DE20019147U1 - Lichtzeichenanlage, insbesondere Verkehrsampel - Google Patents
Lichtzeichenanlage, insbesondere VerkehrsampelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lichtzeichenanlage, insbesondere Verkehrsampel, mit einem Gehäuse und mindestens einer in dem Gehäuse angeordneten Signaleinheit, zumindest bestehend aus einer Lichtquelle, einem Reflektor sowie einer die Signaleinheit gegenüber einer Gehäusevorderseite verschließenden, lichtdurchlässigen Scheibe.
Lichtzeichenanlagen sind beispielsweise zur Regelung des Straßenverkehrs an Straßenkreuzungen, Einmündungen, Überwegen und Engstellen als sogenannte Verkehrsampeln bekannt. Diese bekannten Verkehrsampeln weisen in der Regel mindestens zwei unter- oder nebeneinander angeordnete Signaleinheiten auf, die mittels farbiger Abstrahlung den jeweiligen Schaltzustand signalisieren. Die Signaleinheiten bestehen dabei üblicherweise aus einer in dem Ampelgehäuse angeordneten Lichtquelle, einem Reflektor und einer die Signaleinheit verschließenden Scheibe, meistens einer Streuscheibe. Das farbige Signal kann durch den Einsatz einer farbig strahlenden Lichtquelle oder durch die Verwendung einer entsprechend gefärbten Scheibe erzielt werden. Diese bekannten Lichtzeichenanlagen haben sich in der Praxis durchaus bewährt.
Da die Regelungsfunktion, die diese Anlagen ausüben sollen, von der eindeutigen Erkennbarkeit des angezeigten Signals abhängt, kann es bei extremen Lichtverhältnissen dazu kommen, daß das angezeigte Signal nur schlecht, oder aber gar nicht zu erkennen ist. Bei Vekehrsampeln tritt eine solche Situation häufig dann auf, wenn bei tief stehender Sonne das Sonnenlicht direkt auf die Scheibe der Signaleinheit trifft. Die Helligkeit des Sonnenlichts kann dabei die Helligkeit des ab-
Telefon (0211) 572*13*:*' .'"l ! ' :BHB-#B*}k, DOfs'eljtbrf *.$LZ*3.0020500) 40113276 Telefax (0211)588*2*15 Stadt-Sparka'sVe, Düsseldorf (BLZ 30050110) 10090769
gestrahlten Signals überstrahlen, so daß ein Verkehrsteilnehmer den Schaltzustand der Ampel nicht oder gar falsch wahrnimmt, was zu äußerst gefährlichen Verkehrssituationen und Unfällen führen kann.
Aus der Praxis sind verschiedene Konstruktionen bekannt, mit denen versucht wird, den Kontrast des angezeigten Lichtsignals zur Umgebungshelligkeit auch bei extremen Beleuchtungsverhältnissen zu verbessern. Mit der DE 197 37 028 A1 wird beispielsweise vorgeschlagen, die Signaleinheiten zusätzlich mit einer Stroboskoplampe hoher Lichtintensität und einer Schaltfrequenz von 2 bis 6 Hz auszustatten. Alle diese bekannten Konstruktionen weisen jedoch den Nachteil auf, daß nur versucht wird, die abgestrahlte Lichtintensität zu verstärken. Bei extremen Lichtverhältnissen sind diese Maßnahmen aber letztendlich nicht wirksam oder die zu erkennenden Lichtsignale nicht ausreichend eindeutig.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die A u f g a b e zugrunde, eine Lichtzeichenanlage der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß auch bei extremen Lichtverhältnissen, wie beispielsweise direkt auf die Signaleinheit gerichtetem Sonnenlicht, eine eindeutige Erkennbarkeit des Schaltzustandes der Signalanlage gewährleistet ist.
Die L ö s u &eegr; g dieser Aufgabenstellung ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die lichtdurchlässige Scheibe zumindest einer Signaleinheit umgebend auf der Vorderseite des Gehäuses mindestens eine zu- und abschaltbare reflektierende Fläche angeordnet ist.
Mit der erfindungsgemäßen Anordnung der reflektierenden Fläche um die Scheibe mindestens einer Signaleinheit wird erstmalig eine Konstruktion bereitgestellt, die auch bei extremen Lichtverhältnissen eine eindeutige Erkennung des angezeigten Signals ermöglicht, da die reflektierende Fläche gerade das direkt auftreffende grelle Sonnenlicht nutzt, um durch dessen Reflexion die Signalwirkung zu verstärken.
Gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das Zu- und Abschalten der reflektierenden Flächen an das Ein- und Ausschalten der Lichtquelle der jeweils entsprechenden Signaleinheit gekoppelt ist. Auf diese
Weise wird sichergestellt, daß die Reflexion einer der reflektierenden Flächen nur dann zur Verstärkung der Signalwirkung genutzt werden kann, wenn auch die Lichtquelle der entsprechenden Signaleinheit aktiviert ist.
Bei der Verwendung von farbig abstrahlenden Lichtsignalen der Lichtzeichenanlage wird weiterhin vorgeschlagen, daß die reflektierenden Flächen eine stark reflektierende Färbung aufweisen, wobei die reflektierenden Färbung der Farbe der jeweils zugehörigen Signaleinheit entspricht.
Das Zu- und Abschalten der reflektierenden Flächen kann erfindungsgemäß auch dadurch erfolgen, daß jede reflektierende Fläche mit einer elektrisch schaltbaren Folie oder mit einer elektrochromen Scheibe versehen ist, die je nach Schaltzustand entweder transparent oder undurchsichtig ist, so daß nur beim Schaltzustand transparent die reflektierende Wirkung der Fläche als Signalverstärkung wirkt.
Zur Ausgestaltung der reflektierenden Flächen wird gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, daß die reflektierenden Flächen aus schaltbaren reflektierenden Flüssigkeitskristallen bestehen, wie diese für Textanzeigen verwendet werden.
Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß gemäß einer vorzugsweise einzusetzenden alternativen Ausführungsform die reflektierenden Flächen aus elektromechanisch betätigbaren reflektierenden Flächenelementen bestehen, wie diese ebenfalls zur Darstellung von Textanzeigen bekannt sind.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der zugehörigen Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Lichtzeichenanlage nur beispielhaft schematisch dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Lichtzeichenanlage;
Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt entlang der Schnittlinie H-Il gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 eine vergrößerte Detailansicht des Ausschnitts III gemäß Fig. 2.
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Bei der in den Abbildungen dargestellten Lichtzeichenanlage handelt es sich um eine Verkehrsampel 1 mit drei untereinander angeordneten Signaleinheiten 2, die von oben nach unten betrachtet üblicherweise Signale in den Farben Rot, Gelb und Grün anzeigen.
Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, weist die Verkehrsampel 1 ein Gehäuse 3 auf, in das eine jede Signaleinheit 2 eingesetzt ist. Jede Signaleinheit 2 besteht dabei aus einem zum Inneren des Gehäuses 3 hin trichterförmig zulaufenden Reflektor 4, einer an der tiefsten Stelle des Reflektors 4 angeordneten Lichtquelle 5 sowie einer Scheibe 6, die die Signaleinheit 2 bündig gegenüber einer Vorderseite 3a des Gehäuses abschließt.
Bei der dargestellten Verkehrsampel 1 sind auf der Vorderseite 3a des Gehäuses 3 die obere sowie die untere Signaleinheit 2 umgebend ringförmige reflektierende Flächen 7 angeordnet. Wie in der Abbildung Fig. 3 dargestellt, dienen diese reflektierenden Flächen 7 dazu, direkt auf die Vorderseite 3a der Verkehrsampel 1 auftreffende Lichtstrahlen 8, wie beispielsweise Sonnenlicht der tief stehenden Sonne, zu reflektieren. Das direkt auftreffende Licht, das die Helligkeit der Lichtquellen 5 der Signaleinheiten 2 überstrahlen kann, wird somit genutzt, um über die Flächen 7 reflektiert zu werden.
Um eindeutig den Schaltzustand der Verkehrsampel 1 auch bei extremen Lichtverhältnissen anzeigen zu können, sind die reflektierenden Flächen 7 zu- und abschaltbar ausgestaltet. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede reflektierende Fläche 7 mit einer elektrisch schaltbaren Folie 9 versehen, die je nach Schaltzustand entweder transparent oder undurchsichtig ist. Der Schaltzustand der Folie 9 und somit der jeweiligen reflektierenden Fläche 7 ist dabei vorteilhafterweise an den Schaltzustand der Lichtquelle 5 der jeweiligen Signaleinheit 2 gekoppelt, der die reflektierende Fläche 7 zugeordnet ist.
