DE200009C - - Google Patents
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- DE200009C DE200009C DENDAT200009D DE200009DA DE200009C DE 200009 C DE200009 C DE 200009C DE NDAT200009 D DENDAT200009 D DE NDAT200009D DE 200009D A DE200009D A DE 200009DA DE 200009 C DE200009 C DE 200009C
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- locomotive
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- axles
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F5/00—Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
- B61F5/38—Arrangements or devices for adjusting or allowing self- adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves, e.g. sliding axles, swinging axles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 200009 KLASSE
2Od. GRUPPE
RICHARD KLIEN und ROBERT LINDNER in DRESDEN.
Zusatz zum Patente 151956 vom 14. Juni 1903.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juli 1906 ab. Längste Dauer: 13.Juni 1918.
Vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der Erfindung nach dem Hauptpatent
. 151956. Dieses betrifft eine Einrichtung
zum zwangläufigen Einstellen der gegen die im Hauptrahmen der Lokomotive gelagerte
Kernachse beschränkt dreh- und seitlich schwingbaren Hohlachse mittels eines mit der Hohlachse nur in senkrechter Richtung
schwingbar verbundenen Lenkers durch Achsen, die nicht in dem Hauptrahmen der Lokomotive gelagert sind. Das besondere
Kennzeichen des Hauptpatentes besteht darin, daß bei einer solchen Einrichtung das freie
Ende des Lenkers mit einem mit der Lokomotive in gewöhnlicher Weise gekuppelten
Fahrzeuge gelenkig verbunden ist, zum Zwecke, durch die Einstellung d£s mit der
Lokomotive gekuppelten Fahrzeuges in der Gleiskrümmung eine Schwingung des Lenkers
in horizontaler Ebene und damit zwangläufig die gleichgerichtete Schwingung der Hohlachse
um die Kernachse herbeizuführen.
Diese Erfindung nach dem Hauptpatent 151956 erfährt nun zwecks vollkommener
Durchführung nach vorliegender Erfindung . eine weitere Ausbildung dadurch, daß nicht
nur eine Hohlachse durch das gekuppelte Fahrzeug gelenkt wird, sondern daß mit der
vom angekuppelten Fahrzeuge unmittelbar durch einen Lenker gesteuerten Hohlachse
eine zweite gleichartige und an dem von dem angekuppelten Fahrzeuge abgekehrten Lokomotivende
befindliche Hohlachse durch Lenker zwangläufig verbunden ist. Es wird also
noch eine zweite Achse eingestellt. An sich ist die Kupplung zweier Achsen desselben
Fahrzeuges bekannt, es ist aber dabei immer die eine Achse das Bewegungsmittel für die
andere, und die Einstellung erfolgt nur durch Anlaufen der einen in der Krümmung gegen
das Gleis. Die anlaufende Achse verstellt sich hierbei und nimmt die andere gekuppelte
Achse mit. Volle Sicherheit, daß auch bei ungünstigsten Verhältnissen überhaupt eine
Einstellung erfolgt, liegt bei solchen Einrichtungen nicht vor, weil solche nur kraftschlüssig
sind.
Im Gegensatze dazu wird nach vorliegender Erfindung unter Weiterausbau des Erfindungsgedankens
des Hauptpatentes 151956 nicht nur die mit dem gekuppelten Fahrzeuge
unmittelbar durch einen Lenker verbundene Hohlachse, sondern auch die zweite gleichartige und an dem von dem ange-
kuppelten Fahrzeuge abgekehrten Lokomotivende befindliche Hohlachse zwangläufig eingestellt.
Es hat sich herausgestellt, daß bei dieser weiteren Durchführung des durch Patent
151,946 geschützten Erfindungsgedankens eine gute Einlenkung der Achsen, und zwar
in einander entsprechender Weise unter allen Umständen eintritt. Die Stellung des angekuppelten
Fahrzeuges im gekrümmten Gleise hat die krümmungsgemäße (radiale bzw. überradiale)
Einstellung der lenkbaren Achsen der Lokomotive zur notwendigen Folge. Die . zur Lenkung der Hohlachsen an der Spitze
des Lenkers erforderliche mäßige Kraft ist auch bei unbelastetem Tender gewährleistet.
