DE20014807U1 - Anschlußelement zum Verbinden von Wellschläuchen untereinander oder mit Aggregaten - Google Patents
Anschlußelement zum Verbinden von Wellschläuchen untereinander oder mit AggregatenInfo
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Description
Chr. Berghöfer GmbH
Frankfurter Straße 199
Frankfurter Straße 199
34121 Kassel
BEGl61
Anschlusselement zum Verbinden von Wellschläuchen untereinander oder mit Aggregaten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Anschlusselement zum Verbinden eines Wellschlauches oder Metallbalges mit Aggregaten oder Rohrleitungsenden oder miteinander, wobei das Anschlusselement durch Umformung mit dem Wellschlauch verbunden ist.
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Wellschläuche und Metallbälge sind seit Ende der zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts bekannt und finden wegen ihrer besonderen Eigenschaften in vielen Bereichen der Technik Anwendung. Sie sind flexibel verlegbar wie Kabel und können mit ihrer Biegewechselfestigkeit ausgezeichnet Lageänderungen ihrer Anschlusselemente aufnehmen.
Problematisch ist das Verbinden von Wellschläuchen oder Metallbalgen untereinander oder mit Gegenstücken, wie Flanschen, Rohrstutzen und Verschraubungen. Grund ist die relativ geringe Wandstärke der Wellschläuche.
Bekannt ist das starre Verbinden des Anschlusselementes mit dem Wellschlauch durch Löten, Schweißen oder Kleben. Nachteilig ist bei diesen Verbindungsarten, dass die Teile vorbehandelt werden müssen. Ebenso lassen sich diese Verbindungsarten bei unterschiedlichen Materialien von Anschlusselement und Wellschlauch schlecht verwirklichen. Hinzu kommt, dass bei diesen Verbindungsarten eine starke Bruchgefahr gegeben ist und ebenso eine Messerschnitt- oder Spaltkorrosion auftreten kann.
Eine andere Möglichkeit der Verbindung wird dadurch verwirklicht-, -dass-nach—Aufschieben des Anschlusselementes^auf den Wellschlauch bei diesem die endständigen Wellen zu einem Dichtbund zusammengepresst werden. Der Dichtbund erhält dabei einen größeren Durchmesser als der Wellschlauch.
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Aus der DE-Gebrauchsmusterschrift 92 17 131 ist es bekannt, die Verbindung zwischen Wellrohr und Anschlusselement dadurch herzustellen, dass in ein endständiges Wellental ein O-Ring eingelegt wird, der dann im Anschlusselement gehalten wird.
In der DE-PS 29 08 337 wird eine Verbindung eines Anschlusselementes mit einem Wellschlauch beschrieben, die durch den Einsatz eines Arretierungselementes erreicht wird. Das Arretierungselement besteht aus einem federelastischen Schenkel, auf dessen Innenseite mehrere Rippen verlaufen, die in ihrer Form kongruent dem Wellschlauch sind.
In der DE-OS 31 04 518 wird ein Anschlusselement für Wellschläuche beschrieben, bei dem das Anschlusselement eine Nut aufweist, in der ein Arretierungselement für den Wellschlauch gehalten wird. Das Arretierungselement besteht aus zwei schellenförmigen Teilen, die miteinander verbunden bzw. verbindbar sind. Sie sind auf ihrer Innenseite kongruent dem Wellschlauch gestaltet.
Eine weitere Möglichkeit der Verbindung zwischen Wellschlauch und Anschlusselement wird in der DE-Gebrauchsmusterschri-ft—9-3— 20 431 beschrieben. H±er~w±rd~~exn~ge"t"e"ilter Klemmring oder durch eine Brücke verbundene Klemmringteile oder ein geschlitzter Ring in eines der endständigen Wellentäler des Wellschlauches eingelegt. Dieses zusätzliche Teil bildet einen Anschlag für das Anschlusselement.
