% ist das Verfahren unwirksam,
weil keine Steinsalzrekristallisation mehr erfolgen kann. Bei niedrigen relativen Feuchten oder hohen
Wettergeschwindigkeiten erfolgt die Rekristallisation so schnell, daß die Wiederbefeuchtung in untragbar
kurzen Zeiträumen erfolgen muß. Versuche, die Wirksamkeit der Salzschicht durch Zugabe von hygroskopischen
Salzen zu verbessern, wurden wieder aufgegeben, da sich ein solcher Zusatz als unvorteilhaft
und wirkungslos erwiesen hat.
Alle genannten Verfahren sirid nicht ohne gewisse Nachteile anzuwenden.. Das Steinsalzverfahren erfordert
durch die Notwendigkeit, die Schicht in regelmäßigen und meist sehr kurzen Zeitabständen zu befeuchten,
einen erheblichen Arbeitsaufwand und kann zudem nur bei relativen Feuchten unter 76°/0 angewendet
werden. Beim Pastenverfahren müssen große, in der Paste gebundene Wassermengen transportiert
und gehandhabt werden; das Verfahren erfordert auch einen erheblichen technischen Aufwand in Form von
besonderen Transportbehältern, Pumpen und Rohrleitungen. Beim Calciumchloridpulver-Verfahren ist
die auf Stöße und Firste aufzubringende Menge an Calciumchloridpulver von der Staubunterlage abhängig,
<!. h., auf staubfreien oder staubarmen Flächen kann sveniger Caleiumchloridpul.er zur Haftung gebracht
werden als auf staubreichen Iläi_'.,cn. Ein
weiterer Nachteil des feinteiligen Calciumchloridpiilvers
ist seine hohe Flugfähigkeit, wodurch es bei hohen VVettergeschwindigkeiten zur Belästigung der
im Wetterstrom hinter der Blasslelle arbeitenden Bergleute kommen kann.
Verbesserungen des Verfahrens bestehen darin, daß bei mangelnder Staubablageriing entweder eine künstliche
Unterlage aus inertem Material geschaffen oder di_r Inertstoff gleichzeitig oder als Mischung mit dem
hygroskopischen Salzpulver verblasen wird und, oder durch Zugabe von fei η verdüstern Wasser zu dem
Staubbindemittel ei» Agglomerieren und Rekristallisieren der .nzelnen Salzpulverteilchen untereinander
in gewissem Umfang erreicht und damit deren Flugfähigkeit herabgesetzt wird.
Es wurde nach einem pulverformigen Mittel zum Binden von Staub im Kohlenbergbau gesucht, das
sich ohne Staubbelästigung verblasen läßt, gut haftet und ein großes Staubbindevermögen hat.
l-s wurde ein pulverförmiges Staubbindemittel für
den Kohlenbergbau auf der Basis von Calcium- bzw. Magnesiumchlorid bzw. deren Gemischen, nichtionogenem
Netzmittel und Wasser zum Binden von Staub im Kohlenbergbau gefunden. Dieses Mittel
zeichne: sich dadurch aus, i'.iß es -- bezogen auf die
Gesamtmenge — 0,5 his 8,0 Gewichtsprozent Wasser und Natriumchlorid im Gev chtsverhältnis von 0,2
bis 5,0 zu 1 zum Calcium- bzw. Magnesiumchlorid in inniger Mischung enthält, wobei wenigstens 60 Gewichtsprozent
des Staubbindemittels eine Teilchengröße von 0,1 mm und darüber aufweisen.
Durch das Merkmal, daß wenigstens 60 Gewichtsprozent des erfindungsgemäßen Mittels Teilchengrößen
von über 0,1 mm aufweisen, wird die Flugfähigkeit
des erfindungsgemäßen Mittels so weit herabgesetzt, daß es beim Aufbringen auf die Oberflächen
des Streckenausbaus nicht mehr von dem Wetterstrom davongetragen wird. Trotz dieser Herabsetzung
der Flugfähigkeit haftet das erfmdungsgemäße Mittel sehr gut auf den Oberflächen des Streckenausbaus.
Als besonders vorteilhaft hat sich in dieser Beziehung ein erfindungsgemäßes Mittel erwiesen, von
dessen Gesamtmenge 30 bis 50 Gewichtsprozent Teilchengrößen von 0,1 bis 0,2 mm haben.
