DE20007005U1 - Behälter zur Aufnahme mehrerer Komponenten eines Atemtests - Google Patents
Behälter zur Aufnahme mehrerer Komponenten eines AtemtestsInfo
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Description
Patentanwälte
Wenzel & Kalkoff
Wenzel & Kalkoff
Postfach 2448 * 58414 Witten * 02302/914550
Anmeldeunterlagen:
Behälter zur Aufnahme mehrerer Komponenten eines Atemtests
INFAI Institut für biomedizinische Analytik & NMR Imaging GmbH
44799 Bochum
Anwaltsakte:
06481.3
(06481.3)
Die Erfindung bezieht sich auf einen schachteiförmigen Behälter zur Aufnahme mehrerer Komponenten eines Atemtests, die eine Mehrzahl jeweils mit einem Deckel versehener Atemtest -Probenröhrchen und einen Medikamentenbehälter für eine Atemtest-Probemahlzeit umfassen, wobei sich eine Seite des schachteiförmigen Behälters öffnen läßt.
Ein solcher schachteiförmiger Behälter ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster Nr. 2 97 0 9 700 bekannt und dient zur Aufnähme von Komponenten eines Atemtests, mit dem Helicobacterpyloribakterien nachgewiesen werden können. Der dort beschriebene Behälter ist lediglich zur Aufnahme von vier Atemtest-Probenröhrchen geeignet, denn die Probenröhrchen sind in dem schachteiförmigen Behälter liegend angeordnet.
0 Dem gegenüber benötigen andere Atemtests eine wesentlich größere Anzahl an Atemtest-Probenröhrchen und darüber hinaus andere Komponenten, die in einem Behälter zu deren Aufnahme untergebracht werden müssen.
5 Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen schachteiförmigen Behälter zu schaffen, der zur Aufnahme einer größeren Anzahl von Atemtest-Probenröhrchen und weiterer Komponenten eines Atemtests geeignet ist.
0 Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der eingangs genannte Behälter
einen Einsatz aufweist, der im wesentlichen von mindestens zwei parallel zu der Seite des Behälters, die sich öffnen läßt, verlaufende Materialplatten aufweist, die derart mit Öffnungen versehen sind,
daß sich die Atemtest-Probenröhrchen senkrecht zu der offenen Seite des Behälters durch die Materialplatten schieben lassen,
- wobei eine obere Materialplatte und eine untere Materialplatte in einem Abstand zueinander angeordnet sind, der kleiner als eine Mindestlänge der Atemtest-Probenröhrchen ist.
Ein solcher schachteiförmiger Behälter, der sowohl selbst als auch sein Einsatz aus Pappe hergestellt sein kann, hat den Vorteil, daß eine Vielzahl von Atemtest-Probenröhrchen in den Behälter aufgenommen werden können. Gleichzeitig sind die Atemtest-Probenröhrchen senkrecht zu der zu öffnenden Seite des Behälters angeordnet, so daß sie sich leicht aus dem Behälter entnehmen lassen. Weiterhin gewährleistet das Merkmal, daß die Atemtest-Probenröhrchen von vorzugsweise zwei Materialplatten gehalten werden, daß eine gegen Bruch sichere Lagerung der Atemtest-Probenröhrchen gegeben ist.
Bevorzugt weist die obere Materialplatte eine Öffnung zur Aufnahme eines Fläschchens als Medikamentbehälter auf. Der Medikamentbehälter enthält eine Substanz, die im Rahmen einer Atemtest-Probemahlzeit von einer Person einzunehmen ist.
Das Fläschchen kann Glyceryl 1,3 Dioctadecanoat 2 Octanoat-1-13C Pulver enthalten, wobei in dem schachteiförmigen Behälter ein Strohhalm untergebracht sein kann. In diesem Fall läßt sich mit den Komponenten, die in dem schachteiförmigen Behälter aufgenommen sind, ein Atemtest durchführen, der verwendet werden kann, um die Geschwindigkeit eines Lipid-Katabolismus zu bestimmen. Dieser Atemtest ist außerdem ein Indikator für eine Pancreasinsuffizienz. Zur Durchführung dieses Atemtests ist außerdem ein vorzugsweise biegsamer
Strohhalm vorteilhaft, der zum Einblasen von Atemproben in die Atemtest-Probenröhrchen eingesetzt werden kann.
Die Öffnungen für die Atemtest-Probenröhrchen können bevorzugt am Rand der Materialplatten angeordnet sein, so daß sich ein freier mittlerer Bereich, insbesondere der oberen Materialplatte, die der Seite, die sich öffnen läßt zugewandt ist, ergibt.
In diesem Fall wird auf der oberen Materialplatte Platz für weitere Komponenten eines Atemtests geschaffen, die von der sich öffnenlassenden Seite ohne weiteres zugänglich sind.
