DE2001386A1 - Vorrichtung zum Verteilen und Lockern des aus der Dreschvorrichtung eines Maehdreschers anfallenden Gutes - Google Patents
Vorrichtung zum Verteilen und Lockern des aus der Dreschvorrichtung eines Maehdreschers anfallenden GutesInfo
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Description
MHM 3267
Vorrichtung zum Verteilen und Lockern des aus der Dreschvorrichtung
eines Mähdreschers anfallenden Gutes
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Lockern des aus der Dreschvorrichtung anfallenden Gutes mit oberhalb
des Strohschüttlers ura eine horizontale, quer zur Förderrichtung des Gutes verlaufende Antriebswelle mit umlaufenden Verteilergliedern·
Eine bekannte Verteilervorrichtung besteht aus beweglich gelagerten
Foderzinken, die unmittelbar hinter der Strohlelttrommel,
oberhalb des Strohschüttlers angeordnet sind· Die Federzinken sind auf einer waagerechten VielIe angeordnet, die durch j|
eine Taumelscheibe quer zur Förderrichtung des Gutes antreibbar ist (DPS 1 162 623, Klasse 45e-7/3O). Ferner können die
Federzinken gegenüber der Schuttleroberfloche in mindestens
zwei Stellungen einstellbar sein« Durch diese Anordnung der Federzinken wird keine ausreichende Verteilung und Lockerung
des aus der Dreschvorrichtung des Mähdreschers ausgeworfenen Gutes erreicht, zumal die Zinken lediglich auf dem Gut aufliegen
und dieses nur teilweise quer zur Förderrichtung des
Brntegutes bewegen· Außerdem können durch die auf dem Erntegut
liegenden Federzinken Verstopfungen an der Schüttleroberfläche auftreten, da sie die Fördergeschwindigkeit des Brntegutes abbremsen,
j
Ferner ist aus der USA-Patentschrift 1 158 944 und aus der
deutschen Auslegeschrift 1 096 66$ bekannt, hinter dem Dreschwerk
oberhalb des Strohschüttlers ein Strohleitorgan anzuordnen, das aus einer umlaufenden, mit Schlegeln besetzten Querwelle und einer diese teilweise umgebenden, feststehenden, abstreifenden
und leitenden rostähnlichen Vorrichtung besteht.
Diese bekannten Vorrichtungen haben jedoch nur eine fördernde Wirkung, nicht aber auch eine auflockernde Wirkung quer zur
Förderrichtung des Strohschüttlers·
- 2 TV '
Bekannt ist schließlich aus der USA-Patentschrift 2 617 918
ein Mähdrescherf Über dessen zum Dreschwerk führende π
Schrägförderer eine umlaufende Trommel angeordnet ist, innerhalb derer Förderzinken an je einer Taumelscheibe befestigt
sind, deren Naben auf einer exzentrisch zur Trommelachse angeordneten, feststehenden Achse drehfest sitzen.
Bei dieser bekannten Förder- und Verteilervorrichtung nehmen die Taumelnaben an der Drehbewegung der Trommel nicht teil·
Außerdem vollführen die Zinken pro Umdrehung der Trommel lediglich eine drehende und eine hin- und hergehende Bewegung
und bewegen sich dabei stets in der gleichen Ebene. Das hat den Nachteil, daß die Zinken nur eine relativ geringe
seitliche Bewegung in dem zu fördernden Gut vollführen·
Die mit dem Erfindungsgegenstand zu lösende Aufgabe besteht darin, die Abscheidung der im ausgedroschenen Gut verbliebenen
Körner durch eine intensivere Beaufschlagung dieses Gutes durch die Vorrichtung zum Verteilen und Auflockern
zu verbessern· Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst worden, daß die Verteilerglieder an Taumelscheiben
fest, Jedoch lösbar angeordnet sind, die auf mit der Antriebswelle drehfest verbundenen Taumelnaben frei drehbar lagern
und mit gegenüber der Antriebswelle unterschiedlichen Geschwindigkeiten antreibbar sind. Auf diese Weise wird das aus
dem Dreschwerk des Mähdreschers anfallende ausgedroschene Gut intensiver als bisher durch die Vorrichtung zum Verteilen
und Auflockern beaufschlagt, weil die seitlichen Hin- und Herbewegungen der Verteilerglieder im Vergleich zu ihrer
drehenden Bewegung wesentlich häufiger pro Zeiteinheit stattfinden und derart gesteuert werden können, daß eine erheblich
verbesserte Kömerabscheidung aus dem Stroh erreicht wird·
Vorteilhaft werden die die Verteilerglieder aufnehmenden Taumelscheiben
mit erheblich geringerer Umlaufgeschwindigkeit angetrieben als die die Taumelnaben tragende Antriebswelle,
wobei die Drehbewegungen der Taumelnaben pro Zeiteinheit zweckmäßig ein Vielfaches der Drehzahl der dl« Verteiler-
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glieder tragenden Taumelscheiben sind. Hierdurch kann
diö verteilende und auflockernde Wirkung und die Körnerabscheidung
durch den Strohschüttler noch gesteigert werden. Ferner kann die mittlere Umlaufgeschwindigkeit der-- :
jenigen Teile der Verteilerglieder, die das auf dem Strohschüttler
geförderte Gut beaufschlagen, gemäß der Erfindung gleich oder größer sein als die Fördergeschwindigkeit des
Gutes auf dem Strohschüttler.
