DE20007857U1 - Transportabler Holzbackofen - Google Patents
Transportabler HolzbackofenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen transportablen Holzbackofen, dessen Feuerung mit Stückholz, Grobhackgut, Holzbriketts oder anderen nachwachsenden Rohstoffen beheizt werden kann.
Ein transportabler Feldbackofen für kontinuierlichen Betrieb ist aus der DR-PS 47834 bekannt.
Der transportable Ofen, aus starkem Eisenblech konstruiert, ruht auf einem solid gebauten Wagen und ist für Feuerung mit Holz, Kohle oder Torf eingerichtet.
Die Feuerung besteht aus einem Rost, auf welchem das Brennmaterial verbrennt, dem Aschenfall und einer luftdicht schließenden Feuertür.
Die Feuergase bestreichen zuerst den Boden eines Wasserreservoirs, von da berühren dieselben zwei Menagekessel und die Decke des Backraumes, indem sie durch die Seitenkanäle unter dem Boden des Backraumes eindringen, so daß derselbe von allen Seiten immerwährend gleichmäßig erwärmt wird. Die Feuergase sind also gezwungen, durch die Feuerkanäle der Reihe nach durchzuziehen, bis sie den Rauch nach dem Schornstein führen.
Um dem Boden oder der Decke des Backraumes nicht zu große Hitze zuzuführen, ist der Mantel desselben mit einer Reihe von Luftkanälen versehen, durch welche die kalte Luft eindringt und erwärmt wieder entweicht.
Der Zuzug kalter Luft kann je nach Bedarf des Backens mit der Zugstange reguliert und so entweder die Decke oder der Boden des Backraumes abgekühlt oder sogleich wieder erwärmt werden durch Öffnen oder Schließen eines am Ende der Stange angebrachten, den Luftkanal teilweise verdeckenden Schiebers.
Über dem Feuerraum befindet sich weiter ein Schieber, durch welchen man das Feuer gleich unter den Boden des Backraumes leiten kann, wenn demselben möglichst schnell eine höhere Temperatur zu geben notwendig wäre.
Der Mantel des Backraumes hat zwischen den Regulierungs-(Luft-) Kanälen eine Sandfüllung, um die Hitze gleichmäßig
zu verbreiten, während der äußere Mantel mit Asche ausgefüllt ist, um dessen Abkühlung möglichst hintanzuhalten.
In der heutigen Zeit kommen transportable Backöfen vorwiegend auf Märkten oder bei Volksfesten zum Einsatz. Die Backöfen sind überwiegend auf Pkw-Anhänger montiert.
Die Feuerungen dieser transportablen Backöfen sind relativ klein ausgebildet, sodaß sie nicht geeignet sind, Backwaren, insbesondere Brote, an Ort und Stelle auszubacken.
Desweiteren weisen diese auch keine Schwadenerzeugungs-Einrichtungen auf.
Aufgrund der relativ kleinen Feuerungen werden die Temperaturen, die zum Ausbacken notwendig sind, kaum bzw. nur über einen längeren Zeitraum hin erreicht.
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Um trotzdem entsprechende Backwaren, insbesondere Brot, anbieten zu können, werden die Backwaren vorgebacken, um diese dann in den transportablen öfen fertigzubacken. Für das Fertigbacken sind weder die hohen Temperaturen, wie beim Anbacken, und Schwadenerzeugungs-Einrichtungen notwendig.
Ausgehend von dem Vorgenannten besteht die Aufgabe der Erfindung darin, einen Holzbackofen der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem Backbedingungen wie bei herkömmlichen Backöfen erreicht werden.
Der erfindungsgemäße transportable Backofen besteht aus mindestens einem Backherd und einer nach dem Prinzip der Holzvergasertechnik arbeitenden Heizeinrichtung, die gemeinsam auf einen Grundrahmen angeordnet sind. Der Grundrahmen kann selbst durch angeordnete Rollen oder Räder verfahrbar oder auf einem Anhänger, vorzugsweise auf einen Pkw-Anhänger, angeordnet sein.
Der Wärmetransport erfolgt von der Heizeinrichtung zum Backherd durch Dampfrohre, vorzugsweise durch Perkinsonrohre. Der untere Bereich des Backherdes wird durch Speichersteine, in denen die Enden der Dampfrohre eingelassen sind, gebildet. Auf den Speichersteinen ist eine in Stein ausgeführte Herdplatte angeordnet. Am hinteren Ende des Backherdes ist eine Herdabzugsklappe vorgesehen, über die der Backschwaden in den Kamin geleitet wird.
Bei einer Direktbeheizung des Backherdes, in dem darin Holz verbrannt wird, kann das Rauchgas ebenfalls über die Herdabzugsklappe in den Kamin geleitet werden.
