DE2001933C - Vorrichtung zur Durchfuhrung kata lytischer Gasreaktionen - Google Patents
Vorrichtung zur Durchfuhrung kata lytischer GasreaktionenInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Durchführung katalytischer Gasreaktionen und speziell
zur Verbrennung oxydierbarer Bestandteile in Abgasen.
Beispielsweise aus der USA.-Patentschrift 3 090 675 sind quaderförmige Vorrichtungen zur Verbrennung
oxydierbarer Bestandteile in Abgasen bekannt, wobei ein Rohren-Wärmeaustauscher und eine
Brennkammer nebeneinander in dem quaderförmigen Außengehäuse angeordnet sind und sich ein in einer
der Außengehäusewände befestigter Brenner bis in die Brennkammer erstreckt. Solche Vorrichtungen
mit quaderförmigem Außengehäuse sind auch für katalytische Gasreaktionen bekannt und enthalten die
Katalysatorschicht in Form einer oder mehrerer gasdurchlässiger Katalysatorplatten seitlich des Röhren-Wärmeaustauschers.
Bei derartigen Vorrichtungen mit quaderförmigem Gehäuse treten jedoch beim Betrieb
sehr unterschiedliche Temperaturen auf, die zu verschieden starker Ausdehnung der Innenauskleidung
und damit zu Spannungen an den Gehäuseteiien führen, die letztlich Rißbildungen zur Folge haben
könnten. Außerdem ist die Innenauskleidung im Bereich der Brennerflamme sehr hohen Strahlungstemperaturen
ausgesetzt, da durch den Störmungsverlust nur eine ungenügende Kühlung erfolgt, was im Dauerbetrieb
Verzunderungen und damit Beschädigungen verursacht.
Aus der USA.-Patentschrift 3 311456 ist auch bereits
eine Vorrichtung zur Verbrennung oxydierbarer Bestandteile in Abgasen mit zylinderförmigem
Außengehäuse und einem mittig in einer der Außengehäusewände befestigten Brenner bekannt, doch
enthält diese Vorrichtung keinen Röhren-Wärmeaustausdier
und keinen Katalysator und erzeugt mit Hilfe entsprechend angeordneter Prellbleche einen spiralförmigen
Gasfluß. Es handelt sich außerdem nicht um eine Vorrichtung, mit der katalytische Gasreaktionen
durchgeführt werden sollen.
Aus der deutschen Patentschrift 940 977 ist weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung exothermer
katalytischer Gasreaktionen mit einem zylindrischen Außengehäuse und einem mittig angeordneten Röhren-Wärmeaustauscher
bekannt, der von ringförmigen Katalysatorschichten umgeben ist Diese Vorrichtung
enthält aber keinen Brenner und ist daher nk in
für den gleichen Zweck wie die Vorrichtung nach der Erfindung verwendbar.
Die deutsche Ai'slegeschrift 1215 852 zeigt eine
Vorrichtung zum Reinigen von Abgasen mit einem 2.. linderförmigen
Außengehäuse, einem in der Wand "■■
Außengehäuses befestigten, sich in der Brennkamir,-erstreckenden
Brenner, einem innerhalb des Außr gehäuses angeordneten ringförmig ausgebildc ·
Röhren-Wärmeaustauscher mit Gaseinlaß in die A
tauscherröhren an dem vom Brenner abgewand...■< Ende des Wärmeaustauschers und einem hinter d ;■ Brenner angeordneten Katalysator. Bei dieser W richtung ist jedoch die Brennkammer oberhalb t' Röhren-Wärmeaustauschers vorgesehen und wird <;. her nicht durch strömendes Gas gekühlt. Infolge ; · hohen Brennerflammentemperatur muß dahei ι' Brennkammer mit einer kostspieligen und hoh-r. Verschleiß unterliegenden thermischen Auskleidui.,; versehen werden. Weiterhin besitzt diese Vorrichtur ■?. auf Grund der angegebenen Konstruktion einen rech, erheblichen Raumbedarf, und der in ihr unten, brachte Katalysator ist zum Kontrollieren oder Austauschen nur schwer zugänglich. Außerdem ist d-< Druckverlust der Gase beim Durchströmen der Kata lysatorschicht bei dieser bekannten Vorrichtung und infolge der gezeigten Formgebung der Katalysator schicht verhältnismäßig hoch.