Um mit relativ wenig Taumelnaben, Taumelscheiben und Verteilergliedern eine optimale Auflockerung des Strohes und
eine optimale Abscheidung der Körner aus dem Stroh zu erreichen, ist es ferner vorteilhaft» wenn pro Horde des Hör-
denschUttlers eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verteilen
und Lockern vorgesehen wird, wobei der Hub der Querbewegungen der freien Enden der Verteilerglieder größer ist
als die halbe wirksame Gesamtbreite pro Horde des Schüttlers*
Vorteilhaft ist weiterhin, wenn die wirksame Länge der Verteilerglieder gleich oder größer ist als die Dicke
der maximalen Gutschicht auf dem Strohschüttler. Dadurch
ist gewährleistet, daß die gesamte Strohschicht auf dem
Schüttler durch die erfindungsgemäße Vorrichtung beaufschlagt wird. · ,
den Taumelscheiben sternförmig angeordnet und lösbar bzw.
austauschbar sind. Zweckmäßig sind die Zinken paarweise als Doppelzinken an den Taumelscheiben eingespannt. Der Antriebder
die Taumelnaben tragenden Antriebswelle kann nach einem
weiteren erfindungsgemäßen Vorschlag von einer am Mähdrescher vorhandenen Welle aus mittels Ketten- oder Riementrieb
erfolgen/ wobei von der Antriebswelle aus über ein
oder mehrere Vorgelege die Taumelscheiben und die Verteilerglieder bzw. Zinken angetrieben werden können.
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Auf der Antriebswelle der Taumelnaben können mindestens zwei Scheiben lose drehbar lagern, die durch mindestens
zwei sich diametral gegenüberliegende, parallel zur Antriebswelle
verlaufende Leisten, z. B, aus Holz oder Kunststoff verbunden sein können, die jeweils zwischen zwei
benachbarte Verteilerglieder bzw. Zinken greifen.
Stattdessen ist es gemäß der Erfindung ferner möglich, daß der Antrieb der Taumelscheiben und der Verteilerglieder
bzw. Zinken von einer auf der Antriebswelle der Taumelnaben lose drehbar gelagerten Scheibe aus über Faltenbalge
erfolgt, von denen der erste einenends mit der Antriebsfe scheibe, andernends mit der ersten Taumelscheibe, der folgende
Faltenbalg beidenends mit zwei benachbarten Taumelacheiben
lösbar verbunden ist* Hierzu ist es zweckmäßig, eine der auf der Antriebswelle der Taumelnaben angeordneten
Scheiben als Antriebsrad, beispielsweise Kettenrad oder Riemenscheibe auszubilden·
Eine weitere Möglichkeit des Antriebes ist erfindungsgemäß
darin vorgesehen, daß der Antrieb der Taumelscheiben und der Zinken über eine auf der die Taumelnaben tragenden
Welle lose drehbar gelagert, Durchtrittsschlitze für die Zinken aufweisende Trommel erfolgt« Stattdessen kann der
Antrieb aber auch über mit den auf der Antriebswelle der W Taumelnaben angeordneten Scheiben verbundenen Trommelsegntente
erfolgen, die Durchtrittsschlitze für die Zinken bildende Aussparungen aufweisen. Um einerseits eine möglichst
große Laufruhe der Vorrichtung zu erreichen und deren
Verschleiß auf ein Minimum herabzudrücken« ist es gemäß
amr Erfindung ferner vorteilhaft, daß die Durchtrittaschlitze
bzw« Aussparungen für die Verteilerglieder bzw. Sinken oder einzelne davon ganz oder teilweise mit Kunststoff
ausgefüttert werden«
©a die seitlichen Massenbewegungen der Taumelscheiben und
der Zinken auszugleichen, ist gemäß der Erfindung vorge-
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sehen, daß benachbarte Taumelnaben auf ihrer Antriebswelle in Umfangsrichtung um so viel Grad zueinander versetzt
angeordnet sind, als sich aus 360° geteilt durch
die Anzahl der Taumelnaben ergibt. Das bedeutet, daß z. B.
