DE20001082U1 - Anordnung zur Führung einer flexiblen Materialbahn - Google Patents
Anordnung zur Führung einer flexiblen MaterialbahnInfo
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Description
Flexible Materialbahnen, wie Papierbahnen, werden in der Regel gemeinsam mit einem Materialbahnträger, wie z.B. einem Sieb, entlang von Düsenkästen geführt, in denen Räume ausgebildet sind, in denen ein Luftdruck herrscht, dessen Niveau sich von dem Druckniveau der Umgebungsluft unterscheidet. Die Räume besitzen offene Seiten, welche der Materialbahn frontal gegenüber liegen, wenn der Materialbahnträger auf der den Räumen abgewandten Seite der Materialbahn läuft und welche dem Materialbahnträger frontal gegenüber liegen, wenn die Materialbahn auf der den Räumen abgewandten Seite des Materialbahnträgers verläuft.
Bei diesen Anordnungen besteht bislang ein Problem an den den Bandkanten benachbarten Randspalten zwischen den Stirnseiten der die Räume seitlich begrenzenden Wände und den den Stirnseiten gegenüberliegenden
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Bereichen der Materialbahn oder des Materialbahnträgers. Auch wenn die Randspalte häufig durch Bleche oder Bürsten mit einer Abdichtung versehen sind, kann diese Abdichtung nicht bis auf die Materialbahn oder den Materialbahnträger geführt werden. Dies deshalb nicht, damit kein schleifender Kontakt mit der Materialbahn oder dem Materialbahnträger zustande kommt. Es verbleibt somit grundsätzlich ein Randspalt zwischen den Stirnseiten der Wände und den gegenüberliegenden Randbereichen der Materialbahn bzw. des Materialbahnträgers. Durch diese Randspalte kann mithin aufgrund des Druckunterschieds zwischen dem Druckniveau in den Räumen und dem Druckniveau der Umgebung Luft strömen, so dass das Druckniveau in den Räumen lokal unkontrolliert beeinflusst wird. Die Bahnkanten können nicht sauber geführt werden.
Zwar hat man auch den sogenannten Koandaeffekt zur seitlichen Abdichtung genutzt. Hierbei besteht jedoch, insbesondere beim Anfahren eines Prozesses, die Gefahr, dass die Bandkanten aufgrund der austretenden Luft aus ihren Führungen, insbesondere Seilführungen, herausgeblasen werden und dann auch die nachfolgenden Bereiche der Materialbahnen nicht mehr exakt geführt werden können.
Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Führung einer flexiblen Materialbahn zu schaffen, bei welcher, insbesondere auch beim Anfahren einer Materialbahn, eine einwandfreie Führung der Bahnkanten gewährleistet werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den Merkmalen des Anspruchs 1.
Der Raum bildet bevorzugt Bestandteil eines Blaskastens. Er kann aber auch anderen Bereichen zugeordnet sein. Die Wände des Raums werden jetzt doppellagig ausgebildet. Zwischen den Lagen jeder Wand entsteht so-
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mit ein Bereich, in dem gezielt ein Druckniveau errichtet werden kann, das geringer als das Druckniveau der Umgebungsluft ist. Aufgrund dessen kann jetzt Luft aus der Umgebung in die Bereiche zwischen den Lagen strömen, so dass das gewünschte Druckniveau in dem Raum nicht mehr in einem relevanten Umfang negativ beeinflusst wird.
Es wird mithin eine Randabdichtung allgemein für Räume geschaffen, in denen ein geringerer Druck als in der Umgebung herrschen soll.
In bevorzugter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Grundgedankens sind in die Bereiche zwischen den Lagen der Wände Luftinjektoren eingegliedert, deren Ausströmöffnungen den Randspalten abgewandt sind. Mit Hilfe dieser Luftinjektoren wird insbesondere die Umgebungsluft über die Randspalte in die Bereiche zwischen den Lagen der Wände gesaugt und kann daher nicht in den Raum strömen, in dem das gewünschte Druckniveau aufrecht erhalten werden soll.
Zur weiteren Verbesserung einer einwandfreien Führung sind nach Anspruch 3 in jedem Bereich mehrere über die Länge der Bereiche verteilt installierte Luftinjektoren integriert.
Obwohl die Luft für die Luftinjektoren aus einem Blaskasten stammen kann, ist es ebenso denkbar, dass nach Anspruch 4 Luft den Luftinjektoren durch außerhalb der äußeren Lagen der Wände vorbeigeführte Luftleitungen zugeführt wird.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 in schematischer Seitenansicht einen Blaskasten mit einer am
Blaskasten vorbei geführten und von einem Materialbahnträger gestützten Materialbahn;
Figur 2 in vergrößerter Darstellung einen Horizontalschnitt durch die
Figur 1 entlang der Linie H-Il in Richtung der Pfeile Ha gesehen und
Figur 3 einen Vertikalschnitt durch die Darstellung der Figur 1 entlang der Linie IH-III in Richtung der Pfeile lila gesehen.
