KLIMAGERÄT FÜR PERSONENTRANSPORTFAHRZEUGE
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Klimagerät für Personentransport fahrzeuge, insbesondere für Omnibusse, mit einem Kältemittelkreislauf, der mindestens eine Kondensatoreinheit, welche von dem Kältemittel in mehreren parallel zueinander geschalteten Wärmetauscherschlangen durchströmt wird, und eine Sammelflasche umfaßt, welche in der Kondensatoreinheit kondensiertes Kältemittel aufnimmt und zum Ausgleich der im Betrieb des Klimageräts auftretenden Schwankungen des Kältemittelvolumens dient.
Der Kondensator eines Klimageräts wird auch als Verflüssiger bezeichnet.
Solche Klimageräte sind aus dem Stand der Technik bekannt.
Insbesondere sind solche Klimageräte bekannt, bei denen die parallel zueinander geschalteten Wärmetauscherschlangen der Kondensatoreinheit in ein Sammelrohr münden und die Sammelflasche mittels einer Verbindungsleitung, die über eine Schraubverbindung mit dem Sammelrohr verbunden ist, an das Sammelrohr angeschlossen ist.
Bei diesen bekannten Klimageräten ist von Nachteil, daß die Anordnung der Sammelflasche an der Kondensatoreinheit material- und arbeitsaufwendig ist und die im Abstand von der Stirnseite der Kondensatoreinheit angeordnete Sammelflasche vergleichsweise viel Platz benötigt.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Klimagerät der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher die Sammelflasche platzsparend untergebracht und unter geringem Material- und Arbeitseinsatz montierbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Klimagerät mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Wärmetauscherschlangen der Kondensatoreinheit über jeweils eine Verbindungsleitung direkt in die Sammelflasche münden.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Konzept entfällt somit das Sammelrohr, in welches bei den bekannten Klimageräten die Wärmetauscherschlangen der Kondensatoreinheit münden, völlig. Vielmehr münden die Wärmetauscherschlangen über ihre jeweiligen Verbindungsleitungen direkt in die Sammelflasche. Die Sammelflasche kann somit unmittelbar vor der Stirnseite der Kondensatoreinheit angeordnet und so mit der Kondensatoreinheit zu einer kompakten Einheit zusammengefaßt werden.
Durch den Wegfall des Sammelrohrs wird Material und Arbeitszeit eingespart. Ferner wird die Anzahl der auf Lager zu haltenden Einzelteile des Klimageräts reduziert.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Verbindungsleitungen an die Sammelflasche angelötet sind. Hierdurch wird eine geringere Leckrate als bei einer Schraubverbindung erzielt.
Aus demselben Grund ist es auch von Vorteil, wenn die Verbindungsleitungen an die jeweils zugeordnete Wärmetauscherschlange angelötet sind.
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Alternativ hierzu können die Verbindungsleitungen einstückig mit der jeweils zugeordneten Wärmetauscherschlange ausgebildet sein.
Um die Verbindungsleitungen mit den Wärmetauscherschlangen und der Sammelflasche verlöten zu können, ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Verbindungsleitungen als Kupferrohre ausgebildet sind.
Grundsätzlich kann die Sammelflasche einen einzigen Speicherbehälter, beispielsweise ein Speicherrohr, umfassen.
Bei bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung umfaßt die Sammelflasche mehrere Speicherbehälter, die vorzugsweise miteinander in Fluidverbindung stehen.
Um eine Trennung von flüssigem und gasförmigem Kältemittel in der Sammelflasche zu erzielen, ist es von Vorteil, wenn die Sammelflasche einen oberen Speicherbehälter umfaßt, in welchen die von den Wärmetauscherschlangen kommenden Verbindungsleitungen einmünden, und einen unteren Speicherbehälter, welcher mindestens einen Ausgang für flüssiges Kältemittel umfaßt. Aufgrund der Schwerkraft sammelt sich das flüssige Kältemittel in dem unteren Speicherbehälter und kann von diesem, beispielsweise zu einem Expansionsventil hin, abfließen.
Um zu erreichen, daß ausschließlich flüssiges Kältemittel die Sammelflasche verläßt, ist der Ausgang für flüssiges Kältemittel vorzugsweise an einem unteren Randbereich der Sanunelflasche angeordnet.
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Um sicherzustellen, daß nur flüssiges Kältemittel die Sammelflasche verläßt, ist es ferner günstig, wenn der untere Speicherbehälter so dimensioniert ist, daß er während des Betriebs des Klimageräts stets im wesentlichen vollständig mit flüssigem Kältemittel gefüllt ist.
