DE2000687C - Vorrichtung zum Auftragen einer fließfähigen Masse - Google Patents
Vorrichtung zum Auftragen einer fließfähigen MasseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auttragen
einer fließfähigen Masse auf die Sloßstelle zweier einen Winkel miteinander einschließender
Platten und zum Glätten dieser Masse, mit an einem Mundstück einer diese fließfähige Masse enthaltenden
Tube befestigbarem Anschlußstück, welches über einen hohlen Schaft mit einem Aufliragskopf
verbunden ist, der zwei im Winkel zueinander verlaufende Schenkel aufweist.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (USA.-Patcntschrift 2 594 606) wird die fließfähige
Masse über jeweils eine großflächige Öffnung in jedem der beiden Schenkel des Auflragkopfes aufgetragen.
Hierdurch wird der gesamte von den Schenkeln übergriffene Eckbereich der Platten beschichtet,
und zwar derart, daß die Stärke der Beschichtung nach außen hin allmählich abnimmt. Es ergeben sich
nach außen hin fließend verlaufende Ränder, die wegen der bei derartigen Platten stets gegebenen Unebenheiten
nicht geradlinig verlaufen.
ίο Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
wird darin gesehen, eine Vorrichtung der genannten Ad zu schaffen, durch die die Masse in Form einer
Leiste auftragbar ist, die an jeder Stelle einen gleichgroßen und gleichförmigen Querschnitt hat und geradlinige
Ränder aufweist, und zwar unabhängig von der Geschicklichkeit der Bedienungsperson.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine die beiden Schenkel miteinander verbindende
und eine Düsenöffnung aufweisende Basi-.-fläche, die, in Bewegungsrichtung üer Vorrichtuni:
gesehen, auf ihrer der Düsenöffnung nachgeschalteten Seite als ebene, gleiche Winkel mit den Außenflächen
der Schenkel einschließende Fläche und auf der anderen Seite der Düsenöffnung als zwischen den
Schenkeln \ erlaufende Hohlkehle ausgebildet Kt.
Durch dies»· erfindungsgemäße Ausbildung der
Vorrichtung is1: es möglich, die Stoßstelle zweier miteinander
einen Winkel einschließender Platten schnell und sicher mit Dichtleisten abzudecken, die
einen stets gleichen Querschnitt und geradlinig \ erlaufende Ränder aufweisen; die Geschicklichkeit der
das Auftragen der fließfähigen Masse besorgenden Person spielt dabei praktisch keine Rolle. Die
Gleichmäßigkeit der mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielbaren Leiste ist nicht nur besonders
ästhetisch, sondern sie enthebt auch der Notwendigkeit, nach dem Auftragen überflüssige, in
Form von Säumen vor liegende Masse ?u entferni.ii.
Wird nämlich z.B. eine Siliconmasse verwend t, dann lassen sich die Stellen der Platten, von den Ί
die Masse entfernt werden mußte, nur schwer wiet;.·-
übermalen, da stets eine dünne, anhaltende Schicht dieser Masse verbleibt und die Farbe abstößt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gc genstand der Ansprüche 2 bis 9. Die Erfindung und
ihre vorteilhafte Ausgestaltung ist im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 die Vorderansicht einer Vorrichtung nach
Sa der Erfindung,
Fi g. 2 die Hinteransicht der in Fig. 1 dargestellten
Vorrichtung,
F i g. 3 die in den F i g. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung von der Seite, teilweise geschnitten,
5; Fig.4 eine Ansicht dieser Vorrichtung von unten
und
Fig. 5 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. I in Betrieb.
Eine Vorrichtung 10 zum Auftragen einer fließfähigen Masse auf die Stoßstelle zweier einen Winkel
miteinander einschließender Platten und zum Glätten dieser Maße weist ein an einem Mundstück einer
diese fließfähige Masse enthaltenden Tube 41 befestigbares Anschlußstück 13 auf. Das Anschlußstück
13 ist über einen hohlen Schaft 15 mit einem Auftragkopf 17 verbunden, der zwei im Winkel zueinander
verlaufende Schenkel 31 und 33 aufweist. Erfindungsgemäß ist eine die beiden Schenkel 31 und 33
miteinander verbindende und cine Düsenöffnung 25 aufweisende Basisfläche vorgesehen. Diese Basisfläche
ist, in Bewegungsrichtung der Vorrichtung 10 gesehen, auf ihrer der Düsenoffnung 25 nachgeschalteten
Seite als ebene, gleiche Winke! mit den Außenflächen
der Schenkel 31, 33 einschließende Fläche 37 und auf der anderen Seite der Düsenoffnung 25 als
j vicchen den Schenkeln 31. 33 verlaufende Hohlkehle
39 ausgebildet.
Die gesamte Vorrichtung IO kann aus einem einzigen Stück hergestellt sein, beispielsweise mitteis
Spritzgußverfahren od. dgl. Als Material kann Kunststoff verwendet werden.
Die Außenflächen der Schenkel 31. 33 schließen
mit ihrer durch die Achse des hohlen Schaftes iS verlaufenden Symmetrieebene jeweils einen Winkel
\on 45" ein.
Da die meisten Tubenmundstücke Außengewinde haben, kann das Anschlußstück 13 ein an das Tubenmundstück
aufschraubbi-res Gewinde 21 aufweisen. Es können jedoch auch korrp!em;.ntäre Stege
oder Nuten vorgesehen sein, mittels welcher das AnscNußstück
13 abnehmbar am Tubenmundstück befestigbar ist. Ferner weist die äußere Fläche des Anschlußstückes
13 zweckmäßig eine Riffelung 23 auf, um eine griffige Überfläche zu erhalten. Diese Riffelung
23 kann auch auf dem hohlen Schaft 15 vorgesehen sein. Ferner ist das gezeigte Anschlußstück 13
zylinderförmig ausgebildet.