bei der Anordnung von zwei Taumelscheiben deren Naben
um 180° und bei Verwendung von drei Taumelscheibe^ deren
Naben um 120° in der Umfangsrichtung auf der Welle zueinander
versetzt angeordnet sind.
Um ein Wickeln der Verteilerzinken zu vermeiden, können die VerteilergliGder bzw. Zinken mit feststehenden und/
oder antreibbaren Abstreifvorrichtungen zusammenwirken.
Als Abstreifvorrichtung kann eine oberhalb und in Fahrtrichtung
des Mähdreschers gesehen hinter der Antriebswelle der Taumelnaben angeordnete Welle mit radial angeordneten
Schlegeln, z. B. aus Gummi oder Kunststoff dienen. Die Schlegelwelle kann von der Antriebswelle der Taumelnaben
aus antreibbar sein und gleichzeitig als Vorgelegewelle
zum Antrieb der Taumelscheiben dienen. Das Übersetzungsverhältnis
zwischen der Antriebswelle der Taumelnaben zur Schlegelwelle kann Tt 1 oder 1 I 2 sein, um eine optimale
Abstreifwirkung zu erzielen. Als Abstreifer können zwischen
den Verteilergliedern bzw. den Zinken angeordnete! die
Antriebswelle der Taumelnaben teilweise umgebende sowie unterhalb und in Fahrtrichtung gesehen vor und hinter dieser
Welle angeordnete Abstreifbleche oder dergleichen dienen,
die in ihrer Form zweckmäßig entsprechend der Querbewegung
der Zinken zugeschnitten sind.
In der nachfolgenden Beschreibung sind einige Ausführungsbeiepiele
des Erfindungsgegenstandes erläutert, die auf der Zeichnung dargestellt sind. Bs seigtt
Flg. 1 in eine» teilweisen Längsschnitt durch die
Maschine eine Anordnung der Vorrichtung zum Verteilen und Lockern, der mit rotierenden
Sohlegeln ausgerüstet· Abstreiforgane züge-
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ordnet sind, wobei der Antrieb fUr die Verteilerglieder
und die Abstreiforgane nicht gezeigt ist,
Fig. 2 einen Schnitt durch die zentrale Lagerung der TaumeInaben und der die Verteilerglieder tragenden
Taumelscheiben in größerem Maßstab,
Fig. 3 eine teilweise Seitenansicht zu Fig. 2,
Fig. 4 einen vertikalen Schnitt durch das Maschinengehäuse
und die Anordnung der Vorrichtung zum Ver- W teilen und Lockern in schematischer Darstellung,
wobei der Antrieb der die Verteilerglieder tragenden Taumelscheiben über zwischen diese Glieder
greifende Querleisten erfolgt,
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie I - I in Fig. 4,
Fig. 6 eine ähnliche Anordnung wie in Fig. 1, jedoch
sLt feststehend angeordneten AbstreifOrganen,
Fig. 7 eine Draufsicht auf die in Fig. 6 verwendeten Abstreiforgane,
Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel in einem horizontalen
Schnitt, wobei der Antrieb der die Verteilerglieder tragenden Taumelscheiben über
Faltenbalge erfolgt,
Flg. 9 einen Teilschnitt durch die Befestigung der
Faltenbalge an den Taumelscheiben In größerem Maßstab als Fig. 8,
Flg. fO einen Teilschnitt durch ein AusfUhrungsbeispiel,
wobei der Antrieb der die Verteilerflieder tragenden Taumelscheibe» Über «in«
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mit Durchtrittsschlitzen für die Verteiler*·
glieder ausgerüstete Trommel erfolgt,
und 11, wobei die Durchtrittsschlitze für die Verteilerglieder durch eine Auffütterung
verstärkt sind,
spiel gemäß Fig. 1 bis 5 ist Über dem Strohschüttler,
beispielsweise in dem Raum hinter einer nicht dargestellten Wendetrommel, eine Vorrichtung zum Verteilen und
Lockern des aus der Dreschvorrichtung anfallenden Gutes
angeordnet. Diese Vorrichtung besteht aus einer quer zur Arbeitsrichtung des Strohschüttlers und zur Fahrtrichtung
der Maschine angeordneten Helle 12, auf der Taumelnaben 13 drehfest angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel sind zwei solcher Taumelnaben 13 vorgesehen.