-4-
In der Heizeinrichtung können als Brennstoff Stückholz, Holzbriketts, Grobhackgut oder Briketts aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden.
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Die Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch den transportablen Holzbackofen. Dieser besteht im wesentlichen aus zwei Backherden und einer nach dem Prinzip der Holzvergasungstechnik arbeitenden Heizeinrichtung. Beide sind auf einen Grundrahmen mit den Rollen 15 angeordnet. Die einzelnen Backherde weisen jeweils eine Herdtür 13 und eine Herdabzugsklappe 8 auf.
Eine in Stein ausgeführte Herdplatte 5, auf der sich das Backgut 10 befindet, liegt auf einer den unteren Abschluß des Backherdes bildenden Steindecke 12. In der Steindecke 12 enden die Dampfrohre 4. Über die Herdabzugsklappe 8 ist der Backherd mit dem Kamin 7 verbunden.
Die Heizeinrichtung besteht im wesentlichen aus einem Füllraum 1 mit den ihm ringförmig umgebenden Luft-Zufuhrkanal 9 und einer am unteren Ende angeordneten Brennkammer, über die Klappen 6 kann die Sauerstoffzufuhr für den Vergasungsprozeß geregelt werden. Die über die Luft-Zufuhrkanäle 9 angesaugte Luft wird am Mantel des Füllraumes 1 erwärmt und wird als erwärmte Luft dem Glutbett zugeführt. In dem die Luft, die von der Mantelfläche des Füllraumes 1 abgegebene Wärme aufnimmt, wird gleichzeitig eine Kühlung der Mantelfläche erreicht.
Im Füllraum 1 trocknet der über den Füllschacht 2 eingebrachte Brennstoff (Holzscheite) 14 und im unteren Bereich beginnt nach dem Anheizen der Vergasungsprozeß. Dazu wird zeitlich direkt in das Glutbett über dem Zufuhrkanal 9 die Primärluft eingeführt. Im Mischkanal der Brennkammer wird dem energiereichen Holzgas über den Zufuhrkanal 3 soviel vorgewärmte Sekundärluft beigemischt, daß der Sauerstoff für eine vollständige Verbrennung ausreicht.
Die Enden der Dampfrohre 4 ragen in die Brennkammer und nehmen hier die Wärme auf. Die von den Dampfrohren 4 aufgenommene Wärme wird zur Steindecke 12 transportiert und heizt diese und die Herdplatte 5 auf.
Die Steindecke 12 dient hier als Wärmespeicher.
Neben der indirekten Beheizung besteht auch die Möglichkeit, den Backherd direkt zu beheizen. Dazu wird das Brennmaterial (Holzscheite) 11 auf der Herdplatte aufgeschlichtet und entzündet.
Die Abgase können über die Herdabzugsklappe 8 in den Kamin 7 geleitet werden.
Um das lästige Herausnehmen bei geöffnetem Füllschacht 2 oder der Herdtüre bei indirekter Beheizung zu vermeiden, kann im Kamin ein Saugzuggebläse vorgesehen werden. Dieses wird vorzugsweise als batteriebetriebenes Saugzuggebläse ausgelegt.
Das Saugzugebläse regelt aber auch die der benötigten Wärme entsprechenden Verbrennungsluftmenge in der Heizeinrichtung sowie den Schwadenabzug aus den Backherden.
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Claims (5)
1. Transportabler Holzofen mit einem Backraum und einer Heizungseinrichtung für Alternativbrennstoffe, wie Stückholz, Grobhackgut, Holzbriketts oder ähnliches, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Grundrahmen mindestens ein Backherd und eine Heizeinrichtung, die nach dem Prinzip der Holzvergasertechnik arbeitet, angeordnet sind.
2. Transportabler Holzbackofen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundrahmen entweder selbst durch angeordnete Rollen, Räder (15) o. dgl. verfahrbar oder auf einem Anhänger fest angeordnet ist.
3. Transportabler Holzbackofen nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetransport von der Heizeinrichtung zum Backherd durch Dampfrohre (4), vorzugsweise durch Perkinsonrohre, erfolgt.
4. Transportabler Holzbackofen nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Bereich des Backherdes durch Speichersteine (12) gebildet wird, in denen die Enden der Dampfrohre (4) eingelassen sind, und auf den Speichersteinen (12) die in Stein ausgeführte Herdplatte (5) angeordnet ist.
5. Transportabler Holzbackofen nach Punkt 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am hinteren Ende des Backherdes eine Herdabzugsklappe (8) angeordnet ist.
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Cited By (3)
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2000
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