DE20019583U1 - Elektromotorischer Antrieb - Google Patents
Elektromotorischer AntriebInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektromotorischen Antrieb, insbesondere für zu verstellende Möbelbauteile, dem eine Steuereinheit zugeordnet ist, die mittels einer Auslöseelemente aufweisenden Handbedienvorrichtung ansteuerbar ist.
Der in Frage kommende elektromotorische Antrieb ist in vielen Ausführungen bekannt. Seine Auslegung richtet sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck. Der elektromotorische Antrieb kann mit einem oder mit mehreren Abtriebsgliedern ausgestattet sein, die vorzugsweise linear bewegbar sind. Sofern der Antrieb mit mehreren Abtriebsgliedern ausgerüstet ist, könnte jedes Abtriebsglied von einem zugehörigen Motor über einen entsprechend gestalteten Antriebszug angetrieben werden. Der Antrieb könnte jedoch auch so ausgelegt sein, daß alle Abtriebsglieder von einem Antriebsmotor angetrieben werden.
Die Handbedienvorrichtung wird auch als Handschalter bezeichnet. Die Auslöseelemente sind üblicherweise Drucktaster, so daß durch Drücken eines Drucktasters die zugehörige Antriebsbewegung durchgeführt wird.
LOESENBECK · STRACKE · SPECHT · DANTZ - PATENTANWÄLTE - EUROPEAN PATENT AND TRADEMARK ATTORNEYS
Anmeldetext vom 15.11.2000 Seite 2
Bei den in Frage kommenden elektromotorischen Antrieben kann es erforderlich werden, daß erkannt wird, wenn ein Auslöseelement defekt ist, oder das elektrische oder elektronische Bauteile der Steuereinheit nicht mehr funktionstüchtig sind und daß gleichzeitig keine Gefährdung durch eine ungewollte Antriebsbewegung entsteht. Diese Forderung wird als so genannte Erstfehlersicherheit bezeichnet. Zur Erfüllung dieser Forderung ist es bereits bekannt, eine Handbedienvorrichtung bzw. einen Handschalter mit einer Kontaktfolie und mit Schnappscheiben auszurüsten. Zur Betätigung ist es dann notwendig, daß die Schnappscheibe und der entsprechende Kontakt betätigt werden. Mittels einer solchen Einrichtung ist grundsätzlich auch eine Fehlerüberwachung möglich, es ist jedoch dazu ein Rechner erforderlich, der sich jedoch bei einer Steuerung des Antriebes mittels eines Mikroprozessors anbietet. Nachteilig ist außerdem noch, daß zur Realisierung einer solchen Steuerung der schalttechnische Aufwand bezüglich der Software oder auch der Hardware äußerst hoch ist, da beispielsweise eine stabile Versorgung mit elektrischer Energie notwendig ist. Obwohl die vorgeschlagene Lösung die Forderungen voll erfüllt und auch voll funktionsfähig ist, ist der technische Aufwand zu hoch, insbesondere deshalb, weil es sich bei den in Rede stehenden Antrieben um Massenprodukte handelt, die besonders kostengünstig angeboten werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektromotorischen Antrieb der eingangs näher beschriebenen Art so zu gestalten, dass die Fehlererkennung und die Funktionskontrolle mit konstruktiv einfachen Mitteln durchgeführt werden kann, so dass eine äußerst wirtschaftliche Lösung gegeben ist.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem wenigstens zwei Auslöseelemente der Handbedienvorrichtung elektrisch derart in Reihe geschaltet sind, dass ein zugehöriger Schaltkreis für eine bestimmte Antriebsbewegung durch eine zeitlich verzögerte Betätigung aller Auslöseelemente schließbar ist, wobei wenigstens zwei anzeigen zur Fehler- und/oder Funktionserkennung in den Schaltkreis eingebunden sind.
