DE20010721U1 - Saugbagger - Google Patents
SaugbaggerInfo
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Classifications
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- E02F3/04—Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven
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Description
Die Erfindung betrifft einen Saugbagger insbesondere zum Aufnehmen von Erdreich, mit einer Sammelkammer, in der über eine Turbine ein Saugluftstrom erzeugbar ist, und mit einem Saugrüssel, der einen Saugschlauch aufweist, der an seinem oberen Ende in die Sammelkammer mündet und an seinem unteren Ende einen Saugstutzen trägt.
Im Kabelbau (Energieversorgungskabel, Telekommunikationskabei) und im Rohrleitungsbau tritt häufig die Notwendigkeit auf, daß eine bereits in der Erde verlegte Leitung freigelegt werden muß. In vielen Fällen wird dann das Erdreich mit einem herkömmlichen Schaufelbagger in einen größeren Umgebungsbereich abgetragen, wobei jedoch eine erhebliche Gefahr der Beschädigung der freizulegenden Leitung durch die Baggerschaufel besteht. Zum gezielten Aufnehmen von Sauggut und insbesondere Erdreich sind insbesondere Saugbagger entwickelt worden, mit denen das die freizulegende Leitung umgebende Erdreich in einem engen Umgebungsberei.ch..
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abgesaugt wird. Ein Saugbagger, wie er aus der EP-B-O 612 983 bekannt ist, besitzt einen LKW herkömmlichen Aufbaus, auf dessen Chassis die eigentlichen Saugbaggeraufbauten angeordnet sind, die unter anderem eine Turbine umfassen, die über eine Samme1kammer einen Saugluftstrom erzeugt, durch den das Sauggut über einen Saugrüssel in die Sammelkammer gesaugt wird. In der Sammelkammer wird das Sauggut aus dem Saugluftstrom abgeschieden, woraufhin noch in der Transportluft vorhandener Staub und sonstige mitgeführte Teilchen in einer nachgeschalteten Filtervorrichtung ausgefiltert werden, bevor die Transportluft an der Austrittsseite der Turbine abgeblasen wird.
Der Saugrüssel umfaßt einen flexiblen Saugschlauch, der an seinem unteren Ende einen Saugstutzen trägt, der von einer Bedienperson auf dem Erdreich abgesetzt und von diesem abgehoben werden kann. Das obere Ende des Saugschlauchs mündet nahe der Decke der Sammelkammer in dieser. Um den Saugschlauch abzustützen und um der Bedienperson die Handhabung des Saugschlauchs zu erleichtern, ist an den Saugbaggeraufbauten ein um eine vertikale Achse schwenkbarer Ausleger vorgesehen, der zusätzlich teleskopartig ausfahrbar ist. Der Ausleger trägt an seinem vorderen Ende eine Umlenkvorrichtung in Form eines Rades oder einer Rolle, über die der Saugschlauch verläuft und sich von dieser im wesentlichen vertikal nach unten zu dem Saugstutzen erstreckt, so daß ein wesentlicher Anteil des Gewichts des Saugschlauchs von dem Ausleger getragen wird und der Saugschlauch sich durch Verstellen, d.h. Schwenken und/oder Ausfahren des Auslegers, in einfacher Weise umsetzen läßt.
Die mit einem Saugbagger zu erzielende Saugleistung ist in hohem Maße von der Art des auszunehmenden Erdreichs sowie den Fähigkeiten der Bedienperson abhängig, die den Saugstutzen anhebt und absenkt und auf diese Weise die Menge
des angesaugten Erdreichs beeinflußt. Des weiteren hängt die Saugleistung davon ab, ob und gegebenenfalls wie tief der Saugstutzen in das aufzunehmende Erdreich eindringt, was wiederum von der Körnigkeit bzw. Fließfähigkeit des Erdreichs abhängig ist.
