DE20005008U1 - Mobile Katapulteinrichtung für Personen - Google Patents
Mobile Katapulteinrichtung für PersonenInfo
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Description
Manfred Weber
Tarostraße 11
04103 Leipzig
Tarostraße 11
04103 Leipzig
Mobile Katapulteinrichtung für Personen Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Katapulteinrichtung, mit deren Hilfe eine oder zwei auf einem speziellen Sitz positionierte Personen in der Weise eine Beschleunigung erfahren, daß diese - eine ballistische Flugbahn beschreibend - in ein künstlich angelegtes oder in der Natur vorhandenes Wasserreservoir befördert werden.
Dementsprechend wird die vorzugsweise in der Art eines Anhängers für Kraftfahrzeuge mobile Katapulteinrichtung an den Rand eines Schwimmbeckens oder Badesees gerollt und mittels ausfahrbarer Stützen vor Ort abgesetzt.
Auf diese Weise dient eine derartige Katapulteinrichtung der Belustigung der Badenden, wodurch die Attraktivität einer Freizeitanlage beträchtlich erhöht wird.
Bekannt ist ein Katapult gemäß OS DE 4425107, mit dessen Hilfe Personen in einer Wurfparabel ins Wasser oder in ein Fangnetz geschleudert werden. Die dort beschriebene Katapulteinrichtung dürfte sich jedoch insofern nur schwer realisieren lassen, als entscheidende Hinweise zur Gestaltung einer solchen Vorrichtung fehlen. Die Beschreibung läßt darüber hinaus offen, wie die Betriebssicherheit eines derartigen Katapults und die Sicherheit der Katapultbenutzer gewährleistet werden soll.
Auch ist diese Vorrichtung nicht mobil, wodurch sich ein Ortswechsel schwierig gestalten dürfte.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer mobilen und somit bei Bedarf an den Rand eines Schwimmbekkens oder an das Ufer eines Badesees fahrbaren Vorrichtung, mit deren Hilfe eine oder zwei Personen ins Wasser katapultiert werden können. Die Vorrichtung soll problemlos transportierbar, einfach gestaltet, preiswert herstellbar und schnell montierbar sein. Außerdem soll ein energiesparender und sicherer Betrieb gewährleistet sein.
Die Aufgabe der Erfindung wird nun dadurch gelöst, daß auf dem Chassis eines Fahrzeuges - beispielsweise eines Anhängerfahrzeuges - in der Weise ein Wurfarm befestigt wird, daß dieser im Bereich seines unteren Endes pendelnd gelagert und mittels eines maschinellen Antriebes aus einer geneigten Lage heraus in kürzestem Zeitraum in eine senkrechte Stellung bewegt wird. Am oberen Ende des vorzugsweise teleskopartig nach obenhin verlängerbaren Wurfarmes ist ein maschinell neigbarer, die zu katapultierenden Personen aufnehmender Sitz befestigt. In dem Augenblick, in dem nun die Bewegung des Wurfarmes mit Erreichen seiner fast senkrechten Stellung durch eine Pral!vorrichtung apprupt gestoppt wird, wird die Person vom Sitz katapultiert und bewegt sich auf einer ballistischen Bahn in Richtung eines den Aufprall dämpfenden Wasserreservoirs .
Dabei ist der Sitz mit einem einen Endes eine Entriegelungsvorrichtung aufweisenden Sicherheitgurt ausgestattet, welcher sich erst in dem Moment löst, in dem - mit Erreichen der für einen sicheren bal-
listischen Flug erforderlichen Geschwindigkeit ein Steuergerät das Kommando dazu erteilt. Erfindungsgemäß ist der Wurfarm zusätzlich mit einer unterhalb seiner Drehachse angeordneten, denselben - zwecks Zustieges des Katapultbenutzers in eine nahezu waagerechte Lage drehenden Verstelleinrichtung - vorzugsweise einem durch Ritzel angetriebene Zahnstangensegment - versehen.
Nachstehend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden: Fig.l zeigt die mobile Katapulteinrichtung in Seitenansicht in der Phase unmittelbar vor dem Auslösen des Katapultiervorganges.
Fig.2 zeigt die mobile Katapulteinrichtung in Seitenansicht in der das Besteigen des Sitzes ermöglichenden Stellung.
