DE20017791U1 - Preßbackensatz für eine Radialpresse - Google Patents
Preßbackensatz für eine RadialpresseInfo
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Description
Als Radialpressen bezeichnet man Pressen, die der Radialverformung von Werkstücken dienen. Dabei sind grundlegend unterschiedliche Bauweisen von Radialpressen bekannt (vgl. z. B. EP 0539787 Al, DE 3513129 Al, DE 19817882 Al, US 4854031 A und DE 3611253 C2). Ein bei sämtlichen Radialpressen übereinstimmend vorgesehenes Konstruktionsmerkmal ist dabei, daß ein eine Mehrzahl von Preßbacken umfassender Preßbackensatz in ein Preßwerkzeug einsetzbar ist. Dies ermöglicht, die Radialpresse an unterschiedliche Aufgaben insbesondere hinsichtlich des Solldurchmessers und/oder der Form der Pressung (zylindrisch, bombiert oder dergleichen) des Werkstücks anzupassen. Zur entsprechenden Umrüstung der Radialpresse wird, wenn einstückige Preßbacken vorgesehen sind, der gesamte Preßbackensatz gegen einen anderen Preßbackensatz ausgetauscht; sind hingegen die Preßbacken zweiteilig aufgebaut, indem sie jeweils eine Grundbacke und einen Preßkopf umfassen, wird die entsprechende Radialpresse durch Austausch der Preßköpfe umgerüstet (vgl. DE 3611253 C2).
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, den mit der Umrüstung einer Radialpresse verbundenen Aufwand zu reduzieren.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der vorliegenden Erfindung durch einen Preßbackensatz für eine Radialpresse, umfassend eine Mehrzahl von um eine Pressenachse herum angeordneten Preßbacken, wobei der Zwischenraum zwischen jeweils zwei einander
benachbarten Preßbacken von Führungselementen überbrückt ist, längs derer mindestens eine der zugeordneten Preßbacken verschiebbar geführt ist, wobei ferner die Verschiebebewegung begrenzende Anschläge vorgesehen sind. Indem erfindungsgemäß sämtliche Preßbacken über zugeordnete Führungselemente miteinander verbunden sind und indem die Verschiebebewegung der Preßbacken längs der Führungselemente durch Anschläge begrenzt ist, bilden die Preßbacken des erfindungsgemäßen Preßbackensatzes einen Verband, der einheitlich zu handhaben, insbesondere einheitlich in das Werkzeug einsetzbar, aus diesem herausnehmbar und zu lagern ist. In Anwendung der vorliegenden Erfindung werden somit nicht mehr die einzelnen Preßbacken bzw. Preßköpfe des Preßbackensatzes gegen andere ausgetauscht, um die entsprechende Radialpresse umzurüsten. Vielmehr wird zur Umrüstung der Radialpresse in Anwendung der vorliegenden Erfindung der einheitlich zu handhabende Preßbackensatz dem entsprechenden Werkzeug entnommen und ein anderer Preßbackensatz in dieses eingesetzt. Auf diese Weise läßt sich im übrigen nicht allein die Umrüstzeit beträchtlich reduzieren. Als weiterer Vorteil erweist sich, daß eine irrtümliche Kombination von verschiedenen Preßbacken bzw. Preßköpfen ausgeschlossen ist. Selbst die Kombination gleicher, jedoch einen unterschiedlichen Abnutzungsgrad aufweisender Preßbacken bzw. Preßbackenköpfe in einem Preßbackensatz ist in Anwendung der vorliegenden Erfindung ausgeschlossen. Dies ist von großem Vorteil im Hinblick auf die Qualität der Pressung.
Eine erste bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Führungselemente
Gleitplatten umfassen, an deren Innenseite die zugeordneten Preßbacken anliegen. Soweit eine Relativbewegung der Preßbacken zu den zugeordneten Gleitplatten stattfindet, sind die an den Gleitplatten anliegenden Flächen der Preßbacken als Gleitflächen mit einer entsprechenden Oberflächengüte ausgeführt.
Alternativ oder additiv können die erfindungsgemäß vorgesehenen Führungselemente gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform Stirnplatten umfassen, die an den Stirnseiten der Preßbacken anliegen. Die Stirnplatten können dabei entweder mit jeweils einer Preßbacke stirnseitig fest verbunden sein oder aber an beiden Preßbacken, zwischen denen der von der betreffenden Stirnplatte überbrückte Zwischenraum besteht, stirnseitig gleitend anliegen. Wie weiter unten näher erläutert wird, sind dabei zweckmäßigerweise an beiden Stirnseiten des Preßbackensatzes entsprechende Stirnplatten vorgesehen.