In dem mittleren freien Bereich auf der oberen Materialplatte kann eine Spritze als Medikamentbehälter angeordnet sein. Diese Spritze kann 13C-Octansäure enthalten, wobei in dem schachteiförmigen Behälter, bevorzugt in dem freien mittleren Bereich auf der oberen Materialplatte, auch ein Strohhalm untergebracht ist.
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Die 13C-Octansäure enthaltende Spritze, kombiniert mit dem Strohhalm und einer Vielzahl Atemtest-Probenröhrchen kann zur Durchführung eines Atemtests eingesetzt werden, der zur Bestimmung der Geschwindigkeit einer Magen-/Darmentleerung dient. Die Spritze kann verwendet werden, um beispielsweise deren Inhalt in ein zu einer Testmahlzeit gehörendes Eigelb einzubringen.
Vorzugsweise verläuft der Einsatz an einem Abschnitt seines 0 Umfangs in einem Abstand zu einer der Seitenwände des Behälters, wobei die sich öffnenlassende Seite des Behälters als Deckelseite anzusehen ist. Der freie Raum zwischen einer Seitenwand und dem Einsatz kann genutzt werden, um eine Gebrauchsanweisung oder anderes Informationmaterial in dem schachteiförmigen Behälter unterzubringen.
Zur Erhöhung der sicheren Unterbringung der Komponenten eines Atemtests in dem schachteiförmigen Behälter können Mittel für einen Paßsitz des Einsatzes in einer das Äußere des Behälters bildenden Schachtel vorgesehen sein. Solche Mittel können von Randlippen des Einsatzes gebildet werden, die in die inneren Ecken zwischen den Seitenwänden der Schachtel eingreifen.
Der oben beschriebene schachteiförmige Behälter ist zur Aufnahme und sicheren Unterbringung der Komponenten von Atemtests geeignet, die beispielsweise 10 oder mehr Atemtest-Probenröhrchen erfordern. Der beschriebene Atemtest zur Bestimmung der Geschwindigkeit einer Magen-/Darmentleerung umfaßt z.B. 15 Atemtest-Probenröhrchen, während der Atemtest zur Bestimmung der Geschwindigkeit eines Lipid-Katabolismus 10 Probenröhrchen benötigt.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielshalber anhand der 0 Figuren noch näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1: Einen Einsatz eines Aufnahmebehälters für Komponenten eines Atemtests in einer Vorderansicht und
Fig. 2: den Einsatz von Figur 1 in einer Seitenansicht.
Der in Figur 1 dargestellte Einsatz 1 wird von einer durchgehenden Bahn 2 aus Pappte gebildet. Die Bahn 2 beginnt an dem Punkt A in Figur 1, verläuft dann parallel zu Probenröhrchen 3 bis zu einem Punkt B. Von dem Punkt B aus verläuft die Bahn 2 senkrecht zu den Probenröhrchen 3 bis zu dem Punkt C. Zwischen den Punkten B und C weist die Bahn 2 Öffnungen 4 auf, durch die die Probenröhrchen 3 hindurch verlaufen.
Die Öffnungen 4 sind so bemessen, daß sich für die Probenröhrchen 3 im wesentlichen ein Pass-Sitz in den Öffnungen 4 ergibt.
Von dem Punkt C aus verläuft die Bahn 2 parallel zu den Probenröhrchen 3 bis zu einem Punkt D. Von dem Punkt D aus beschreibt die Bahn 2 im Schnitt im wesentlichen ein Rechteck mit den Eckpunkten E, F, G und H, der mit dem Punkt D zusammenfällt.
In dem Abschnitt D-E der Bahn 2 sind Öffnungen 5 vorgesehen, die in ihrer Funktion mit den Öffnungen 4 übereinstimmen. Die Proberöhrchen 3 werden somit jeweils in Öffnungen 4, 5 gehalten. Es ist darauf hinzuweisen, daß der Kopfabschnitt der Probenröhrchen 3 in Figur 1 nicht dargestellt ist. Die Böden der Probenröhrchen 3 liegen an dem Abschnitt F-G der Bahn an.
Die Abschnitte B-C und D-E der Bahn 2 bilden somit zwei Materialplatten, 6, 7, die eine sichere Halterung für die Probenröhrchen 3 gewährleisten.
In Figur 1 sind außerdem zwei Laschen 8, 9 dargestellt, wobei die Lasche 8 von dem Abschnitt D-E der Bahn 2 und die Lasche 9 von dem Abschnitt F-G der Bahn 2 ausgeht.
Jede der Laschen 8, 9 weist an ihren Seiten Randlippen 10 auf, deren Funktion später beschrieben wird.
Etwa im mittleren Bereich des Abschnittes D-G der Bahn ist ein Medikamentenbehälter 11 in einer Öffnung gehalten.
Aus Figur 2 ergibt sich die Darstellung der oberen Abschnitte der Probenröhrchen 3 und des Medikamentenbehälters 11, die in Figur 1 nicht sichtbar sind.