Fig.3 zeigt in Draufsicht den Sitz mit dem die zu katapultierende Person umschließenden Sicherheitsgurt.
Fig.l zeigt im einzelnen die mobile, anhängerartige Katapulteinrichtung, bestehend aus einem Chassis 1, welches seinerseits mit einer starren Hinterachse 4 und einer lenkbaren, mit einer Zugstange 2 versehenen, an einem Drehgestell 13 befestigten Vorderachse 3 verbunden ist. Auf der oberen, ebenen Fläche des Chassis 1 ist ein Lagerbock 6 befestigt, in dem - schwenkbar um eine horizontale Achse - ein pneumatischer Arbeitszylinder 5 gelagert ist. Auf dem Ende des nach oben hin ausfahrbaren Kolbens 10 dieses Arbeitszylinders 5 ist in der Weise ein die zu katapultierenden Personen 36 aufnehmender Sitz 11 befestigt, daß dieser mit einem neigbaren Gelenk 12 sowie dem dazu erforderlichen Verstellmechanismus
33 ausgestattet ist.
Schließlich ist auf der oberen, ebenen Fläche des Chassis 1 ein weiterer Lagerbock 9 befestigt, in dem ein zweiter pneumatischer Arbeitszylinder 8 im stirnseitigen Bereich um eine horizontale Achse drehbar befestigt ist, wobei dessen Kolbenstangenkopf 28 - ebenfalls drehbar - mit einem an der Längsseite des Arbeitszylinders 5 angeordneten Lagerbock 7 verbunden ist.
Der in Abwurfstellung eine aufgerichtete Position einnehmende Arbeitszylinder 5 läßt sich zum Zwecke des Besteigens des Sitzes 11 in der Weise in eine horizontale Lage absenken, daß an dem unterhalb des Lagerbockes 6 reichendem Ende des Arbeitszylinders 5 ein kreisförmiges Zahnsegment 14 befestigt ist, in das ein mit einem Antrieb 27 Versehens Ritzel eingreift.
Das Ritzel 15 selbst ist auf seiner Achse verschiebbar angeordnet, so daß dieses im Augenblick der Ausführung der Wurfbewegung durch den Arbeitszylinder 5 außer Eingriff in den Zahnkranz 14 ist. Der katapultartige Effekt wird im übrigen dadurch erzielt, daß die Bewegung des durch den Arbeitszylinder 5 gebildeten Wurfarmes dadurch apprupt gestoppt wird, daß dieser gegen eine mit dem Chassis 1 verbundene und durch eine Druckfeder 24 abgefederte Prallplatte 23 schwenkt. Der für das Ausführen dieser Bewegung erforderliche Arbeitszylinder wird dabei mit Druckluft beaufschlagt, welche durch einen unter dem Chassis 1 angeordneten Kompressor 25 erzeugt wurde und über diverse Druckluftleitungen 29,32 sowie eine geeignete Steuereinheit 30 aus einem Druckspeicher 26 zugeführt wird. Weiterhin ist auch der die katapultartige Wurfbewegung ausführende Arbeitszylinder 5 durch diverse Druckluft-
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leitungen 31 mit dem Druckspeicher 26 verbunden. Zwecks Steuerung und Bedienung der in vorstehender Weise beschriebenen Wurfeinrichtung ist im hinteren Bereich des Chassis 1 ein mit einer Überdachung 34 versehenes Steuerpult 22 angeordnet, vor dem ein der Bedienperson zustehender Sitz 21 befestigt ist. Sowohl der vor dem Steuerpult 22 befestigte Sitz 21 als auch der von den zu katapultierenden Personen zu besteigende Sitz 11 ist jeweils über eine ausklappbare Treppe 19 bzw. 20 erreichbar.
Die für den Wurfvorgang erforderliche Standfestigkeit der anhängerartigen, mobilen Katapulteinrichtung wird dadurch erreicht, daß jeweils längsseitig im Bereich der Stirnseiten herausschwenkbare Stützarme 16 befestigt sind, die in der Weise jeweils mit einer unten einen Druckteller 18 aufweisenden Gewindespindel 17 versehen sind, daß die Katapulteinrichtung beim Herunterdrehen der Gewindespindeln 17 ihre über die Räder zustandegekommene Bodenhaftung vollständig verliert und sich dann nur noch auf den Drucktellern 18 abstützt.
