Sitz- und Liegemöbel
Die Erfindung betrifft ein Sitz- und Liegemöbel, bei dem ein gepolstertes Rückenteil in eine horizontale Lage bringbar ist und mit seiner Polsterfläehe mit dem Sitzpolster eine Liegefläche bildet, wobei ein Schonlaken vorgesehen ist, welches in der Liegeposition über die Liegefläche des Rückenteiles bringbar ist.
Ein solches Möbel ist aus dem DE-GM 296 10 834.0 bekannt. Dabei ist &iacgr;&ogr; ein Rückenteil zum Sitzpolster durch Verschwenkung um 180° in eine horizontale Lage bringbar, in der es mit dem Polster eine Liegefläche bildet. In der Sitzposition gesehen ist an dem Rückenteil an der Rückseite ein doppellagiges Schonlaken befestigt, welches in der verschwenkten Liegeposition aufgeschlagen werden kann zur Überdeckung der Sitzpolster-Oberseite. Damit überdeckt das Schonlaken in der Liegeposition sowohl das Rückenteil als auch durchgehend das Sitzpolster und trägt zur Schonung des mit einem Möbelstoff bezogenen Sitzpolsters bei. Das Schonlaken kann dabei aus geeigneten Materialien bestehen und abnehmbar befestigt sein. Eine solche Anbringung des Schonlakens setzt voraus, daß das Rückenteil mit seiner Rückseite zur Liegefläche verschwenkbar ist. Dazu ist in der Regel Sitzpolster zu verschieben, um das Rückenteil verschwenken zu können. Dann ist das Schonlaken zugänglich. Im Prinzip ist bei dieser Konstruktion das doppellagige Schonlaken in der Gesamtfläche
der Summe von der Oberseite des Sitzpolsters und der gesamten Fläche des Rückenteiles ein Zusatzteil, welches lediglich zur Aufbewahrung bzw. zum Verstauen an der Rückseite des Rückenteiles angeordnet ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht ebenfalls darin, den Sitzbezug in der Liegestellung des Möbels zu schonen, dabei jedoch die Handhabung zu vereinfachen.
Gelöst wird die Erfindungsaufgabe an einem Sitz- und Liegemöbel mit den
&iacgr;&ogr; Merkmalen des Anspruchs 1. Der Gedanke der Erfindung liegt darin, am Sitzpolster, welches mit einem einem Schonlaken entsprechenden Bezug versehen sein kann, ein weiteres Stoffteil im Bereich der zum Rückenteil gewandten Längskante anzuordnen, welches in der Sitzposition den Sitzteilbezug mit seiner Oberseite bildet und welches zum Überschlagen auf das in die Liegeposition gebrachte Rückteil an seiner Rückseite ein Schonlaken bildet, welches vorzugsweise ebenfalls aus einem entsprechenden Material bestehend sein kann. Vorzugsweise ist daher das Stoffteil doppellagig ausgeführt. Bei dieser erfindungsgemäßen Konstruktion ist also das das Schonlaken bildende zusätzliche Stoffteil nicht als Zusatzteil hinter dem Rückenteil zu verstauen, sondern es liegt in der Sitzposition immer auf dem Sitzpolster und bildet den Sitzpolsterbezug. Es ist vorzugsweise abnehmbar mit entsprechenden Befestigungsmitteln angebracht und kann daher zu Reinigungs- oder Erneuerungszwecken abgenommen werden. Bei einem einlagigen Stoffteil ergibt sich eine Stoffersparnis gegenüber dem doppellagigen Schonlaken nach dem Stand der Technik. Bei dieser Konstruktion ist die Anordnung des Schonlakens unabhängig von der Verstellkonstruktion des Rückenteiles. Es kommt also nicht darauf an, ob ein Rückenteil zur Einbringung in die Liegeposition um 180° oder lediglich um 90° zu verschwenken ist.
Anhand eines abgebildeten Ausführungsbeispieles werden weitere erfindungsgemäße Merkmale erörtert und näher beschrieben. Die zugehörigen Abbildungen eines Ausführungsbeispieles zeigen in
Fig. 1: die perspektivische Darstellung eines Sitz- und Liegemöbels in der Sitzposition,
Fig. 2: eine entsprechende Darstellung des Möbels nach Verschwen-
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-3-
kung des Rückenteiles in die Liegeposition bei abgenommenen Rückenkissen und
Fig. 3: eine entsprechende Ansicht während des Umlegens des ein Schonlaken für das Rückenteil bildenden Stoffteiles.
Das dargestellte zweisitzige Sitz- und Liegemöbel weist ein Möbelgestell 3 auf, auf dem ein mit der Ziffer 2 bezeichnetes Sitzpolster aufgesetzt ist. Die Oberseite 22 dieses Sitzpolsters 2 besteht vorzugsweise aus einem &iacgr;&ogr; einfachen Bezugsstoff. Das gegenüber dem Sitzpolster 2 verschwenkbare gepolsterte Rückenteil 1 ist in eine horizontale Position bringbar, in der es zusammen mit der Oberseite 22 des Sitzpolsters 21 eine Liegefläche bildet.
Etwa im Bereich der zum Rückenteil 1 gewandten Längskante 21 des Sitzpolsters 2 ist vorzugsweise abnehmbar ein insgesamt mit der Ziffer 4 bezeichnetes Stoffteil verschwenkbar befestigt, welches in der Sitzposition das Sitzpolster vollständig überdeckt und aus dem eigentlichen Möbelbezugsstoff besteht. Dieses Stoffteil 4 weist an seinen Randbereichen volantartige Schürzen 44 und 45 auf, die durch Schlitze 44 voneinander getrennt sind.
Das verschwenkbare Stoffteil 4 kann doppellagig ausgebildet sein, wobei seine Unterseite 42 ein Schonlaken aus entsprechendem Material bildet. Wie aus Figur 3 ersichtlich, wird dieses Stoffteil 4 zur Überdeckung des gepolsterten Rückenteiles 1 über das Rückenteil verschwenkt und überdeckt dann das Rückenteil vollständig. Sichtbar ist die das Schonlaken bildende Unterseite 42 des Stoffteiles 4, welche mit dem entsprechenden Bezug der Oberseite 22 des Polsters 2 eine einheitliche Liegefläche bildet, die nur in der Liegeposition beansprucht ist. Diese Liegeflächen sind in der Sitzposition nicht sichtbar.
-4-Zusammenstellung
der Bezugszeichen
| 1 |
Rückenteil |
| 2 |
Sitzpolster |
| 21 |
Längskante |
| 22 |
Oberseite (Bezug) |
| 3 |
Möbelgestell |
| 4 |
Stoffteil |
| 41 |
Oberseite (Bezug) |
| 42 |
Unterseite (Schonlaken) |
| 43 |
Schürze |
| 44 |
Schlitz |
| 45 |
Schürze |
Kissen