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DE20005909U1 - Kläranlage zur Reinigung von Abwasser - Google Patents

Kläranlage zur Reinigung von Abwasser

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DE20005909U1
DE20005909U1 DE20005909U DE20005909U DE20005909U1 DE 20005909 U1 DE20005909 U1 DE 20005909U1 DE 20005909 U DE20005909 U DE 20005909U DE 20005909 U DE20005909 U DE 20005909U DE 20005909 U1 DE20005909 U1 DE 20005909U1
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/02Aerobic processes
    • C02F3/12Activated sludge processes
    • C02F3/1236Particular type of activated sludge installations
    • C02F3/1242Small compact installations for use in homes, apartment blocks, hotels or the like
    • C02F3/1247Small compact installations for use in homes, apartment blocks, hotels or the like comprising circular tanks with elements, e.g. decanters, aeration basins, in the form of segments, crowns or sectors
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Description

Kläranlage zur Reinigung von Abwasser
Es wird eine Kläranlage zur Reinigung von Abwasser, insbesondere Kleinkläranlage oder kleine Kläranlage, beschrieben. Bei der Kläranlage wird das Abwasser nach Durchlaufen der mechanischen Vorreinigung einer Kammer zugeführt, in dem das eigentliche biologische Reinigungsverfahren stattfindet. Die Reinigung erfolgt dergestalt, dass während einer Füllphase dieser Kammer das Abwasser mittels Belüftungseinrichtungen mit Sauerstoff versorgt und dabei gleichzeitig umgewälzt wird. Nach Abschluss der Füll- und Belüftungsphase mit entsprechenden Pausenzeiten wird die Belüftungseinrichtung und damit die Umwälzung des Wassers beendet. In der darauffolgenden Abesetzphase setzt sich der belebte Schlamm ab. Das gereinigte Abwasser in der sog. Klarwasserphase wird von einer Mammutpumpe abgezogen und einem kombinierten Probeentnahme- und Überlaufgefäss zugeführt, welches mit dem Ablauf der Kläranlage verbunden ist. Dadurch wird gewährleistet, dass auch bei diskontinuierlichem Betrieb jederzeit sowohl für die Wasserbehörde als auch für den Wartungsdienst eine Probenahmemöglichkeit besteht. Anschließend wird über ein fest installiertes Abzugssystem der Überschußschlamm automatisch abgezogen.
Nach Abschluss der Überschussschlammabzugsphase beginnt erneut die Füll- und Belüftungsphase. Wesentlich ist, dass das Abwasser in einem kombinierten Belebungs/Nachklärbecken gereinigt wird bei gleichzeitigem diskontinuierlichem Betrieb und ausschliesslich unter Einsatz von luftbetriebenen Belüftungs-, Umwälz- und Abpumpvorgängen einschl. der Rückführung von Überschussschlamm in die Vorklärung.
Beschreibung:
Die Kläranlage arbeitet nach dem Belebtschlammprinzip im Aufstauverfahren ( Einbecken- oder SBR-Anlage ). Es werden dabei die Schmutzstoffe aus dem Abwasser von schwebenden Mikroorganismen ( Belebtschlamm) aufgenommen und in Biomasse umgewandelt.
Durch den ständigen Sauerstoffüberschuss während der Belüftungsphase werden die Mikroorganismen ( Biomasse ) aktiv gehalten und der entstehende Belebtschlamm, der bis zur Schlammabfuhr in der Belebung verbleibt, aerob stabilisiert.
Das bedeutet, dass alle abbaubaren Stoffe im Schlamm, die normalerweise zur Faulung führen, biologisch abgebaut werden. Eine Geruchsbelästigung ist somit ausgeschlossen. Die Anlage ist so bemessen, dass der Belebtschlamm, der in einem halben Jahr ensteht, mindestens dort bis zur Abfuhr verbleiben kann.
Der Belüfter und die Mammutpumpen sind an einem Zentralrohr befestigt. Mit einem fest installierten Schwimmer wird ermittelt , ob ein Klarwasserabzug in den Nachtstunden erforderlich ist. Die komplette
Maschinentechnik kann zu Wartungszwecken mittels zentralem Montagerohr durch den Deckel der Kläranlage herausgezogen werden . Die Kläranlage besteht aus einem Behälter. Das Abwasser gelangt zuerst in eine integrierte Zweikammervorklärung. Von dort wird das Abwasser während der Füllphase mittels einer Mammutpumpe in regelmäßigen Abständen in die Belebung gefördert. Dies ist notwendig, um den Wasserstand der Vorklärung ständig niedrig zu halten, um während der Absetz- und Abzugsphase einen Puffer für das während dieser Zeit der Anlage zufließende Abwasser zu haben. Die Belüftung erfolgt intermittierend über den Belüfter. Die Belüftungszeit wird so eingestellt , dass ein Mindestsauerstoffgehalt von 1 mg/l nicht unterschritten wird.
In den Nachtstunden, etwa ab 1 Uhr, wird der Belüfter abgestellt und es beginnt die Absetzphase. Die in dieser Zeit anfallenden geringen Abwassermengen werden im Puffer der Vorklärung gespeichert. Nach Stunden Absetzzeit wird über eine Klarwasserpumpe das gereinigte Abwasser abgeleitet. Über einen Schwimmer wird der Ausschaltpunkt der Pumpe festgelegt. Falls infolge eines Defektes dieser Minimalwasserstand nicht erreicht werden kann, wird über diesen Schwimmer Alarm ausgelöst. Anschließend wird über ein fest installiertes Abzugssystem der Überschussschlamm automatisch zur Vorklärung abgezogen.
Ist um ca. 19 Uhr der Schwimmer noch nicht eingeschaltet, kann davon ausgegangen werden, dass die Auslastung der Anlage sich stark verringert hat. Die Anlage schaltet in einen Sparbetrieb. Während dieser Phase werden die Belüftungszeiten reduziert. Schaltet der Schwimmer ein, arbeitet die Anlage im Normalbetrieb weiter.
Nach beendetem Überschussschlammabzug wird die intermittierende Blüftung wieder eingeschaltet. Die Anlage ist also auf eine Zykluszeit von 24 Stunden eingestellt.
Da der Belebtschlamm sich in der Belebung anreichert, ist dieser Überschussschlamm entweder über die SPS automatisch oder durch den Wartungsdienst abzuziehen.
Der Schlamm in der Vorklärung ist halbjährlich oder jährlich entsprechend der Bemessung abzufahren.
Erläuterungen zur Skizze
1 Luftverdichter
2 Luftverteiler mit Ventilen
3 Luftleitung zur Mammutpumpe Klarwasserabzug
4 Luftleitung zur Mammutpumpe
Überschussschlammabzug
5 Luftleitung zur Belüftung
6 Luftleitung zur Mammutpumpe Beschickung
Belebungsbecken
7 Zulauf
&dgr; Vorklärung
9 Mammutpumpe Beschickung Belebungsbecken
10 Mammutpumpe Uberschussschlammabzug
11 Mammutpumpe Klarwasserabzug
12 Ablaufsammei- und Probenahmegefäß
13 Ablauf
14 Belüfter
15 Zentrales Montagerohr