Aus der DE 197 18 868 ist es bekannt, die Absenk- und Anhebbewegung des Saugstutzens zu automatisieren, um die Bedienperson zu entlasten und um eine korrekte Bewegung des Saugstutzens sicherzustellen. Obwohl auf diese Weise eine für die jeweiligen Rahmenbedingungen relativ hohe Saugleistung des Saugbaggers zuverlässig zu erreichen ist, ist diese weiterhin durch die Art des aufzunehmenden Erdreichs stark beschränkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Saugbagger der genannten Art zu schaffen, der eine hohe Saugleistung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Saugbagger der genannten Art dadurch gelöst, daß zumindest eine Vibrationsvorrichtung vorgesehen ist, mittels der der Saugstutzen in Schwingung versetzbar ist. Zusätzlich oder alternativ dazu kann erfindungsgemäß an dem Saugstutzen zumindest eine Injektorvorrichtung angebracht sein, mittels der ein Strahl eines Injektionsmediums auf der Unterseite des Saugstutzens ausbringbar ist, um das im Bereich des unteren Ende des Saugstutzens angeordnete Erdreich noch weiter aufzulockern. Die Schwingung des Saugstutzens, die entweder in dessen Längsrichtung, d.h. in Eindringrichtung des Saugstutzens in den Boden und/oder quer zur Längsrichtung des Saugstutzens verläuft, bewirkt, daß einerseits das Erdreich in unmittelbarer Umgebung des Saugstutzens gelockert wird und deshalb besser angesaugt werden kann und stellt andererseits eine gute Eindringung des Saugstutzens in das Erd-
reich sicher. Es hat sich gezeigt, daß sich die Saugleistung des Saugbaggers bei Verwendung eines vibrierenden Saugstutzens gegenüber einem herkömmlichen, nicht vibrierenden Saugstutzen insbesondere bei schwierig aufzunehmenden Böden wesentlich erhöhen läßt.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schwingung des Saugstutzens mit einer Frequenz im Bereich von 500 min"1 bis 40000 min'1, vorzugsweise im Bereich von 9000 min bis 22000 min und besonders bevorzugt von etwa 15000 min'1 erfolgt.
Die Vibrationsvorrichtung umfaßt vorzugsweise einen Vibrationserzeuger, der direkt an dem Saugstutzen angebracht ist und dessen Frequenz sowie Erregerkraft-Amplitude einstellbar ist, um auf diese Weise eine Anpassung an den aufzulokkernden Boden zu ermöglichen.
Bei dem Injektionsmedium kann es sich um ein Gas, insbesondere Luft, um eine Flüssigkeit, insbesondere Wasser, um ein Gas-Flüssigkeits-Gemisch oder auch um einen Feststoff bzw. ein Feststoff-Flüssigkeits-Gemisch handeln. Das Injektionsmedium wird mit hoher Geschwindigkeit und insbesondere mit Überschallgeschwindigkeit ausgebracht und zerschneidet bzw. zerlegt den vor der Saugöffnung des Saugstutzens liegenden Erdboden, so daß dieser mittels des Saugbaggers in einfacher Weise aufgenommen werden kann. Das Injektionsmedium wird in einem Tank, der auf dem Saugbagger angeordnet ist, mitgeführt und über entsprechende Leitungen der Injektorvorrichtung zugeleitet.
In einer Weiterbildung der Erfindung können mehrere Injektorvorrichtungen vorgesehen sein, die vorzugsweise über den Umfang des Saugstutzens gleich verteilt sind. Die Injektor vorrichtungen lassen sich einzeln zu- oder abschalten, so
daß am unteren Ende des Saugstutzens je nach Auswahl der aktivierten Injektorvorrichtungen unterschiedliche Sprühbilder zu erzielen sind.
Über eine Steuervorrichtung läßt sich der Druck und die Geschwindigkeit des austretenden Injektionsmediums verändern und auf diese Weise an die Art des zu lösenden Bodens anpassen. Darüber hinaus sollte der Durchfluß des Injektionsraediums, d.h. die ausgebrachte Menge des Injektionsmediums pro Zeiteinheit, von der Bedienperson einstellbar sein.
Die Injektorvorrichtungen können auf der Außenseite und/oder der Innenseite des Saugstutzens angeordnet sein, um auf diese Weise einen möglichst großen Bereich des unterhalb des Saugstutzens liegenden Bodens zu erreichen.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen: 20
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Saugbaggers und
Fig. 2 eine Detaildarstellung des Saugstutzens.
Ein in Fig.l dargestellter Saugbagger 10 umfaßt ein Fahrzeug in Form eines LKWs mit einem über Räder 12 am Erdboden abgestützten Chassis 11 und einer Fahrerkabine 13 herkömmlichen Aufbaus. Auf dem Chassis 11 sind Saugbaggeraufbauten 14 bekannter Ausgestaltung montiert, bei denen es sich unter anderem um eine nur angedeutete Sammelkammer 15 handelt, in deren oberem Bereich ein Saugrüssel 19 mündet, der einen Saugschlauch 21 aufweist, über den das über einen am unteren Ende des Saugschlauchs 21 angeordneten Saugstutzen 2 0 aufgesaugte Sauggut in die Sammelkammer 15 gelangt,
in der eine Grobabscheidung stattfindet. Der Saugluftstrom wird in nicht dargestellter Weise von einer durch einen Antriebsmotor angetriebenen Turbine erzeugt. Nach der Grobabscheidung innerhalb der Saitunelkammer 15 durchströmt der Saugluftstrom eine Filtervorrichtung, in der eventuell noch im Saugluftstrom mitgeführte Teilchen zurückgehalten werden. An der Rückwand der Saugbaggeraufbauten 14 ist ein nach hinten hervorstehender Ausleger 16 montiert, der um eine Vertikalachse 17 schwenkbar ist und zusätzlich teleskopartig axial ausgefahren werden kann. Am freien Ende des Auslegers 16 ist eine Umlenkungsvorrichtung in Form einer Rolle 18 gelagert, über die der Saugschlauch 21 verläuft.