tauscherröhren an dem vom Brenner abgewand...■< Ende des Wärmeaustauschers und einem hinter d ;■ Brenner angeordneten Katalysator. Bei dieser W richtung ist jedoch die Brennkammer oberhalb t' Röhren-Wärmeaustauschers vorgesehen und wird <;. her nicht durch strömendes Gas gekühlt. Infolge ; · hohen Brennerflammentemperatur muß dahei ι' Brennkammer mit einer kostspieligen und hoh-r. Verschleiß unterliegenden thermischen Auskleidui.,; versehen werden. Weiterhin besitzt diese Vorrichtur ■?. auf Grund der angegebenen Konstruktion einen rech, erheblichen Raumbedarf, und der in ihr unten, brachte Katalysator ist zum Kontrollieren oder Austauschen nur schwer zugänglich. Außerdem ist d-< Druckverlust der Gase beim Durchströmen der Kata lysatorschicht bei dieser bekannten Vorrichtung und infolge der gezeigten Formgebung der Katalysator schicht verhältnismäßig hoch.
Aufgabe der Erfindung war es daher, die aufgezeigten Nachteile der bekannten Vorrichtungen für
katalytische Gasreaktionen zu vermeiden und eine solche Vorrichtung zu erhalten, in der alle Teile raumsparend
untergebracht sind, bei der die Brennkammer nicht mit einer keramischen Auskleidung versehen
werden muß und bei der der Druckverlust innerhalb der Katalysatorschicht geringer ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung
katalytischer Gasreaktionen, vorzugsweise zur Verbrennung oxydierbarer Bestandteile in Abgasen,
mit einem zylinderförmigen Außengehäuse, einem in einer Wand des Außengehäuses befestigten, sich in
eine Brennkammer erstreckenden Brenner, einem innerhalb des Außengehäuses angeordneten ringförmig
ausgebildeten Röhren-Wärmeaustauscher mit Gaseinlaß in die Austauscherröhren an dem
vom Brenner abgewandten Ende des Wärmeaustauschers und einem hinter dem Brenner angeordneten
Katalysator ist dadurch gekennzeichnet, daß das Außengehäuse den Brenner mittig in einer seiner
Stirnwände aufweist, der Röhren-Wärmeaustauscher die Brennkammer umgibt, der Katalysator in der
Form einer Schicht oder von Schichten in dem vom Brenner abgewandten Teil der Brennkammer angeordnet
ist und der Wärmeaustauscher für Gegenstrombetrieb ausgestaltet ist, wobei zwischen der
Brennkammer und dem Röhren-Wärmeaustauscher
ein mit dem vom Brenner abgewandten Ende der Brennkammer in Verbindung stehender Ringraum
vorgesehen ist
Diese Konstruktion mit Gegenstrompnnzip ergibt einerseits einen maximalen Kühleffekt für das ■Außengehäuse
und die Innenauskleidung und andererseits eine maximale Energieausnutzung. Infolgedessen
braucht man einerseits die Brennkammer nicht mit einer hitzebeständigen keramischen Auskleidung zu
versehen, und andererseits kann man mit hohen Raumgeschwindigkeiten und damit geringerem Katalysatorvolumen
und größerer Wirtschaftlichkeit arbeiten. Da die Brennkammer von dem Röhren-Wärmeaustauscher
umgeben ist, ist die Vorrichtung außerdem äußerst raumsparend, und das Außengehäuse
kann zudem leichter als bei bekannten Vorrichtungen ausgebildet sein, da sonst übliche Keramikauskleidungen
auch eine starke Ausführung des Außjngehäuses erforderten. Schließlich ist bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung der Katalysator leicht zugänglich und kann daher in kürzester Zeit kontrolliert oder ausgetauscht
werden, so daß die sonst für die Katalysatorwartung erforderlichen Stillstandszeiten der Anlage
sehr gering sind. Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn im Abgas Staub oder andere Partikeln enthalten
sind, die sich auf dem Katalysator ablagern und dessen turnusmäßige Reinigung in kurzen Abständen erfordern.
