DE20002305U1 - Module Möbelanordnung - Google Patents
Module MöbelanordnungInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47B—TABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
- A47B46/00—Cabinets, racks or shelf units, having one or more surfaces adapted to be brought into position for use by extending or pivoting
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)
Description
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PATENTANWÄLTE · EUROPEAN PATENT & TRADEMARK ATTORNEYS
WOLFRATSHAUSER STR. 145 · D-81479 MÜNCHEN
WOLFRATSHAUSER STR. 145 · D-81479 MÜNCHEN
Neue deutsche Gebrauchsmusteranmeldung
Berthold Nubert 9. Februar 2000
Unser Zeichen: nub-10-de Fi/ho
Module Möbelanordnung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine modulare Möbelanordnung für Arztpraxen, insbesondere Zahnarztpraxen mit schrankartigen Modulen, nämlich einem Arztmodul, einem Kopfmodul und einem Helferinnenmodul.
Im zahnärztlichen Behandlungsvorgang spielt die ergonomisch richtige Plazierungg der Behandlungsinstrumente eine sehr wichtige Rolle. Einerseits verwendet der Zahnarzt eine bestimmte Gruppe von Instrumente, die er sich direkt aus einer Ablage herausnimmt, andererseits werden ihm von seiner Helferin eine andere bestimmte Gruppe von Instrumenten, Vorrichtungen oder auch Materialien gereicht, um sie während einer Behandlung einzusetzen. Hierbei geht es um eine Vielzahl von Instrumenten, Vorrichtungen und Materialien, die oft zu einem ganz genau bestimmten Zeitpunkt am richtigen Ort, d.h. zur Verfügung für den Zahnarzt vorliegen müssen. Diese Instrumente etc. müssen in der Nähe des Behandlungsortes gelagert werden oder äußerst schnell an Ort und Stelle gebracht werden können und ebenso reibungslos und schnell wieder aufgeräumt werden können.
Zur Lösung dieser Anforderung sind um den Patientenstuhl herum angeordnete feststehende Möbel bekannt, in deren Schubladen erforderliche Instrumente lagern. Es gibt außerdem fahrbare Behandlungswägen, die die vom behandelnden Arzt oder von der Helferin herbeigezogen werden müssen, die den Raum um den zu behandelnden Patienten blockieren und nach der Behandlung wieder versorgt werden müssen. Es gibt außerdem Behandlungssets, die über dem Stuhl des Patienten schwebend angeordnet sind und im einen oder anderen Fall für den Patienten eine beklemmende Wirkung ausüben können.
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nub-10-de - 2 -
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möbelanordnung zu schaffen, mit der die Nachteile des genannten Standes der Technik vermieden oder zumindest sehr stark verringert werden können.
Die Aufgabe wird gelöst mit einer modularen Möbelanordnung für Arztpraxen, insbesondere Zahnarztpraxen mit schrankartigen Modulen, nämlich einem Arztmodul, einem Kopfmodul und einem Helferinnenmodul, die im wesentlichen U-förmig zueinander angeordnet sind, wozu das Helferinnenmodul und das Arztmodul als Schenkel des U zwischen sich das dazu im wesentlichen querorientierte Kopfmodul einschließen, dadurch gekennzeichnet, daß das Arztmodul und das Helferinnenmodul jeweils an ihrem freien Ende, aus einer, unter allen Modulen gemeinsamen Arbeitsoberfläche befindlichen Ruhestellung in eine Arbeitsstellung, um im wesentlichen vertikale Achsen ausschwenkbare, übereinander angeordnete Laden aufweisen.