Für die Erzielung der vorgenannten Vorteile ist es außerdem erforderlich, daß jedes Teilchen des erfindungsgemäßen
Mittels neben Calcium- bzw. Magnesiumchlorid4
nichtionogenen Netzmitteln und — bezogen auf die Gesamtmenge des Mittels — 0.5 bis
8,0 Gewichtsprozent Wasser noch Natriumchlorid in inniger Mischung enthält, Besonders bewährt hat sich
ein Mittel, das Calcium- bzw. Magnesiumchlorid und Natriumchlorid im Gewichtsverhäitnis von 1 zu 0,2
bis 5,0 enthält.
Um die erforderliche innige Vermischung der einzelnen Bestandteile in jedem Teilchen des eriindungsgemäßen
Mittels zu erreichen, ist es notwendig, die Feststoffkomponenten mit Teilchengrößenverteilungen
einzusetzen, welche unter der Teilchengrößenverteilung liegen, die sich für das erfmdungsgemäße
Mittel als vorteilhaft erwiesen hat.
Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Mittels ist so zu verfahren, daß die vorhandenen feinsten
Teilchen der Feststoffkomponenten zu größeren Teilchen agglomerieren. Dieses Ziel kann beispielsweise
erreicht werden, wenn das Natriumchlorid in einer Mischvorrichtung mit dem Wasser zu einem knetbaren,
tcigähnlichen Salzbrei \ermischt wird, worauf dieser
Salzbrd mit dem feinteiligen Calcium- bzw. Magnesiumchlorid innig vermischt und auf das entstehende
trockene Pulver in Waiser gelöstes oder pulverförmiges Netzmittel aufgebracht wird. Die zur Erzeugung des
ίο knetbaren, teigähnlichen Salzbreis notwendige Wassermenge
soll zwischen 0,5 und N.0 Gewichtsprozent
der Gesamtmenge des Mittels betragen.
An Stelle eines Teiles oder der Gesamtmenge des Wassers und der feinteiligen hygroskopischen Salze
können auch entsprechende Mengen an wäßriger Lösung dieser hygroskopischen Salze eingesetzt werden,
wobei die Konzentration dieser hygroskopischen Salze in der wäßrigen Lösung so gewählt werden muß,
daß die gewünschten Mengenverhältnisse erreicht werden; auch ist die Verwendung von festem, hygroskopischem
Salz neben einer Lösung möglich. Das Endprodukt ist trocken und pulverförmig.
Zur Durchführung dieser Arbeitsweise kann jede Art Mischvorrichtung mit langsamer bis mitielschneller
Tourenzahl eingesetzt werden.
Nach einer anderen Arbeitsweise ist auch die Verwendung einer Mischvorrichtung günstig, die mit
einem Messerkopf ausgerüstet ist. Bei Anwendung einer derartigen Mischvorrichtung werden Nalriumchlorid.
Wasser und Netzmittel mit feingemahlenem, hygroskopischem Salz zu einem trockenen Pulver vermischt.
Hierzu werden in den Mischer zunächst Natriumchlorid, Wasser und Netzmittel eingespeist
und anschließend nach verhältnismäßig kurzer Zeit das feinvermahlene hygroskopische Salz oder Salzgemisch.
Es entsteht hierbei ein Gemisch, in welchem sich bildende Klumpen von dem Messerkopf zerrieben
werden. Auch ist es möglich, wäßrige Lösungen hygroskopischer Salze an Stelle oder neben Wasser
und festem, hygroskopischem Salz zu verwenden. Das Endprodukt ist ebenfalls ein trockenes, pulverförmiges
Salzgemisch.
Als hygroskopische Salze werden Calciumchlorid, Magnesiumchlorid oder deren Gemische in feiner Vermahlung
für die Herstellung des erfindungsgemäßen Mittels eingesetzt. Vorteilhaft werden hierfür hygroskopische
Salze mit einer Korngrößenverteilung verwendet, bei der die Anteile an Teilchen mit einem
Durchmesser von unter 1 mm mehr als S ) Gewichtsprozent und mit einem Durchmesser von unter 0,3 mm
mehr als 60 Gewichtsprozent betragen. Die Mengenverhältnisse von hygroskopischen Salzen, wie Calciumchlorid
und Magnesiumchlorid, zu Natriumchlorid sollen vorteilhaft zwischen 1 zu 0,2 und 1 zu 5
liegen. Sie richten sich nach den gewünschten Eigenschaften des Produktes, wie beispielsweise nach der
Flugfähigkeit, und nach den Verhältnissen an der Anwcndimgsstelle,
wie beispielsweise nach der relativen Feuchtigkeit der Wetter.