Um die im Betrieb des Klimageräts auftretenden Schwankungen des Kältemittelvolumens in der Sammelflasche, insbesondere Schwankungen aufgrund in Abhängigkeit von der Kältemitteltemperatur variierender Dichte des Kältemittels und aufgrund von Verlagerung des Kältemittels zu anderen Kältekreislaufkomponenten (z.B. dem Verdampfer), ausgleichen zu können, ist der obere Speicherbehälter vorteilhafterweise so dimensioniert, daß er während des Betriebs des Klimageräts stets zum Teil mit flüssigem Kältemittel und zum Teil mit gasförmigem Kältemittel gefüllt ist.
Die das kondensierte Kältemittel aus den Wärmetauscherschlangen der Kondensatoreinheit in die Sammelflasche führenden Verbindungsleitungen münden vorzugsweise in den oberen Randbereich der Sammelflasche, welcher im Betrieb des Klimageräts die gasförmige Phase des Kältemittels enthält.
Um die im Betrieb des Klimageräts auftretenden Schwankungen des Kältemittelvolumens ausgleichen zu können, muß die Sammelflasche ein ausreichend großes Innenvolumen aufweisen.
Insbesondere hat es sich als günstig erwiesen, wenn das Innenvolumen der Sanunelflasche mindestens ungefähr 10 %, vorzugsweise mindestens ungefähr 15 % des Volumens des in den Kältemittelkreislauf eingefüllten flüssigen Kältemittels bei 250C am Siedepunkt des Kältemittels beträgt.
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Das Innenvolumen der Sammelflasche wird ferner vorzugsweise so bemessen, daß im Betrieb des Klimageräts ein Kältemittelausgang der Sammelflasche stets von flüssigem Kältemittel bedeckt bleibt.
Aus Sicherheitsgründen ist es von Vorteil, wenn die Sammelflasche mit mindestens einem Anschluß für ein Überdruckventil versehen ist, durch welches bei Überschreiten eines Schwellendrucks gasförmiges Kältemittel aus der Sammelflasche entweichen kann.
Besonders günstig ist es, wenn der Anschluß für das Überdruckventil an dem oberen Speicherbehälter, welcher während des Betriebs des Klimageräts teilweise mit flüssigem Kältemittel und teilweise mit gasförmigem Kältemittel gefüllt ist, vorgesehen ist.
Um die Kühlleistung des Klimageräts zu erhöhen, ist es von Vorteil, wenn die Sammelflasche über mindestens eine Verbindungsleitung mit einem Unterkühlungsabschnitt einer Kondensatoreinheit verbunden ist. Auf diese Weise kann das in der Sammelflasche gesammelte flüssige Kältemittel in dem Unterkühlungsabschnitt auf eine Temperatur unterhalb der Siedetemperatur des Kältemittels abgekühlt werden.
Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Sammelflasche über mehrere Verbindungsleitungen mit jeweils einer Unterkühlungs-Wärmetauscherschlange einer Kondensatoreinheit verbunden ist. Hierdurch kann auf einfache Weise der Kältemitteldurchsatz durch den Unterkühlungsabschnitt der Kondensatoreinheit erhöht werden.
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Eine die Sanunelflasche und die mindestens eine Kondensatoreinheit umfassende Kondensatorbaugruppe kann auf dem Dach des Personentransportfahrzeuges, in Fahrtrichtung vor oder hinter einem Verdampfer des Klimageräts oder aber zwischen zwei Verdampfereinheiten des Klimageräts angeordnet sein.
Umfaßt die Kondensatorbaugruppe zwei parallel zueinander ausgerichtete Kondensatoreinheiten, so wird die Sammelflasche vorzugsweise symmetrisch zur gemeinsamen Längsmittelebene der Kondensatoreinheiten vor den Stirnseiten derselben angeordnet.