Mit einer derartigen Möbelanordnung können in vorteilhafter Weise die oben angesprochenen Nachteile ergonomischer, optischer oder psychischer Art beseitigt werden. Dabei läßt sich in besonders vorteilhafter Weise erreichen, daß für den nach humanen, nicht technisch auffälligen Arbeitsmethoden arbeitenden Zahnarzt in unmittelbarer Umgebung des Patienten am Zahnarztstuhl die Instrumente weitgehend unsichtbar bleiben, die Zugriffsmöglichkeit zu allen benötigten Instrumenten durch den behandelnden Arzt dennoch gewährleistet bleibt. Dies wird durch die herausschwenkbaren, vorteilhafterweise auch kreisrund gestalteten Laden ermöglicht, die bei der erfindungsgemäßen Möbelanordnung so nahe in den Griffbereich des Zahnarzts hereinreichen, daß er alle benötigten Instrumente oder Materialien stets in Griffposition vorliegen hat. In vorteilhafter Weise können die erfindungsgemäßen Laden mit herausnehmbaren Wannen versehen sein, die Unterteilungen für Instrumente und Materialien aufweisen können und aufgrund ihrer Herausnehmbarkeit leicht sauberzuhalten sind. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Laden mit vorteilhafter Weise vorgespannten Rasteinrichtungen versehen, die die Laden bevorzugt in einer Ruhe- oder in einer Arbeitsstellung festhalten. Hierbei ist die Vorspannung der Rasteinrichtungen günstigerweise so gewählt, daß ein gewisser Grundwiderstand überwunden werden muß, um die jeweilige Lade aus ihrer Ruhe- oder Arbeitsstellung in eine jeweils andere Position zu bringen. Einmal in die eine oder andere Stellung gebracht, kann sich jedoch der Arzt blind darauf verlassen, in die beispielsweise in Arbeitsstellung befindliche Lade zu greifen, um ein bestimmtes Instrument herauszunehmen. Die übereinander angeordneten Laden haben außerdem den Vorteil, daß der Arzt, der aufgrund seiner Praxis ein bestimmtes Höhenkoordinationsgefühl entwickelt hat, tatsächlich blind eine von ihm gewünschte Lade öffnen kann, um dann an der von ihm
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gewählten Stelle das benötigte Instrument zu entnehmen bzw. nach Anwendung wieder zu deponieren. Das Schließen einer Lade nach dem eben geschilderten Vorgang kann auch geschehen, ohne daß der Arzt sich hierzu optisch an der Lade orientieren muß. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die vertikale Schwenkachse der Laden möglichst in der Nähe zur Innenseite zeigender Wände der Module angeordnet. Dadurch wird die Ausschwenkweite der Laden maximiert.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß das Arztmodul und/oder das Helferinnenmodui der modularen Möbelanordnung jeweils eine neben den herausschwenkbaren Laden in Richtung zum Patientenstuhl teleskopartig ausziehbare und/oder schwenkbare Sitzfläche aufweist. Da der Arzt, speziell der Zahnarzt und auch seine Helferin, meist sitzend arbeiten, benützen sie bei herkömmlichen Möbelanordnungen fahrbare Arbeitsstühle. Deren Nachteil besteht darin, daß der grundsätzlich sehr enge Raum zwischen Behandlungsstuhl und der Möbelanordnung durch einen oder gar zwei Arbeitsstühle zusätzlich eingeengt bzw. vollständig blockiert wird. Das Hin- und Herfahren des Arztes oder der Helferin mit fahrbaren Arbeitsstühlen hat darüber hinaus den Nachteil, daß Arbeitsgänge, wenn auch nur kurz, unterbrochen werden und für den Arzt, die Helferin und den Patienten unangenehme Pausen entstehen. Mit einer erfindungsgemäß im Bereich der Laden in Richtung zum Patientenstuhl teleskopartig ausziehbaren und/oder schwenkbaren Sitzfläche erübrigen sich die hinderlichen Arbeitsstühle in vorteilhafter Weise. Sie können ebenso wie die oben beschriebenen Laden im freien Endbereich von Arztmodul und/oder Helferinnenmodul verschwinden, wenn sie nicht benötigt werden.
Zum besseren Verständnis wird die Erfindung im vorliegenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße modulare Möbelanordnung von der Seite, gesehen
vom Standpunkt eines nicht gezeigten Behandlungsstuhls.
Figur 2 zeigt die in Figur 1 dargestellte Möbelanordnung von oben mit einer schematischen Skizze eines Patienten und eines ihn behandelnden Arztes.
Figur 3 zeigt die Möbelanordnung nach Figur 1 von der linken Seite her gesehen.
Figur 4 zeigt die Möbelanordnung nach Figur 1, gesehen in Richtung der Pfeile A-A
von Figur 1.
nub-10-de - 4 -
Figur 1 zeigt eine modulare Möbelanordnung 1 mit einem Arztmodul AM, einem Helferinnenmodul HM und einem sogenannten Kopfmodul KM. Das Arztmodul AM sowie das Helferinnenmodul HM tragen übereinander angeordnete ausschwenkbare Laden L, die um vertikale Achsen VA schwenkbar angeordnet sind. Im Kopfmodul KM, das zwischen dem. Arztmodul AM und dem Helferinnenmodul HM querorientiert angeordnet ist und diese verbindet, ist ein Handwaschbecken 2 untergebracht. Desweiteren sind hier nicht näher zu betrachtende Einrichtungen wie Anschlüsse, Geräte, Steckdosen etc. untergebracht. Außerdem enthält das Kopfmodul KM Stauräume für Geräte und Material, beispielsweise auch Behälter für Abfallmaterial, das durch in einer Schrankseitenwand eingelassene Öffnungen 3 und 4 gegeben werden kann.
