DE20007042U1 - Sicherheitsschrank zur Lagerung explosionsgefährlicher Stoffe - Google Patents
Sicherheitsschrank zur Lagerung explosionsgefährlicher StoffeInfo
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Description
Sicherheitsschrank zur Lagerung von explosionsgefährlichen Stoffen
Der Sicherheitsschrank zur Lagerung von explosionsgefährlichen Stoffen verringert die Sprengwirkung der in ihm gelagerten explosionsgefährlichen Stoffen bei übermäßiger Erwärmung des Stoffes wie z.B. im Brandfall. Der Sicherheitsschrank besteht aus einem Korpus 1 und einer verschließbaren Öffnung 2 (z.B. Tür, Klappe), so, daß der gelagerte explosionsgefährliche Stoff vor unbefugtem Zugriff gesichert ist. Innen im Schrank ist ein Mechanismus angebracht der bei plötzlichem Druckanstieg, z.B.infolge einer Explosion, eine' Verriegelung 6, z.B. die Türverriegelung, oder auch die Verriegelung mehrerer Korpusteile untereinander, wenn der Korpus aus mehreren Teilen bestehen sollte, freigibt. Als Lösemechanismus ist jede Vorrichtung geeignet, die auf plötzliche Druckanstiege reagiert wie z.B. ein Kolben 3, der bei auftretender Druckerhöhung längs seiner Achse verschoben wird und damit gegen die Federkraft einer Feder 5 die Verriegelung 6 einer Druckentlastungsöffnung 2, z.B. einer Tür, einer Klappe usw., freigibt, weit bevor der maximale Explosionsdruck im Sicherheitsschrank entsteht und somit eine frühzeitige Entspannung der Explosionsgase eintritt. Dadurch wird noch vor Erreichen eines kritischen Explosionsdruckes eine große Öffnung (z.B. Türöffnung) erzeugt und das Gas kann entweichen. Damit wird die Verdammung so weit herabgesetzt, daß es nicht mehr zur Sprengung des Schrankes kommt und die Sprengwirkung und somit die dadurch entstehende Gefahr deutlich abnimmt.
Stand der Technik mit Fundstellen:
Hauptsächlich im privaten Bereich werden heute von Sportschützen, Wiederladern und Jägern zur Lagerung von Pulver zum Laden von Patronenhülsen Tresore und massive Stahlschränke verwendet. Der Erlaubnisinhaber für explosionsgefährliche Stoffe ist gesetzlich dazu verpflichtet Unbefugten den Zugriff auf diese Stoffe nicht zu ermöglichen. Behältnisse die Unbefugten keinen, oder nur geringen Widerstand entgegensetzen sind nicht zulässig. Aus diesem Grunde lagern heute Personen, die eine Erlaubnis für explosionsgefährliche Stoffe besitzen (z.B. Wiederlader, Sportschützen) diese Stoffe hauptsächlich in Tresorwürfeln. Bei einem Brand entsteht nun die große Gefahr der ungewollten Entzündung des explosionsgefährlichen Stoffes. Im Ernstfall würde durch die extreme Verdammung der sich entzündenden Stoffe im Tresor eine gewaltige Sprengung mit nicht abzusehenden, verheerenden Folgen eintreten.
Aufgabe der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schrank zu schaffen, der einerseits explosionsgefährliche Stoffe vor unbefugtem Zugriff sichert und gleichzeitig im Brandfall die Gefahr für Leib und Leben der anwesenden Personen, sowie von Sachschäden, gegenüber den heute gebräuchlichen Schränken (z.B. Tresor) verringert.
Lösung des Problems:
Die vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Lösemechanismus bei plötzlichem Druckanstieg, z.B. infolge einer Explosion, eine größere Entlastungsöffnung freigibt, die bewirkt, daß noch vor dem Erreichen des maximalen Druckes ein großer Teil des im Inneren des Schrankes entstehenden Verbrennungsgases durch die entstandene Entlastungsöffnung entweichen kann und somit eine unkontrollierte Sprengung des Schrankes verhindert und damit die Sprengwirkung und Sprengfolgen wesentlich reduziert werden.