Mit 1 ist in den Figuren 1 bis 3 ein Blaskasten einer ansonsten nicht näher veranschaulichten Anordnung zur Führung einer flexiblen Materialbahn 2 bezeichnet, die von einem luftdurchlässigen Materialbahnträger 3 in Form eines Siebs gestützt ist. Die Laufrichtung LR von Materialbahn 2 und Materialbahnträger 3 erstreckt sich gemäß den Figuren 1 und 3 von oben nach unten. Die Breite des Materialbahnträgers 3 ist größer als die der Materialbahn 2 (Figuren 2 und 3).
Im Blaskasten 1 sind aufgrund einer zick-zack-förmigen Blechabkantung 4 ein Unterdruckraum 5 und ein Injektorraum 6 ausgebildet, die seitlich von doppellagigen Wänden 7 begrenzt werden.
Die vierten Seiten 8 des Unterdruckraums 5 und des Injektorraums 6 sind offen und frontal dem Materialbahnträger 3 zugewandt. Die Materialbahn 4 liegt auf der den Räumen 5, 6 abgewandten Seite des Materialbahnträgers 3.
Nachfolgend wird nur auf den Unterdruckraum 5 Bezug genommen, kurz Raum 5 genannt.
Zwischen den Stirnseiten 9 der Lagen 10, 11 und den gegenüberliegenden Randabschnitten 12 des Materialbahnträgers 3 sind Randspalte 13 vorhanden, so dass der Raum 5 mit der Umgebung 14 in Verbindung steht.
Auf Grund der beiden Lagen 10, 11 an jeder Wand 7 wird zwischen den Lagen 10, 11 ein Bereich 15 gebildet, in dem, wie insbesondere die Figuren 1
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und 3 erkennen lassen, in Mehrfachanordnung mehrere Luftinjektoren 16 angeordnet sind. Die Mündungen 17 der Luftinjektoren 16 sind den Randspalten 13 abgewandt. Die Luftinjektoren 16 stehen mit Leitungen 18 in Verbindung, die außerhalb der äußeren Lagen 11 der Wände 7 verlaufen.
Mit Hilfe der Luftinjektoren 16 kann in den Bereichen 15 zwischen den Lagen 10, 11 ein Druckniveau erzeugt werden, das niedriger ist als das Druckniveau der Umgebungsluft. Die Luftinjektoren 16 saugen mithin Luft aus der Umgebung 14 über die Randspalte 13 in die Bereiche 15, so dass das gewünschte Druckniveau im Raum 5 gar nicht oder nur in einem nicht relevanten Umfang negativ beeinflusst wird. Es bleibt also erhalten. Die Führung der Materialbahn 2 bzw. des Materialbahnträgers 3 wird mithin insbesondere an den Randbereichen stabilisiert.
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1 - Blaskasten
2 - Materialbahn
3 - Materialbahnträger
4 - Blechabkantung
5 - Unterdruckraum
6 - Injektorraum
7 - Wände
8 - offene Seiten v. 5,
9 - Stirnseiten v. 10,
10 - Lage v. 7
11 - Lage v. 7
12 - Randabschnitte v.
13- Randspalte
14- Umgebung
15-Bereich zw. 10, 16- Luftinjektoren 17 - Mündungen v. 18- Leitungen
LR - Laufrichtung
Claims (4)
1. Anordnung zur Führung einer flexiblen Materialbahn (2) bzw. eines Materialbahnträgers (3), die einen gegenüber dem Druckniveau der Umgebungsluft unter einem anderen Druckniveau stehenden, mit einer offenen Seite (8) der Materialbahn (2) bzw. des Materialbahnträgers (3) frontal gegenüber liegenden Raum (5) aufweist, der durch benachbart der Randabschnitte (12) der Materialbahn (2) bzw. des Materialbahnträgers (3) liegende Randspalte (13) zwischen der Materialbahn (2) bzw. dem Materialbahnträger (3) und den Stirnseiten (9) der den Raum (5) seitlich begrenzenden Wände (7) mit der Umgebung (14) verbunden ist, wobei die Wände (7) doppellagig ausgebildet sind und in den Bereichen (15) zwischen den beiden Lagen (10, 11) jeder Wand (7) ein Druckniveau herrscht, das geringer als das Druckniveau der Umgebungsluft ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, bei welcher in die Bereiche (15) zwischen den Lagen (10, 11) der Wände (7) Luftinjektoren (16) eingegliedert sind, deren Ausströmöffnungen (17) den Randspalten (13) abgewandt sind.
3. Anordnung nach Anspruch 2, bei welcher in jeden Bereich (15) mehrere, über die Länge der Bereiche (15) verteilt installierte Luftinjektoren (16) integriert sind.
4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, bei welcher die Luftinjektoren (16) an außerhalb der äußeren Lagen (11) der Wände (7) vorbei geführte Luftleitungen (18) angeschlossen sind.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20001082U1 (de) |
Cited By (4)
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- 2000-01-22 DE DE20001082U patent/DE20001082U1/de not_active Expired - Lifetime
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