Es bringt also nicht das Anlaufen der einen Achse etwa die Lenkung der zweiten Achse
mit sich, sondern auch letztere wird von dem angekuppelten Fahrzeuge zwangläufig
eingestellt.
Die Verbindung zwischen den beiden
Achsen erfolgt durch in horizontaler Ebene ausschwingende Lenker, die an sich z. B.
für die Lenkung von Drehgestellen bekannt sind.
Um beim Ausschlag der Lenker die dabei auftretenden Massenwirkungen zu dämpfen
und unbeabsichtigte, über das erforderliche Maß hinausgehende Bewegungen der Lenker
zu verhindern, kommt auf die die zwangläufige Verbindung der Lokomotivachsen vermittelnden Lenker ein für alle Lagen
der Lenker gleichbleibender Widerstand zur Einwirkung.
Bei dem auf der Zeichnung in Fig. 1 und 2 in Auf- und Grundriß dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die nach vorn liegende und vom angekuppelten Fahrzeuge (Tender) entfernt liegende Hohlachse c1 mit der hinteren
Hohlachse c, die vom' Tender mittels Lenkers α zwangläufig eingestellt wird, durch
wagerechte und um die Achsen drehbar gelagerte Lenker f und f1 zwangläufig verbunden.
Die Verbindung der Lenkerenden erfolgt durch ein Gelenk g, das der bei dem
Ausschlag, der Lenker wachsenden Lenkerlänge durch eine entsprechende Augenform
oder durch eine Laschenverbindung Rechnung trägt. An sich ist diese Lenkerausführung
bekannt. Die Massenwirkung der möglichst leicht zu haltenden Lenker f und f1 wird
zweckmäßig durch einen eingeschalteten unveränderlichen Widerstand h (federnde Klemme
o. dgl.) beseitigt.
Da gemäß der Einrichtung des Hauptpatentes die dem Tender benachbarte Hohlachse
c der Lokomotive beim Vorwärts- und Rückwärtslauf zwangläufig in die radiale
oder überradiale Stellung gelangt, so wird durch die Lenkerverbindung//1 beider Hohlachsen
auch die voranlaufende Hohlachse cl zwangläufig in die radiale oder überradiale
Stellung gebracht.
Die Fig. 3 und 4 weisen die Stellung der Achsen der in Fig. 1 und 2 beispielsweise
dargestellten fünfachsigen Lokomotive mit dreiachsigem Tender in gekrümmtem Gleise
nach.. Hierbei sind die in der beschriebenen Weise verbundenen lenkbaren Kuppelachsen
(Endachsen) beschränkt seitlich verschiebbar. Beim Vorwärtslauf hat die der voranlaufenden
lenkbaren Kuppelachse folgende festgelagerte Achse die Führung der Lokomotive im Gleise durch Anlaufen an der Außenschiene
zu übernehmen; die mittlere der gekuppelten Achsen erhält zylindrisch gedrehte,
flanschlose Reifen. Bei einer Anordnung von sechs gekuppelten Achsen erhalten die
beiden mittleren zylindrische und flanschlose Reifen. Selbstverständlich können überdies
lenkbare Laufachsen oder Laufachsen in Drehgestellen in beliebiger Anordnung verwendet
werden.
Im gekrümmten Gleise' gestaltet sich der Lauf der beispielsweise dargestellten fünfachsigen Lokomotive wie nachstehend angegeben
:
Bei der Vorwärtsfahrt laufen · die beiden nach vorn liegenden Achsen und die Hinterachse
an der Außenschiene an, und zwar die radialgestellten Endachsen ohne wesentlichen
Seitendfuck. Die mittlere Achse befindet sich in nahezu radialer Stellung.