Sobald also eine Lichtquelle 5 aktiviert wird, um ein Lichtzeichen anzuzeigen, wird gleichzeitig die Folie 9 auf „transparent" geschaltet, so daß direkt auftreffende Lichtstrahlen 8 von der entsprechenden reflektierenden Fläche 7 reflektiert werden können, damit selbst dann der Schaltzustand der Verkehrsampel 1 eindeutig zu
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erkennen ist, wenn das direkt auftreffende Licht die Helligkeit der angesteuerten Lichtquelle 5 überstrahlt.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind nur die Signaleinheiten 2 „Rot" und „Grün" mit den reflektierenden Flächen 7 versehen, da es sich bei diesen Signalen um die für die Verkehrsregelung wichtigsten Farben handelt. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, jede, oder aber auch nur eine Signaleinheit 2 mit einer entsprechenden reflektierenden Fläche 7 zu versehen. Wenn die Signaleinheiten 2 farbige Lichtzeichen abstrahlen, ist es vorteilhaft, wenn die reflektierenden Flächen 7 so ausgestaltet sind, daß sie entsprechend der jeweiligen Signaleinheit farbig reflektierend ausgestaltet sind.
Die solchermaßen ausgebildeten Lichtzeichenanlagen nutzen somit das sonst blendende direkt einfallende Licht, um über die reflektierenden Flächen 7 eindeutig den Schaltzustand der Anlage erkennen zu lassen. Besonders vorteilhaft ist weiterhin, daß bestehende Lichtzeichenanlagen auch nachträglich einfach und kostengünstig mit den reflektierenden Flächen ausgestattet werden können.
Bezuqszeichenl i s t e
1 Verkehrsampel
2 Signaleinheit
3 Gehäuse 3a Vorderseite
4 Reflektor
5 Lichtquelle
6 Scheibe
7 reflektierende Fläche
8 Lichtstrahl
9 Folie
Claims (6)
1. Lichtzeichenanlage, insbesondere Verkehrsampel, mit einem Gehäuse (3) und mindestens einer in dem Gehäuse (3) angeordneten Signaleinheit (2), zumindest bestehend aus einer Lichtquelle (5), einem Reflektor (4) sowie einer die Signaleinheit (2) gegenüber einer Gehäusevorderseite (3a) verschließenden, lichtdurchlässigen Scheibe (6), dadurch gekennzeichnet, daß die lichtdurchlässige Scheibe (6) zumindest einer Signaleinheit (2) umgebend auf der Vorderseite (3a) des Gehäuses (3) mindestens eine zu- und abschaltbare reflektierende Fläche (7) angeordnet ist.
2. Lichtzeichenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zu- und Abschalten der reflektierenden Flächen (7) an das Ein- und Ausschalten der Lichtquelle (5) der jeweils entsprechenden Signaleinheit (2) gekoppelt ist.
3. Lichtzeichenanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die reflektierenden Flächen (7) eine stark reflektierende Färbung aufweisen, wobei die reflektierenden Färbung der Farbe der jeweils zugehörigen Signaleinheit (2) entspricht.
4. Lichtzeichenanlage nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede reflektierende Fläche (7) mit einer elektrisch schaltbaren Folie (9) versehen ist, die je nach Schaltzustand entweder transparent oder undurchsichtig ist.
5. Lichtzeichenanlage nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die reflektierenden Flächen (7) aus schaltbaren reflektierenden Flüssigkeitskristallen bestehen.
6. Lichtzeichenanlage nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die reflektierenden Flächen (7) aus elektromechanisch betätigbaren reflektierenden Flächenelementen bestehen.
Priority Applications (1)
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| DE20019147U DE20019147U1 (de) | 2000-11-10 | 2000-11-10 | Lichtzeichenanlage, insbesondere Verkehrsampel |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005002536A1 (de) * | 2005-01-14 | 2006-07-27 | Siemens Ag | Lichtzeichenanlage |
| FR3106689A1 (fr) | 2020-01-25 | 2021-07-30 | Frédéric Vincent Stagnitto | Feu de signalisation |
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| DE3639119C2 (de) | 1986-11-15 | 1988-11-10 | Herbert Zuerich Ch Graf | |
| DE3139849C2 (de) | 1981-10-07 | 1990-01-04 | Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbh, 6000 Frankfurt, De |
-
2000
- 2000-11-10 DE DE20019147U patent/DE20019147U1/de not_active Expired - Lifetime
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