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Sicherheitsschrank zur Lagerung von explosionsgefährlichen Stoffen
Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsschrank zur Lagerung von explosionsgefährlichen Stoffen, der die Sprengwirkung der in ihm gelagerten explosionsgefährlichen Stoffen im Explosionsfall, z.B. bei übermäßiger Erwärmung im Brandfall oder Erschütterung des Stoffes, verringert.
Der Sicherheitsschrank besteht aus einem Korpus 1 und einer verschließbaren Tür 2, so, daß der gelagerte explosionsgefährliche Stoff vor unbefugtem Zugriff gesichert ist. Durch einen plötzlichen Druckanstieg im Inneren des Sicherheitsschrankes durch eine Explosion wird durch den Druck P ein Kolben 3 längs seiner Achse verschoben, und bewirkt damit, daß der Verriegelungsarm 4 gegen die Federkraft der Feder 5 um seinen Drehpunkt d schwenkt und somit die im Normalfall mit einem Schlüssel zu betätigende Verriegelung 6 der Tür 2 löst. Die Tür 2 schwenkt durch Das Lösen der Verriegelung 6 und durch den im Inneren des Sicherheitsschrankes weiter ansteigenden Druck um das Türscharnier 7 auf und gibt die Entlastungsöffnung frei.
Da der Druckanstieg bei der Detonation von explosionsgefährlichen Stoffen allmählich, das heißt nicht in unendlich kurzer Zeit, erfolgt und der Löse-Mechanismus so eingestellt werden kann, daß der Mechanismus schon auf geringere Druckanstiege reagiert, kommt es dazu, daß der Sicherheitsschrank schon früh im Explosionsstadium, während sich der Explosionsdruck noch stark aufbaut, die Türverriegelung 6 und somit durch die aufschwenkende Tür 2 eine große Druckentlastungsöffnung freigibt. Dadurch wird eine ungewollte Verdammung, wie sie z.B. im Brandfall in einem heute zur Lagerung von explosionsgefährlichen Stoffen gebräuchlichen Schrank (z.B. Tresor) auftreten würde, verringert. Im Explosionsfall wird folglich die Sprengwirkung extrem herabgesetzt wodurch auch die Gefahr für Leib und Leben der anwesenden Personen (z.B. Feuerwehrleute, Polizeibeamte usw.) sowie für mögliche Sachschäden (z.B. an Gebäuden) erheblich vermindert wird. Bekannt sind auch evtl. zusätzlich eingearbeitete Entlastungsbohrungen im Schrank (z.B. im Korpus), die eine zusätzliche Entlastung bringen können, jedoch nicht zwingend notwendig sind. Die Funktion der
Erfindung ist auch ohne zusätzliche
Entlastungsbohrungen im Sicherheitsschrank voll
wirksam und ausreichend.
Entlastungsbohrungen im Sicherheitsschrank voll
wirksam und ausreichend.
Der Sicherheitsschrank wäre somit sicherer und besser für die Lagerung von explosionsgefährlichen Stoffen (z.B. Nitrocellulosepulver, das zum Wiederladen von Patronenhülsen verwendet wird), geeignet, als ein
herkömmlicher Tresorwürfel, wie er heute tausendfach z.B. von Sportschützen, Wiederladern und Jägern zum Verwahren von Nitrocellulosepulver benutzt wird.
herkömmlicher Tresorwürfel, wie er heute tausendfach z.B. von Sportschützen, Wiederladern und Jägern zum Verwahren von Nitrocellulosepulver benutzt wird.
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Claims (1)
1. Sicherheitsschrank insbesondere zur Lagerung von explosionsgefährlichen Stoffen bestehend aus einem Korpus und einer verschließbaren Öffnung, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem plötzlichen Druckanstieg im Inneren des Schrankes durch einen Mechanismus eine große Gas-Entlastungsöffnung für die hochgespannten Explosionsgase freigegeben wird und die Gase durch die entstandene Öffnung entweichen können bevor es zu einer Verdämmng und somit zu einem gefährlichen Druckanstieg im Inneren des Schrankes mit anschließender Sprengung kommt.
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