Die Katalysatorschicht kann unterschiedlich ausgebildet sein, wie beispielsweise in Form eines Hohlzylinders,
der von den Gasen von außen nach innen oder von innen nach außen durchströmt wird. Vorzugsweise
ist die Katalysatorschicht jedoch in Form eines Vollzylinders ausgebildet, der in Richtung der
Zylinderachse von den Gasen durchströmt wird. Zweckmäßigerweise ist die Zylinderachse kürzer als
der Zylinderdurchmesser, so daß die Katalysatorschicht einen scheibenförmigen Aufbau besitzt. Gegebenenfalls
können mehrere derartige scheibenförmige Katalysatorschichten hintereinander angeordnet sein.
Die Katalysatorschicht oder Katalysatorschichten können innerhalb der Brennkammer angeordnet sein.
Zum leichteren Austausch des verbrauchten Katalysators ist es jedoch zweckmäßig, die Katalysatorschicht
so anzuordnen, daß sie die Brennkammer an dem vom Brenner abgewandten Ende begrenzt. Weiterhin ist es
zur leichten Austauschbarkeit der Katalysatorschicht zweckmäßig, den scheibenförmigen Katalysatorschichtzylinder
in mehrere Segmente zu unterteilen, sie einzeln herausgenommen und ausgetauscht werden
können.
An Hand der Zeichnung wird die Erfindung weiter erläutert. In dieser bedeutet
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung
und
Fig. 3 einen Querschnitt entlang der Linie III-III
der Vorrichtung gemäß F i g. 2.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besitzt ein zylinderförmiges Außengehäuse I mit einem Gaseinlaß
2 und einem Gasauslaß 3, vordem ein Ventilator 4
angeordnet ist. In der Stirnwand 5 des Außengehäuses 1 ist ein Brenner 6 vorgesehen, der in der Brennkammer7
mündet Die Brennkammer? ist von einem Ringraum 8 und dieser von einem ringförmigen Röhren-Wärmeaustauscher
9 umgeben. Das vom Brenner 6 abgewandte Ende der Brennkammer? wird von
der Katalysatorschicht 10 begrenzt, die die Form
ίο eines scheibenförmigen Vollzylinders besitzt und in
einzelne Segmente unterteilt ist.
Die Wänneaustauscherröhren des Röhren-Wärmeaustauschers
9 stehen mit ihrem einen Ende in offener Verbindung mit dem Gaseinlaß 2, und mit ihrem
anderen Ende münden sie in einen Ringraum 11, der seinerseits mit der Brennkammer? in Verbindung
steht. Der Zwischenraum zwischen den Wärmeaustauscherröhren des Röhrenwänneaustauschers 9 steht
am einen Ende in offener Verbindung mit dem
ao Gasauslaß 3 und am anderen Ende mit dem Ringraum 8.
Beim Betrieb der Vorrichtung gemäß Fig. 1 zur
Verbrennung oxydierbarer Bestandteile in Abgasen gelangen die zu reinigenden Abgase über den Gasein-
»5 laß 2 in den Verteilerraum 12 und von dort durch die
Wärmeaustauscherröhren in den Ringraum 11, von wo sie in die Brennkammer? umgelenkt werden. Dort
vermischen sie sich mit den heißen Abgasen des Brenners 6, wobei ihre Temperatur auf die für die katalyti-
sehe Verbrennung erforderliche Temperatur angehoben wird. Ein Teil der oxydierbaren Bestandteile verbrennt
bereits in der Brennkammer?, während der Rest der oxydierbaren Bestandteile beim Durchströ-■
men durch die Katalysatorschicht 10 verbrannt wird.
