DE20005999U1 - Färbegerät für auf Objektträger angeordnete Proben mit mehreren Färbewannen und einem Objektträgerhalter - Google Patents
Färbegerät für auf Objektträger angeordnete Proben mit mehreren Färbewannen und einem ObjektträgerhalterInfo
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Description
Liermann-Castell PO 1353 ··..·'· · "·· · * : ! !
Färbegerät für auf Objektträgem angeordnete Proben mit mehreren
Färbewannen und einem Objektträgerhalter
Färbewannen und einem Objektträgerhalter
Die Erfindung betrifft ein Färbegerät für auf Objektträgern angeordnete Proben mit mehreren Färbewannen und einem Objektträgerhalter.
Derartige Färbegeräte werden in der Hämatologie, der Bakteriologie, der Histologie, der Immunhistologie und der Zytologie verwendet. Immunfarbeautomaten werden z.B. zum halb- oder vollautomatischen Anfertigen von immunhistologischen Präparaten verwendet.
Bekannt ist ein Gerät „Tech-mate Horizon" der Firma Dako. Es arbeitet mit der Kapillarspalttechnik, bei der die Färbereagenzien durch einen Spalt zwischen zwei Objektträgern auf die Schnitte gebracht werden. Ein spezieller Objektträgerhalter transportiert die Schnitte zu den jeweiligen Färbewannen. Pro Durchgang können mit diesem Gerät 20 Schnitte gefärbt werden. Das Gerät kann mit vielen verschiedenen Reagenzien gefüllt werden und ermöglicht dadurch die automatische Durchführung beliebiger Färbeverfahren. Auch Doppelfärbungen können mit diesem Gerät durchgeführt werden.
Das Gerät ist jedoch in der Anschaffung extrem teuer und hat besonders hohe Folgekosten durch das notwendige Verbrauchsmaterial, das sich pro Objektträger berechnet.
Ein weiteres bekanntes Färbegerät ist das Gerät „Mirastainer" der Firma Merck. Bei diesem Gerät erfolgt die Färbung der Schnitte durch
Eintauchen von bis zum 28 Objektträgern in insgesamt 6 verschiedene Färbewannen mit jeweils 300 ml Färbelösung. Die Färbelösungen können mehrere Monate lang wiederverwendet werden. Mit Hilfe dieses Prinzips gelingen Färbungen mit sehr hoher Qualität und hoher Reproduzierbarkeit, die am ehesten darauf zurückzuführen ist, dass die Schnitte frei in einem Überschuss von Färbereagenzien schwimmen. Außerdem werden intensive Waschvorgänge durchgeführt.
Das Gerät ist günstiger in der Herstellung und durch die Wiederverwendung der Reagenzien entstehen pro Schnitt relativ niedrige Folgekosten.
Bei der Verwendung des Färbegerätes „Mirastainer" muss der Anwender den Erstantikörper selbst auf jeden Objektträger einzeln auftragen und in einer feuchten Kammer inkubieren lassen, bevor das Gerät die Färbung ab dem folgenden Färbeschritt selbstständig durchführt. Dadurch entsteht dem Anwender erhebliche Zusatzarbeit. Darüber hinaus ist die Färbung nur mit bestimmten Erstantikörpern kompatibel und insgesamt auf Humangewebe ausgelegt. Dies ist insbesondere für wissenschaftliche Labore, die häufig mit Mausgewebe arbeiten, von Nachteil. Der dritte, wesentliche Nachteil ist die Tatsache, dass mit diesem Set keine Doppelfärbungen durchgeführt werden können.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Färbegerät zu entwickeln, das einfach im Aufbau und dadurch preisgünstig in der Herstellung ist und eine Vielzahl an unterschiedlichen Färbeverfahren insbesondere für die Immunhistologie ermöglicht.
Liermann-Castell P01353
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einem gattungsgemäßen Färbegerät mindestens eine Färbewanne in mehrere Kompartimente unterteilt ist.
Dies hat zunächst den Vorteil, dass eine Vielzahl verschiedener Reagenzien eingesetzt werden kann, da jedes Kompartiment mit einer anderen Reagenzie befüllbar ist. Dadurch können verschiedene Primärantikörper, Sekundärantikörper und Enzymkomplexe verwendet werden. Erfreulicherweise hat sich herausgestellt, dass die Reagenzien bei optimaler Verdünnung in handelüblichen Antikörperver-dünnungsmedien über mehrere Monate stabil bleiben und wiederverwendet werden können.
Die Unterteilung der Färbewannen in mehrere Kompartimente hat darüber hinaus den weiteren Vorteil, dass ein kompakter einfacher Aufbau des Färbegeräts mit einer begrenzten Anzahl an Färbewannen - wie aus dem Stand der Technik bekannt - beibehalten werden kann. Der Geräteaufbau bleibt somit einfach und der im Labor zur Verfügung zu stellende Platz muss nicht erhöht werden.