In Figur 2 ist eine aus dem Arztmodul AB herausgeschwenkte Lade L in ihrer Arbeitsstellung AS schematisch dargestellt, wobei die Schwenkachse VA leicht zu erkennen ist, um die die Lade L aus einer hier verdeckt dargestellten Ruhestellung RS in die Arbeitsstellung AS gebracht werden kann. Ein in Figur 2 schematisch dargestellter, einen ebenfalls auf einem Behandlungsstuhl sitzenden Patienten behandelnder Arzt kann wie aus Figur 2 gut erkennbar ist, in ergonomisch optimaler Weise in die Laden L greifen und die benötigten Instrumente entnehmen bzw. wieder zurücklegen. Hierzu greift er beispielsweise an einem mit 5 bezeichneten Griffknopf einer Lade L, dreht diese um eine Vertikalachse VA zu sich hin, um sie in einer Arbeitsstellung AS zu positionieren. Hat er die von ihm benötigten Instrumente verwendet, kann er beispielsweise mit einer Ellenbogen- oder Hüftbewegung allein die ausgeschwenkte Lade zurück in ihre Ruhestellung RS schwenken. Auf der rechten Seite der in Figur 2 dargestellten Möbelanordnung ist das Helferinnenmodul HM zu erkennen, aus dem in dieser Darstellung keine Lade L herausgeschwenkt ist. Die vorzugsweise kreisrund dargestellten Laden sind jedoch übereinander sehr zweckmäßig im Helferinnenmodul untergebracht und nach Darstellung in Figur 2 etwa achsensymmetrisch zur Anordnung der Laden im Arztmodul AM herausschwenkbar angeordnet. Gut zu erkennen in dieser Darstellung ist, daß zwischen Arzt- bzw. Patient- und Helferinnenmodul ein großer Durchgang, beispielsweise für die Helferin oder weitere zur Behandlung benötigte Personen freigehalten wird, während gleichzeitig in unmittelbarer Nähe zur sofortigen Verwendung sämtliche, alle erforderlichen Instrumente enthaltenden Laden im Helferinnenmodul in Bereitschaft stehen.
Die Figuren 3 und 4 zeigen das Arztmodul von der Außenseite und zeigen die zweckmäßig übereinandergeordneten Laden L bzw. das Helferinnenmodul mit beispielhaft angedeuteten Laden wie sie von der Position des behandelnden Arztes einerseits und gleichzeitig von der Position einer Helferin günstig bedien- bzw. benutzbar angeordnet sind.
nub-10-de - 5 -
Die erfindungsgemäße modulare Möbelanordnung wurde im vorliegenden Fall insbesondere für die Anwendung in einer Zahnarztpraxis beschrieben. Der Fachmann erkennt jedoch, daß diese Anordnung in gleicher Weise günstig für Ärzte anderer Fakultäten einsetzbar ist, beispielsweise Kieferchirurgen, Augenärzte etc.
Claims (5)
1. Modulare Möbelanordnung für Arztpraxen, insbesondere Zahnarztpraxen mit schrankartigen Modulen, nämlich einem Arztmodul, einem Kopfmodul und einem Helferinnenmodul, die im wesentlichen U-förmig zueinander angeordnet sind, wobei das Helferinnenmodul und das Arztmodul als Schenkel des U zwischen sich das dazu im wesentlichen querorientierte Kopfmodul (KM) einschließen, dadurch gekennzeichnet, daß das Arztmodul (AM) und das Helferinnenmodul (HM) jeweils an ihrem freien Ende, aus einer, unter allen Modulen gemeinsamen Arbeitsoberfläche (AO) befindlichen Ruhestellung (RS) in eine Arbeitsstellung (AS), um im wesentlichen vertikale Achsen (VA) ausschwenkbare, übereinander angeordnete Laden (L) aufweisen.
2. Modulare Möbelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laden (L) herausnehmbare Wannen (W) für Instrumente und Verbrauchsmaterialien aufweisen.
3. Modulare Möbelanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Laden (L) (feder-)vorgespannte Rasteinrichtungen (RE) aufweisen, die die Laden (L) bevorzugt in der Ruhe- (RS) und in der Arbeitsstellung (AS) festhalten.
4. Modulare Möbelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Schwenkachsen (VA) in der Nähe zur Innenseite zeigender Wände (IW) der Module (AM, HM) angeordnet sind.
5. Modulare Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Arztmodul (AM) und/oder das Helferinnenmodul (HM) jeweils eine neben den herausschwenkbaren Laden (L) in Richtung zum Patientenstuhl teleskopartig ausziehbare und/oder schwenkbare Sitzfläche aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20002305U DE20002305U1 (de) | 2000-02-10 | 2000-02-10 | Module Möbelanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20002305U DE20002305U1 (de) | 2000-02-10 | 2000-02-10 | Module Möbelanordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20002305U1 true DE20002305U1 (de) | 2000-04-06 |
Family
ID=7937071
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20002305U Expired - Lifetime DE20002305U1 (de) | 2000-02-10 | 2000-02-10 | Module Möbelanordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20002305U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012108263A1 (de) * | 2012-09-05 | 2014-03-06 | Karl Storz Gmbh & Co. Kg | Medizinischer Arbeitsplatz |
-
2000
- 2000-02-10 DE DE20002305U patent/DE20002305U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102012108263A1 (de) * | 2012-09-05 | 2014-03-06 | Karl Storz Gmbh & Co. Kg | Medizinischer Arbeitsplatz |
| EP2705819A2 (de) | 2012-09-05 | 2014-03-12 | Karl Storz GmbH & Co. KG | Medizinischer Arbeitsplatz |
| US9271795B2 (en) | 2012-09-05 | 2016-03-01 | Karl Storz Gmbh & Co. Kg | Medical workplace |
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