DE20002732U1 - Fingerwalze für landwirtschaftliche Maschinen - Google Patents
Fingerwalze für landwirtschaftliche MaschinenInfo
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Description
***· · 5 5 ·" · i !! S JAG0300F
ARTEMIS Kautschuk- und Kunststofftechnik GmbH & Cie in Hannover
Die Erfindung geht aus von einer Fingerwalze für landwirtschaftliche Maschinen, wobei die Walze mehrere auf eine Welle aufgeschobene, dort dicht bei dicht angeordnete, aus einem elastisch verformbaren Werkstoff bestehende Fingerscheiben aufweist, deren Nabe mit mehreren, über den Umfang verteilt angeordneten, abstehenden, elastisch verbiegbaren Fingern versehen ist. Dabei versteht es sich, dass die Fingerscheiben so bemessen sein müssen, dass sie praktisch spielfrei auf ihrer Welle aufsitzen, um Relativbewegungen zwischen Welle und Nabe auszuschliessen.
Zudem soll sich die Erfindung vorzugsweise auch auf solche Fingerwalzen beziehen, deren Nabe eine grössere axiale Erstreckung aufweist im Vergleich zur Breiten- bzw. Axialerstreckung ihrer Finger. Diese Bemessung hat auch den Vorteil, dass bei einer Parallelanordnung mehrerer Walzen die Finger einer Walzen zwischen die Finger der benachbarten Walze greifen können.
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Die so ausgeführten Walzen werden bei Kartoffelrodern, Gemüseerntemaschinen, Rüberrodern und dgl., aber auch bei Steinsammlern eingesetzt, · um mit ihrer Hilfe das aufgenommene Gut bzw. die Erdfrüchte zu säubern, zu sortieren, zu sieben und ggfs. Erdreich vom aufgenommenen Gut zu entfernen.
Aufgrund der Tatsache, dass die Fingerscheiben insgesamt aus einem Elastomer bestehen, können beim Aufziehen der einzelnen Fingerscheiben auf die Welle elastische Verformungen der Naben eintreten, indem sich ihre axiale Erstreckung (Breite) verringert. An sich ist eines solche Verformung nicht nachteilig, jedoch wurde beobachtet, dass sich die Naben nach der Aufschiebbewegung nicht auf ihre gewollte Breite zurückstellen, ein Vorgang, der auf einen Reibungsschluss zwischen Nabe und Welle zurückzuführen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnten Fingerwalzen, insb. jedoch deren Fingerscheiben so auszubilden, dass die vorerwähnten, unerwünschten Verformungen nicht eintreten, zumindest aber nur wesentlich vermindert eintreten können. Zugleich strebt die Erfindung auch Montageerleichterungen für solche Fingerwalzen an, bei denen aufeinander folgende Fingerscheiben unterschiedlich aufgebaut sind und eine folgerichtige Anordnung der Fingerscheiben von Bedeutung ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind erfindungsgemäss die Naben der Fingerscheiben mit einer oder mehreren ihre axiale Steifigkeit erhöhenden Einlagen versehen und/oder gegenüber ihren Fingern härter eingestellt bzw. aus einem härteren Werkstoff gefertigt.
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Die gesteigerte axiale Steifigkeit kann dabei durch eine Werkstoffwahl z.B. auch durch bestimmte Zuschläge - z.B. einen gesteigerten Schwefelzuschlag bei Kautschuk und/oder durch besondere Einlagen als Verstärkungseinlagen z.B. in Form von Gewebeeinlagen erreicht werden. Besonders vorteilhaft sind jedoch steife Stifte, die in Axialbohrungen der Nabe unter einer geringen elastischen Aufweitung dieser Bohrungen eingeschoben sind und vorzugsweise eine Länge aufweisen sollen, die praktisch der axiale Erstreckung bzw. Breite der Nabe der Fingerscheiben entsprechen.
Derartige Stifte eröffnen auch die Möglichkeit, die Montage der einzelnen Fingerscheiben (bei unterschiedlichen Fingerscheiben) zu erleichtern, indem den Stiften bzw. ihren von aussen sichtbaren Köpfen eine bestimmte Form- und/oder Farbgebung zugeordnet wird. Unter diesen Voraussetzungen kann der Monteur die Beschaffenheit der einzelnen Fingerscheiben ohne weiteres erkennen und eine entsprechende Folge der Fingerscheiben vornehmen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. Es zeigen :
Fig. 1 einen Teilquerschnitt durch eine Fingerwalze für die vorerwähnten landwirtschaftlichen Maschinen,
Fig. 2 eine Fingerwalze mit angedeuteten Fingern mit ebenfalls angedeuteten Fingern einer benachbarten Fingerwalze, deren Finger zwischen die Finger der anderen Walze greifen,
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Fig. 3 einen radialen Teilquerschnitt durch eine Fingerscheibe zur Herstellung von Fingerwalzen und
Fig. 4 einen Teilquerschnitt durch die Nabe einer Fingersscheibe mit einem nur angedeuteten Finger.
