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DE20017396U1 - Tiereinstreu aus Holzpartikeln - Google Patents

Tiereinstreu aus Holzpartikeln

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DE20017396U1
DE20017396U1 DE20017396U DE20017396U DE20017396U1 DE 20017396 U1 DE20017396 U1 DE 20017396U1 DE 20017396 U DE20017396 U DE 20017396U DE 20017396 U DE20017396 U DE 20017396U DE 20017396 U1 DE20017396 U1 DE 20017396U1
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wood particles
wood
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DE20017396U
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English (en)
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J Rettenmaier and Soehne GmbH and Co KG
Original Assignee
J Rettenmaier and Soehne GmbH and Co KG
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Publication date
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    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
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Description

KÖNIG · PALGEN ■ SCHUMACHER ■ KLUiN
DÜSSELDORF · ESSEN PATENTANWÄLTE
UNSER ZEICHEN: 100 610 PP/SCh Düsseldorf, den 10. Oktober 2000
Akten-Nr. 19
J. RETTENMAIER & SÖHNE GMBH + CO. Holzmühle 1
D - 73494 Rosenberg Tiereinstreu aus Holzpartikeln
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tiereinstreu nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine erste derartige Tiereinstreu ist aus der 195 43 311 C1 bekannt. Bei der bekannten Ausführungsform handelt es sich um eine Tiereinstreu, welche überwiegend aus einem Wasser festhaltenden, natürlichen, organischen, zum Beispiel cellulosehaltigen Material wie Holz besteht und ein organisches Verdickungsmittel, zum Beispiel Guarmehl, als klumpenbildenden, das natürliche organische Material unter Bildung eines Gels zusammenhaltenden Bestandteil umfaßt.
Die Tiereinstreu ist in erster Linie für in der Wohnung zu haltende Tiere (Haustiere), insbesondere für Katzen zur Beschickung sogenannter Katzentoiletten vorgesehen. Das Guarmehl verhilft dazu, daß benetzte Partikel der Tiereinstreu in einer Katzentoilette in einem zusammenhängenden weichen flachen Brocken relativ leicht herausgehoben und entsorgt werden können, weil das Material eben zusammenhält. Der unbenetzte Rest der Tiereinstreu kann jedoch in der Katzentoilette verbleiben, so daß sich Einsparungen an Tiereinstreu ergeben.
Auf der anderen Seite verteuert der klumpenbildende Zusatz die Tiereinstreu erheblich.
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Es sind auch bereits rein organische Tiereinstreuen bekannt. Zum Beispiel geht aus der DE 37 32 707 A1 eine Tiereinstreu hervor, die aus gepreßtem Strohmehl besteht. Die Strohmehlbriketts werden anschließend zu Bruchstücken mit unregelmäßiger Außenfläche, d.h. einem Granulat von einigen Millimetern Korngröße zerkleinert.
Aus der Zeitschrift "Test 2/93, Seite 75 (lfd. Seite 179) geht eine Tiereinstreu "Cat's Best" aus gepreßten Sägespänen hervor. Diese älteren Tiereinstreuen sind von der Geruchsentwicklung her verbesserungsfähig.
Aus der DE 41 01 243 A1 ist eine Tierstreu bekannt, die Cellulose, Cellulosederivate und/oder celluloseenthaltende Materialien, Beschwerungsmittel sowie Verdicker und/oder Bindemittel enthält, wobei die Beschwerungsmittel durch Mineralien gebildet sein sollen. Auch dieses Produkt enthält verteuernde Zusätze, die in Gestalt der Beschwerungsmittel sogar noch anorganischer Natur und daher nicht verrottbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine möglichst wirtschaftliche Tiereinstreu anzugeben, die nur aus organischem Material besteht und dennoch in ihrer Funktion gegenüber den bekannten rein organischen Tiereinstreuen verbessert ist.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Tiereinstreu gelöst.
Die erfindungsgemäße Tiereinstreu soll aus Holzpartikeln bestehen. Diese Partikel sollen ihren natürlichen, gewachsenen Zusammenhalt aufweisen und nicht etwa aus feineren Partikeln wie zum Beispiel Holzmehl durch Granulieren aufgebaut sein. Das Holz steht billig zur Verfügung und bedarf keiner weiteren Bearbeitung wie Bleichen oder dergleichen. Diesen Partikeln sollen ausschließlich in feinverteilter Form gleichmäßig verteilbare Zusätze zugegeben sein.
Die feine und gleichmäßige Verteilung läßt sich am besten durch eine Zugabe der Zusätze in flüssiger Form erreichen (Anspruch 3), weil auf diese Weise relativ geringe Mengen an Zusätzen mit guter Gleichmäßigkeit über die Oberfläche der Holzpartikel verteilt werden können.
Gemäß Anspruch 4 können die Zusätze jeweils in einer Menge von 0,1 bis 3 Gewichtsprozent der Tiereinstreu zugegeben sein, wobei die Gesamtmenge der Zusätze unter 10 Gewichtsprozent liegt.
Die Zusätze sollen die Brauchbarkeit der Tiereinstreu in verschiedenen Hinsichten fördern, zum Beispiel das Erscheinungsbild, wenn es sich um Farbstoffe und/oder Pigmente handelt; den Duft, wenn es sich um Duftstoffe handelt; die Feuchtigkeitsaufnahme, wenn es sich um Netzmittel oder sonstige oberflächenaktive Substanzen (Tenside) handelt. In Betracht kommen auch Substanzen, die den Geruch binden oder dessen Entstehung verhindern (zum Beispiel Enzyme), Zusätze zur Schädlingsbekämpfung, Feuchtigkeitsindikatoren, Urinindikatoren und ähnliche Substanzen, die sowohl einzeln als auch in Mischung zugegen sein können.
Insbesondere können die Zusätze nach Anspruch 6 Zedernholzöl umfassen.
Das Zedemholzöl hat eine Doppelfunktion: einerseits verbessert es den Duft der Tiereinstreu, und andererseits dient es zur Verhinderung von Schädlingsbefall, zum Beispiel gegen Flöhe. Das Zedernholzöl wird pur oder verdünnt aufgesprüht.
Die die Tiereinstreu im wesentlichen bildenden Holzpartikel können Sägemehl (Anspruch 7) oder Holzspäne umfassen (Anspruch 8) oder eine Mischung aus beiden umfassen (Anspruch 9).
Gemäß Anspruch 10 sollten die Holzpartikel vor dem Aufsprühen der Zusätze auf ca. 12 % atro getrocknet sein.
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Ein wichtiges Merkmal ist dasjenige des Anspruchs 11, wonach die Holzpartikel auf einen begrenzten Partikelgrößenbereich fraktioniert sind, der bei Sägemehl dadurch charakterisiert ist, daß der Hauptanteil der Partikelgrößen im Bereich von 0,2 bis 3 mm liegt Anspruch 12) und bei Hobelspänen im Bereich von 1 bis 5 mm (Anspruch 13).
Die Fraktionierung erfolgt zweckmäßig durch Aussieben. Dabei ergeben sich Grobanteile des Sägemehls und der Holzspäne, die bei der Aussiebung auf dem Sieb verbleiben. Diese Grobanteile können nach einer vorteilhaften Weiterentwicklung gemäß Anspruch 14 durch Mahlung in den Bereich der Anteile zerkleinert werden, die das Sieb schon passiert haben und dann dieser Fraktion beigemischt werden, so daß der Ausnutzungsgrad der Holzpartikel verbessert wird. Auch bei der Mahlung behalten die Holzpartikel aber ih- ren gewachsenen Zusammenhalt.
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Entfernung der Feinanteile nach Anspruch 15.
Das Wasserbindevermögen der Tiereinstreu steht in einem gewissen Zusammenhang mit der Partikelgröße, d.h. kleine Partikelgrößen haben ein niedrigeres Wasserbindevermögen und sollten in der Gesamtmenge also nicht enthalten sein. Außerdem führt die Gegenwart von kleinen Partikeln zu einem kleinteiligen Abrieb, der einerseits für die Tiere, zum Beispiel Katzen, gesundheitsschädlich, insbesondere allergienauslösend ist und außerdem zu einer Staubbildung in der Wohnung führt.
Bei der Herstellung der Tiereinstreu wird Sägemehl aus ausgesuchten heimischen Nadelhölzern (hauptsächlich Fichte und Tanne) zunächst auf ca. 12 % atro Feuchtigkeitsgehalt getrocknet. Dies gilt auch für Holzspäne als Rohstoff. Durch Aussiebung wird die Partikelgröße auf einen Hauptanteil im Bereich 0,2 bis 3 mm (beim Sägemehl) bzw. 2 bis 5 mm (bei den Holzspänen) fraktioniert.
Die ausgesiebten Grobanteile werden auf einer Hammermühle zerkleinert und erneut in die obigen Fraktionen ausgesiebt und dem vorher bereits ausgesiebten Anteil wieder zugesetzt.
Die Feinanteile der ersten und zweiten Siebung werden entfernt. Danach werden die Zusätze in flüssiger Form aufgesprüht.