Die Kondensatorbaugruppe mit der Sammelflasche kann auch im Kofferraum des Personentransportfahrzeuge angeordnet sein.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung und zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Gesamtansicht eines Omnibusses mit einem auf dem Dach des Omnibusses angeordneten Klimagerät;
Fig. 2 eine schematische perspektivische Darstellung des Klimageräts auf dem Dach des Omnibusses aus Fig. 1;
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt durch eine Kondensatorbaugruppe des Klimageräts aus Fig. 2;
S uses
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Fig. 4 eine schematische Prinzipdarstellung einer Kondensatorbaugruppe, die zwei in Reihe geschaltete Kondensatoreinheiten und eine Sammelflasche umfaßt ;
Fig. 5 eine schematische perspektivische Darstellung der Sammelflasche;
Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf die Kondensatorbaugruppe, welche zwei in Reihe geschaltete Kondensatoreinheiten und eine Sammelflasche umfaßt;
Fig. 7 eine Rückansicht der Kondensatorbaugruppe aus Fig. 6, welche die Sammelflasche und die hinteren Stirnseiten der Kondensatoreinheiten darstellt;
Fig. 8 eine Vorderansicht der Kondensatorbaugruppe aus den Fig. 6 und 7, welche die vorderen Stirnseiten der Kondensatoreinheiten darstellt;
Fig. 9 eine Seitenansicht der Sammelflasche ohne die Kondensatoreinheiten; und
Fig. 10 einen Querschnitt durch die Sammelflasche längs der Linie 10-10 in Fig. 9.
Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
Ein in den Fig. 1 bis 10 dargestelltes, als Ganzes mit 100 bezeichnetes Klimagerät ist, wie in den Fig. 1 und 2 darge-
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stellt, auf einem Dach 102 eines als Ganzes mit 104 bezeichneten Omnibusses angeordnet.
Unterhalb einer Dachoberfläche 106 verlaufen, vorzugsweise nahe an Seitenwänden 108 des Busses oder unmittelbar an diese anschließend, Zuluftkanäle 110 und 112 in der Dachlängsrichtung 114, über welche vom Klimagerät 100 erzeugte Zuluft im Omnibus 104 verteilbar ist. Vorzugsweise erstrecken sich die Zuluftkanäle 110 und 112 im wesentlichen über die gesamte Länge des Dachs 102.
Das in der Dachlängsrichtung 114 mittig des Omnibusses 104 angeordnete Klimagerät 100 erstreckt sich in der Dachquerrichtung 116 im wesentlichen über die gesamte Bereite des Dachs 102, fast bis zu den Seitenwänden 108 des Omnibusses.
Das Klimagerät 100 ist aus drei Baugruppen aufgebaut, nämlich einer in der Dachquerrichtung 116 mittig angeordneten Kondensatorbaugruppe 120 und zwei seitlich der Kondensatorbaugruppe 120 angeordneten Verdampferbaugruppen 122, die an die Kondensatorbaugruppe 120 unmittelbar anschließend auf dem Dach 102 sitzen.
Die Kondensatorbaugruppe 120 umfaßt, wie in den Fig. 2, 3 und 6 bis 8 dargestellt, eine bezüglich der Dachquerrichtung 116 mittig angeordnete Kühlgebläseeinheit 124, welche mehrere in der Dachlängsrichtung 114 in einer Reihe hintereinanderliegende Kühlgebläse 126 aufweist, deren Gebläseachse 128 senkrecht zur Dachoberfläche 106 stehen und die vorzugsweise als Axialgebläse, insbesondere als Axialventilatoren mit Ventilatorflügeln 130 ausgebildet sind.
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Beiderseits der sich in der Dachlängsrichtung 114 erstreckenden Kühlgebläseeinheit 124 sind sich ebenfalls in der Dachlängsrichtung 114 erstreckende Kondensatoreinheiten 132 angeordnet, die im Querschnitt gesehen (siehe Fig. 3) V-förmig zueinander ausgerichtet sind, sich schräg zur Dachoberfläche 106 über die gesamte Höhe der Kondensatorbaugruppe 120 erstrecken und einen Kühlluftaustrittsraum 134, in welchem die Kühlgebläseeinheit 124 angeordnet ist, von einem Kühllufteintrittsraum 136, welcher den Verdampferbaugruppen 122 zugewandt angeordnet ist, trennen. In diesen Kühllufteintrittsraum 136 tritt durch eine auf einer Oberseite desselben angeordnete und mit einem Durchlaßgitter 138 versehene Eintrittsöffnung 140 ein Frischluftstrom 142 ein, wobei dieser Frischluftstrom 142 einerseits zur Kühlung der Kondensatoreinheiten 132 dient und andererseits aus dem Kühllufteintrittsraum 136 in die Verdampferbaugruppen 122 eintreten kann.