In Betracht kommen indessen im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht nur die beiden vorstehend angesprochenen, weiter unten näher erläuterten Ausführungen der Führungselemente, sondern vielmehr auch diverse andere Ausgestaltungen derselben, beispielsweise in Form von FührungsStangen, Führungsschienen oder dgl.
Das Öffnen des Preßbackenverbands entsprechend der Öffnungsbewegung des Werkzeugs der Radialpresse kann insbesondere auf zweierlei Weise gewährleistet werden. Zum einen können zwischen jeweils zwei zueinander benachbarten Preßbacken Spreizfedern angeordnet sein. Die Spreizfedern spannen den Preßbackensatz innerhalb
des Werkzeuges der Radialpresse nach außen vor. Bei entsprechender formschlüssiger Ausführung der aneinander anliegenden Flächen des Preßbackensatzes einerseits und des Werkzeuges der Radialpresse andererseits ist in diesem Falle bereits durch die durch die Spreizfedern bereitgestellte Vorspannkraft die Lage des Preßbackensatzes innerhalb des Werkzeuges der Radialpresse gesichert. Es bedarf in diesem Falle weder einer formschlüssigen Zwangskopplung der einzelnen Preßbacken des Preßbackensatzes untereinander noch einer Zwangskopplung einzelner Preßbacken des Preßbackensatzes mit dem Werkzeug der Radialpresse.
Wird demgegenüber auf die Anordnung von Spreizfedern zwischen jeweils zwei zueinander benachbarten Preßbacken verzichtet, so ist eine formschlüssige Zwangskopplung der einzelnen Preßbacken des Preßbackensatzes untereinander vorzusehen und sind ferner mit einem Teil der Preßbacken Mitnehmer verbunden, mittels derer sich die zugeordneten Preßbacken mit den entsprechenden Teilen des Werkzeugs, insbesondere den Schiebern bzw. Pressenjochen einer Radialpresse im Sinne einer Zwangskopplung formschlüssig verbinden lassen. Beim Öffnen des Werkzeugs der Radialpresse werden dabei die entsprechenden Preßbacken über ihre Verbindung zu den Schiebern bzw. den Pressenjochen entsprechend deren Bewegung nachgeführt, wodurch sich infolge der Zwangskopplung der Preßbacken untereinander der Preßbackensatz entsprechend dem Werkzeug der Radialpresse konzentrisch zu deren Preßachse öffnet.
Jene formschlüssige Zwangskopplung der einzelnen Preßbacken des Preßbackenverbands untereinander läßt
sich durchaus auf verschiedene Weise technisch realisieren. Beispielsweise eignet sich hierzu eine schwalbenschwanzartige Führung der Preßbacken an den gegebenenfalls vorgesehehen Gleitplatten. Ferner kann, wie insbesondere die Erläuterung eines in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels in der Figurenbeschreibung näher zeigt, die Zwangskopplung auch über die bereits erwähnten Stirnplatten erfolgen, und zwar insbesondere über langlochartige Führungsschlitze, die im Zusammenwirken mit Nasen bzw. Stiften, welche von den Stirnseiten der Preßbacken vorspringen, auch als Teil der Anschläge die Verschiebebewegung begrenzen (s.u.).
Eine andere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Führungselemente, insbesondere die vorstehend erläuterten Gleitplatten und/oder Stirnplatten, mit jeweils einer der zugeordneten beiden Preßbacken fest verbunden sind. Der Hub des entsprechenden Preßbackensatzes wird in diesem Falle durch die Führung mit begrenzter Verschiebbarkeit einer der beiden Preßbacken pro Führungselement bereitgestellt. Sind in diesem Sinne die Gleitplatten, Stirnplatten bzw. sonstigen Führungselemente mit jeweils einer der zugeordneten Preßbacken fest verbunden, so resultiert dies in einer gesteigerten Präzision der Pressung, verglichen mit solchen Preßbackensätzen, bei denen beide jeweils einem Führungselement zugeordnete Preßbacken verschiebbar an diesem geführt sind.