Fig.2 zeigt im einzelnen die mobile, anhängerartige Katapulteinrichtung, wobei die längsseitig angeordneten Stützarme 16 an das Chassis 1 herangeklappt und die Gewindespindeln 17 mit den daran befestigten Drucktellern 18 zurückgedreht sind. Die Treppen 19,20 sind eingezogen und der Wurfarm 5 ist eingefahren.
Fig.3 zeigt den Sitz 11 mit der zu katapultierende Person 36. Die Person ist durch einen Sicherheitsgurt 37 für den Fall gesichert, daß - auf halbem Wege - eine Funktionsstörung des Wurfarmes 5 eintritt und damit die Gefahr des Absturzes des Kata-
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pultbenutzers 36 drohen würde. Eines der Enden des Sicherheitsgurtes 37 mündet in einer elektromechanischen Kupplung 38, die das Lösen des Sicherheitsgurtes 37 erst dann zuläßt, wenn der Wurfarm 5 eine solche Stellung und Geschwindigkeit erreicht hat, daß eine ballistische Flugbahn des Katapultbenutzers 36 gewährleistet ist.
Claims (7)
1. Mobile Katapulteinrichtung für Personen, versehen mit einem mechanischen, durch eine Kraftmaschine erzeugten Antrieb, dadurch gekennzeichnet,
1. daß auf dem Chassis (1) eines Fahrzeuges ein im Bereich seines unteren Endes horizontal gelagerter Wurfarm (5) befestigt und oberhalb dessen (6) Drehachse ein das Drehen des Wurfarmes (5) bewirkendes Antriebselement (8) angeordnet ist,
- daß der Wurfarm (5) nach oben hin teleskopartig (10) verlängerbar ist, wobei am oberen Ende desselben (5) ein eine einzelne oder mehrere Personen (36) aufnehmender Sitz (11) befestigt ist und
- daß in Wurfrichtung eine die Bewegung des Wurfarmes (5) im Moment des Erreichens der senkrechten Lage desselben abfedernde Vorrichtung (23, 24) angeordnet ist.
2. Mobile Katapulteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wurfarm (5) unteren Endes mit einem die Form eines Kreissegmentes aufweisenden Zahnkranz (14) versehen ist, in welchen ein axial verschiebbares Ritzel (15) eingreift.
3. Mobile Katapulteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese - vorzugsweise an ihrer Längsseite - ausklappbare Stützen (16) aufweist, an deren unteren Enden jeweils ein mittels Gewindespindel (17) vertikal verstellbarer Stützteller (18) befestigt ist.
4. Mobile Katapulteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Chassis (1) eine oder mehrere, das Begehen der Oberseite desselben erleichternde, einklappbare oder einziehbare Leitern oder Treppen (19, 20) angeordnet sind.
5. Mobile Katapulteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz (11) mit einem am Katapultbenutzer (36) anliegenden und mindestens einen Endes mit einer Entriegelungsvorrichtung (38) ausgestattetem Sicherheitsgurt (37) versehen ist.
6. Mobile Katapulteinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelungsvorrichtung (38) mit einem den Katapultiervorgang kontrollierenden Steuergerät verbunden ist.
7. Mobile Katapulteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Antrieb (8) des Wurfarmes (5) auch eine nach dem Rückstoß- oder Explosionsprinzip arbeitende Antriebseinheit angeordnet sein kann.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20005008U DE20005008U1 (de) | 2000-03-17 | 2000-03-17 | Mobile Katapulteinrichtung für Personen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20005008U DE20005008U1 (de) | 2000-03-17 | 2000-03-17 | Mobile Katapulteinrichtung für Personen |
Publications (1)
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| DE20005008U1 true DE20005008U1 (de) | 2000-05-25 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20005008U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ITRE20100030A1 (it) * | 2010-04-06 | 2011-10-07 | Armando Tamagnini | Apparecchiatura di divertimento per parchi e luna park, con lancio di persone |
-
2000
- 2000-03-17 DE DE20005008U patent/DE20005008U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ITRE20100030A1 (it) * | 2010-04-06 | 2011-10-07 | Armando Tamagnini | Apparecchiatura di divertimento per parchi e luna park, con lancio di persone |
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