Nach dem Durchströmen der Katalysatorschicht 10 wird der Gasstrom erneut umgelenkt und strömt
durch den Ringraum 8 und anschließend durch den Röhren-Wärmeaustauscher, und zwar durch den
Raum zwischen den Wärmeaustauscherröhren zu dem Gasauslaß 3. Dabei strömt die aus der Vorrichtung
austretenden Gase im Röhren-Wärmeaustauscher 9 im Gegenstrompnnzip zu den in die Vorrichtung eintretenden
Gasen und heizen dabei die kalt in die Vorrichtung eintretenden, die Wärmeaustauscherröhren
durchströmenden Gase auf.
Bei der in Fig.2 dargestellten Ausführungsform
der Vorrichtung nach der Erfindung sind gleiche Teile mit den gleichen Bezugsziffern wie in F i g. 1 bezeichnet.
Die Vorrichtung unterscheidet sich von der in
F i g. 1 dargestellten dadurch, daß sie zwei Katalysatorschichten 13 und 14 enthält, die hintereinander innerhalb
der Brennkammer angeordnet sind. Am Ende der Brennkammer 7 ist ein Verteilerkopf 15 vorgesehen,
der die Abgase nach Durchströmen der Katalysatorschichten in den Ringraum 8 umlenkt.
Der in F i g. 3 gezeigte Querschnitt der Vorrichtung gemäß F i g. 2 zeigt den Aufbau der Katalysatorschicht
14 in Form von vier Segmenten 16, die einzeln aus der Vorrichtung herausnehmbar sind. Die Funk-
tionsweise der in den F i g. 2 und 3 dargestellten Vorrichtung ist die gleiche, wie die der Vorrichtung gemäß
F ig. 1.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichiung zur Durchführung katalytischer Gasreaküonen, vorzugsweise zur Verbrennung oxydierbarer Bestandteile in Abgasen, mit einem zylinderförmigen Außengehäuse, einem in einer Wand des Außengehäuses befestigten, sich in eine Brennkammer erstreckenden Brenner, einem innerhalb des Außengehäuses angeordneten ringförmig ausgebildeten Röhren-Wärmeaustauscher mit Gaseinlaß in die Austauscherröhren an dem vom Brenner abgewandten Ende des Wärmeaustauschers und einem hinter dem Brenner aageordneten Katalysator, dadurch gekennzeichnet, daß das Außengehäuse (1) den Brenner (6) mittig in einer seiner Stirnwände (5) aufweist, der Röhren-Wärmeaustauscher (9) die Brennkammer (7) umgibt, der Katalysator in der Form einer ao Schicht (10) oder von Schichten (13, 14) in dem vom Brenner abgewandten Teil der Brennkammer (7) angeordnet ist und der Wärmeaustauscher für Gegenstrombetrieb ausgestaltet ist, wobei zwischen der Brennkammer (7) und dem Röhren- »5 Wärmeaustauscher (9) ein mit dem vom Brenner (6) abgewandten Ende der Brennkammer in Verbindung stehender Ringraum (8) vorgesehen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19702001933 DE2001933C (de) | 1970-01-16 | Vorrichtung zur Durchfuhrung kata lytischer Gasreaktionen | |
| US66200A US3690840A (en) | 1970-01-16 | 1970-08-24 | Apparatus for incinerating waste gases |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702001933 DE2001933C (de) | 1970-01-16 | Vorrichtung zur Durchfuhrung kata lytischer Gasreaktionen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2001933A1 DE2001933A1 (de) | 1971-07-22 |
| DE2001933C true DE2001933C (de) | 1973-04-12 |
Family
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