Sowohl die Kühlgebläseeinheit 124 als auch die beiden Kondensatoreinheiten 132 sind ihrerseits auf einer gemeinsamen Bodengruppe 144 montiert, welche ihrerseits auf dem Dach 102 montiert ist. Die Bodengruppe 144 bildet zusammen mit einer oberen Abdeckung 146 ein als Ganzes mit 148 bezeichnetes Kondensatorbaugruppengehäuse, welches zu den Seitenwänden der Verdampferbaugruppen 122 hin offen ist, jedoch stirnseitig ebenfalls durch die Abdeckung 146 abgeschlossen ist, so daß die arbeitenden Kühlgebläse 126 der Kühlgebläseeinheit 124 ausschließlich Kühlluft aus dem Kühllufteintrittsraum 136 in den Kühlluftaustrittsraum 134 durch die Kondensatoreinheiten 132 hindurchziehen und in Form eines Kühlluftstroms 150, der durch Kühlluftaustrittsöffnungen 152 durch die Abdeckung 146 hindurchtritt, nach oben abgeben.
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Der Aufbau der Kondensatorbaugruppe 120 des Klimageräts 100 wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 4 bis 10 näher beschrieben.
Wie am besten aus den Fig. 6 und 8 zu ersehen ist, umfaßt die Kondensatorbaugruppe 120 einen Heißgaseintritt 152 für gasförmiges Kältemittel, welcher über einen Anschlußstutzen 154 mit einem Verteilrohr 156 verbunden ist, welches parallel zu den seitlichen Begrenzungswänden 158a der ersten Kondensatoreinheit 132a ausgerichtet ist.
Das Verteilrohr 156 ist über mehrere, beispielsweise fünf, Verbindungsleitungen 160 an jeweils einen Eingang 162 jeweils einer Wärmetauscherschlange 164 der ersten Kondensatoreinheit 132a angeschlossen.
Jeder der beispielsweise fünf Wärmetauscherschlangen 164 durchläuft die erste Kondensatoreinheit 132a mehrfach von deren vorderer Stirnseite 166a bis zu deren hinterer Stirnseite 168a und wieder zurück, wie am besten aus Fig. 4 zu ersehen ist, welche nur eine der Wärmetauscherschlangen 164 schematisch darstellt.
Jede der Wärmetauscherschlangen 164 setzt sich aus geraden Abschnitten 170 und aus gekrümmten Abschnitten 172 zusammen, welche an den Stirnseiten 166a, 168a angeordnet sind, um aufeinanderfolgende gerade Abschnitte 170 der jeweiligen Wärmetauscherschlange 164 miteinander zu verbinden.
Ein Ausgang 174 jeder Wärmetauscherschlage 164 ist über jeweils eine Verbindungsleitung 176 mit einem Sammelrohr 178 verbunden, welches vor der vorderen Stirnseite 166a der er-
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sten Kondensatoreinheit 132a angeordnet und parallel zu den seitlichen Begrenzungswänden 158a der ersten Kondensatoreinheit 132a ausgerichtet ist.
Von einem unteren Ende des Sammelrohrs 178 führt ein horizontales Verbindungsrohr 180 zu einem unteren Ende eines zweiten Verteilrohrs 182, welches vor der vorderen Stirnseite 166b der zweiten Kondensatoreinheit 132b angeordnet und parallel zu den seitlichen Begrenzungswänden 158b der zweiten Kondensatoreinheit 132b ausgerichtet ist.
Das zweite Verteilrohr 182 ist über mehrere, beispielsweise vier, Verbindungsleitungen 184 an entsprechend viele Eingänge 162' von Wärmetauscherschlangen 164' der zweiten Kondensatoreinheit 132b angeschlossen, welche in derselben Weise wie die Wärmetauscherschlangen 164 aus geraden Abschnitten 170 und gekrümmten Abschnitten 172 zusammengesetzt sind.
Jede der Wärmetauscherschlangen 164' der zweiten Kondensatoreinheit 132b endet an jeweils einem Ausgang 186 in der hinteren Stirnseite 168b der zweiten Kondensatoreinheit 132b.
An jeden dieser Ausgänge 186 ist jeweils ein Ende einer Verbindungsleitung 188 angeschlossen, deren anderes Ende in einen oberen Speicherbehälter 190 einer als Ganzes mit 192 bezeichneten Sammelflasche mündet.
