DE20015339U1 - Montagevorrichtung für fest verglaste Scheiben von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Montagevorrichtung für fest verglaste Scheiben von KraftfahrzeugenInfo
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Description
Patentanwalt Dr. Mey 04.09.2000 / 93842
REINERT, Mario, 50226 Frechen
93842 / 04.09.2000
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Die Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung für fest verglaste Scheiben von Kraftfahrzeugen, insbesondere für Windschutzscheiben von PKWs.
Die Montage von Ersatz-Windschutzscheiben für Personenwagen und Nutzfahrzeuge in Kraftfahrzeugwerkstätten ist wegen der Abmessungen und des Gewichts der durchweg einteiligen Windschutzscheiben aufwendig und erfordert mindestens zwei qualifizierte Monteure. Ähnliches gilt auch für viele Heckscheiben. Bei klebbaren Scheiben ist außerdem ein rasches und genaues Arbeiten erforderlich, um die gewünschte Position der Scheiben und deren sichere Haftung zu erreichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Montagevorrichtung zu schaffen, die vor allem in den Kraftfahrzeugwerkstätten eine wirtschaftliche und exakte Montage fest verglaster Scheiben von Kraftfahrzeugen, insbesondere der Windschutzscheiben von Personenkraftwagen ermöglicht.
Die Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. Die durch den Bügel fest verbundenen Seitenstützen bilden eine fahrbare Montagevorrichtung, deren Halterung, z. B. in der Werkstatt oder an einem anderen geeigneten Ort mit der zu montierenden Windschutzscheibe beladen wird. Nachdem diese mit Kleber oder einem Einbaugummi versehen ist, wird die Montagevorrichtung vor das zu reparierende Fahrzeug gefahren. Mit der
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fernsteuerbaren Halterung kann die Scheibe durch nur einen Monteur rasch und genau sowie ohne Anstrengung in die Einbauposition hochgefahren und maschinell eingelegt werden.
Die Verschiebbarkeit der Montagevorrichtung wird durch die je zwei Rollen der Seitenstützen gewährleistet. Die Festbremsbarkeit der Rollen führt zu einer gesicherten, standfesten Montageposition der Montagevorrichtung, während die Lenkbarkeit der Rollen die Manövrierfähigkeit sicher stellt.
Der gewählte Abstand der Seitenstützen, der auch variierbar ausgebildet sein kann, gestattet ein nahes Heranfahren der Montagevorrichtung in die Einbauposition der Windschutzscheibe.
Durch den Schaumgummibelag der dem Kraftfahrzeug zugewandten Seite der Seitenstützen und des Bügels werden Lack- und sonstige Schäden an dem zu reparierenden Kraftfahrzeug verhindert. Eine Schaumgummidicke von 1,5 cm ist dafür ausreichend.
Die Ausbildung der Halterung als Stange, vorzugsweise aus rostfreiem Stahl, gestattet eine einfache Befestigung von Anbauteilen, wie Kugelgelenke und Saugheber. Letztere eignen sich besonders zur sicheren und lösbaren Befestigung von Scheiben.
Dadurch, dass die Stange in ihrer Höhen- und Winkellage einstellbar ist, kann die mit ihr verbundene Scheibe in jede gewünschte Position gefahren werden.
Wenn die Stange über Kugelgelenke mit den freien Enden der Seitenstützen verbunden ist, können zugleich die Höhen- und Winkellage der Stange variiert
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werden. Die Winkellage der Stange wird durch den Drehmotor, die Höhenlage durch die ausfahrbaren Teleskopzylinder verändert.
Die Feststellbremsen der Rollen, der Drehmotor und die Teleskopzylinder werden vorteilhafterweise pneumatisch betätigt. Der dazu erforderliche Kompressor liefert saugseitig auch den für die Saugheber benötigten Unterdruck. Die Pneumatik bietet gegenüber der Hydraulik den Vorteil, dass Undichtheiten zu keiner Umweltverschmutzung führen. Gegenüber elektrischen Antrieben ist die Pneumatik robuster und weniger störanfällig.
Wenn der Bügel in Arbeitsstellung der Stange vor oder oberhalb üblicher Kraftfahrzeugmotorhauben angeordnet ist, tritt keine Berührung und dadurch auch keine Beschädigung der Motorhaube durch den Bügel auf.
