DE20002265U1 - Fußbodenaufbau für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge - Google Patents
Fußbodenaufbau für Fahrzeuge, insbesondere SchienenfahrzeugeInfo
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Description
Fußbodenaufbau für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge
Die Erfindung betrifft einen Fußbodenaufbau für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge, bei dem die Fußbodenplatte mittels Profilkörper auf dem Wagenkasten-Untergestell abgestützt ist.
Es ist allgemein bekannt, den Fußboden in Wagenkästen von Schienenfahrzeugen unter Verwendung von Gummi, Weichverklebungen o.a. elastisch zu lagern. So ist ein schwingungs- und schalldämpfendes Verbindungselement für Fußböden von Schienenfahrzeugen für die Personenbeförderung (DE 44 41 290 C 1), insbesondere für einen zweischalig holzfrei aufgebauten Fußboden in Segmentbauweise bekannt, bei dem zwischen der Fußbodenplatte und dem Wagenkasten-Untergestell abschnittsweise Verklebung aufnehmende elastische Zwischenglieder quer zum Wagenkasten-Untergestells angeordnet sind. Diese Lösung ist dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Verbindungselement aus einer quer zum Wagenkasten liegenden, durch die Seitenwandprofile des Wagenkastens in seiner Längsausdehnung begrenzten Profilkörper mit einer oberhalb auf diesem aufgebrachten elastischen Klebstoffauftrag gebildet wird, wobei als Auflagen für Fußbodenbauteile wie Sitzgestelle, Haltestangen, Trennwände, Klimaschutzwände in den Profilkörper plattenförmige Stege eingelassen werden, und dass in Längsrichtung des Wagenkasten-Untergestells gesehen links und rechts von dem elastischen Klebstoffauftrag liegende elastische Distanzstreifen angeordnet sind, die sowohl den für die Verklebung erforderlichen Abstand zwischen den Profilkörper und dem Wagenkasten-Untergestell herstellen als auch eine ausnivelierte Ebene für den anschließenden Fußbodenaufbau bilden.
Diese Lösung weist den Nachteile auf, daß die notwendige flächige Verklebung der Hohlprofile auf dem Rohbau nur bei in Großstrangpreßprofilbauweise bzw. Aluminiumintegralbauweise gefertigte Rohbauten anwendbar ist. Für Wagenkastenrohbauten aus Stahl mit längs und quer laufenden Rohbauträgern, die auch unterschiedliche Höhen aufweisen können, ist die Anwendung der patentierten Lösung jedoch problematisch.
Der im Schutzanspruch angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Fußbodenaufbau für Schienenfahrzeuge zu schaffen, der eine effektive schwingungs-
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dämpfende und toleranzausgleichende Fußbodenbefestigung ermöglicht und eine einfache Fertigung und Montage gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, indem auf den Querträgern des Untergestells längs zum Wagenkasten positionierte Hohlprofile form- und kraftschlüssig befestigt sind, wobei ein erster Ausgleich von Höhentoleranzen durch das Einbringen von Hartgummi- und Stahlbeilagen zwischen den Querträgern und den Hohlprofilen realisierbar ist, und das Aufbringen der Fußbodenplatten auf den Hohlprofilen über elastische Klebstoffraupen erfolgt, zwischen oder neben denen zur Schaffung einer ausnivelierten Ebene für den Fußbodenaufbau sowie eines definierten Kleb stoffspalts in bestimmten Abständen elastische Beilagen angeordnet sind. Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung liegen insbesondere darin, dass
- Wagenkastenunebenheiten in einem großen Bereich, abhängig von Klebfugentoleranzen und Klemmlänge der Nieten, ausgeglichen werden können, wodurch die Schaffung einer ausnivelierten Ebene, auch bei größeren Rohbautoleranzen, für den sich anschließenden Fußbodenaufbau ermöglicht wird,
- eine Verbesserung des Schwingungsverhalten eines Fahrzeuges mit Rohbauwagenkasten aus Stahl in Leichtbauweise gegenüber der herkömmlichen schwimmenden Lagerung des Unterstockfußbodens auf Gummidämpfungsprofilen zu verzeichnen ist, wobei die langen Profile, die auf die Rohbauquerträger genietet sind, den Schwingung des Rohbaus entgegenwirken,