Umfassen im Sinne der beiden vorstehend erläuterten Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Preßbackensatzes die Führungselemente Gleitplatten, die jeweils mit
einer der zugeordneten Preßbacken fest verbunden sind, so sind die Gleitplatten besonders bevorzugt Teil von dachförmig geformten Gleitblechen, wobei eine der halben Anzahl der Preßbacken entsprechende Anzahl von Gleitblechen vorgesehen ist. Bei einem acht Preßbacken umfassenden Preßbackensatz sind in diesem Falle vier dachförmig geformte Gleitbleche mit vier einander orthogonal gegenüberstehenden Preßbacken fest verbunden, wobei jedes Gleitblech zwei Gleitplatten definiert, die die beiden Zwischenräume zu den beiden jeweils benachbarten Preßbacken überbrücken. Diejenigen Preßbacken, mit denen keine Gleitbleche fest verbunden sind, gleiten beim Öffnen und Schließen des Preßbackensatzes somit auf zwei Gleitplatten, welche Teil sind der beiden Gleitbleche, die mit den beiden benachbarten Preßbacken fest verbunden sind. Diese Ausgestaltung des Preßbackensatzes zeichnet sich durch einen besonders geringen Montageaufwand aus.
Die die Verschiebebewegung begrenzenden Anschläge können, wenn die Führungselemente im vorstehend dargelegten Sinne Gleitplatten umfassen, insbesondere Langlöcher umfassen, die in den Gleitplatten vorgesehen sind und in die Stifte eingreifen, die mit den jeweils gegenüber den Gleitplatten verschiebbaren Preßbacken fest verbunden sind. Entsprechendes gilt in dem Falle, daß die Führungselemente die weiter oben erläuterten Stirnplatten umfassen, wobei hier statt gesonderter Stifte auch Nasen in die Langlöcher eingreifen können, welche an den Stirnseiten der gegenüber den Stirnplatten verschiebbaren Preßbacken angeformt sind. Die Länge der Langlöcher definiert dabei den maximalen Hub des entsprechenden Preßbackensatzes.
Die weiter oben erläuterten Stirnplatten sind nicht allein im Hinblick auf eine exakte axiale Ausrichtung und Führung der einzelnen Preßbacken des erfindungsgemäßen Preßbackensatzes zueinander von Vorteil. Jene Stirnplatten eignen sich ferner in hervorragender Weise dazu, die axiale Sicherung des Preßbackensatzes in dem Werkzeug der Radialpresse sicherzustellen. Hierzu ragen die Stirnplatten bevorzugt radial nach außen über die Preßbacken vor. Der entsprechende Überstand kann dann außen an den Stirnflächen des Werkzeugs der Presse anliegen. Zur beidseitigen axialen Sicherung des Preßbackensatzes in dem Werkzeug dienen dabei beidseitig an dem Preßbackensatz vorgesehene Stirnplatten.
Wenngleich die vorliegende Erfindung prädestiniert ist für die Realisierung mit einstückig ausgeführten Preßbacken, so ist auch dies indessen nicht zwingend. Realisieren läßt sich die vorliegende Erfindung vielmehr auch mit solchen Preßbacken, die aus Grundbacken und an diesen abnehmbar angebrachten Preßköpfen zusammengefügt sind.
Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand zweier in der Zeichnung veranschaulichter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht eine erste bevorzugte Ausführungsform eines Preßbackensatzes nach der vorliegenden Erfindung und
Fig. 2 ebenfalls in perspektivischer Ansicht eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Preßbackensatzes.
• · I
Die Fig. 1 und 2 veranschaulichen Möglichkeiten, wie sich jeweils acht Preßbacken 1 zu einem Preßbackenverband zusammenfügen lassen, der als Einheit zu handhaben ist und auch außerhalb der Presse nicht in seine Einzelteile zerfällt. Gemäß Fig. 1 sind zu diesem Zweck vier V-förmig abgewinkelte Gleitbleche 2 mittels der Schrauben 3 fest mit vier ersten Preßbacken la verbunden, zwischen denen jeweils zweite Preßbacken Ib angeordnet sind. Jedes Gleitblech 2 umfaßt einen zentralen Befestigungsabschnitt 4 und zwei seitlich über die zugeordnete Preßbacke la vorspringende Gleitplatten 5. Letztere überbrücken als Führungselemente F jeweils den Zwischenraum Z zu einer benachbarten, zweiten Preßbacke Ib. Über Gleitflächen 6 stützen sich die zweiten Preßbacken Ib jeweils gleitend verschiebbar an zwei Gleitplatten 5 ab, die mit den beiden benachbarten ersten Preßbacken la fest verbunden sind.