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Bei der Montage von Wellschläuchen vor Ort wird vorzugsweise mit den vorgenannten geteilten Klemmringen gearbeitet. Nachteilig bei dieser Verbindungsart ist die geringe Überdeckung des Wellschlauches durch das Anschlussteil.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbindung zwischen Wellschlauch und Anschlusselement zu schaffen, bei der eine ausreichende Überlappung des Wellschlauchendes mit dem angeformten Dichtbund durch das Anschlusselement gegeben ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß weisen die Anschlusselemente eine besonders geformte Geometrie eines Haltebundes auf, die eine nachträgliche Umformung möglich macht. Durch die nachträgliche Umformung wird eine formschlüssige Verbindung des Anschlusselementes mit dem Wellschlauch bzw. Metallbalg erreicht.
Nach der erfindungsgemäßen Lehre wird der Innendurchmesser des Haltebundes nach Aufschieben auf den Wellschlauch so weit verkleinert, dass er kleiner als der Aussendurchmesser "des WeH"schläuches ist. Die besonders geformte" "Geometrie kann sowohl an den Enden als auch in der Mitte des Anschlusselementes vorgesehen sein. Die besonders geformte Geometrie besteht aus einem glatten, gebogenen oder gewellten Abschnitt des Anschlusselementes. Vorzugsweise werden diese Abschnitte des Haltebundes in der Materialstärke dünner gegenüber den anderen Abschnitten des Anschlusselementes gestaltet. Wird der Haltebund in gewellter Form ausgeführt, so wird die Wellenform der Wellenform des Wellschlauches
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angepasst. Ein oder mehrere nach innen gerichtete(r) Wellenberg (e) des Haltebundes greift(en) in ein oder mehrere Wellental(er) des Wellschlauches nach Verformung ein.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Anschlusselementes ist eine einfache Montage der Anschlusselemente vor Ort auf den Wellschläuchen gegeben. Die Wellschläuche können in gewünschter Länge einer Vorratsbox entnommen oder bei Bedarfvor Ort von Meterware abgelängt werden und mit dem gewünschten Anschlusselement verbunden werden.
Das verformbare Endstück des Haltebundes kann bei allen vorstellbaren und im Einsatz befindlichen Ausgestaltungen der Anschlusselemente vorgesehen werden, wie Muttern, Flansche, Nippel, Stecker usw.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Anschlusselemente kann die Materialfrage von Wellschlauch und Anschlusselement unberücksichtigt bleiben, da keine innige Verbindung zwischen diesen Teilen erfolgt.
Zur Verbindung von Wellschlauch und Anschlusselement wird das Anschlusselement so weit auf den Wellschlauch aufgescho- -ben-;—dass das zu verformende—Endstück des Haltebundes mittels eines Werkzeuges durch Kraft und/oder Wärme von aussen nach innen radial in ein Wellental eingeformt wird. Besitzt der Wellschlauch keine kontinuierliche Wellung, sondern wechseln sich Wellungen und zylindrische Abschnitte ab, so kann die Verformung auch in den zylindrischen Abschnitt hinein erfolgen.
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Der Haltebund des Anschlusselementes nimmt dabei eine Lage ein, die eine grossflächige Abstützung zum endständigen Dichtbund des Wellschlauches gewährleistet. Das Verbinden des Anschlusselementes mit dem Wellschlauch geschieht ohne eine zwingende Formveränderung des WeIlschlauches. Der Einsatz der erfindungsgemäß ausgestalteten Verbindung ist auch bei extrem dünnwandigen und/oder harten Wellschläuchen gegeben.
Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Verbindung zwischen Anschlusselement und Wellschlauch wird beim Anschluss an ein Gegenstück ein Formschluss erreicht, der zur Aufnahme der Längskräfte geeignet ist. Der Dichtbund bei der erfindungsgemäßen Verbindung kann üblicherweise erhalten werden. Entweder dient die letzte hochstehende Wellenflanke des Wellschlauches als Dichtbund oder aber der Dichtbund entsteht beim Zusammenschrauben des Wellschlauches mit einem Aggregat oder ähnlichem durch eine oder mehrere zusammengestauchte Wellen. Selbstverständlich können zusätzliche Dichtungen notwendig sein.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1: einen Wellschlauch mit zwei Anschlusselementen, teilweise im Schnitt nach Verformung des Haltebundes
Figur 2: Wellschlauch mit Anschlusselement als Flansch im Schnitt nach Verformung des Halteelementes
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Figur 3: Wellschlauch mit Anschlusselement als Nippel im Schnitt nach Verformung des Halteelementes
Figur 4-9: Anschlusselemente mit verschieden ausgeführten Haltebunden vor der Verformung.
