DE20016912U1 - Im Glasfalz einer Fassade oder eines Lichtdaches vorgesehener Glasträger - Google Patents
Im Glasfalz einer Fassade oder eines Lichtdaches vorgesehener GlasträgerInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen im Glasfalz einer Fassade oder eines Lichtdaches vorgesehenen Glasträger für Glasscheiben oder Füllungsplatten, deren Außenränder an Dichtungen von Abdeckleisten und deren gebäudeseitige Ränder an Dichtungen von Pfosten- oder Riegelprofilen anliegen, wobei an den Riegelprofilen ein Aufsatzprofil angebracht ist.
Es sind bereits Glasträger für eine Fassade oder ein Lichtdach bekannt, die im Glasfalz zwischen Glasscheiben oder Füllungsplatten angeordnet sind. Diese Glasträger sind in der Regel einfache Bauteile, die eine Auflagefläche besitzen und die Möglichkeit aufweisen, mit dem Grundprofil verbunden zu werden. Diese Verbindung kann durch einfaches Auflegen, Einhängen oder durch Verschrauben mit dem Bauteil eines Riegelprofils, welches sich zwischen den Glasscheiben oder Füllungsplatten befindet, bewerkstelligt werden. Dieses Bauteil wird im vorliegenden Fall als Aufsatzprofil bezeichnet und kann beispielsweise in einem Strangpressverfahren aus Aluminium hergestellt sein.
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Anmeldetext vom 26.09.2000 Seite
Fig. 5 zeigt einen solchen an einer Fassadenkonstruktion montierten Glasträger. An einem Riegel 50 ist ein Aufsatzprofil 51 verschweißt, an dem eine Aufsatzdichtung vorgesehen ist. Die Aufsatzdichtung 54 umgreift mittig einen Nutvorsprung 53 des Aufsatzprofils 51 und ist seitlich jeweils mit einem Vorsprung 52 des Aufsatzprofiis 51 verbunden. An seitlichen Dichtungsprofilen 55 ist eine Glasscheibe 56 festgelegt, wobei zur Befestigung eine Abdeckleiste 57 vorgesehen ist, die mittels Schrauben 59 an dem Riegel 50 festgelegt ist. Zwischen der Abdeckleiste 57 und der Glasscheibe sind Dichtungen 58 vorgesehen, während die Abdeckleiste 57 nach außen hin von einer Abdeckkappe 61 überdeckt ist.
Um bei der bekannten Fassadenkonstruktion auch Haltekräfte an dem Riegelprofil 50 aufnehmen zu können, ist in dem Nutvorsprung 53 des Aufsatzprofils 51 ein Glasträger 60 eingefugt. Die Befestigung des Glasträgers 60 ist sehr einfach, befindet sich aber statisch an einem ungünstigen Punkt, so dass bedingt durch ungünstige Hebelverhältnisse und schwaches Material keine besonders großen Lasten abgetragen werden können.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen im Glasfalz einer Fassade oder eines Lichtdaches vorgesehen Glasträger zu schaffen, mit dem auch größere Lasten abgetragen werden können, und der einfach und kostengünstig in eine Pfosten-Riegel-Konstruktion montiert werden kann.
Diese Aufgabe wird mit einem im Glasfalz einer Fassade oder eines Lichtdaches vorgesehenen Glasträger der eingangs genannten Art gelöst, wobei der Glasträger benachbart zu dem Aufsatzprofil mit einem integral ausgebildeten, sich mittig in dem Falzraum erstreckenden Steg vorgesehen ist, auf dem die Glasscheiben oder Füllungsplatten abgestützt sind und der die Gewichtskräfte der Glasscheiben oder der Füllungsplatten auf die Riegelprofile ableitet. Durch die Vorsehung des Glasträgers kann die Glasscheibe oder Füllungsplatte individuell an dem Riegelprofil abgestützt werden. Hierfür wird an für die Lastabtragung geeigneten Stellen ein Glasträger benachbart zu dem Aufsatzprofil montiert. Wenn dabei der Steg des Glasträgers fluchtend zu dem
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Nutenvorsprung des Aufsatzprofils ausgebildet ist, kann eine durchgehende Dichtung für den Bereich des Glasträgers und des Aufsatzprofils verwendet werden. Der Glasträger ist dabei modulartig zusammen mit dem Aufsatzprofil montierbar, so dass der Glasträger unabhängig von der Größe der Glasscheibe oder Füllungsplatte einsetzbar ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Glasträger zumindest in dem Bereich benachbart zu den Pfostenprofilen vorgesehen. Dies ermöglicht eine besonders gute Lastabtragung auf die sich vertikal erstreckenden Pfosten. Bei besonders breiten Glasscheiben oder Füllungsplatten können auch ein oder mehrere Glasträger mittig entlang des Riegelprofils montiert werden. Eine besonders stabile Befestigung der Glasträger kann dabei erreicht werden, wenn der Glasträger mit dem Riegelprofil beidseitig des Steges verschraubt ist.