Fingerwalzen der vorgenannten Art bestehen im wesentlichen aus einer drehbar gelagerten, angetriebenen Welle 1 und darauf aufgefädelten, aufgereihten Fingerscheiben 2 mit einer Nabe 3 und mehreren, über den Nabenumfang gleichmässig verteilten Fingern 4, die gemäss Fig. 1 . bogenförmig (gegen die Drehrichtung 5 der Walze abgebogen), gemäss Fig. 4 radial abstehend ausgeführt sein, aber auch andere Gestaltungen aufweisen können. Um eine drehfeste Halterung der Fingerscheiben 2 zu erreichen, ist die Welle 1 als Vierkantwelle ausgeführt.
Die Fingerscheiben werden insb. als gespritzte, einstückige Formkörper gefertigt. Als Werkstoff dient vorzugsweise ein Polymer z.B. auf der Basis von Kautschuk, Polyurethan, einem Elastomer oder einem Thermoplast. In jedem Falle muss dabei sichergestellt sein, dass die Finger 4 elastisch verformbar sind und unter der Einwirkung des zu . behandelnden Gutes abgebogen werden können. Eine gesteigerte Wirkung ergibt sich im übrigen dann, wenn die Finger an der in Drehrichtung vorne liegenden Seite im Bereich ihres freien Endes mit Aufrauhungen z.B. in Form der in Fig. 1 dargestellten kleinen Vorsprüngen 6 versehen sind.
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Es versteht sich, dass die aus den einzelnen Fingerscheiben 2 zusammengesetzte Fingerwalze nur dann grösseren mechanischen Beanspruchungen gewachsen ist, wenn die Fingerscheiben 2 spielfrei auf die Welle 1 aufgezogen sind. Um zu verhindern, dass bei einer Aufschiebbewegung unerwünschte Verformungen der Nabe 3 eintreten, die sich meist nach der Montage der Fingerscheiben 2 nicht zurückbilden, sind gemäss Fig. 1 und 2 die Naben 3 mit mehreren, vorzugsweise zwei axialen, diametral gegenüberliegenden Bohrungen 7 versehen, die zur Aufnahme von steifen Stiften 8 mit einem verdickten Kopf 9 dienen. Diese Stifte erstrecken sich praktisch über die gesamte Breite der zugehörigen Nabe 3, überragen diese also nicht. Wie aus Fig. 2 auch erkennbar ist, sind die Stifte 8 benachbarter bzw. aufeinanderfolgender Fingerscheiben 2 fluchtend angeordnet und können somit einander beeinflussen.
Diese Stifte 8 sind wesentlich härter als der Werkstoff für die Nabe 3 mit ihren Fingern 4 und werden nach dem Ausformen der Nabe 3 mit Fingern 4 in die Bohrungen 7 eingetrieben und können z.B. aus einem.technischen Thermoplast ( PA, PP, PE und dgl. ) bestehen.
Werden die so bestückten Naben 3 zusammen mit ihren Fingern 4 auf die Welle 1 aufgereiht, kann eine nachteilige Breitenverminderung der Naben 3 selbst dann nicht mehr eintreten, wenn die Naben 3 mit radialer Vorspannung auf die Welle 1 aufgereiht werden.
• ·
Die Stifte 8 haben noch den Vorteil, dass sie mit
unterschiedlich geformten Köpfen 9 ausgestattet sein
können, indem z.B. ein Kopf 9' rund und der andere Kopf 9'' quadratisch ausgeführt ist. Damit können die Monteure oder Hersteller der Fingerwalzen bestimmte Folgen
unterschiedlich beschaffener Fingerwalzen ohne weiteres
vollziehen bzw. ausführen, da jeder Fingerscheibentyp eine bestimmte Kennung erhält.
unterschiedlich geformten Köpfen 9 ausgestattet sein
können, indem z.B. ein Kopf 9' rund und der andere Kopf 9'' quadratisch ausgeführt ist. Damit können die Monteure oder Hersteller der Fingerwalzen bestimmte Folgen
unterschiedlich beschaffener Fingerwalzen ohne weiteres
vollziehen bzw. ausführen, da jeder Fingerscheibentyp eine bestimmte Kennung erhält.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 3 sind die Fingerscheiben 2 ebenfalls einstückig abgeformt, jedoch sind die Naben 3
werkstoffmässig wesentlich härter eingestellt.