Figur 1 zeigt einen Ringwellschlauch 1, auf dessen beiden Enden je ein Anschlusselement 2 in Form einer Überwurfmutter vorgesehen ist. Über die Überwurfmuttern kann der Ringwellschlauch 1 zwischen zwei Aggregaten eingebaut werden. Das Anschlusselement 2 ist auf dem dem Wellschlauchende abgewandten Ende zu einem Haltebund 3 ausgeformt, dessen Endstück 4 nach Umformung mittels eines Werkzeuges in das Wellental des Wellschlauches 1 eingreift. Vor der Umformung des Haltebundes 3 des Anschlusselementes 2 wird der Wellschlauch 1 soweit in das Anschlusselement eingeschoben, dass die letzte hochstehende Wellenflanke oder die letzte Welle in gestauchter Form an der Anschlussstelle anliegt.
In Figur 2 wird der Wellschlauch 1 so weit durch das Anschlusselement 2, hier ein Losflansch, geschoben, dass das Endstück 4 des Haltebundes 3 nach Verformung in das letzte oder vorletzte vol~l~e Welrlentarl des Wellschlauches 1 ~eTrf-~ greift. Wird nun das Anschlusselement 2 mit z. B. einem Aggregat verbunden, so wird das Material des Wellschlauches 1, das vor dem Endstück 4 des Haltebundes 3 liegt, durch Verspannung von Anschlusselement 2 und Aggregat zusammengepresst und es entsteht ein Dichtwulst 6.
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In den Figuren 4-9 werden Beispiele für die Ausgestaltung des Haltebundes 3 der Anschlusselemente 2 gezeigt. Dabei ist das in Figur 6 gezeigte Anschlusselement 2 besonders für Wellschläuche 1 geeignet, bei denen sich ringgewellte Abschnitte mit zylindrischen Abschnitten abwechseln.
Bei dem in Figur 8 gezeigten Anschlusselement 2 ist das Endstück 4 des Haltebundes 3 schon leicht in die Eingreifrichtung in ein Wellental verformt.
Figur 9 zeigt ein Anschlusselement 2 bei dem eine Hälfte des Haltebundes 3 länger ausgeführt ist. Dadurch wird die Führung des Wellschlauches 1 unterstützt.
Claims (6)
1. Anschlusselement zum Verbinden von Wellschläuchen untereinander oder mit Aggregaten oder Rohrleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (2) einen Haltebund (3) mit Endstücken (4) aufweist, wobei nach Aufschieben auf einen Wellschlauch (1) und Verformen das Endstück (4) in ein Wellental eingreift.
2. Anschlusselement zum Verbinden von Wellschläuchen untereinander oder mit Aggregaten oder Rohrleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlusselement (2) einen Haltebund (3) aufweist, wobei nach Aufschieben auf einen Wellschlauch (1) und Verformen der Haltebund (3) in ein Wellental oder geraden Teil eines Wellschlauches (1) eingreift.
3. Anschlusselement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebund (3) an einem Ende des Anschlusselementes (2) angeordnet ist.
4. Anschlusselement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebund mittig im Anschlusselement (2) angeordnet ist.
5. Anschlusselement nach mindestens einem der Ansprüche 1- 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebund (3) dünner als die anderen Teile des Anschlusselementes (2) ausgestaltet ist.
6. Anschlusselement nach mindestens einem der Ansprüche 1- 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Haltebundes (3) gering dünner ist als der Abstand zwischen zwei Wellentälern des eingesteckten Wellschlauches (1).
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