Wie am besten aus Γ i g. 4 zu ersehen ist, sind auf der Außenfläche jedes Schenkels 31 bzw. 33 Querrippen
35 vorgesehen. Diese Querrippen 35 säubern die Oberfläche der einen Winkel miteinander einschließenden
Platten von überschüssiger oder überfließender Masse, wenn die Vorrichtung 10 'rings
dieser Oberfläche geführt wird.
Zur Herstellung der Vorrichtung 10 wird Polyäthylen bzw. Polytetrafluorethylen bevorzugt, da es
sich dabei um nicht klebende Materialien mit niederer Reibung handelt Dabei kann der Auftragkopf 17
so dünn gemacht werden, daß er flexibel ist. Sollte es daher vorkommen, daß die beiden Oberflächen der
Platten nicht den gewünschten Winkel autweisen, so biegen sich die Schenkel 31. 23 und passen sich den
Oberflächen an. wodurch die Düsenoffnung 25 selbsttätig in Ausfiuchtung mit der Stoßstelle der
Platten gehalten wird.
Die Ebene, in der die Flache 37 liegt, schließt mit den Außenflächen der Schenkel 31. 33 vorzugsweise
jeweils einen Winkel von 45 ein. Dadurch kann die Vorrichtung 10 die aufgetragene Masse in demselben
Winkel glätten, sobald die Vorrichtung längs der ίο Stoßstelle verschoben wird, wobei das vordere Ende
des Auftragkopfes 17 in jede Richtung weisen kann. Die Hohlkehle 39 dient dazu, einen Wulst aus der
Masse zu formen, die durch die Düsenoffnung 25 aus der Vorrichtung 10 bzw. der Tube 41 austritt.
Wie besonders deutlich Fig. 5 zeigt, bildet die Tube 41 n2ch dem Aufsetzen der Vorrichtung 10
praktisch einen Griff; ein Schenkel 31 bzw. 33 des Auftragkopfes 17 wird gegen eine der senkrechten
Oberflächen der Platten, die die Stoßwelle bilden, gchalten,
wobei sich der andere Schenke! dann senkrecht
zum ersten Schenke! ^n die Oberfläche der anderen
Platte anlegt. Wird die Masse aus der Tube 41 ausgedrückt und diese zusammen mit der Vorrichtung
10 längs der Stoßstclle bewegt, dann wird die
Masse als gleichmäßige Dichtleiste bzw. EckwuN:
auf die Stoßstelle aufgetragen. Dieser Eckwulst win.: von den Innenflächen der Schenkel 31 und 33 geformt
und in einem vorbestimmten Winkel zu der Oberflächen der Platten von der Fläche 37 geglättet.
Es versteht sich, daß die Hohlkehle 39 der vorangehende Teil ist, wenn die Vorrichtung längs der Stoßstelle
verschoben wird. Überschüssiges Material, dal/.
aus der Hohlkehle 39 austritt, wird sofort von den
senkrechten Oberflächen der Platten durch die Querrippen 35 auf den Schenkeln 31 und 33 abgekrat/
Wird die Vorrichtung 10 aus einem nicht haftenden oder nicht klebenden Material hergestellt, s..
gleitet sie weich und leicht längs der Oberflächen der Platten. Die Verwendung derartiger Stoffe er
möglicht es ferner, daß die Vorrichtung 10 leicht un : schnell von der Masse, die auf die Stoßstelle aufgi:
tragen wird, gereinigt werden ki«nn. sobald die jeweilige
Arbeit beendet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Auftragen einer fließfähigen Masse auf die Stoßstelle zweier einen Winke!
miteinander einschließender Platten und zum Glätten dieser Mass«, mit an einem Mundstück
einer diese fließfähige Masse enthaltenden Tube befestigbarem Anschlußstück, welches über einen
hohlen Schaft mit einem Auftragkopf verbunden ist, der zwei im Winkel zueinander verlaufende
Schenkel aufweist, gekennzeichnet durch eine die beiden Schenkel (31, 33) miteinander
verbindende und eine Düsenöffnung (25) aufweisende Basisfläche, die, in Bewegungsrichtung
der Vorrichtung gesehen, auf ihrer der Düsenöffnung (25) nachgeschalteten Seite als
ebene, gleiche Winkel mit den Außenflächen dei Schenkel '31. 33) einschließende Fläche (37) und
auf der ar.Jeren Seite der Düsenöffnung (25) als zwischen den Scher kein (31, 33) \erlauiende
Hohlkehle (39) ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß die \ußenflächen der Schenkel (31, 33) mit ihrer durch die Achse des hohlen
Schaftes (15) verlaufenden Symmetrieebene jeweils einen Winkel von 45: einschließen.
?. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußstück
(13) ein a: das Tubenmundstück aufschraubbares Gewinde (21) aufweist.
4. Vorrichtung nach einer der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenfizeic^et, daß das Anschlußstück
(13) eine Riffelung (23) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche ! bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das AnschlußMück
(13) zylinderförmig ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Außenfläche jedes Schenkels (31, 33) Querrippen (35) vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel
(31, 33) flexibel ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene, in
der die Fläche (37) liegt, mit den Außenflächen der Schenkel (31, 33) jeweils einen Winkel von
45° einschließt,
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus PoIytetrafluoräthylen
oder Polyäthylen besteht.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US78981469A | 1969-01-08 | 1969-01-08 | |
| US78981469 | 1969-01-08 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2000687A1 DE2000687A1 (de) | 1970-11-19 |
| DE2000687B2 DE2000687B2 (de) | 1972-11-30 |
| DE2000687C true DE2000687C (de) | 1973-06-20 |
Family
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