Letztlich hat die Einteilung der Färbewanne in mehrere Kompartimente den Vorteil, dass nicht die gesamte Färbewanne mit einer teuren Reagenzie befüllt werden muss und dadurch kleinere Mengen an Antikörperreagenzienlösungen notwendig sind. Dies ist im Hinblick auf relativ hohe Kosten für Antikörperlösungen von besonderer Bedeutung.
Eine für die Praxis besonders relevante Ausführungsform sieht vor, dass die Kompartimente zwischen zwei und zehn, vorzugsweise zwischen vier und acht Objektträger aufnehmen. Dies ermöglicht es, einerseits mehrere
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Objektträger gleichzeitig zu behandeln und andererseits unterschiedlichste Färbeverfahren durchzuführen. Außerdem kann die bekannte Vorrichtung „Mirastainer" hierzu auf einfache Art und Weise umgebaut werden.
Vorteilhaft ist es, wenn ein Kompartiment etwa 50 ml Flüssigkeit aufnimmt. Dies hält einerseits die Kosten für die Antikörperlösung niedrig und andererseits können pro Färbung und Kompartiment etwa sieben Objektträger gefärbt werden.
Um auf engstem Raum möglichst viele Objektträger in einem Kompartiment anzuordnen, wird vorgeschlagen, dass die Kompartimente eine Quaderform aufweisen. Auch dies reduziert den Bedarf an Antikörperlösungsmitteln.
Ein für die Praxis besonders gut einsetzbares Färbegerät weist mindestens vier Färbewannen auf. Da diese Färbewannen wiederum in Kompartimente unterteilt sind, können die aus dem Stand der Technik bekannten Färbegeräte auch als kleine Geräte angeboten werden.
Vorteilhaft ist es, wenn eine Färbewanne in zwei bis zehn, vorzugsweise vier bis sechs Kompartimente unterteilt ist. Dies ermöglicht eine einfache und schnelle Durchführung verschiedener Färbeverfahren.
Um mehrere mit Proben bestückte Objektträger gleichzeitig in einem Kompartiment oder einer Wanne anzuordnen, wird vorgeschlagen, dass der Objektträgerhalter mehrere Objektträger aufnimmt. Hierbei sind verschiedene Objektträgerhaltesysteme einsetzbar, die es ermöglichen, mehrere Objektträger gleichzeitig in einer Wanne zu positionieren.
Vorteilhaft ist es, wenn der Objektträgerhalter einen Kamm aufweist. Dieser Kamm greift vorzugsweise an zwei gegenüberliegenden Seiten zwischen die Objektträger und hält die Objektträger sicher in beabstandeter Lage.
Besonders vorteilhaft für das erfindungsgemäße Färbegerät ist ein Objektträgerhalter, der mehrere Einschübe für Objektträger aufweist, die derart angeordnet sind, dass alle in den Einschüben angeordneten Objektträger gleichzeitig in der Färbewanne positionierbar sind. Der Objektträgerhalter muss daher so konzipiert sein, dass ein Absenken des Objektträgerhalters in die Wanne durch die Kompartimente begrenzenden Zwischenwände nicht behindert wird.
Um das Färbeverfahren vollautomatisch durchzuführen, wird letztlich vorgeschlagen, dass der Objektträgerhalter zur Positionierung eine programmierbare Steuerung aufweist. Diese Steuerung kann einmal für ein bestimmtes Färbeverfahren programmiert werden und erlaubt es anschließend, bei entsprechender Bestückung des Objektträgerhalters das Verfahren mit mehreren Proben automatisch durchzuführen.
Ein Ausführungsbeispiel eines erfmdungsgemäßen Färbegerätes ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
Es zeigt:
Figur 1 einen Schnitt durch eine Färbewanne und einen Objektträgerhalter und
Figur 2 eine Draufsicht auf die Färbewanne.
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Das in Figur 1 gezeigte Färbegerät 1 besteht im wesentlichen aus einer Färbewanne 2 und einem Objektträgerhalter 3.
Die Färbewanne 2 hat eine rechteckige Grundfläche und ist in fünf Kompartimente 4 bis 8 durch Zwischenwände 9 bis 12 unterteilt. Die Zwischenwände 9 bis 12 sind derart mit der Wanne 2 verbunden, dass in die Kompartimente 4 bis 8 verschiedene Flüssigkeiten eingefüllt werden können, ohne sich zu vermischen. Dies ist in der Figur 1 durch eine leicht unterschiedliche Höhe der Flüssigkeitsspiegel angedeutet.