Claims (15)

1. Tiereinstreu aus Holzpartikeln mit einer mittleren Partikelgröße unter 10 mm und funktionsverbessernden Zusätzen, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusätze ausschließlich in feinverteilter Form gleichmäßig verteilbare Zusätze zugegeben sind.
2. Tiereinstreu nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusätze in flüssiger Form auf die Holzpartikel auftragbar sind.
3. Tiereinstreu nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusätze auf die Holzpartikel aufsprühbar sind.
4. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusätze jeweils in einer Menge von 0,1 bis 3 Gewichtsprozent der Tiereinstreu zugegeben sind, wobei die Gesamtmenge der Zusätze unter 10 Gewichtsprozent liegt.
5. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusätze mindestens eine der folgenden Substanzen umfassen:
- Netzmittel oder sonstige oberflächenaktive Substanzen (Tenside), die die Feuchtigkeitsaufnahme fördern
- Substanzen, die den Geruch binden oder dessen Entstehung verhindern (z. Enzyme)
- Zusätze zur Schädlingsbekämpfung
- Feuchtigkeitsindikatoren
- Urinindikatoren
6. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusätze Zedernholzöl umfassen.
7. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzpartikel Sägemehl umfassen.
8. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzpartikel Holzspäne umfassen.
9. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiereinstreu eine Mischung aus Sägemehl und Holzspänen umfaßt.
10. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzpartikel auf ca. 12% atro getrocknet sind.
11. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzpartikel auf einen begrenzten Partikelgrößenbereich fraktioniert sind.
12. Tiereinstreu nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptanteil der Partikelgrößen des Sägemehls im Bereich von 0,2 bis 3 mm liegt.
13. Tiereinstreu nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptanteil der Partikelgrößen der Hobelspäne im Bereich von 1 bis 5 mm liegt.
14. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiereinstreu aussortierte Grobanteile des Sägemehls und der Holzspäne enthält, die durch Mahlung in den Bereich der bevorzugten Anteile zerkleinert sind.
15. Tiereinstreu nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinanteile der Holzpartikel entfernt sind.
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