Claims (18)

1. Kläranlage insbesondere Kleinkläranlage oder kleine Kläranlage, mit mindestens einer von einer Wand umgrenzten Abwasserreinigungskammer, die im Horizontalschnitt die Form eines Teil- oder Vollkreises besitzt, mit mindestens einer unten angeordneten Belüftungseinrichtung, einer Abwasserzuführung in die Abwasserreinigungskammer, einer Abführungseinrichtung für das gereinigte Abwasser aus der Kammer mittels einer Pumpeinrichtung, einem Probenentnahmegefäss, in die die Abwasserabfährungsleitung mündet und welches gleichzeitig einen Überlauf zur Abführung des gereinigten Abwassers besitzt, einer Überschußschlammabzugsvorrlichtung, einer Luftversorgungseinheit (Gebläse o. ä.), einer Steuerung, Luftverteilersystem sowie Ventile zum Ansteuern des Luftverteilersystems.
2. Kläranlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Abwasserreinigungskammer in mehrere Sektoren unterteilt ist, in denen jeweils die Einrichtungen nach Anspruch 1 eingebaut sind.
3. Kläranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine Abführungsleitung für den Überschussschlamm eingebaut und betrieben wird.
4. Kläranlage nach Anspruch 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass der Abwasserreinigungskammer eine im gleichen Behälter angeordnete Ein- Zwei- oder Drei-Kammer-Vorklärung vorgeschaltet ist.
5. Kläranlage nach Anspruch 1, 2, 3, oder 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Vorklärung in einem oder mehreren separaten Behältern untergebracht ist.
6. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die separate Vorklärung entfällt und im gleichen Behälter nur eine Tauch- bzw. Trennwand mit unten, mittig oder oben angeordnetem Durchlass ist.
7. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickung der Abwasserreinigungskammer mit Abwasser im oberen, mittleren oder unteren Drittel erfolgt.
8. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass in der Abwasserreinigungskammer eine oder mehrere Belüftungseinrichtungen eingebaut und betrieben werden.
9. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung der Luftversorgungsleitungen über Ventile mechanisch, elektrisch, elektrohydraulisch, elektromagnetisch oder hydraulisch erfolgt.
10. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Luftversorgungsleitungen mit flexiblen Leitungen ausgeführt sind.
11. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Luftversorungsleitungen mit festen Rohrleitungen ausgeführt sind.
12. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte technische Ausrüstung als eine komplette Montageeinheit an einem Montageträger fixiert wird.
13. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadruch gekennzeichnet, dass die Luftversorgung der Anlage durch eine Gebläseeinrichtung (Drehschieber oder Seitenkanalverdichter) oder sonstige Verdichtereinheit sichergestellt wird.
14. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Luftversorgungseinheit in einem Betriebsgebäude, einem Schaltschrank oder einem anderweitigen raumbildenden Bauteil oberhalb oder innerhalb des Erdreiches vorhanden ist.
15. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass in der Anlage ein oder mehrere Schwimmer eingebaut sind, die die Steuerung mit notwendigen Informationen bezüglich der anfallenden Wassermenge für daraus resultierende Steuerbefehle versorgt.
16. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass in der Anlage der Überschußschlamm automatisch im Belebungsbecken durch ein in einem bestimmten Abstand zur Beckensohle angebrachtes Rohr nach dem Klarwasserabzug mittels Mammutpumpe oder einem anderen Pumpensystem (Tauchpumpe) zur Vorklärung abgeführt wird.
17. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass in der Anlage eine Unterbelastung (z. b. Urlaub) automatisch durch Abwasserrückführung im Belebungsbecken durch ein in einem bestimmten Abstand zur Beckensohle angebrachtes Rohr nach dem Klarwasserabzug mittels Mammutpumpe oder einem anderen Pumpensystem Tauchpumpe) zur Vorklärung ausgeglichen wird. Hierdurch wird eine Vermischung von Vorklärabwasser und damit eine entsprechende Belastung der Belebung trotz reduziertem oder fehlendem Zufluß bewirkt.
18. Kläranlage nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass in der Anlage eine eine Gesamtzykluszeit frei einstellbar ist (z. B. 24 h, 8 h, 6 h etc.)
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