Der Objektträgerhalter 3 hat einen quaderförmigen Grundkörper 13, in dessen oberem Bereich eine abgewinkelte Bohrung 14 für eine Halterung (nicht gezeigt) befestigt ist. Diese Bohrung bzw. Halterung 14 bildet eine Verbindung zu einem Spindelantrieb (nicht gezeigt), der ein Anheben und Absenken des Objektträgerhalters erlaubt und zusätzlich eine Verschiebung des Objektträgerhalters von einer Wanne zu einer anderen Wanne ermöglicht. Bei linearer Anordnung verschiedener Wannen 2 wird der Objektträgerhalter 3 verschoben und bei einer kreisförmigen Anordnung von Wannen 2 ist eine Drehung des Objektträgerhalters 3 um eine zentrale Achse vorgesehen.
An der unteren Seite des quaderförmigen Blockes 13 sind nutartige Einschnitte 15 vorgesehen, in die ein Objektträger 16 einsteckbar ist. Diese nutartigen Einschnitte 15 sind entsprechend den darunter liegenden Kompartimenten 4 bis 8 gruppiert. Hierbei wurden am Objektträgerhalter
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fünf Gruppen von jeweils sieben Nuten vorgesehen. Dadurch können in die Kompartimente 4 bis 8 jeweils fünf Objektträger eingetaucht werden.
Die Nuten 15 im quaderförmigen Block 13 bilden einen Kamm 17. Die dort eingesteckten Objektträger 16 werden auf der dem Kamm 17 gegenüberliegenden Seite durch schmalere kammartige Elemente 18 bis 22 gegen ein Herausfallen aus den Nuten 15 gesichert. Ein U-förmiger Haltebügel 23 bis 27 hält jeweils ein kammartiges Element 18 bis 22 am quaderförmigen Block 13 des Objektträgerhalters 3.
Das untere Ende jedes kammartigen Elementes 18 bis 22 ist bogenförmig ausgebildet. Die Bogenform erleichtert es, vor allem bei relativ kleinen Kompartimenten 4 bis 8 die U-förmigen Haltebügel 23 bis 27 mit den kammartigen Elementen 18 bis 22 in die Wanne einzusetzen und jeweils den Platz für den Haltebügel zwischen den Zwischenwänden 9 bis 12 zu finden.
Die Wanne 2 und der Objektträgerhalter 3 sind derart aufeinander abgestimmt, dass etwa 50 ml pro Kompartiment 4 bis 8 für das Färbeverfahren ausreichen.
Claims (10)
1. Färbegerät (1) für auf Objektträgern (16) angeordnete Proben mit mehreren Färbewannen (2) und einem Objektträgerhalter (3), dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Färbewanne (2) in mehrere Kompartimente (4 bis 8) unterteilt ist.
2. Färbegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompartimente (4 bis 8) zwischen zwei und zehn, vorzugsweise zwischen vier und acht Objektträgern (16) aufnehmen.
3. Färbegerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kompartiment (4 bis 8) etwa 50 Milliliter Flüssigkeit aufnimmt.
4. Färbegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompartimente (4 bis 8) eine Quaderform aufweisen.
5. Färbegerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Färbegerät (1) mindestens vier Färbewannen (2) aufweist.
6. Färbegerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Färbewanne in zwei bis zehn bzw. vier bis sechs Kompartimente vier bis acht unterteilt ist.
7. Färbegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Objektträgerhalter (3) mehrere Objektträger (16) aufnimmt.
8. Färbegerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Objektträgerhalter (3) einen Kamm (17) aufweist.
9. Färbegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Objektträger (3) mehrere Einschübe (15) für Objektträger (16) aufweist, die derart angeordnet sind, dass alle in dem Einschüben (15) angeordneten Objektträger (16) gleichzeitig in der Färbewanne (2) positionierbar sind.
10. Färbegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Objektträgerhalter (3) zur Positionierung eine programmierbare Steuerung aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20005999U DE20005999U1 (de) | 2000-04-04 | 2000-04-04 | Färbegerät für auf Objektträger angeordnete Proben mit mehreren Färbewannen und einem Objektträgerhalter |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20005999U1 true DE20005999U1 (de) | 2001-08-09 |
Family
ID=7939649
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE20005999U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006068502A1 (en) * | 2004-12-23 | 2006-06-29 | Ljungmann Oeystein | A holding device for microscope slides with tissue specimens |
-
2000
- 2000-04-04 DE DE20005999U patent/DE20005999U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006068502A1 (en) * | 2004-12-23 | 2006-06-29 | Ljungmann Oeystein | A holding device for microscope slides with tissue specimens |
| US7952798B2 (en) | 2004-12-23 | 2011-05-31 | Dako Instrumec As | Holding device for microscope slides with tissue specimens |
| US8498049B2 (en) | 2004-12-23 | 2013-07-30 | Dako Instrumec As | Holding device for microscope slides with tissue specimens |
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