Für eine einfache Montage ist der Steg des Glasträgers von einer Aufsatzdichtung umgeben, wobei diese beidseitig ein Dichtungsprofil zur Anlage an der Glasscheibe oder den Füllungsplatten aufweist. Dabei weist die Aufsatzdichtung vorzugsweise zwei den Steg des Glasträgers umgreifende Schenkel auf, so dass ein Aufstecken der Aufsatzdichtung möglich ist.
Um dabei die Dichtung universell für den Bereich des Glasträgers und des Aufsatzprofiles einsetzen zu können, sind die Schenkel der Aufsatzdichtung im Bereich des Aufsatzprofiles mit einem Verbindungssteg versehen, der im Bereich des Glasträgers entfernt werden kann. Da der Glasträger einen in den Bereich der Füllungsplatte oder der Glasscheibe hineinreichenden Steg aufweist, der weiter hervorsteht als der Nutenvorsprung des Aufsatzprofils, kann durch den Einsatz eines entfernbaren Steges die Aufsatzdichtung universell für die gesamte Länge des Riegelprofils eingesetzt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist an der Stirnseite des Steges eine Nut zur Aufnahme eines Vorsprunges der Aufsatzdichtung vorgesehen. Dabei kann die Aufsatzdichtung durch Eingriff in die Nut auch vorfixiert werden.
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Anmeldetext vom 26.09.2000 Seite
Um den Glasträger sowohl an rechten als auch linken Seiten des Riegelprofils einsetzen zu können, ist dieser vorzugsweise entlang der Mittelebene des Steges symmetrisch ausgebildet.
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Vorzugsweise ist der Glasträger stirnseitig mit einer Ausnehmung versehen, die zu dem Pfostenprofil gewandt ist. Zum Übergang zum Pfostenprofil ist es erforderlich, den Kreuzungsbereich besonders abzudichten. Durch die Vorsehung der Ausnehmung am Stirnende ist es möglich, eine Dichtung einzusetzen, was einen Montagevorteil darstellt.
Vorzugsweise korrespondiert die Geometrie des Glasträgers im wesentlichen mit der Geometrie des Aufsatzprofiles, wodurch die Glasträgerplatte sich besonders leicht ausrichten lässt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausfuhrungsbeispieles mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausfuhrungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Fassadenkonstruktion;
Fig. 2 eine perspektivische geschnittene Detailansicht der Fassadenkonstruktion
der Fig. 1;
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht des Glasträgers der Fassadenkonstruktion der
Fig. 2;
Fig. 4 eine Querschnittsansicht der eingesetzten Aufsatzdichtung bei der
Fassadenkonstruktion nach der Fig. 1, und 30
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Fig. 5 eine Querschnittsansicht eines Glasträgers an einer Fassadenkonstruktion
gemäß dem Stand der Technik.
Die in Fig. 1 dargestellte Pfosten-Riegel-Konstruktion umfasst einen Pfosten 1, der mit einem Riegel 2 verbunden ist. An dem Pfosten 1 und dem Riegel 2 sind jeweils Isolierglasscheiben 6 montiert, die aus zwei Glasscheiben 7 mit einem Abstandshalter 8 bestehen.
Zur Montage der Isolierglasscheiben 6 ist an dem Riegelprofil 2 ein Aufsatzprofil 3 und ein in Fig. 1 nicht dargestellter Glasträger vorgesehen. An dem Aufsatzprofil 3 ist eine Aufsatzdichtung 5 vorgesehen, die mit einem Vorsprung 4 in dem Zwischenraum zwischen benachbarten Isolierglasscheiben 6 hervorsteht.
Zur Festlegung der Isolierglasscheibe 6 ist eine Abdeckleiste 9 vorgesehen, die über Dichtungen 10 an den Isolierglasscheiben 6 anliegt. Die Abdeckleiste 9 ist mit dem Riegelprofil 2 verschraubt. Nach außen ist die Abdeckleiste 9 mit einer Blendleiste 11 verschlossen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, umfasst die Riegel-Pfosten-Konstruktion einen Glasträger 12, der an dem Riegelprofil 2 festgelegt ist. Hierfür sind in dem Glasträger 12 an dem Riegelprofil 2 anliegende Leisten 13 vorgesehen, in denen Bohrungen 14 ausgespart sind. In die Bohrungen 14 sind Schrauben 15 montiert, die in das Riegelprofil 2 eingreifen. Das Riegelprofil 2 kann entweder als Hohlprofil aus Metall, beispielsweise Stahl oder auch als Vollprofil aus Holz gebildet sein.