Härteunterschiede von etwa 10 - 25 Shore Grade A können
hier nützlich sein.
werkstoffmässig wesentlich härter eingestellt.
Härteunterschiede von etwa 10 - 25 Shore Grade A können
hier nützlich sein.
Die axiale Versteifung wird bei der Fingerscheibe 2 gemäss Fig. 4 durch eine ringförmige, die zentrale Ausnehmung der Nabe 3 umschliessende Verstärkungseihlage 10 in Form einer innen in der Nabe 3 befindliche Lage 11 z.B. als
Textilgewebelage erreicht.
Textilgewebelage erreicht.
Es sei erwähnt, dass die Anzahl der Finger 4 an sich
beliebig ist, dass in der Praxis jedoch mehr als 12 Finger nützlich sind. Es können auch Fingerscheiben mit einer
geraden Anzahl Finger einer Fingerscheibe mit einer
ungeraden Anzahl Finger folgen, wobei dann die
unterschiedlich gekennzeichneten Stifte 8 vorteilhaft sind, um die gewünschte Reihenfolge der Fingerscheiben in
einfacher Weise sicherzustellen.
beliebig ist, dass in der Praxis jedoch mehr als 12 Finger nützlich sind. Es können auch Fingerscheiben mit einer
geraden Anzahl Finger einer Fingerscheibe mit einer
ungeraden Anzahl Finger folgen, wobei dann die
unterschiedlich gekennzeichneten Stifte 8 vorteilhaft sind, um die gewünschte Reihenfolge der Fingerscheiben in
einfacher Weise sicherzustellen.
Claims (13)
1. Fingerwalze für landwirtschaftliche Maschinen, wobei die Walze mehrere auf eine antreibbare Welle aufgeschobene, dort dicht bei dicht angeordnete, aus einem elastisch verformbaren Werkstoff bestehende Fingerscheiben aufweist, deren Nabe mit mehreren, über den Umfang verteilt angeordneten, abbstehenden, elastisch verformbaren Fingern versehen ist, die einstückig in die Nabe übergehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (3) der Fingerscheiben (2) mit einer oder mehreren die axiale Steifigkeit der Nabe erhöhenden Einlagen (8, 10) und/oder gegenüber den Fingern (4) härter eingestellt bzw. aus einem härteren Werkstoff gefertigt ist.
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlagen steife Stifte (8) sind, die den Stäben entsprechend ausgebildete Ausnehmungen bzw. Durchbrechungen (7) der Nabe (3) durchsetzen.
3. Walze nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (8) verdickte Köpfe (9) aufweisen.
4. Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Stifte (8) mit unterschiedlicher Form- und/oder Farbgebung an ihren Enden vorgesehen sind.
5. Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (8) der axialen Erstreckung (Breite) der Naben (3) entsprechen.
6. Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (8) mit elastischer Vorspannung in der Nabe (3) gehalten sind.
7. Walze nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (8) aufeinanderfolgender Fingerscheiben (2) fluchten.
8. Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass einer Nabe (3) zwei Stifte (8) zugeordnet sind, die sich diametral gegenüberliegen.
9. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe oder Abschnitte dieser Nabe (3) gegenüber den Fingern (4) werkstoffmässig wesentlich härter eingestellt sind.
10. Walze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Härteunterschied etwa 10-25 Sohre Grade A beträgt.
11. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (3) wenigstens eine ihre mittige Durchbrechung zur Aufnahme der Welle (1) der Walze umschliessende Verstärkungseinlage (10) z. B. in Form einer Textilgewebeeinlage aufweist.
12. Walze nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verstärkungseinlage(n) (10) an oder oder in der Nähe der Innenseite (der Welle 1 der Walze zugekehrt) befindet.
13. Zur Bildung einer Fingerwalze dienende, durch Aufreihen auf eine Welle geeignete Fingerscheibe (2) mit den Merkmalen nach einem oder mehreren vorhergehenden Ansprüchen.
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20000907 |
|
| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20030829 |