Wie am besten aus den Fig. 9 und 10, welche die Sammelflasche 192 alleine darstellen, zu ersehen ist, umfaßt der obere Speicherbehälter 190 einen hohlzylindrischen Mantel 194, dessen Längsachse 196 horizontal und im wesentlichen senkrecht zur Längsachse der Kondensatoreinheiten 132a, 132b ausgerich-
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tet ist und an seinen beiden Enden durch Verschlußkappen 198 verschlossen ist.
An den beiden Verschlußkappen 198 ist jeweils ein Anschluß 200 für ein (nicht dargestelltes) Überdruckventil vorgesehen.
Die Saiumelflasche 192 umfaßt ferner einen unteren Speicherbehälter 202, welcher ebenfalls einen zylindrischen Mantel 204 mit einer parallel zur Längsachse 196 des oberen Speicherbehälters 190 ausgerichteten horizontalen Längsachse 206 umfaßt, der an seinen beiden Enden durch Verschlußkappen 208 verschlossen ist.
Die Innenräume des oberen Speicherbehälters 190 und des unteren Speicherbehälters 202 sind durch zwei vertikal gerichtete Verbindungsrohre 210 miteinander verbunden, welche an jeweils einem Ende in den Mantel 194 des oberen Speicherbehälters 190 und an dem jeweils anderen Ende in den Mantel 204 des unteren Speicherbehälters 202 münden und beide nahe der Verschlußkappen 208, 198 der Speicherbehälter angeordnet sind.
Alternativ hierzu kann auch nur ein einziges Verbindungsrohr oder eine größere Anzahl von Verbindungsrohren vorgesehen sein, die an beliebigen Stellen längs der Längsachsen 196, 206 angeordnet sein können.
Wie am besten aus der perspektivischen Darstellung der Fig. 5 zu ersehen ist, ist die Sammelflasche 192 als Ganzes an einem Haltewinkel 212 gehalten, dessen langer Schenkel 214 zwei übereinanderliegende kreissegmentförmige Ausnehmungen 216 zur Aufnahme des oberen Speicherbehälters 190 bzw. des unteren Speicherbehälters 202 aufweist und dessen kurzer Schenkel 217
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an einer in Fig. 6 dargestellten, die hinteren Stirnseiten 168b der Konensatoreinheiten 132a, 132b miteinander verbindenden Stirnwand 218 durch geeignete Befestigungsmittel festgelegt ist.
Wie am besten aus der perspektivischen Darstellung der Fig. 5 zu ersehen ist, ist der Innenraum des unteren Speicherbehälters 202 über mehrere, beispielsweise vier, Verbindungsleitungen 220 mit einer entsprechenden Anzahl von Eingängen 222 von Unterkühlungs-Wärmetauscherschlangen 224 der zweiten Kondensatoreinheit 132b verbunden (von denen in Fig. 4 nur eine schematisch dargestellt ist).
Jede der Unterkühlungs-Wärmetauscherschlangen 224 weist einen in der vorderen Stirnseite 166b der zweiten Kondensatoreinheit 132b angeordneten Ausgang 226 auf, wobei die Ausgänge 226 aller Unterkühlungs-Wärmetauscherschlangen 224 an eine sogenannte Flüssigkeitsspinne 228 (siehe Fig. 8) angeschlossen sind, welche für jeden Ausgang 226 eine in ein Sammelrohr 230 mündende Verbindungsleitung 232 und an dem den Verbindungsleitungen 232 abgewandten Ende des Sammelrohrs 230 eine Kältemittelverschraubung 234 zum Anschluß einer (nicht dargestellten) Kältemittel-Abführleitung, welche von der Kondensatorbaugruppe 120 zu einem thermostatischen Expansionsventil führt, umfaßt.
Bei mehr als vier Verbindungsleitungen 220 wird vorzugsweise statt einer Flüssigkeitsspinne ein weiteres Sammelrohr vorgesehen, in welches die Verbindungsleitungen 220 münden.
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Sämtliche vorstehend beschriebenen Verbindungsleitungen, Sammelrohre, Verteilrohre und Wärmetauscherschlangen sowie die Sammelflasche 192 sind vorzugsweise aus Kupfer hergestellt.
Die von den Ausgängen 186 der Wärmetauscherschlangen 164' zum oberen Speicherbehälter 190 der Sammelflasche 192 führenden Verbindungsleitungen 188 aus Kupfer sind sowohl an die Wärmetauscherschlangen 164' als auch an den Mantel 194 des oberen Speicherbehälters 190 der Sammelflasche 192 angelötet.