- eine Verringerung des Montage-, Fertigungs- und Konstruktionsaufwandes durch den Wegfall von Schraubverbindungen gewährleistet ist,
- durch das Nieten kein Verzug der Auflageprofile wie durch den Wärmeeintrag beim Schweißen auftritt, so dass der Aufwand fur das Richten und einen zusätzlichen Toleranzausgleich entfällt,
- genormter Profile kostengünstiger eingesetzt werden können und
- die Verklebung den Einsatz von Sandwichplatten ermöglicht, die sich erfahrungsgemäß nur schwierig durch Verschrauben befestigen lassen und die der Forderung nach Leichtbau, Wärme- bzw. Schalldämmung Rechnung tragen.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausfuhrungsbeispiel näher erläutert werden. Hierbei zeigen die Zeichnungen in
Fig. 1: einen prinzipiellen Aufbau der Fußbodenbefestigung in der Vorderansicht Fig. 2: eine Seitenansicht nach Fig. 1
Fig. 3 eine Fußbodenselektion mit einer möglichen Anordnung in der Draufsicht
Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, weist das Schienenfahrzeug einen Stahlrohbau-Wagenkasten auf, bei dem die Querträger 1 des Untergestells als Z-Profile ausgebildet sind. Auf den Querträgern 1 sind rechteckige Hohlprofile 2 aus Stahl durchgehend längs zum Wagenkasten mittels Blindniete 3 befestigt. Durch die Verwendung von Hartgummibeilagen 4a bzw. Stahlbeilagen 4b erfolgt ein erster Höhentoleranzausgleich. Der mögliche Bereich für den Toleranzausgleich wird durch die Klemmlänge der verwendeten Blindniete (im Beispiel von ca. 9 mm bis 16 mm) bestimmt. Die Hohlprofile 2 weisen auf der Oberseite im Abstand der Z-Profile kreisrunde Durchbrüche zum Einbringen der Blindniete 3 einschließlich der erforderlichen Nietwerkzeuge auf. Durch auf den Hohlprofilen 2 aufgebrachte elastische Klebstoffraupen 5 wird die Fußbodenplatte 7 mit vorzugsweise aufgebrachtem Fußbodenbelag gehalten. Um eine ausnivelierte Ebene für den Fußbodenaufbau und einen definierten Klebstoffspalt zu erhalten, sind im Abstand von ca. 500 mm Gummibeilagen 6 entsprechende Dicke vorgesehen, die zwischen den Klebstoffraupen 5 angeordnet sind und deren Shore-Härte dem eingesetzten Klebstoff entspricht. Der Bereich Klebfugentoleranz, im Ausführungsbeispiel 4 mm bis 15 mm für die Verklebung, wird durch den verwendeten Klebstoff und die Anforderungen an die Dämpfung bestimmt. Der Gesamtbereich, in dem ein Höhentoleranzausgleich ermöglicht wird, ergibt sich aus dem Toleranzbereich des Klebstoffes und dem der Blindniete mit ca. 18 mm.
Bezugszeichenliste
1 Querträger
2 Hohlprofil
3 Blindniet
4a Hartgummibeilage
4b Stahlbeilage
5 Klebstoffraupe
6 Gummibeilage
7 Fußbodenplatte mit Fußbodenbelag
Claims (1)
- Fußbodenaufbau für Schienenfahrzeuge, bei dem die Fußbodenplatte mittels Profilkörper auf dem Wagenkasten-Untergestell abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Querträgern (1) des Untergestells längs zum Wagenkasten positionierte Hohlprofile (2) form- und kraftschlüssig befestigt sind, wobei ein erster Ausgleich von Höhentoleranzen durch das Einbringen von Beilagen (4a, 4b) zwischen den Querträgern (1) und den Hohlprofilen (2) realisierbar ist, und das Aufbringen der Fußbodenplatten (7) auf den Hohlprofilen (2) über elastische Klebstoffraupen (5) erfolgt, zwischen oder neben denen zur Schaffung einer ausnivelierten Ebene für den Fußbodenaufbau sowie eines definierten Klebstoffspalts in bestimmten Abständen weitere Beilagen (6) angeordnet sind.
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|---|---|---|---|
| DE20002265U DE20002265U1 (de) | 2000-02-09 | 2000-02-09 | Fußbodenaufbau für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge |
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| DE20002265U DE20002265U1 (de) | 2000-02-09 | 2000-02-09 | Fußbodenaufbau für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge |
Publications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20002265U1 (de) |
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