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DÜSSELDORF·ESSEN
PATENTANWÄLTE
UNSER ZEICHEN: 100 165 HS/aj Essen, den 24. Mai 2000
H. W. Nießen
Weißdornweg 13
D -41844 Wegberg
Thermoscheibe für Fahrzeugfenster
Die Erfindung betrifft eine Thermoscheibe für Fahrzeugfenster bestehend aus einer äußeren und einer randseitig mit der äußeren verbundenen inneren durchsichtigen und/oder durchscheinenden, insbesondere rahmenlosen, Fensterscheibe.
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Um für eine derartige Thermoscheibe eine vergleichsweise hohe Steifigkeit ™ und/oder Festigkeit zu erreichen, wird vorgeschlagen, die Randzonen der inneren und äußeren Fensterscheiben mittels einer Ummantelung aus Kunststoff zu verbinden und dabei gleichzeitig die Verbindungsnaht abzudichten.
Bevorzugt berühren sich die einander gegenüberliegenden Randzonen der inneren und äußeren Fensterscheiben flächig, wobei, vorzugsweise, von der Randzone fortweisend zur Mitte des Fahrzeugfensters hin die äußere und innere Fensterscheibe einen thermisch isolierenden Hohlraum miteinander bilden.
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Durch die randzonenseitige Verbindung und Dichtung der äußeren und inneren Fensterscheiben mittels einer Ummantelung aus Kunststoff wird eine er-
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hebliche Steifigkeit des Fahrzeugfensters erreicht - und zwar auch im Falle einer, wie hier bevorzugt, rahmenlosen Ausführung. Dies ermöglicht es unter anderem, beim Einsatz solcher Thermoscheiben an Wohnmobilen oder Wohnwagen eine außen ebene und für hohe Fahrgeschwindigkeiten besonders geeignete Thermoscheibe zu verwirklichen. Derartige Thermoscheiben sind auch an anderen Fahrzeugen, wie Schiffen, bei denen hohe Steifigkeiten bzw. Festigkeiten von Bedeutung sind, einsetzbar. Mit einer derartigen Thermoscheibe wird auch eine verbesserte Wärmeisolation erreicht und ein Beschlagen mit Wasserdampf an der Fahrzeuginnenseite erheblich vermindert.
Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform, bei der die äußere Fensterscheibe aus Glas und die innere Fensterscheibe aus Kunststoff, wie z. B. aus Acrylglas, besteht. Die erfindungsgemäße randseitige Ummantelung ist überraschenderweise in der Lage, den unterschiedlichen Dehnungsverhalten der beiden unterschiedlichen Materialien für die innere und äußere Fensterscheibe standzuhalten, insbesondere dann, wenn diese beiden Fensterscheiben einander flächig, d. h. flanschartig berührende Randzonen aufweisen. Im letzteren Fall ist eine flächige Verklebung dieser Randzonen alternativ zur Ummantelung möglich.
Während für das Ummantelungsmateria! eine größere Zahl von Kunststoffen in Betracht kommt, wird eine Ummantelung aus Polyurethan besonders bevorzugt.
Um eine erfindungsgemäße, insbesondere rahmenlose, Thermoscheibe für Fahrzeugfenster öffnen und schließen zu können, werden die Halt- oder Schließelemente der Thermoscheibe bevorzugt in die Ummantelung teilweise einbezogen, wobei, besonders bevorzugt, mindestens ein Halte- oder Schließelement mit der äußeren Fensterscheibe fest verbunden wird. Das Verkleben von Glasscheiben für Fahrzeugfenster mit Halte- oder Schließelementen ist ansich bekannt und kann auch erfindungsgemäß eingesetzt
werden, wobei die Einbeziehung des Halte- oder Schließelementes in die Randummantelung der Thermoscheibe eine höhere Festigkeit und verbesserte Optik zur Folge hat.
Um ein zuverlässiges Dichten einer erfindungsgemäßen Thermoscheibe gegenüber einem fahrzeugseitigen Fensterrahmen zu verbessern, bzw. eine nur wenig auftragende Randzone zu verwirklichen, weist die innere Fensterscheibe vorzugsweise eine Randausnehmung für die Aufnahme des mindestens einen Halte- oder Schließelementes auf.
Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der - beispielhaft - ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Thermoscheibe für Fahrzeugfenster dargestellt ist. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Thermoscheibe in Innenansicht (Ansicht A) gemäß Fign. 2
und 3 - ausschnittsweise -;
Fig. 2 von der Thermoscheibe nach Fig. 1 ein Schnitt entlang der Li
nie H-Il sowie
Fig. 3 von der Thermoscheibe nach Fig. 1 ein Schnitt entlang der Li
nie Ill-Ill.
Bei den in dem in den Figuren, dargestellten Ausführungsbeispiel besteht eine Thermoscheibe 10 aus einer äußeren Fensterscheibe 12 aus Glas, wie vorgewölbtem Grünglas in einer Dicke von z. B. 3 mm, welches auch bedruckt sein kann. Die äußere Oberfläche der Thermoscheibe ist im wesentlichen in sich eben und völlig glatt.
Die innere Fensterscheibe 14, welche im wesentlichen die gleiche Größe und Außenkontur wie die äußere Fensterscheibe 12 aufweist, besteht aus klarem Acrylglas, welches zur Bildung eines inneren Hohlraumes 16 zwischen beiden Scheiben geformt ist. Hierzu weist die innere Fensterscheibe 14 im An-Schluss an die Randzone 18 einen im Verhältnis zur Glasscheibe 12 geneigten, insbesondere umlaufenden, Randstreifen 14A auf, an den sich ein zur Glasscheibe 12 etwa paralleler Sichtbereich 14B anschließt.
Wie besonders aus Fig. 3 ersichtlich ist, umfasst eine Ummantelung 20 aus Polyurethan-Kunststoff die Randzonen 18 der inneren und äußeren Fensterscheiben unter gleichzeitigem festen Verbinden und Abdichten gegenüber dem Hohlraum 16. Der innere und äußere Rand dieser Ummantelung 20 ist in Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber als gestrichelte Linie dargestellt.
Wie sich ferner aus Fign. 1 und 2 ergibt, ist ein Halte- oder Schließelement 22, wie der Bandlappen eines Scharniers, lediglich mit der äußeren Fensterscheibe 12 auf der Innenseite der Randzone 18 mit dieser in ansich bekannter Weise verklebt. Zusätzlich ist das Halte- oder Schließelement 22 im Bereich der Randzone 18 in die Ummantelung 20 mit einbezogen. Um die unmittelbare flächige Verbindung zwischen dem Halte- oder Schließelement 22 und der äußeren Fensterscheibe 12 zu ermöglichen, weist die innere Fensterscheibe eine Randausnehmung 14C zur Aufnahme des Halte- oder Schließelementes 22 auf. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, kann diese Randausnehmung 14C dem Umriss des Halte- oder Schließelementes folgen.
Bezuqszeichenliste
| 10 |
Thermoscheibe |
| 12 |
äußere Fensterscheibe |
| 14 |
innere Fensterscheibe |
| 14&Agr; |
Randstreifen |
| 14&Bgr; |
Sichtbereich |
| 14C |
Randausnehmung |
| 16 |
Hohlraum |
| 18 |
Randzone |
| 20 |
Ummantelung |
| 22 |
Halte- oder Schließelement |
| A |
Ansicht |