Ebenso sind die von dem unteren Speicherbehälter 202 zu den Eingängen 222 der Unterkühlungs-Wärmetauscherschlangen 224 führenden Verbindungsleitungen 220 aus Kupfer sowohl an dem Mantel 204 des unteren Speicherbehälters 202 der Sammelflasche 192 als auch an den Unterkühlungs-Wärmetauscherschlangen 224 angelötet.
Die (nicht dargestellten) Kühlrippen der Kondensatoreinheiten 132a, 132b werden beispielsweise aus Aluminium hergestellt.
Die vorstehend beschriebene Kondensatorbaugruppe 120 funktioniert wie folgt:
Im Betrieb des Klimageräts 100 tritt gasförmiges Kältemittel durch den Heißgaseintritt 152 und den Anschlußstutzen 154 in das Verteilrohr 156 ein und wird von dort auf die Wärmetauscherschlangen 164 der ersten Kondensatoreinheit 132a verteilt. Beim Durchströmen der Wärmetauscherschlangen 164 der ersten Kondensatoreinheit 132a wird das Kältemittel gekühlt und teilweise kondensiert und strömt in dem Sammelrohr 178 wieder zusammen.
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Von dem Sammelrohr 178 gelangt das Kältemittel durch das horizontale Verbindungsrohr 180 in das zweite Verteilrohr 182, von wo es auf die Wärmetauscherschlangen 164 der zweiten Kondensatoreinheit 132b verteilt wird.
In den Wärmetauscherschlangen 164' der zweiten Kondensatoreinheit 132b kondensiert ein weiterer Teil des Kältemittels, und das verflüssigte Kältemittel gelangt durch die Verbindungsleitungen 188 aus den Wärmetauscherschlangen 164' der zweiten Kondensatoreinheit 132b direkt in den oberen Speicherbehälter 190 der Sammelflasche 192.
Das gesamte Innenvolumen der Sammelflasche 192, welches sich aus dem Innenvolumen des unteren Speicherbehälters 202, dem Innenvolumen des oberen Speicherbehälters 190 und dem Innenvolumen der vertikalen Verbindungsrohre 210 zusammensetzt, ist so gewählt, daß es ausreichend groß ist, um die im Betrieb des Klimageräts aufgrund von Dichteschwankungen und Kältemittelverlusten auftretenden Schwankungen des Kältemittelvolumens auszugleichen.
Ferner ist das Innenvolumen des unteren Speicherbehälters so dimensioniert, daß der untere Speicherbehälter 202 während des Betriebs des Klimageräts 100 stets im wesentlichen vollständig mit dem flüssigen Kältemittel gefüllt ist, welches dem unteren Speicherbehälter 202 durch die vertikalen Verbindungsrohre 210 aus dem oberen Speicherbehälter 290 zufließt.
Der Pegel 236 (siehe Fig. 4) des flüssigen Kältemittels in der Sammelflasche 192 ist darum während des Betriebs des Klimageräts 100 stets innerhalb des oberen Speicherbehälters angeordnet.
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Falls der Druck des den verbleibenden Innenraum des oberen
Speicherbehälters 190 über dem Pegel 236 ausfüllenden gasförmigen Kältemittels einen Schwellenwert überschreitet, wird
überschüssiges gasförmiges Kältemittel über die an den Anschlüssen
200 in den Verschlußkappen 198 des oberen Speicherbehälters 190 angeschlossenen Überdruckventile abgegeben. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß der Innendruck in der Sammelflasche 192 nie zu hoch wird.
Da der Pegel 236 des flüssigen Kältemittels in der Sammelflasche 192 stets durch den Innenraum des oberen Speicherbehälters
190 verläuft und somit der untere Speicherbehälter 202
zu jeder Zeit vollständig mit flüssigem Kältemittel gefüllt
ist, gelangt durch die Verbindungsleitungen 220 ausschließlich
flüssiges Kältemittel in die Unterkühlungs-Wärmetauscher
schlangen 224 der zweiten Kondensatoreinheit 132b.
Beim Durchlaufen der Unterkühlungs-Wärmetauscherschlangen 224 wird das bereits kondensierte Kältemittel auf eine Temperatur unterhalb seines Siedepunktes weiter abgekühlt.
Das so unterkühlte Kältemittel gelangt aus den Unterkühlungs-Wärmetauscher schlangen 224 der zweiten Kondensatoreinheit
132b durch die Flüssigkeitsspinne 228 in die Kältemittel-Abführleitung
und von dort weiter zum Expansionsventil.