Mit den vier ersten Preßbacken la sind darüber hinaus stirnseitig jeweils zwei Stirnplatten 8 fest verbunden, und zwar mittels der Schrauben 9. Die Stirnplatten 8 stellen dabei als weitere Führungselemente F eine axiale Ausrichtung der acht Preßbacken la und Ib zueinander sicher. Hierzu liegen die Stirnflächen 10 der zweiten Preßbacken Ib gleitend verschiebbar innen an den Stirnplatten 8 an.
Von den Stirnflächen 10 der ersten und zweiten Preßbacken la bzw. Ib springen Nasen 11 vor, die in Langlöcher 12 eingreifen, welche in den Stirnplatten 8 angeordnet sind. Die den ersten Preßbacken la zugeordneten Nasen 11a stellen dabei eine exakte
Ausrichtung der Stirnplatten 8 zu den ersten Preßbacken la sicher. Die den zweiten Preßbacken Ib zugeordneten Nasen 11b sind in den Langlöchern 12 der Stirnplatten verschiebbar geführt. Sie tragen zu einer exakten Führung der zweiten Preßbacken Ib relativ zu den ersten Preßbacken la bei; im übrigen bilden Sie mit den Langlöchern 12 einen den Verschiebeweg der Verschiebebewegung V begrenzenden Anschlag A.
Von den Stirnseiten 10 der ersten und zweiten Preßbacken la bzw. Ib stehen des weiteren dachförmige Vorsprünge 13 vor. Auch für diese Vorsprünge 13 gilt, daß die den ersten Preßbacken la zugeordneten Vorsprünge 13a dazu beitragen, die exakte Positionierung der Stirnplatten 8 relativ zu jenen ersten Preßbacken la zu gewährleisten, während die den zweiten Preßbacken Ib zugeordneten Vorsprünge 13b durch gleitende Anlage an den Innenkanten 14 der Stirnplatten 8 die Führung der zweiten Preßbacken Ib in dem Preßbackenverband unterstützen.
Die Stirnplatten 8 stehen radial nach außen über die Preßbacken 1 über. Der entsprechende Überstand dient der axialen Lagesicherung des Preßbackensatzes in einem Werkzeug durch Anlage an dessen Stirnflächen.
Mittels der Spreizfedern 15, welche jeweils zwischen zwei zueinander benachbarten Preßbacken la und Ib angeordnet sind, wird der Preßbackensatz in Richtung auf seine maximale Öffnung vorgespannt. Dies bewirkt eine ständige Anlage des Preßbackensatzes an dem Werkzeug der Radialpresse, in dem der entsprechende Preßbackensatz aufgenommen ist. Zur Lagesicherung des Preßbackensatzes in dem Werkzeug der Radialpresse
könnte statt des vorstehend erläuterten radialen Überstands der Stirnplatten über die Preßbacken auch der Eingriff der Schrauben 3 in korrespondierende Ausnehmungen der Pressenjoche dienen. Dabei sind infolge der formschlüssigen Zwangskopplung der Preßbacken untereinander über die Stirnplatten 8 und die zugeordneten Führungen die Spreizfedern nicht erforderlich, um die zur Pressenachse konzentrische Lage der Preßbacken sicherzustellen. Erforderlich sind die Spreizfedern in Ermangelung von Mitnehmern (vgl. Figur 2) allein dazu, daß der Preßbackensatz in dem Werkzeug gehalten wird und die Preßbacken insbesondere beim Öffnen der Presse - der Bewegung des Werkzeugs folgen. Im Falle eines durch Abnutzung der Nasen 11b und/oder Vorsprünge 13b bestehenden radialen Spiels der zweiten Preßbacken Ib in dem Preßbackenverband stellen die Spreizfedern 15 darüber hinaus eine radiale Vorspannung der zweiten Preßbacken Ib gegen die Gleitplatten 5 sicher. Allerdings ist hier darauf hinzuweisen, daß der in Figur 1 veranschaulichte Preßbackensatz durchaus auch ohne die Gleitbleche 2 funktionstüchtig ist, da sämtliche erforderlichen Führungsfunktionen (auch) durch die weiteren, durch die Stirnplatten gebildeten Führungselemente bereitgestellt werden.
