DE2065C - Vorrichtung zur Umwandlung einer hin- und hergehenden Bewegung in eine drehende - Google Patents
Vorrichtung zur Umwandlung einer hin- und hergehenden Bewegung in eine drehendeInfo
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Description
1878.
Klasse 47.
WILLIAM FARR GOODWIN in STELTON (Staat New-Jersey, V. S. Α.). Vorrichtung zur Umwandlung einer hin- und hergehenden Bewegung in eine drehende.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Januar 1878 ab.
Zweck der gegenwärtigen Erfindung ist, hin- und hergehende Bewegungen in drehende umzuwandeln,
todte Punkte zu vermeiden und eine gleichförmige Drehung zu erzeugen; ferner auf
allen Drehpunkten der Welle sowohl normal, wie auch parallel zur Richtung ihrer Axe ein
vollkommenes Kraftgleichgewicht herzustellen, so dafs ein Kraftverlust durch Reibung gegen
die Lager vermieden wird.
Zu diesem Zwecke befestigt der Erfinder auf der Welle eine mit Schraubengang versehene
Scheibe und läfst dieselbe mit zwei ähnlichen Flächen arbeiten, welche mit dem Kolben verbunden
sind und von diesem ihre Bewegung erhalten. Die bewegende Kraft wirkt in der Richtung der Rotationsaxe der zu drehenden
Welle.
Um auf allen Drehpunkten Kraftgleichgewicht herzustellen, bedient sich Erfinder einer zweiten
der obenbeschnebenengleichen Vorrichtung, deren Lage auf der Welle derjenigen der ersten Vorrichtung
ganz oder beinahe ganz entgegengesetzt ist. Dieser Zweck wird auch noch dadurch erreicht,
dafs beide Schrauben in ein Stück zusammengegossen werden, wodurch eine mit Doppelgewinde
versehene Schraube entsteht. Um das Kraftgleichgewicht in der Richtung der Drehaxe
der Welle zu erhalten, sind die Kolben derart angeordnet, dafs sie ihre Endstöfse gegenseitig
aufheben.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist eine Art, die Gewinde anzubringen, dargestellt.
Fig. 2 zeigt eine zweite Art in ihrer Anwendung auf eine Welle und eine Dampfmaschine.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht der in der Anordnung Fig. 2 zur Verwendung kommenden
Schraubenscheibe.
Die Fig. 4, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 12 sind
Constructionsanderungen.
Fig. 5 ist eine Vorderansicht der in Fig. 4, 6, 7 und 8 zur Verwendung kommenden Schraubenscheiben,
und
Fig. 13 eine Vorderansicht des Cylinders, wie er in Fig. 11 zur Verwendung kommt.
Wie erwähnt, erläutert Fig. 1 die Construction eines mit Gewinde versehenen Cylinders
(Scheibe).
Will man einen Schraubengang anwenden, welcher die Welle bei jeder hin- und hergehenden
Bewegung des Kolbens eine Umdrehung machen läfst, so nimmt man einen Cylinder aus
Holz oder anderem passenden Stoffe, welcher aus zwei miteinander verbundenen Theilen besteht.
Der Cylinder mufs so lang sein, dafs man auf die eine Seite ein Rechtsgewinde machen kann, während die andere Seite mit
einem Linksgewinde versehen wird. Nach Herstellung dieser Gewinde werden die beiden
Theile, aus welchen der Cylinder besteht, auseinandergenommen und die Rechts- und Linksgewinde
derart verbunden, dafs ihre bezüglichen Spitzen einander entgegengesetzt sind und die
in den Fig. 2, 10, 11 und 12 dargestellten Formen
bilden.
Wird eine mit Doppelgewinde versehene Schraube verwendet, um die Welle bei je zwei
hin- und hergehenden Bewegungen des Kolbens einmal zu drehen, so wird der Cylinder aus
vier Theilen hergestellt, welche nach Herstellung der Schraubengänge auseinandergenommen und
wieder vereinigt werden. Es entstehen dann die in den Fig. 4, 6, 7 und 8 dargestellten
Formen.
Aehnlich verfährt man bei einer gröfseren Anzahl von Gängen.
Wenn die Vorrichtung dazu benutzt wird, drehende Bewegung in eine hin- und hergehende
umzuwandeln, so ertheilt jeder Schraubengang dem oscillirenden Stücke einen Hin- und Hergang,
wird dagegen hin- und hergehende Bewegung in drehende umgewandelt, so erfordert jeder Schraubengang einen Hin- und Hergang
des Kolbens.
Bei einem Bewegungsmechanismus dieser Art ist es nothwendig, die Schraubenflächen wohl
geschmiert zu halten. Zu diesem Zwecke ist der Mechanismus in eine . luft- und öldichte
Kammer eingeschlossen, welche OeI genug enthält, um die Theile beständig schlüpfrich zu
halten. Diese luftdichte Kammer dient auch dazu, alle fremden Stoffe, welche die Arbeitstheile
verstopfen oder beschädigen könnten, fernzuhalten.
Bei diesem Bewegungsmechanismus wirkt die Kraft in einer der Drehaxe parallelen Richtung
und ist auf alle Punkte um die Axe herum gleichmäfsig vertheilt, auch wird sie gleichmäfsig
auf alle Punkte von der Mitte bis zum Umfange ausgeübt, woraus sich eine vollständig gleichmäfsige
Druckverteilung gleich der von dem
Claims (2)
1. Die Anwendung von Rechts- und Linksschraubengewinden,
welche derart verbunden sind, dafs sie einen Mechanismus zur Umwandlung hin- und hergehender Bewegung
in drehende Bewegung bilden.
2. Die Verbindung einer Dampfmaschine und einer rotirenden Welle mit zwei oder mehr
Schraubenabschnitten, welche derart angeordnet sind, dafs sie die auf den rotirenden
Theil ausgeübten Kräfte im Gleichgewicht
halten.
Die Verwendung der Bewegungscylinder als Kolben, wie beschrieben.
Ein Dampfcylinder und Schraubenmechanismus in Verbindung mit den Kolben, welche
mit dem Bewegungsmechanismus verbunden sind, so dafs sie sich gegeneinander hin-
und von einander wegbewegen.
Die beschriebenen Schrauben - Bewegungsmechanismen in Verbindung mit einem luftdichten
Behälter.
Der Schraubenmechanismus in Verbindung mit einem an den Enden offenen Cylinder,
in welchem die Behälter des Schraubenmechanismus als Cylmderdeckel und Kolben dienen.
Der beschriebene Schraubenmechanismus in Verbindung mit einem hin- und hergehenden
Hebel L, wie beschrieben und in der Zeichnung, Fig. 7, dargestellt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2065C true DE2065C (de) |
Family
ID=281470
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2065D Active DE2065C (de) | Vorrichtung zur Umwandlung einer hin- und hergehenden Bewegung in eine drehende |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2065C (de) |
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