Das Steuergerät für die Winkel- und Höhenbewegung der Stange und für die Bremsen der Rollen ermöglicht eine einfache und durch entsprechende Beschriftung narrensichere Bedienung der Montagevorrichtung durch nur einen Monteur. Mittels eines Not-Aus-Knopfes kann der Montagevorgang sofort gestoppt werden.
Eine getrennte Steuereinheit für den Unterdruck der Saugheber hat den Vorteil, dass beim Bedienen des Steuergerätes nicht irrtümlicherweise die Befestigung der Scheibe an den Saughebern gelöst werden kann. Diese werden in der Werkstatt verriegelt und erst nach erfolgter Montage entriegelt. Dabei ist es vorteilhaft, dass die Steuereinheit an der Stange befestigt ist, während das Steuergerät bedienungsfreundlich an dem Bügel montiert ist.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung sowie aus der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt ist.
Eine Montagevorrichtung 14 für eine Windschutzscheibe 5 ist in Einbauposition für einen PKW 15 angeordnet. Die Montagevorrichtung 14 weist zwei fahrbare Seitenstützen 1, 2 auf, die durch einen Bügel 4 fest und durch eine Halterung 16 beweglich verbunden sind. Die Seitenstützen 1, 2 sind auf Rollen 6 verschiebbar gelagert. Da jede Seitenstütze 1, 2 zwei Rollen 6 aufweist, ist ein kippsicherer Stand der Montagevorrichtung 14 gewährleistet. Mit Hilfe der Feststellbremsen der Rollen 6 kann die Montagevorrichtung 14 festgesetzt werden. Die Lenkbarkeit der Rollen 6 erleichtert das Manövrieren der Montagevorrichtung 14.
Die Seitenstützen 1, 2 weisen einen Abstand auf, der größer als die maximale Breite der Kraftfahrzeuge ist und der dadurch ein berührungsfreies Heranfahren der Montagevorrichtung 14 an die Einbauposition der Windschutzscheibe 5 gestattet.
Auf der dem Kaftfahrzeug zugewandten Seite der Seitenstützen 1, 2 und des Bügels 4 ist ein Schaumgummibelag angebracht, der Lackschäden an den zu reparierenden Kraftfahrzeug verhindert.
Die fernsteuerbare Halterung 16 ist vorzugsweise als Stange 3 ausgebildet, an der Saugheber 7 zur lösbaren Befestigung der Windschutzscheibe 5 angebracht sind. An beiden Enden der Stange 3 sind Kugelgelenke 8 angeordnet, die über ausfahrbare Teleskopzylinder 10 mit den freien Enden der Seitenstützen 1, 2 verbunden sind. An einem Ende der Stange 3 ist außerdem ein Drehmotor 9 vorgesehen. Dieser dient zum Einstellen der Winkellage der Stange 3,
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während die ausfahrbaren Teleskopzylinder 10 zum Einstellen von deren Höhenlage dienen. Die Höhenlage ist bis etwa 2,20 m einstellbar, so dass die Montagevorrichtung 14 auch für Lastkraftwagen und Busse geeignet ist.
Die Feststellbremsen der Rollen 6, der Drehmotor 9 und die Teleskopzylinder 10 werden vorzugsweise pneumatisch betätigt. Die Druckluft (10 bar) wird von einem Kompressor geliefert, der über Druckluftschläuche mit Druckluftanschlüssen verbindbar ist, die an beiden Seitenstützen, 1, 2 angeordnet sind. Saugseitig liefert der Kompressor den für die Saugheber 7 erforderlichen Unterdruck.
Die Fernsteuerung von Feststellbremsen der Rollen 6, von Drehmotor 9 und Teleskopzylindern 10 erfolgt über ein Steuergerät 11, das an dem Bügel 4 bequem erreichbar befestigt ist.
Die Steuerung erfolgt elektromagnetisch, die Stromzufuhr über einen Sicherungskasten mit im allgemeinen 16 Ampere-Sicherungen. Mit Hilfe eines Not-Aus-Knopfes ist eine sofortige Unterbrechung der Bewegung der Halterung 16 möglich. Der Unterdruck der Saugheber 7 wird durch eine an der Stange 3 befestigte Steuereinheit 12 gesteuert.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind an der Stange 3, vorzugsweise zwischen den Saughebern bzw. Vakuumsaugern 7, Linearanschläge (nicht dargestellt) zur genauen Positionierung der Windschutzscheibe 5 angeordnet. Sie dienen der exakten Ausrichtung der Saugheber 7 ca. 20 cm nach links und 20 cm nach rechts bei Gewichtszunahme der Windschutzscheiben, insbesondere bei Windschutzscheiben für LKWs.
Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung 14 funktioniert folgendermaßen:
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An einem geeigneten Ort, beispielsweise Garage oder Werkstatt, wird die zu montierende Windschutzscheibe 5 auf die horizontal eingestellten Saugheber 7 gelegt und durch von der Steuereinheit 12 gesteuertem Unterdruck mit einer Kraft von ca. 30 bis 60 kg pro Saugheber 7 festgehalten. Dann wird die Windschutzscheibe 5 gereinigt und mit Kleber oder Einbaugummi versehen. Danach wird die Montagevorrichtung 14 vor das zu reparierende Fahrzeug gefahren und mit den Feststellbremsen festgelegt. Sodann wird die Windschutzscheibe 5 mechanisch hochgefahren und in die gewünschte Position am Kraftfahrzeug eingefahren. Dazu ist nur ein einziger Monteur erforderlich.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen und Ausgestaltungen sind nicht auf das in der Zeichnungsfigur dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Mögliche Abwandlungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung können darin bestehen, dass beispielsweise die Feststellbremsen der Rollen und die Teleskopzylinder elektromechanisch oder hydraulisch betätigbar ausgebildet sind. Auch kann die Montagevorrichtung insgesamt, insbesondere bezüglich der Anordnung Seitenstützen und deren Verbindungselementen, unterschiedliche Querschnittsformen aufweisen und auch aus verschiedenen Materialien bestehen. Die jeweilige konstruktive Ausgestaltung ist in Anpassung an besondere Verwendungen dem Fachmann freigestellt.
Claims (17)
1. Montagevorrichtung für fest verglaste Scheiben von Kraftfahrzeugen, insbesondere für Windschutzscheiben von PKWs, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagevorrichtung (14) zwei fahrbare Seitenstützen (1, 2) aufweist, die durch mindestens einen Bügel (4) fest und durch eine fernsteuerbare Halterung (16) für die Windschutzscheibe (5) beweglich verbunden sind.
2. Montagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenstützen (1, 2) auf Rollen (6) verschiebbar gelagert sind.
3. Montagevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Seitenstütze (1, 2) zwei Rollen (6) aufweist.
4. Montagevorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (6) fest bremsbar und gegebenenfalls lenkbar sind.
5. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Seitenstützen (1, 2) größer als die maximale Breite von Kraftfahrzeugen ist.
6. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die dem Kraftfahrzeug zugewandten Seiten der Seitenstützen (1, 2) und des Bügels (4) einen weichen, elastischen Belag, vorzugsweise einen Schaumgummibelag aufweisen.
7. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die fernsteuerbare Halterung (16) als Stange (3) ausgebildet ist, an der Saugheber (7) befestigt sind.
8. Montagevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (3) in ihrer Höhen- und Winkellage einstellbar ist.
9. Montagevorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (3) über Kugelgelenke (8) mit den freien Enden der Seitenstützen (1, 2) verbunden ist.
10. Montagevorrichtung nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (3) mittels eines Drehmotors (9) verdrehbar ist.
11. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den freien Enden der Seitenstützen (1, 2) ausfahrbare Teleskopzylinder (10) vorgesehen sind, die die Seitenstützen (1, 2) mit den Kugelgelenken (8) verbinden.
12. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellbremse der Rollen (6) und der Drehmotor (9) sowie die Teleskopzylinder (10) pneumatisch oder hydraulisch und/oder elektrisch betätigbar sind.
13. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (4) in Arbeitsstellung der Stange (3) vor oder oberhalb üblicher Kraftfahrzeugmotorhauben angeordnet ist.
14. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuergerät (11) für die Winkel- und Vertikalbewegung der Stange (3) und für die Feststellbremsen der Rollen (6) vorgesehen ist.
15. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (12) für den Unterdruck der Saugheber (7) vorgesehen ist.
16. Montagevorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (11) an den Bügel (4) und die Steuereinheit (12) an der Stange (3) befestigt sind.
17. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stange (3) Linearanschläge zur genauen Positionierung der Windschutzscheibe (5) angeordnet sind.
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