Als Natriumchlorid sind alle Kochsalz- oder Steinsalzsorten
in ausreichend feiner Vermahlung geeignet. Als besonders vorteilhaft hat sich dabei ein feinteiüges
Steinsalz erwiesen, das mehr als 50 Gewichtsprozent einer Korngröße unter 0,1 mm und weniger
als 10 Gewichtsprozent einer Korngröße über 0,2 mm enthält.
Als Netzmittel haben sich Alkylphenolpolyglykoläther bewährt. Sie werden in einer Menge von 2 bis
> ( iewichtspmzcnl. bezogen auf die fertige Mischung,
zugegeben.
Durch die Misclnorgänge agglomerieren die feinsten
ViLicilc de-. l'udcrsalzcs iiiul des hygi oskopischen
S.tlzpuKeis. beispielsweise Calciumchlorid, /u etwas
gri'ilicren Veilchen, so daIi die Korngrölicmcneilur.g
id der fertigen Mischung für den wirge:.eheneu "Miweudungszweck
wesentlich günstiger hegt als in den
Mischungsbestandteilen, wie später noch an Hand
inn SiebanaKsen gezeigt wird. Dadurch enthüll das ><-<
fertige Gemisch keine leicht flugfähigen Teilchen mehr und kann somit /u leder /eil und Liberall auf den
Streckenausbau und die Sireckensohle. beispielsweise mil Druckluft, aulgeirageii werden, ohne dali eine
Behinderung der selbst in wenmer als 50 in Lntfer- '5
nung arbeitenden Bergleute eintritt. Auch ist das Haft-.ernii'igen
der aufgebrachten Schicht wesentlich besser als das Min reinen, umermiscliltn hygroskofiibeheii
Sal/pukern oder \on (iemischen solcher mit inerten
Stoffen. Is kann daher in einem Arbeitsgang eine =°
stärkere StaLibbindeschicln aufgel.agen werden als bei
der .Anwendung der vorerwähnten itinermischtcn oder
mit InerlstofTen vermischten hygroskopischen Salze.
Mit dem errmdungsgemäüen Miliel wird die Staubbindung
auf zweierlei Weise erreicht, und /war sowohl durch die Feuchtigkeit, die durch die hygroskopischen
Salze aus den Grubenwettern absorbiert und in der slaubbindenden Schicht festgehalten wird, als auch
durch das teilweise in Lösung gehende und wieder rekristallisierende Natriumchlorid. Die relati'en [-euchlcn
der Grubenwetter sind während der Gewinnung und Forderung durch beispielsweise die Kohlenstoßtiänkung
und Bediisung der Fördermittel erheblich höher als während der Stillstandszeiten. Durch diese
Schwankungen der relativen leuchten wird in standigem
Wechsel ein Teil des Natriumchlorids in Lösung gehen und anschließend rekristallisieren. Dabei wände.:
das in der Lösung des hygroskopischen Salzes gelöste Natriumchlorid durch den von der Snuibbindemilteischichl
festgehaltenen Kohlenstaub und kristallisiert bei Rückgang der relativen Feuchtigkeit
als Rekristallisat auf dessen Oberfläche aus. Durch diese Rekristallisate wird der Kohlenstaub wie in
einem Gitterwerk eingeschlossen und festgehalten.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Herstellung des erfindungsgemäßeii Staubbindeinittels näher erläutern.
B e 1
I I
In eine Miselnorriehti. ;: werden MHi kg feinleiliges
Steinsalz gegeben und dieses, während der Mischer ΙϋιιΓι. mit 25 kg Wasser besprüht. Im \ erlauf
Min 5 Minuten entsteht ein knetbarer. leigähnliclK-r
Sal/brei. der während weilerer IO Minuten nut HHi kg
feingemahlenem Calciumchlorid mit S;) bis S5 Gewichtsprozent
CaCI., innig vermischt wird. Alk der leigarngcn Masse bildet sich dabei ein trockenes,
frei 'liegendes l'uKcr. auf das noch cmc Mischung
aus 15 kg Wasser und 31) kg eines nichiinnogenen
Net/mittels aufgedüst wird. Nach weiteren 5 Minuten Mischen* isl das Staubbindemittel fertiggestellt.
