DE20020144U1 - Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten - Google Patents
Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von ObjektenInfo
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28. November 2000
Unser Zeichen: B 4015 DE
Anmelder: bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mbH Rechenhausener Straße 6 74582 Gerabronn
Titel: Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten
Vorrichtung zum Transport.drad'zur.ÜerÄnzeWig.van Objekten
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten mit einem Vereinzelungsförderer. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Fördersystem, das die zu befördernden Objekte in einer Reihe von hintereinander liegenden Objekten ausrichtet.
Derartige Vorrichtungen zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten sind in verschiedensten Ausführungen z. B. aus den Anmeldungen DE 19915915 A1, DE 29806891 U3, DE 29700863 U1, EP 0795947 A2 und EP 0979788 A2 bekannt.
Bei bekannten Transportsystemen befindet sich in der Vorratsstation ein loser Haufen von in der Regel gleichen Objekten. Diese Vorrichtungen zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten haben den Nachteil, daß sehr dünne, gebogene oder unsymmetrische Objekte nicht verarbeitet werden können, ohne daß es zu Staus oder Schäden in der Vorrichtung oder an den Objekten kommt, da diese zum Verkanten und/oder Überlappen der Objekte neigen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß die zu befördernden Objekte derart geführt werden, daß sie beim Transport in der Lineareinheit nicht überlappen. Darüber hinaus können durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten ge- oder verbogene oder unsymmetrische Objekte beim Transport in der Lineareinheit nicht verkanten.
Erfindungsgemäß können die zu fördernden Objekte durch ein oder mehrere Abstandsmittel getrennt befördert werden, wobei die Abstandsmittel je nach Förderaufgabe unterschiedliche Abmessungen haben können. Besteht z. B. die Förderaufgabe darin, dünne symmetrische Objekte in einer geradlinigen Lineareinheit zu fördern bzw. dünne symmetrische Objekte zu fördern, die in vertikaler Richtung ge- oder verbogen sind, werden vorzugsweise zwei Objekte durch ein Abstandsmittel getrennt. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten ist es femer möglich, diese dünnen symmetrischen Objekte ohne Verkanten in einem beliebigen Winkel zu fördern. Zu diesem Zweck wird die Lineareinheit in diesem Winkelbereich derart ausgestaltet,
daß zwei Objekte durch wenigstens zwei Abstandsmittel, die in jeweils einer Nut geführt werden, mit unterschiedlichen, den Kurven angepaßten Abmessungen getrennt werden. Durch diese einfache Maßnahme können auch unsymmetrische Objekte, ohne zu verkanten, je nach Wahl der Abmessungen der Abstandsmittel geradlinig mit wenigstens zwei Abstandsmittel mit gleichen Abmessungen oder in Kurven mit wenigstens zwei Abstandsmittel mit unterschiedlichen Abmessungen gefördert werden.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Lineareinheit auch als Puffer-Speicher für die Objekte auszubilden, so daß bei unregelmäßigem Zuführen der Objekte am Anfang der Vorrichtung trotzdem am Ende der Lineareinheit eine weitgehend kontinuierliche Übergabe der Objekte möglich ist.
Durch die in weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in Anspruch 1 angegebenen Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten möglich.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung befinden sich in einer Vorratsstation zu befördernde Objekte, die über eine Fördereinheit in eine Lineareinheit transportiert werden. Sobald ein erster Gegenstand einen ersten Fühler bedeckt, werden weitere überschüssige Objekte durch Zuschalten einer Unterbrechereinheit, z. B. durch Einschalten von Blasluft, daran gehindert, auf die Lineareinheit zu gelangen und zurück in die Vorratsstation befördert. Bedeckt das Objekt einen zweiten Fühler wird ein Magazin geöffnet, in dem sich erfindungsgemäß lose, vorzugsweise kugelförmige Abstandsmittel befinden, wobei wenigstens ein Abstandsmittel anschließend an das zu befördernde Objekt auf die Lineareinheit gebracht wird. Gleichzeitig wird die Sperre für weitere Objekte aufgehoben, so daß ein weiteres Objekt den ersten Fühler passieren kann, das in gleicherweise behandelt wird. Die Objekte werden aufgrund der vorgeschlagenen Anordnung mit Hilfe des wenigstens einen Abstandsmittels über die Lineareinheit transportiert. Am Ende der Lineareinheit fällt das Abstandsmittel in einen Rückführkanal und wird nach Erkennung des zu befördernden Objekts durch einen weiteren Sensor in das Magazin zurückbefördert. Zur Bildung eines größeren Pufferspeichers werden beliebig viele Linearführungen aneinander gereiht.