Bei der Rückwärtsfahrt läuft die vom Tender abliegende Hohlachse nahezu an der
Außenschiene an, während die dem Tender benachbarte, von diesem durch den Lenker
nach überfadialer Einstellung gedrängte Hohlachse von der Außenschiene etwas entfernt
bleibt. Es kommt dann auch nicht ■, die dieser Hohlachse folgende festgelagerte Kuppelachse
an die Außenschiene zum Anlauf, und es spurt überhaupt keine der gekuppelten Achsen mit Seitendruck an der Außenschiene.
Beim Vor- und Rückwärtslauf nimmt sonach die Längsachse der Lokomotive im gekrümmten
Gleise annähernd die Sehnenstellung ein, d. h. sie liegt nahezu parallel einer durch den Anlaufpunkt der voranlaufenden
lenkbaren Achse gelegten Sehne von der Länge des Gesamtradstandes, der gekuppelten
Achsen. Da sich überdies die Hohlachsen auf den Kernachsen nach dem Krümmungsmittelpunkt zu verschieben, so spurt die vor-
anlaufende der festgelagerten Achsen — doch nur beim Vorwärtslauf der Lokomotive —
mit einem sehr kleinen Anlaufwinkel an der Außenschiene, und es hat dies eine äußerst
geringe Abnutzung von Schienenkopfflanke und Radflansch zur Folge. Beim gezeichneten
dreiaqhsigen Tender spurt beim Kurven-
lauf stets die voranlaufende Achse an der Außenschiene", während die Hinterachse so
weit der Innenschiene zuläuft, bis sie in die radiale Stellung oder vor Erreichen der radialen
Stellung mit Seitendruck an der Innenschiene zum Anlaufen kommt. Hierin tritt durch den Anschluß des Lenkers α an das
Tendergestell keinesfalls eine Änderung ein, da die am Ende des Lenkers zur Drehung
to der Hohlachsen erforderliche Kraft nur eine mäßige Veränderung des Seitendruckes der
Tenderachse herbeiführt.
Eine mäßige Überradialstellung der Hohlachsen der Lokomotive sowohl für den Vorwärtswie
für den Rückwärtslauf läßt sich durch die Lage des Anschlußpunktes des Lenkers am Tendergestell und entsprechende
Bemessung des Totlaufes in diesem Anschlußpunkt erreichen. Dies ist auch bei Verwendung
eines vierachsigen Tenders möglich, der für Vor- und Rückwärtslauf die gleiche Stellung im gekrümmten Gleise einnimmt.
Claims (2)
- Patent-An Sprüche:i. Einrichtung zum zwangläufigen Einstellen der gegen die im Hauptrahmen : der Lokomotive gelagerte Kernachse beschränkt dreh- und seitlich verschiebbaren Hohlachse mittels eines mit der Hohlachse nur in senkrechter Richtung schwingbar verbundenen Lenkers durch Achsen, welche nicht in dem Hauptrahmen der Lokomotive gelagert sind, nach Patent 151956, dadurch gekennzeichnet, daß mit der vom angekuppelten Fahrzeuge unmittelbar durch den Lenker (a) gesteuerten Hohlachse (c) eine zweite gleichartige, an dem von dem angekuppelten Fahrzeuge abgekehrten Lokomotivende befindliche Hohlachse (cx) durch Lenker (f,fl) zwangläufig verbunden ist, zu dem Zwecke, diese zweite Achse (cl) durch das angekuppelte Fahrzeug zwangläufig einzustellen.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die die zwangläufige Verbindung der Lokomotivachsen vermittelnden Lenker ein für alle Lagen der Lenker gleichbleibender Widerstand (h) einwirkt, der die beim Ausschlag der Lenker auftretende Massenwirkung dämpft und so unbeabsichtigte, über das erforderliche Maß hinausgehende Bewegungen der Lenker verhindert.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200009C true DE200009C (de) |
Family
ID=462676
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT200009D Active DE200009C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200009C (de) |
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