Der Einsatz 1 ist in einer Schachtel (nicht dargestellt) untergebracht, die eine Seite aufweist, die sich öffnen läßt. Diese Seite befindet sich in Bezug auf den Einsatz 1 unmittelbar über den Kopfenden der Probenröhrchen 3. Die Länge der Schachtel ist so gewählt, daß der Einsatz gerade hineinpaßt. Die Breite der Schachtel entspricht dem Abstand zwischen den Rändern einander gegenüberliegender Randlippen 10 einer der Laschen 8, 9. Aufgrund dessen ergibt sich zwischen Abschnitten E-F und G-H der Bahn 2 und den zugeordneten Seitenwänden der Schachtel ein Abstand, der zur Aufnahme von Papierblättern benutzt werden kann, die Informationen über einen Atemtest enthalten können.
Weiterhin ergibt sich aus der Figur 1, daß die Probenröhrchen 3 am Rand der Materialbahnen 6, 7 angeordnet sind.
Dadurch ergibt sich, daß die zwischen den Probenröhrchen 3 liegenden Bereiche der Materialplatten 6, 7 zur. Aufnahme weiterer Komponenten eines Atemtests genutzt werden können.
Solche Komponenten können beispielsweise biegsame Strohhalme oder Spritzen sein, die bevorzugt auf der Materialplatte 6 angeordnet werden.
Die Zusammensicht der Figuren 1 und 2 zeigt auch, daß die Materialplatte 7 und die Materialplatte 6 etwa auf ein Drittel bzw. zwei Drittel der Länge der Probenröhrchen angeordnet sind, wodurch sich deren sichere Halterung ergibt.
Claims (9)
1. Schachtelförmiger Behälter zur Aufnahme mehrerer Komponenten eines Atemtests, die eine Mehrzahl jeweils mit einem Deckel versehener Atemtest-Probenröhrchen und einen Medikamentbehälter für eine Atemtest-Probemahlzeit umfassen, wobei sich eine Seite des schachtelförmigen Behälters öffnen läßt, dadurch gekennzeichnet, daß
- der Behälter einen Einsatz (1) aufweist, der im wesentlichen von mindestens zwei parallel zu der Seite des Behälters, die sich öffnen läßt, verlaufende Materialplatten (6, 7) aufweist, die derart mit Öffnungen (4, 5) versehen sind, daß sich die Atemtest-Probenröhrchen (3) senkrecht zu der offenen Seite des Behälters durch die Materialplatten (6, 7) schieben lassen,
- wobei eine obere Materialplatte (6) und eine untere Materialplatte (7) in einem Abstand zueinander angeordnet sind, der kleiner als eine Mindestlänge der Atemtest-Proberöhrchen (3) ist.
2. Schachtelförmiger Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Materialplatte (6) eine Öffnung zur Aufnahme eines Fläschchens (11) als Medikamentbehälter aufweist.
3. Schachtelförmiger Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fläschchen (11) Glyceryl-1,3- Dioktadekanoat-2-Oktanoat-1-13C-Pulver enthält und in dem schachtelförmigen Behälter ein Strohhalm untergebracht ist.
4. Schachtelförmiger Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (4, 5) für die Atemtest-Probenröhrchen (3) am Rand der Materialplatten (6, 7) angeordnet sind, so daß sich ein freier mittlerer Bereich der oberen Materialplatte (6), die der Seite, die sich öffnen läßt, zugewandt ist, ergibt.
5. Schachtelförmiger Behälter nach Anspruch 4, daß in dem freien mittleren Bereich eine Spritze als Medikamentbehälter angeordnet ist.
6. Schachtelförmiger Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spritze 13C-Oktansäure enthält und in dem schachtelförmigen Behälter ein Strohhalm untergebracht ist.
7. Schachtelförmiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (1) an einem Abschnitt seines Umfangs in einem Abstand zu einer der Seitenwände des Behälters verläuft.
8. Schachtelförmiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel für einen Paßsitz des Einsatzes (1) vorgesehen sind.
9. Schachtelförmiger Behälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (1) Randlippen (10) aufweist.
Priority Applications (1)
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ID=7940352
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20007005U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202011104802U1 (de) * | 2011-08-20 | 2012-01-26 | Christian Kober | Strohhalm zur Messung schädlicher Stoffe bzw. von Partydrogen in Getränken |
| DE202012005997U1 (de) | 2012-06-20 | 2012-07-18 | Claus Linder | Gefäß für Getränke und Flüssigkeiten jeglicher Art zur Messung schädlicher Stoffe bzw. Rauschgift und Partydrogen in Getränken |
-
2000
- 2000-04-15 DE DE20007005U patent/DE20007005U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE202011104802U1 (de) * | 2011-08-20 | 2012-01-26 | Christian Kober | Strohhalm zur Messung schädlicher Stoffe bzw. von Partydrogen in Getränken |
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