Auf diesen Taumelnaben lagert frei drehbar je eine Taumelscheibe
14, beispielsweise mitteis zweier Wälzlager 15. An den Taumelscheiben sind Verteilerglieder (
in Form von radialen Zinken 16 angeordnet. Zweckmäßig haben die Zinken im Querschnitt eine Kreisform, wobei
Jeweils zwei Zinken zu einem Doppelzinken zusammengefaßt
und mit einem Flansch 17 der Taumelscheibe unter
Vermittlung eines Ringes 18 verspannt bzw. mittels Schrauben 19 lösbar befestigt sind. Was die spezielle Anordnung
der Verteilerglieder zueinander anbetrifft, so ist in
Fig· k angedeutet, daß benachbarte Taumelnaben 13 auf
der Antriebswelle 12 in Umfangsrichtung um so viel Grad
zueinander versetzt sind, als sich 360° geteilt durch
10983Ö/O9U
dia Anzahl der Taumelnaben ergibt* Hierdurch werden die seitlichen Massenbewegungen der Taumelscheiben und der
an diesen befestigten Verteilergliedern bzw. Zinken ausgeglichen. Im Ausführungsbeispiel sind die beiden Taumelnaben
13 um 180° in der Umfangsrichtung zueinander
versetzt auf der Welle 12 angeordnet.
Wie aus Fig. 1 und 4 ersichtlich, wirken die Verteilerglieder bzw. Zinken 16 mit antreibbaren Abstreifvorrichtungen zusammen, die aus auf einer Querwelle 21
drehfest angeordneten flachen Schlegeln 22, z. B. aus
Gummi oder Kunststoff bestehen. Die Welle 21 1st in Fahrtrichtung des Mähdreschers gesehen, hinter und oberhalb der Antriebswelle 12 der Taumelnaben 13 angeordnet.
Zweckmäßig greifen die flachen Schlegel 22 derart zwischen die Zinken 16, daß sich ihr Spitzenkreis mit dem
Spitzenkreis der Zinken 16 überschneidet. In Fig. 4 sind drei Abstreiforgane mit Schlegeln 22 angedeutet, und
zwar sind die mittleren Schlegel zwischen den Zinken und die beiden äußeren Schlegel seitlich außerhalb der
Zinken 16 angeordnet und können unterschiedlich breit ausgeführt sein, d. h. die mittleren Schlegel 22 können
etwas breiter sein als die äußeren Schlegel.
Der Antrieb der Welle 12 erfolgt von einer vorhandenen Antriebswelle des Mähdreschers, beispielsweise von der
Welle der Wendetrommel aus über Riemen- oder Kettentrieb 24 auf eine mit der Welle 12 drehfest verbundene Antriebsscheibe
oder ein Kettenrad 25. Auf der Well» 12 sind beidenends innerhalb des Maschinengehäuses 26
sw*i Scheiben 27 lose drehbar gelagert, die Je einen
nach innen gerichteten zylindrischen Ansatz 26 aufweisen.