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Anmeldetext vom 15.11.2000 Seite
Durch die erfindungsgemäße Lösung kann nunmehr beim Betätigen von zwei Auslöseelementen festgestellt werden, ob beispielsweise das Auslöseelement selbst defekt ist, oder ob ein elektrisches bzw. elektronisches Bauteil der Steuereinheit defekt ist. Dazu kann die Handbedienvorrichtung mit entsprechenden Anzeigen ausgerüstet sein. Ferner kann die Handbedieneinrichtung so ausgelegt sein, dass aufgrund der Anzeige festgestellt werden kann, welches Bauteil oder in welcher Baugruppe ein Bauteil defekt ist. Eine solche Möglichkeit wäre beispielsweise gegeben, wenn mehrere Anzeigen gleichzeitig aktiviert würden. Der große Vorteil dieser Anordnung liegt darin, dass die Erkennung eines ersten Fehlers durch die entsprechende Auslegung der Handbedienvorrichtung gegeben ist, so dass auf einen Rechner bzw. einen Mikroprozessor verzichtet werden kann. In vorteilhafter Weise ist vorgesehen, daß wenigstens zwei Anzeigen, vorzugsweise Leuchtanzeigen sind, und daß bei der zeitlich versetzten Betätigung jedes Auslöseelementes wenigstens eine Anzeige kurzzeitig anspricht und die andere Anzeige bei korrekter Funktion dauerhaft leuchtet. Es ist jedoch vorteilhaft, wenn beim Betätigen von zwei Auslöseelementen zwei Anzeigen kurzfristig nacheinander aktiviert werden. Zweckmäßigerweise sind die Anzeigen Leuchtdioden. Eine konstruktiv einfache Lösung ergibt sich, wenn mindestens zwei Anzeigen eine Baueinheit bilden. Außerdem ergibt sich dann eine besonders kompakte Bauweise. Eine äußerst sichere Erkennung von Fehlern ist gegeben, wenn die Handbedienvorrichtung mit einer der Anzahl der Auslöseelemente entsprechenden Stückzahl von Anzeigen bestückt ist, und wenn jedem Auslöseelement eine Anzeige funktionell zugeordnet ist. Außerdem könnten dann jeder Anzeige auch noch elektrische bzw. elektronische Baukreise oder auch Schaltkreise zugeordnet werden. Die Betätigung der Auslöseelemente wird besonders einfach, wenn jedes Auslöseelement vorzugsweise ein Drucktaster ist, und dass das Auslöseelement mit wenigstens zwei Kontaktelementen ausgestattet ist, welche zeitlich versetzt betätigbar sind. Die Ausbildung als Drucktaster bietet den Vorteil, dass mehrere Kontaktelemente zeitlich versetzt beaufschlagt werden, wenn der Drucktaster von der oberen in die untere Stellung gedrückt wird.
Anhand der beiliegenden Zeichnung wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigt:
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Anmeldetext vom 15.11.2000 Seite
Figur 1 ein vereinfachter Schaltplan für den erfindungsgemäßen elektromotori
sehen Antrieb mit einer Handbedienvorrichtung der für eine Erstfehlersicherheit ausgelegt ist.
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Der in der Figur 1 dargestellte elektrische Teil einer ansonsten nicht dargestellten Handbedienvorrichtung ist mit mehreren Auslöseelementen vorzugsweise in Form von Drucktastern ausgestattet. Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist jeder Drucktaster mit zwei Schaltstufen bzw. mit zwei Kontakten S1 und S2 bzw.