H e 1 s ρ i c I 2
li< eine Mischvorrichtung, die mit einem Messerkopf
ausgerüstet ist, werden nacheinander M)O kg femteiliges
Steinsalz. 40 kg Wasser, 30 kg nichiionogcnes Netzmitte! und 30Ok- C'alciumchloridpiiKer mil XO
bis S5 Gewichtsprozent CaCI, eingetragen. Man erhält eine Masse, in der entstehende Klumpen von
dem Messerkopf des Mischwerks zerrieben werden. Im Verlauf einer Misehzeil von 1 bis 3 Minuten entsteht
daraus das gebrauchsfertige Staubbindemittel.
Korngrößenverteilung der eingesetzten Salze
| Korngrötk· | CaCl-PuK er Gewichts prozent |
Steinsalz Cic'vtichis- pri>7cnt |
| Bis 0,1 mm | 65.5 18 5 |
56.2 35 7 |
| 0 I his O 2 mm | 16,0 | "8.1 |
| Über 0.2 mm |
Korngrößenverteilung des eriindungsgemäßen Mittels
| Heispiel 1 | NeIz- | Beispiel 2 | Netz- | I | |
| Korngröße | Anteil | mitlcl- | Anteil | inittei- |
I -1111'
( ' U |
| Gewichts | gchalt | Gewichts | gehalt | I | |
| prozent | prozent | ||||
| Bis 0,1 mm . . | 28,8 | 33,0 | |||
| 0,1 bis 0,2 mm | 35,7 | 49,7 | |||
| (Jlier 0,2 mm | 35,5 | 17,3 | |||
| 3,1 0Z0 | |||||
Claims (5)
1. Pulverförmiges Staubbindemittel für den
Kohlenbergbau auf der Basis von Calcium- b/w. Magnesiumchlorid b/w. deren Gemischen, nichtionogencm
Netzmittel und Wasser zum Binden \i)ii Staub im Kohlenbergbau, dadurch gekennzeichnet,
daß es - bezogen auf die Gesamtmenge — 0,5 bis 8,0 'Gewichtsprozent
Wasser und Natriumchlorid im Gewichtsverhällnis von 0.2 bis 5,0 zu 1 zum Calcium- bzw. Magnesiumchlorid
in inniger Mischung enthält, wobei wenigstens 60 Gewichtsprozent des Staubbindemittel
eine Teilchengröße von 0,1 mm und darüber aufweisen.
2. Pulverförmiges Staubbindemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 30 bis
50 Gewichtsprozent eine Teilchengröße von 0.1 bis 0.2 mm haben.
3. Verfahren ze Herstellung des pulverförmigen
Mittels nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Natriumchlorid in einer
Mischvorrichtung mit Wasser zu einem knetbaren, teigähnlichen Sal/.brei vermischt wird, worauf
dieser Sal/brei mit dem feinteiligen hygroskopischen Salz innig vermischt wird und auf das entstehende
trockne Pulver das in Wasser gelöste ο ier puKerförmige Netzmittel aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Natriumchlorid, Wasser und
Netzmittel in einem mit einem Messerkopf ausgerüsteten
Mischer mit feingemahlenem hygroskopischem Salz zu einem trockenen Pulver vermischt
weiden.
5. Verfahren nach Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Natriumchlorid in Form
von feinteiligem Steinsalz eingesetzt wird, dessen Korngröße zu mehr als 50 Gewichtsprozent unter
0,1 mm und zu weniger als 10 Gewichtsprozent über 0,2 mm liegt.
Priority Applications (8)
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|---|---|---|---|
| DE19702002364 DE2002364C (de) | 1970-01-20 | Mittel zum Binden von Staub im Kohlenbergbau | |
| FR7045456A FR2075047A5 (de) | 1970-01-20 | 1970-12-16 | |
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| BE761697A BE761697A (fr) | 1970-01-20 | 1971-01-18 | Agent liant de la poussiere dans les mines de |
| CS373A CS151074B2 (de) | 1970-01-20 | 1971-01-19 | |
| SU711611133A SU604507A3 (ru) | 1970-01-20 | 1971-01-20 | Композици дл св зывани пыли в угледобывающей промышленности |
| GB2003571A GB1321014A (en) | 1970-01-20 | 1971-04-19 | Medium for consolidating dust in coal-mines |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702002364 DE2002364C (de) | 1970-01-20 | Mittel zum Binden von Staub im Kohlenbergbau |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2002364A1 DE2002364A1 (de) | 1971-07-29 |
| DE2002364B2 DE2002364B2 (de) | 1973-02-08 |
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