Der Glasträger 12 umfasst einen in den Glasfalz hervorragenden Steg 18, in dem eine Nut 16 ausgespart ist. An der zum Pfosten 1 gewandten Seite ist eine Ausnehmung 17 vorgesehen.
Der erfindungsgemäße Glasträger 12 ist in Fig. 3 vergrößert dargestellt. Über dem Steg 18 können Gewichtskräfte der Isolierglasscheibe 6 oder von Füllungsplatten di-
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rekt auf das Riegelprofil 2 abgeleitet werden. Hierdurch können besonders hohe Haltekräfte aufgenommen werden.
Zur Montage der Isolierglasscheibe 6 wird eine in Fig. 4 dargestellte Aufsatzdichtung 5 über das Aufsatzprofiles 3 gestülpt. Dabei liegt ein mittlerer Steg 25 der Aufsatzdichtung 5 an dem Nutenvorsprung des Aufsatzprofiles 3 an. Die Aufsatzdichtung 5 umfasst zwei Schenkel 26 mit Dichtlippen 24, und zwei an den Schenkeln 26 angeordnete Dichtprofile 22. Zum Aufsatzprofil gewandt ist ein weiteres Dichtprofil 20 vorgesehen, das eine Aussparung für den Eingriff mit einem Vorsprung des Aufsatzprofiles 3 aufweist. Die Dichtprofile 20 und 22 sind über einen Verbindungsabschnitt 21 gelenkig miteinander verbunden, so dass das Dichtprofil 20 von dem Dichtprofil 22 leicht partiell entfernbar ist. Der Verbindungsabschnitt 21 dient als Sollreißstelle. Dieses ist vorteilhaft im Pfostenüberlappungsbereich, sowie im Bereich des Glasträgers (die Höhe der Dichtung 22 entspricht der Differenzhöhe von Ausatzprofil 3 zu der Glasträgerleiste 13).
Um das Aufsatzprofil 5 auch im Bereich des Glasträgers montieren zu können, kann der Steg 25 entfernt werden. Hierfür sind Sollbruchstellen vorgesehen, die ein einfaches Abziehen des Steges 25 ermöglichen. Im Bereich des Glasträgers liegt ein Verbindungsabschnitt 23 in der Aussparung 16 am Steg 18 des Glasträgers 12 an. Dadurch kann die Aufsatzdichtung sowohl im Bereich des Glasträgers 12 als auch im Bereich des Aufsatzprofiles 3 montiert werden, so dass die Dichtfunktion über den gesamten Bereich gewährleistet ist.
Claims (11)
1. Im Glasfalz einer Fassade oder eines Lichtdaches vorgesehener Glasträger für Isolierglasscheiben (6) oder Füllungsplatten, deren Außenränder an Dichtungen (10) von Abdeckleisten (9) und deren gebäudeseitige Ränder an Dichtungen (5) von Pfosten- (1) oder Riegelprofilen (2) anliegen, wobei an den Riegelprofilen (2) ein Aufsatzprofil (3) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zu dem Aufsatzprofil (3) ein Glasträger (12) mit einem integral ausgebildeten sich mittig in den Falzraum erstreckenden Steg (18) vorgesehen ist, auf dem die Isolierglasscheiben (6) oder Füllungsplatten abgestützt sind und der die Gewichtskräfte der Isolierglasscheiben (6) oder Füllungsplatten auf die Riegelprofile (2) ableitet.
2. Glasträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasträger (12) zumindest in den Bereichen benachbart zu den Pfostenprofilen (1) vorgesehen sind.
3. Glasträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Glasträger (12) mit dem Riegelprofil (2) beidseitig des Steges (18) verschraubt ist.
4. Glasträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (18) des Glasträgers (12) von einer Aufsatzdichtung (5) umgeben ist, die beidseitig ein Dichtprofil (22) zur Anlage an den Glasscheiben (6) oder den Füllungsplatten aufweist.
5. Glasträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufsatzdichtung (5) zwei den Steg (18) des Glasträgers (12) umgreifende Schenkel (26) aufweist.
6. Glasträger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (26) der Aufsatzdichtung (5) im Bereich des Aufsatzprofils (3) mit einem Verbindungssteg (25) versehen sind.
7. Glasträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stirnseite des Steges (18) eine Nut (16) zur Aufnahme eines Vorsprunges der Aufsatzdichtung (5) vorgesehen ist.
8. Glasträger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Glasträger (12) entlang der Mittelebene des Steges (18) symmetrisch ausgebildet ist.
9. Glasträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Glasträger (12) stirnseitig in einer Ausnehmung (17) versehen ist, die zu dem Pfostenprofil (1) gewandt ist.
10. Glasträger nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Glasträger (12) als Strangpressprofil aus Aluminium ausgebildet ist.
11. Glasträger nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Dichtungsprofil (22) auf der Leiste (13) des Glasträgers (12) aufliegend abstützt.
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