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in den anliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittzeichnung einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten mit einem einzelnen, kugelförmigen Abstandsmittel
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach der Schnittebene A - B in Fig. 1
Wie in Figur 1 und 2 gezeigt, werden zu befördernde Objekte (10) aus einer Vorratsstation (3) über eine Fördereinheit in eine Lineareinheit (8) transportiert. Sobald ein erstes zu beförderndes Objekt (10) an einer ersten Sensoreinheit (1) am Eingang der Lineareinheit (8) vorbeikommt, wird die weitere Zufuhr von Objekten (10) durch Einschalten einer ersten Unterbrechungseinheit (2), in diesem Fall einer Blaslufteinheit, gestoppt, so daß überschüssige Objekte (10) in die Vorratsstation (3) zurückbefördert werden. Auf seinem Weg entlang der Lineareinheit (8) passiert das Objekt (10) eine zweite Sensoreinheit (4). Wenn diese zweite Sensoreinheit (4) das zu befördernde Objekt (10) detektiert hat, gibt sie eine Meldung an ein mit kugelförmigen Abstandsmitteln (7) befülltes Magazin (5), um dieses zu veranlassen, durch kurzzeitiges öffnen eines Ausgangs (6) ein kugelförmiges Abstandsmittel (7) abzugeben, das im Anschluß an das erste zu befördernde Objekt (10) auf die Lineareinheit (8) transportiert wird. In der Lineareinheit (8) wird das kugelförmige Abstandsmittel (7), wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, in einer Nut (13) geführt. Gleichzeitig mit der Meldung an das Magazin (5) gibt die zweite Sensoreinheit (4) eine Meldung an die erste Unterbrechungseinheit (2) weiter, um diese zu veranlassen, das Gebläse abzuschalten, so daß ein neues Objekt (10) zur Lineareinheit (8) gelangen kann. Ist ein zu förderndes Objekt (10) und ein sich anschließendes kugelförmiges Abstandsmittel (7) am Ende der Lineareinheit angekommen, fällt dieses kugelförmige Abstandsmittel (7) durch eine Ausnehmung (16) in eine Rückführungseinheit (11) und sobald eine dritte Sensoreinheit das nachfolgende beförderte Objekt (10) erkennt, wird das kugelförmige Abstandsmittel (7) von einer zweiten Unterbrechungseinheit (15) aus der Rückführungseinheit (11) durch einen Verbindungskanal (12) in das Magazin (5) zurückbefördert.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten, mit einer Vorratsstation (3) für die zu Objekte (10) und einer Fördereinheit, die die Objekte (10) zu wenigstens einer Lineareinheit (8) fördert, auf der die Objekte (10) vereinzelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß sich am Eingang der wenigstens einen Lineareinheit (8) eine erste Sensoreinheit (1) befindet, die ein erstes zu beförderndes Objekt (10) erkennt und an eine Auswerteeinheit meldet; daß eine Unterbrechungseinheit (2) vor der ersten Sensoreinheit (1) angebracht ist, welche die Zufuhr weiterer Objekte (10) unterbricht; daß sich an der Lineareinheit (8) in einem Abstand zu der ersten Sensoreinheit (1) eine zweite Sensoreinheit (4) befindet, die das geförderte erste Objekt (10) erkennt und an eine Auswerteeinheit meldet, worauf wenigstens ein Abstandsmittel (7) enthaltendes Magazin (5) öffnet und wenigstens ein Abstandsmittel (7) im Anschluß an das zu befördernde Objekt (10) in wenigstens eine dafür vorgesehene Führungsnut (13) in der Lineareinheit (8) bringt und die erste Unterbrechungseinheit (2) abschaltet und damit die Sperre für weitere Objekte (10) aufgehoben wird; daß eine Rückführungseinheit (11) am Ende der Lineareinheit (8) das Abstandsmittel (7) aufnimmt und daß eine weitere Sensoreinheit (14) das zu befördernde Objekt (10) erkennt und meldet, worauf das wenigstens eine Abstandsmittel (7) aus der Rückführungseinheit (11) durch einen Verbindungskanal (12) in das Magazin (5) zurückbefördert wird.
2. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein einziges Abstandsmittel (7) zwischen den zu befördernden Objekten (10) diese Objekte (10) auf Abstand hält.
3. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mehrere Abstandsmittel (7) zwischen den zu befördernden Objekten (10) diese Objekte (10) auf Abstand halten.
4. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsmittel (7) zwischen den zu befördernden Objekten (10) gleiche Abmessungen haben.
5. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsmittel (7) zwischen den zu befördernden Objekten unterschiedliche Abmessungen (10) haben.
6. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Abstandsmittel (7) kugelförmig ist.
7. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Abstandsmittel (7) jede beliebige Form hat.
8. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Unterbrechungseinheit (2) aus einer Klappe besteht, die die überschüssigen zu fördernden Objekte (10) absperrt oder durchläßt.
9. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Unterbrechungseinheit (2) eine Blaslufteinheit ist, die die überschüssigen zu fördernden Objekte (10) in die Vorratsstation (3) zurückbläst.
10. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Unterbrechungseinheit (2) eine Absaugeinheit ist, die die überschüssigen zu fördernden Objekte (10) in die Vorratsstation (3) zurücksaugt.
11. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach den Ansprüchen 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Unterbrechungseinheit (2) die überschüssigen zu fördernden Objekte (10) mit mechanischen Mitteln absperrt oder durchläßt.
12. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Transporteinheiten hintereinander geschaltet werden.
13. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei Transporteinheiten, die hintereinander geschaltet werden, Abstandsmittel (7) mit gleiche Abmessungen haben.
14. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei Transporteinheiten, die hintereinander geschaltet werden, Abstandsmittel (7) mit unterschiedlichen Abmessungen haben.
15. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Unterbrechungseinheit (15) eine Blaslufteinheit ist, die das wenigstens eine Abstandsmittel (7), das sich in der Rückführeinheit (10) befindet, über einen Verbindungskanal (12) in das Magazin (3) zurückbläst.
16. Vorrichtung zum Transport und zur Vereinzelung von Objekten nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Unterbrechungseinheit (15) eine Absaugeinheit ist, die das wenigstens eine Abstandsmittel (7), das sich in der Rückführeinheit (10) befindet, über einen Verbindungskanal (12) in das Magazin (3) zurücksaugt.
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