Fig.2 zeigt eine Detaildarstellung des Saugstutzens 20, der eine am unteren Ende des Saugschlauchs 21 angebrachte Rohrhülse 22 besitzt, die auf ihrer äußeren Mantelfläche mit mehreren über den Umfang gleichverteilten Injektorvorrichtungen 24 versehen ist. Die Injektorvorrichtungen 24 werden über nur angedeutete Schlauchleitungen 25 aus einem nicht dargestellten Tank des Saugbaggers mit einem Injektionsmedium, insbesondere Luft und/oder Wasser versorgt und geben an ihrer Unterseite jeweils einen zur Unterseite des Saugstutzens 20 gerichteten Strahl S ab, der das unterhalb des Saugstutzens 20 liegende Erdreich aufbricht und zerkleinert.
Zusätzlich dazu ist an der Rohrhülse 22 eine Vibrationsvorrichtung 23 vorgesehen, die die Rohrhülse 22 in deren Längsrichtung, d.h. in ein Eindringrichtung des Saugstutzens 20 in den Boden in eine Schwingung von vorzugsweise 9000 min'1 bis 22000 min'1 versetzt, wie es durch den Doppelpfeil V angedeutet ist. Zusätzlich oder alternativ dazu kann der Saugstutzen auch in eine quer zu seiner Längsrichtung gerichteten Schwingung versetzt werden, wie es durch den Doppelpfeil H angedeutet ist.
Claims (8)
1. Saugbagger insbesondere zum Aufnehmen von Erdreich, mit einer Sammelkammer (15), in der über eine Turbine ein Saugluftstrom erzeugbar ist, und mit einem Saugrüssel (19), der einen Saugschlauch (21) aufweist, der an seinem oberen Ende in die Sammelkammer (15) mündet und an seinem unteren Ende einen Saugstutzen (20) trägt, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Vibrationsvorrichtung (23) vorgesehen ist, mittels der der Saugstutzen (20) in Schwingung versetzbar ist und/oder daß an dem Saugstutzen (20) zumindest eine Injektorvorrichtung (24) angebracht ist, mittels der ein Strahl eines Injektionsmediums auf der Unterseite des Saugstutzens (20) ausbringbar ist.
2. Saugbagger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingung des Saugstutzens (20) in dessen Längsrichtung verläuft.
3. Saugbagger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingung des Saugstutzens (20) quer zu dessen Längsrichtung verläuft.
4. Saugbagger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingung mit einer Frequenz im Bereich von 500 min-1 bis 40000 min-1, vorzugsweise im Bereich von 9000 min-1 bis 22000 min-1 und besonders bevorzugt von etwa 15000 min-1 erfolgt.
5. Saugbagger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Injektionsmedium ein Gas oder eine Flüssigkeit oder ein Gas-Flüssigkeits-Gemisch oder auch ein Feststoff ist.
6. Saugbagger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Injektorvorrichtung (24) auf der Außenseite des Saugstutzens (20) angebracht ist.
7. Saugbagger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Injektorvorrichtung (24) auf der Innenseite des Saugstutzens (20) angebracht ist.
8. Saugbagger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Injektorvorrichtungen (24) vorgesehen sind, die über den Umfang des Saugstutzens (20) gleich verteilt sind.
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Cited By (3)
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|---|---|---|---|---|
| CN102284355A (zh) * | 2011-06-14 | 2011-12-21 | 铜陵市仲达科技发展有限责任公司 | 尾砂提纯装置 |
| FR3006345A1 (fr) * | 2013-05-31 | 2014-12-05 | Sncf | Procede d'installation d'un equipement dans un sol et vehicule d'installation d'un tel equipement |
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2000
- 2000-06-23 DE DE20010721U patent/DE20010721U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
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| CN112554105A (zh) * | 2020-12-04 | 2021-03-26 | 安徽华塑股份有限公司 | 一种电石厂焦粉粒收集设备 |
| CN112554105B (zh) * | 2020-12-04 | 2022-07-12 | 安徽华塑股份有限公司 | 一种电石厂焦粉粒收集设备 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20001026 |
|
| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20031231 |