Hit diesen Ansätzen sind Querleisten 29, x. B. aus Mols
oder Kunststoff verschraubt, die sich diametral gegenüberliegend
zwischen je zwei benachbarte Zinken 16 greife»,
wie »ms Fig. 1 und 5 ersichtlich. Zum Antrieb der Vorist
auf der Welle 12 ein An triebe red otter eiae
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Antriebsscheibe 31 drehfest angeordnet, die über einen
Riemen- oder Kettentrieb 3% eine auf der Welle 21 drehfest
angeordnete Scheibe 33 oder ein Kettenrad in Drehung
setzt. Auf diese Weise wird die Schlegelwelle 21 mit
geringerer Geschwindigkeit angetrieben als die Welle 12. Zweckmäßig dreht sich die Welle 21 etwa nur halb so
schnell wie die Welle 12. Die Taumelscheiben 14» 17 werden Über die Welle 21 angetrieben, auf der ein Antriebsrad
oder eine Antriebsscheibe 34 drehfest sitzt, die über einen Riemen- oder Kettentrieb 35 mit einer Scheibe
27, die zweckmäßig als Antriebsrad ausgebildet ist, in
Antriebsverbindung steht. Durch die doppelte Untersetzung
zwischen der Antriebswelle 12 und der Schlegelwelle 21 j
einerseits und der als Antriebsscheibe ausgebildeten
Scheibe 27 andererseits ergibt sich eine stark verminderte Umlaufgeschwindigkeit der Verteilerglieder bzw. Zinken
16. Als zweckmäßig werden die Welle 12 und die drehfest drauf angeordneten Taumelnaben 13 mit 310 Umdrehungen pro
Minute angetrieben, während sich die auf den Taumelnaben
lagernden Taumelscheiben nur mit 17 Umdrehungen pro Minute drehen· Dies ergibt eine optimale Verteilung und Auflockerung
des auf dem Strohschüttler 11 geförderten Strohes, weil die Taumelnaben 13 auf der zentralen Antriebswelle
12 angeordnet sind, so daß die Zinken 16 relativ langsam
umlaufen, jedoch relativ schnell, d. h. pro Umdrehung sich
etwa 20mal seitlich hin- und herbewegen· '
Um die Taumelnaben bzw. deren Lager 15 gegen Bindringen
von Staub, Stroh usw. zu schützen, ist, wie aus Fig. 4
und 5 ersichtlich, mit den zylindrischen Ansätzen 28 eine Trommel 36 lösbar verbunden, beispielsweise verschraubt , die mit Durchtrittsschlitzen 37 für die Zinken
16 ausgerüstet ist* Zweckmäßig ist die Anordnung so getroffen,
daß die Leisten 29 innerhalb der **· Trommel
36, 37 auf der Innenseite und die Trommel 36, 37 auf der
Außenseite der Ansätze 28 lösbar befestigt sind, wozu die gleichen Schrauben verwendet werden können*
* 109830/0944 ^
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Das Ausfuhrungsbeispiel gemäß Fig. 6 und 7 unterscheidet sich von dem vorstehend beschriebenen AusfUhrung3beispiel
dadurch, daß anstelle der rotierenden Abstreiforgane
feststehende Abstreiforgane, beispielsweise in Form von flachen Blechen oder Kunststoffplatten 40 verwendet sind,
die unterhalb der Antriebswelle 12 angeordnet und einenends am Maschinengehäuse 10, beispielsweise mittels Schrauben
41 lösbar befestigt sind. Das freie Ende der Abstreifer
40 läuft bogenförmig nach oben aus und erstreckt sich in Fahrtrichtung gesehen bis vor die Welle 12, derart,
daß die Zinken 16 im Abstreifbereich mit den Abstreiforganen
40 stets einen Winkel von 90° oder etwa 90° bilden. Hierdurch wird eine optimale Abstreifwirkung erzielt.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich, sind die Abstreiforgane 40 entsprechend der Querbeweglichkeit der Zinken 16 konisch
zugeschnitten· Die Linien 42 deuten die Mittellinie der Zinken 16 an.
Im Ausfuhrungsbeispiel gemäß Fig. 8 und 9 erfolgt der
Antrieb der Taumelscheiben 14» 17 und der an diesen befestigten Zinken 16 von der als Antriebsrad oder Antriebsscheibe
ausgebildeten Scheibe 27 aus Über Faltenbalge 45, von denen der rechts liegende einenends mit dem Ansatz
28, andernends mit der ersten Taumelscheibe 14 bzw. mit
einem mit dieser verbundenen,im Querschnitt rechtwinkelig ausgebildeten Ring 46 lösbar verbunden ist. Wie aus Fig.
hervorgeht, kann die Befestigung des Faltenbalgs 45 an dem Ring 46 bzw· der Taumelscheibe 14 mit Hilfe eines Spannringes
47 erfolgen. Der zweite Faltenbalg 45 ist zwischen zwei Taumelscheiben angeordnet und mit jeder derselben in
der vorbeschriebenen Art lösbar verbunden, während der letzte Faltenbalg 45 einenends, wie bereits beschrieben,
Mit der Taumelscheibe 14, andernends Mit dem Ansatz 28
der auf der Welle 12 lose gelagerten linken Scheibe 27 lösbar verbunden ist.