Bei der in Fig. 2 veranschaulichten Gestaltung des Preßbackensatzes sind mit jeder der vier ersten Preßbacken la zwei Gleitplatten 16 fest verbunden, und zwar mittels der Schrauben 17. Jede der vier zweiten Preßbacken Ib liegt mit ihren Gleitflächen 6 an zwei benachbarten Gleitplatten 16 an. Die Gleitplatten 16 weisen stirnseitig angeordnete Führungsklauen 18 auf, welche zur Ausbildung einer schwalbenschwanzartigen
Führung stirnseitig an den Preßbacken la und Ib angeordnete Führungsleisten 19 umgreifen. Auf diese Weise werden die Preßbacken la und Ib des Preßbackenverbands in axialer wie auch in radialer Richtung zueinander geführt und ausgerichtet. Jede der vier zweiten Preßbacken Ib wird zudem in jeder der beiden zugeordneten Gleitplatten 16 über jeweils einen Stift 20, welcher in einem zugeordneten Führungsschlitz 21 verschiebbar ist, geführt. Zusammen mit den ineinander eingreifenden Führungsleisten 19 und Führungsklauen 18 übernehmen die Führungsstifte 20 und Führungsschlitze 21 eine Zwangskopplung der acht Preßbacken dergestalt, daß diese sich (nur) symmetrisch zu einer Pressenachse bewegen. Zudem definieren die Führungsschlitze 21 den maximalen Hub des Preßbackensatzes.
Bei dem in Fig. 2 veranschaulichten Preßbackensatz sind, anders als dies für den Preßbackensatz gemäß Fig. 1 zutrifft, zwischen den ersten und zweiten Preßbacken la und Ib keine Spreizfedern vorgesehen. Dementsprechend sind außen an den ersten Preßbacken la Mitnehmer 22 angeordnet, welche für einen formschlüssigen Eingriff in entsprechende Aussparungen der Joche bzw. Schieber des zur Aufnahme des Preßbackensatzes bestimmten Werkzeugs bestimmt sind. Durch die Verbindung über die Mitnehmer 22 folgen die betreffenden ersten Preßbacken la der Bewegung der Joche bzw. Schieber des Werkzeugs auch beim Öffnen; und infolge der vorstehend dargelegten Zwangskopplung der acht Preßbacken des Verbands öffnet dieser sich entsprechend der Öffnungsbewegung des Werkzeugs.
Claims (11)
1. Preßbackensatz für eine Radialpresse, umfassend eine Mehrzahl von um eine Pressenachse herum angeordneten Preßbacken (1), wobei der Zwischenraum (Z) zwischen jeweils zwei einander benachbarten Preßbacken (1a, 1b) von Führungselementen (F) überbrückt ist, längs derer mindestens eine der zugeordneten Preßbacken (1b) verschiebbar geführt ist, wobei ferner die Verschiebebewegung (V) begrenzende Anschläge (A) vorgesehen sind.
2. Preßbackensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (F) mit jeweils einer der zugeordneten Preßbacken (1a) fest verbunden sind.
3. Preßbackensatz nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (F) Gleitplatten (5, 16) umfassen, an deren Innenseiten die zugeordneten Preßbacken (1a, 1b) anliegen.
4. Preßbackensatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitplatten (5) Teil von V-förmig geformten Gleitblechen (2) sind, wobei eine der halben Anzahl der Preßbacken (1) entsprechende Anzahl von Gleitblechen (2) vorgesehen ist.
5. Preßbackensatz nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (A) durch Stifte (20) gebildet sind, die nach außen von den Preßbacken (1) vorspringen und in Langlöcher (21) der Gleitplatten (16) eingreifen.
6. Preßbackensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (F) Stirnplatten (8) umfassen, an deren Innenflächen die Stirnflächen der zugeordneten Preßbacken (1a, 1b) anliegen.
7. Preßbackensatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnplatten (8) mit einem Teil (1a) der Preßbacken (1) stirnseitig fest verbunden sind, wobei die übrigen Preßbacken (1b) stirnseitig gleitend an den Stirnplatten (8) anliegen.
8. Preßbackensatz nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (A) durch Nasen (11) gebildet sind, die stirnseitig an den Preßbacken (1) angeordnet sind und in Langlöcher (12) der Stirnplatten (8) eingreifen.
9. Preßbackensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jeweils zwei einander benachbarten Preßbacken (1a, 1b) Spreizfedern (15) angeordnet sind.
10. Preßbackensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Teil der Preßbacken (1) Mitnehmer (22) verbunden sind, mittels derer sich die zugeordneten Preßbacken mit dem Werkzeug einer Radialpresse formschlüssig verbinden lassen.
11. Preßbackensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßbacken (1) einstückig ausgeführt sind.
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