SlA und S2A ausgestattet, so dass beim Betätigen der Taste nacheinander die beiden Schalter Sl und S2 bzw. SlA und S2A geschlossen werden. Wenn beide Schalter Sl und S2 bzw. SlA und S2A geschlossen sind, wird ein Motor 10 über zwei Relais 11, 12 angesteuert und der Motor 10 wird davon eingeschaltet. Es ergibt sich, dass der Motor 10 nur dann eingeschaltet wird, wenn beide Kontaktelemente Sl, S2 bzw. SlA und S2A betätigt sind. Ist eines der Kontaktelemente Sl, S2 defekt, läuft der Motor nicht an. Die Handbedienvorrichtung ist außerdem mit drei Anzeigen in Form von Leuchtdioden LEDl, LED2 und LED3 ausgestattet. Die Schaltung ist so ausgelegt, dass beim Schließen des Kontaktelementes Sl bzw. SlA die Leuchtdiode LED2 kurzzeitig aufleuchtet, beim Schließen des Kontaktelementes S2 bzw. S2A leuchtet die Leuchtdiode LEDl dauerhaft auf. Dies ist für den Benutzer die Bestätigung, dass kein Fehler vorliegt. Die Anzeige LED3 zeigt durch Leuchten an, daß kein Fehler vorliegt. Sie ist mit der Steuerung verbunden und dient zur Fehlerdiagnose. Die Anordnung enthält außerdem noch drei Widerstände Rl, R2, R3. Ist einer dieser Widerstände defekt, beispielsweise durch einen Kurzschluß oder der Widerstand ist deutlich größer geworden, kann dies über eine der Leuchtdioden oder über mehrere Leuchtdioden angezeigt werden. Es kommt auch dann nicht zum Einschalten des Motors 10. Der Widerstand R3 ist eine Sicherung oder ein Sicherungswiderstand. Brennt dieser aufgrund eines Fehlers durch, so ist die Funktion des Motors blockiert. Bei weiterem Tastendruck wird der Fehler durch Nichtleuchten der zugehörigen Anzeige angezeigt. Damit sich die Spannungsquelle für die Handbedienvorrichtung, beispielsweise eine Batterie oder ein Akkumulator bei Unterschreiten einer bestimmten Spannung nicht entlädt, ist die Anordnung
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Anmeldetext vom 15.11.2000 Seite
noch mit einer Entladeschutzeinrichtung ABC ausgestattet. Auch wenn diese Einrichtung defekt ist, kann es durch eine oder mehrere der Leuchtdioden LEDl, LED2 oder LED3 angezeigt werden. Die Anzeige eines Fehlers und/oder einer Funktion kann sowohl durch Leuchten oder Nichtleuchten erfolgen.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausführung beschränkt. Wesentlich ist, dass die Erstfehlersicherheit gegeben ist, ohne dass ein Rechner oder ein Mikroprozessor verwendet wird, und diese Erstfehlersicherheit durch die entsprechende Auslegung der Handbedienvorrichtung erfolgt.
Claims (8)
1. Elektromotorischer Antrieb, insbesondere für zu verstellende Möbelbauteile, dem eine Steuereinheit zugeordnet ist, die mittels einer Auslöseelemente aufweisenden Handbedienvorrichtung ansteuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Auslöseelemente (S1, S2 bzw. S1A und S2A) derart in Reihe geschaltet sind, dass ein zugehöriger Schaltkreis für eine bestimmte Antriebsbewegung durch eine zeitverzögerte Betätigung aller Auslöseelemente (S1, S2 bzw. S1A und S2A) schließbar ist, wobei wenigstens zwei Anzeigen (LED1, LED2) zur Fehler- und/oder Funktionserkennung in den Schaltkreis eingebunden sind.
2. Elektromotorischer Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Anzeigen (LED1, LED2), vorzugsweise Leuchtanzeigen sind, und daß bei der zeitlich versetzten Betätigung jedes Auslöseelementes (S1, S2 bzw. S1A und S2A) wenigstens eine Anzeige (LED 1, LED2) kurzzeitig anspricht und die andere Anzeige bei korrekter Funktion dauerhaft leuchtet.
3. Elektromotorischer Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigen Leuchtdioden sind.
4. Elektromotorischer Antrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Anzeigen (LED1, LED2) eine Baueinheit bilden.
5. Elektromotorischer Antrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Handbedienvorrichtung eine der Anzahl der Auslöseelemente (S1, S2) entsprechende Stückzahl von Anzeigen (LED1, LED2, LED3) aufweist, und dass jedem Auslöseelement (S1, S2) eine Anzeige funktionell zugeordnet ist.
6. Elektromotorischer Antrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Anzeigen (LED1, LED2, LED3) im Falle eines im Schaltkreis liegenden defekten elektrischen oder elektronischen Bauteils (R1, R2, R3) anspricht.
7. Elektromotorischer Antrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Handbedienvorrichtung eine Entladeschutzeinrichtung (ABC) für die Spannungsquelle beim Unterschreiten einer bestimmten Spannung zugeordnet ist.
8. Elektromotorischer Antrieb nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Auslöseelement (S1, S2 bzw. S1A und S2A) ein Drucktaster mit wenigstens zwei Kontaktelementen ist, welche zeitlich versetzt betätigbar sind.
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