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In den Ausführungsbeispielen nach Fig. 10 bis 13 dient
zur Übertragung der Antriebskräfte von der Scheibe 27
auf die Taumelscheiben 14bzw. die Zinken 16 je eine
Trommel 5O1 die, ähnlich wie in Fig. 4 dargestellt, mit
den Ansätzen &8 der Scheiben 27 verschraubt sein kann.
Diese Trommel 50 kann gemäß Fig. 10 und 11 aus mehreren
Segmenten 51 zusammengesetzt sein, deren Enden sich überlappen. Die Durchtrittssehli-tze 52 für die Zinken 16 ergeben sich dadurch, daß die Segmente 51 an ihren einander
zugekehrten Enden entsprechend ausgeklinkt sind und der
ausgeklinkte Teil 53 radial abgebogen ist. Die Befestigungslöcher 54 für die Befestigungsschrauben sind entsprechend
der Anordnung der Ansätze 28 an den seitlichen ' |
Enden der Segmente 51 vorgesehen. Die Trommel dreht sich
in der in Fig. 10 und 12 eingezeichneten Pfeilrichtung·
Gemäß Fig. 12 und 13 besteht die Trommel 50 aus Segmenten
55, die im Gegensatz zu Fig. 10 und 11 stumpf aneinanderstoßen. Die Durchtrittssciiitze 52 für die Zinken 16 sind
ebenfalls durch entsprechende Ausklinkungen der Segmente 55 gebildet,, wobei die Segmente 55 an den Durchtrittsechlitzen
mittels ζ» B· aus Kunststoff hergestellten AuffUtterungen
56 verstärkt sind, die beispielsweise durch
Schrauben 57 mit zwei aneinanderstoßenden, einen gemeinsamen Schlitz bildenden Segmenten lösbar verbunden sind.
Claims (1)
- Patentansprüche1* Vorrichtung zum Verteilen und Lockern des aus der Dreschvorrichtung eines Mähdreschers anfallenden . Gutes mit oberhalb des Strohschüttlers um eine horizontale, quer zur Förderrichtung des Gutes verlaufende Antriebswelle umlaufenden Verteilergliedern, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerglieder am Taumelscheiben fest, jedoch lösbar angeordnet sind, die auf mit der Antriebswelle drehfest verbundenen Taumelnaben frei drehbar lagern und mit gegenüber der Antriebswelle unterschiedlichen Geschwindigkeit en antreibbar sind·2« Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeloti— net, daß die die Verteilerglieder aufnehmenden ^aamelscheiben mit geringerer Umlaufgeschwindljgkeit antreibbar sind als die die Taumelnaben tragende Antriebswelle·f. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegungen der Taumelnaben pr© Zeiteinheit ein Vielfaches der Drehzahl der die ■Verteilerglieder tragenden Taumelscheiben sind.4» Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Umlaufgeschwindigkeit derjenigen Teile der Verteilerglleder, die das auf dem Strohschüttler geförderte Gut beaufschlagen, gleich oder größer 1st als die Fördergeschwindigkeit dbs Gutes auf dem Strohschüttler.■2Ü013-86--.13.-5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub der Querbewegungen der freien Enden der Verteilerglieder größer ist als die halbe wirksame Gesamtbreite der Strohschüttler.6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Länge der Verteilerglieder gleich oder größer ist als die maximale Dicke der Gutschicht auf dem Strohschüttler·7» Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Verteilerglieder Zinken dienen, die an den Taumelacheiben sternförmig angeordnet und lösbar sind·8« Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet» daß die Zinken paarweise als Doppelzinken an den Taumelscheiben eingespannt sind*9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der die Taumelnaben tragenden Antriebswelle M von einer am Mähdrescher vorhandenen Welle aus mittels Ketten- oder Riementrieb erfolgt, und daß Von der Antriebswelle aus über ein oder mehrere Vorgelege die Taumelscheiben und die Verteilerglieder bzw· Zinken antreibbar sind.·10· Vorrichtung nach,einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Antriebswelle der Taumelnaben mindestens zwei Scheiben lose drehbar lagern, die durch mindestens zwei sich diametral gegenüberliegende, parallel zur Antriebswelle verlaufende Leisten, z, B. aus Hol« oder10 9 8 30/094 42ÜÖI386 -U-Kunststoff verbunden sind, die zwischen zwei benachbarten Verteilergliedern bzw. Zinken greifen.11« Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Taumelscheiben und der Verteilerglieder bzw. Zinken von einer auf der Antriebswelle der Taumelnaben lose drehbar gelagerten Scheibe aus über Faltenbalge erfolgt, von denen der erste einenends mit der Antriebsscheibe, andernends mit der ersten Taumelscheibe, der folgende Faltenbalg beidenends mit zwei benachbarten Taiunelscheiben P lösbar verbunden ist.12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine der auf der Antriebswelle der Taumelnaben angeordneten Scheiben als Antriebsrad, beispielsweise Kettenrad oder Riemenscheibe ausgebildet ist.13· Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Taumelscheiben und der Verteilerglieder bzw. Zinken Über eine auf der die Taumelnaben fc tragenden Welle lose drehbar gelagerte, Durchtrittsechlitze tür die Zinken aufweisende Trommel erfolgt·14· Vorrichtung nach einen oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Taumelscheiben und der Verteilerglieder bzw. Zinken Über mit den auf der Antriebswelle der Taunelnaben angeordneten Scheiben verbundene Troa-■elsegmente erfolgt, die Durchtrittsschlitse fttr die Zinken bildende Aussparungen aufweisen·15, Vorrichtung nach eine« oder mehreren der vorherigen AnsprUche9 dadurch gekennzeichnet, da* 41·109830/0944 · ·>-tozw. IteasparungiBn für lü« Ibzw;. TZiiiken oder einzelne davon ganz oder teilweise mit «uBiStstofJ1 tausgef üttertIiS, Vorrii&tung nach -einem Kader ^mehreren derAnsp3rticne, daduaxih ^gekennzelehnet, daß IbS'-Taumslaialxen auf ihresf itnttac^lebswelle inum soabgeordnet s^nd, als sich aus 360° geteilt durch die Anzahl der Taumelnaben ergibt..4. ITorjriichtutvg nacii einem oder anehreren aäer i/orheri ^en Einsprüche, dadurch gekennzeichnet;, daß ^die ii?er^iia«rjBliedejr 3izw· Zinken mi* feststehenden und/oder «ntreibbairen
menwirken. . ■.-■■"-■nach Jlnsptruch t?„ dadurch gekennzeichnet, daß als Abstreifvorrichtung «ine oberhalb und im (Fahrtrichtung des Mähdreschers gesehen hinter der Antriebswelle der Taumelnaben angeordnete Welle mit radial angeordneten Schlegeln, z. B. aus Gummi oder Kunststoff dient.nach Einern oder mehreren der :gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlegelwelle von der Antriebswelle der Taumelna- *>en aus antreibbar ist und mis Vorgelegewelle ^^^z^^^ Antrieb der Taumelscheiben dient« '■ -20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsverhältnis zwischen der Antriebswelle der Taumelnaben zur Schlegelwelle 1 t 1 oder 1 ι21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprücheι dadurch gekennzeichnet, daß als Abstreifer zwischen den Verteilergliedern bzw. den Zinken angeordnete, die Antriebswelle der Taumelnaben teilweise umgebende sowie unterhalb und in Fahrtrichtung gesehen vor und hinter dieser Welle angeordnete Abstreifbleche oder dergleichen dienen, die in ihrer Form entsprechend der Querbewegung der Zinken zugeschnitten sind.1 Π Π 8 3 0 /0 'J U /♦
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EI | Miscellaneous see part 3 | ||
| XX | Miscellaneous: |
Free format text: DURCH RECHTSKRAEFTIGES URTEIL DES BUNDESPATENTGERICHTS VOM 16.10.79 TEILWEISE FUER NICHTIG ERKLAERT |